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Eintracht Frankfurt – Hertha BSC Berlin, Fehlentscheidung von Schiedsrichter Dr. Drees

Datum: 25.01.2014
18. Bundesligaspieltag: Eintracht Frankfurt – Hertha BSC Berlin

Das „Top – Spiel“ des 18. Spieltages um 18.30 Uhr in der Commerzbank – Arena ließ all seine Höhepunkte im Verborgenen und erstreckte sich über weite Strecken sehr niveauarm.

Wieder einmal Alexander Meier erlöst die Frankfurter Eintracht

Die Anfangsminuten ließen schon viel über den weiteren Spielverlauf dieses Bundesligaspiels zwischen dem Tabellenviertzehnten und dem Tabellensiebten erahnen. Beide Mannschaften begannen so die Partie vorsichtig, mit gegenseitigem Abtasten und versuchten über einen guten Spielaufbau Sicherheit zu gewinnen.

Die Folge – ein langes Mittelfeldgeplänkel ohne wirkliche Höhepunkte. Vor allem die Eintracht wirkte vor heimischem Publikum unsicher und nervös. Immer wieder leiteten eigene leichtsinnige Fehlpässe Berliner Angriffe ein, die jedoch auch in guten Situationen, ungenutzt blieben (Allagui 13./15.).

Im weiteren Verlauf zeigten so die Frankfurter ihre Antwort auf das beginnende Übergewicht der Gäste. Die bis dahin komplett in der Luft hängende Doppelspitze Meier/Rosenthal zog sich ihrerseits mehr und mehr in die eigene Hälfte zurück und arbeitete so als wirklich erste Verteidigung gegen den Ball.
Die nun gut verschiebende Eintracht und die hart arbeitende Berliner Hertha verstärkten mit dieser Spielanlage weiterhin den Spielablauf zwischen den Strafräumen.

Wie in ähnlichen Spielen oft der Fall, führen hier grobe Aussetzer meist zu Tormöglichkeiten oder gar Toren. Auch an diesem Samstagabend in Frankfurt. Aus dem Nichts lief der Frankfurter Torjäger Alexander Meier, nach einem Befreiungsschlaf von Mitspieler Russ, allein auf das Tor der Berliner zu und verwertete sicher ins linke Eck zur 1:0 Pausenführung für die SGE.
Die zweiten 45 Minuten starteten sehr zerfahren und angespannt. Ein ständiger Wechsel von Fehlpass und Foul ereignete sich in dieser niveauarmen Partie, die zunehmend an Spielfluss verlor.

Der einzige „Höhepunkt“ des Spiels lag in einer Fehlentscheidung des Schiedsrichters Dr. Drees aus Münster, welcher nach einem Armeinsatz des Frankfurter Verteidigers Zambrano fälschlicher Weise, statt dem Elfmeterpfiff für die Hertha, einen Freistoßpfiff für die Gastgeber, ertönen ließ.
In der Schlussphase fand die Eintracht zu ihrem Spiel aus der ersten Hälfte zurück und stand tief und arbeitete gut gegen den Ball. Die Folge war, dass die Berliner Hertha keine gefährlichen Akzente mehr setzen konnte und somit in einem schwachen Spiel, trotz deutlich besserer Spielanlage in den ersten 45 Minuten, unglücklich als Verlierer von fremdem Platz gehen musste.

Angepasste Schiedsrichter Leistung

An das an sich höhepunktarme und schwache Spiel beider Teams passte sich auch der Unparteiische Dr. Jochen Drees aus Münster-Sarmsheim an.
Der Referee fand im gesamten Spiel zu keiner klaren Linie und bewerte oftmals ähnliche Zweikampfsituationen unterschiedlich und legte deren Entscheidung differenziert aus.
Hinzu kam eine klare Fehlentscheidung durch den Schiedsrichter, welche den Gästen aus Berlin womöglich den Ausgleich verwehrte (71.).

Adrian Ramos zog mit viel Tempo von der linken Seite in den Strafraum der Frankfurter. Innenverteidiger Carlos Zambrano, sichtlich mit Problem in der Aufnahme des hohen Tempos, schob klar seinen Arm und Ellenbogen ins Gesicht des Berliner Angreifers, um jenem das Tempo zu nehmen und dem Angriff die Gefährlichkeit zu entziehen.

Doch laut Regelwerk der Fifa ist jeglicher absichtlicher Ellenbogen- und Armeinsatz im Zweikampf mit einem Gegenspieler als Tätlichkeit und somit mit einer Roten Karte zu ahnden. In diesem Fall hätte auch einen Elfmeter für die Gäste aus Berlin geben müssen.
Alles in allem eine sehr übersichtliche Schiedsrichterleistung an diesem Tag, die jedoch von einer noch schlechteren Spielleistung beider Mannschaften überschattet wird.

Autor: Tom Wolny