Schlagwort-Archive: Pavel Krmas

Florian Meyer erkennt Ausgleichstor ab

Datum: 03.05.2014         

33. Bundesligaspieltag: SC Freiburg – FC Schalke 04

Der FC Schalke 04 wird seinen Ambitionen in der nächsten Saison gerecht und sichert sich mit dem 2:0 Auswärtserfolg gegen den Sportclub aus Freiburg Platz 4 der Tabelle und somit die Champions – League – Qualifikation.

Ungefährdeter Auswärtserfolg

Die Partie begann mit zwei unterschiedlichen Devisen. Auf der einen Seite bemühten sich die Gäste aus Gelsenkirchen um sofortigen Ballbesitz und klare Überlegenheit. Auf der anderen Seite versuchten die Gastgeber aus dem Breisgau zunächst ihre Defensive zu stabilisieren und ließen den S04 kommen.

Diese Taktik sollte sich jedoch schon nach wenigen Minuten rächen. Erst scheiterte Boateng an Freiburgs Schlussmann, Oliver Baumann. Kurze Zeit später machte es Schalkes Jungprofi, Ayhan, besser und schlenzte den Ball aus kurzer Distanz ins Tor zur frühen Gästeführung (13.).

Das zeitige Gegentor weckte den Sportclub scheinbar auf. Dieser versuchte nun selbst die Initiative zu übernehmen und wurde zunehmend gefährlicher.

Innerhalb von vier Minuten vergaben Guedé (30.) und Mehmedi (34.) die besten Chancen der Freiburger zum Ausgleichstor.

Die Gäste aus dem Ruhrpott suchten ihre Chance mehr und mehr über Fernschüsse, die jedoch auch keinen Erfolg brachten.

In den letzten Minuten vor dem Halbzeitpfiff ging die Partie munter hin und her ohne, dass sich eines der beiden Teams mit einem Torerfolg belohnte.

Der FC Schalke 04 kam entschlossen aus der Kabine und versuchte sofort schnell das zweite Tor zu erzielen. Der Sportclub aus Freiburg kam mit dieser Einstellung der Gäste nicht klar und musste zu sehen, wie sich der S04 Chance um Chance erarbeitete – doch Goretzka (57.), Huntelaar (59.) und auch Julian Draxler (61.) vergaben ihre Möglichkeiten die Partie vielleicht schon zu entscheiden.

In der 65. Spielminute wurden die Bemühungen der Gäste belohnt. Nach einem tollen Solo von Huntelaar durch das gesamte Freiburger Mittelfeld, schloss der Stürmer letztendlich ab und erzielte, durch das Abfälschen des Balles durch Freiburgs Ginter, die verdiente 2:0 Führung.

Die Partie nahm noch einmal fahrt auf als Felipe Santana auf Seiten der Schalker die verdiente Ampelkarte sah (73.).

Doch Freiburgs Offensive fand kein wirkliches Mittel, die eng gestaffelte Defensive der Schalke zu durchbrechen. Mehr als ein Distanzschuss kamen dabei nicht heraus.

Schalke hingegen verlagerte das eigene Spiel in Unterzahl auf das Kontern, kam aber durch das Auslassen bester Chancen durch Goretzka (85.) und Obasi (90. + 1) zu keinem Torerfolg mehr. So blieb es bei einem verdienten 2:0 Auswärtserfolg der Königsblauen.

Klare Fehlentscheidung

Schiedsrichter Florian Meyer zeigte über den kompletten Spielverlauf eine starke Leistung und erwies sich als sicherer Leiter dieser Begegnung. Zu dem lag er bei allen persönlichen Strafen auf beiden Seiten immer richtig.

Leider leistete sich der Unparteiische aus Burgdorf einen gravierenden Fehler, welcher womöglich den Spielverlauf und auch das Ergebnis der Partie entscheidend beeinflusste.

In der 75. Spielminute kamen die Breisgauer durch das Tor von Felix Klaus zum Ausgleich. Der Referee pfiff dieses Tor zurück und ahndete eine Abseitsstellung der Freiburger beim möglichen Ausgleichstreffer.

Wie die genauere Betrachtung dieser Szene zeigt, standen Krmas und auch Ginter in dieser Situation zwar am nächsten zum Tor, griffen jedoch nie aktiv in die Aktion ein und standen somit nur im passiven Abseits.

Festzuhalten bleibt, Schiedsrichter Meyer entschied in dieser Szene zu Unrecht auf Abseitsstellung und erkannte den Freiburgern ein reguläres Tor ab.

Daher schmälert der Unparteiische selbst seine Leistung und zerstört sich sonst einen fehlerfreien Auftritt an diesem Spieltag.

Autor: Tom Wolny

Deniz Aytekin mit zwei Fehlern

Datum: 26.04.2014         

32. Bundesligaspieltag: VFL Wolfsburg – SC Freiburg

Der VFL Wolfsburg mischt im Rennen um die Champions League Qualifikation weiter kräftig mit. Doch am 32. Spieltag musste der Verein aus der Autostadt einen kleinen Dämpfer gegen tapfer kämpfende Breisgauer hinnehmen. Ein Spiel, welches in der zweiten Halbzeit mit vielen Höhepunkten glänzte, endete 2:2 Unentschieden.

Berauschender zweiter Durchgang

Die Partie in der Autostadt begann mit einem Paukeschlage. Nach einem klaren Foul der Freiburger gab es früh im Spiel die Gelbe Karte für Krmas. Den fälligen Freistoß trat Rodriquez gefährlich vor das Tor der Breisgauer. Im Strafraum konnte dort Ivan Perisic den Ball per Kopf zur 1:0 Führung vollenden (3.).

Der VFL spielte im weiteren Spielverlauf klasse auf. Mit einem hohen Pressing und spielerische Klasse zwang man den Gast aus Freiburg in die Defensive.

Doch die Mannschaft von Dieter Hecking versäumte es aus den sich bietenden Räumen und Tormöglichkeiten Tore zu erzielen.

Mit Anbruch der zweiten Hälfte der ersten 45 Minuten kamen die Gäste besser ins Spiel, verschoben die Defensive mehr in Richtung Wölfetor und agierten nun auf Augenhöhe, verpassten es jedoch Tore zu erzielen.

Im zweiten Durchgang erwischten die Breisgauer wieder den besseren Start. Die Wölfe zeigten sich zu passiv und ließen die Gäste kommen. Freiburg begeisterte nun mit hohem Ballbesitz und spielerischer Klasse.

Unter Mithilfe von Max Grün, dem Torhüter des VFL, gelang dem SC der verdiente Ausgleich. Der Flachschuss von Mehmedi rutschte dem Keeper unter der Hand ins lange Eck ins Tor (61.).

Zum Unmut der Breisgauer hielt dieser Ausgleich nur knappe 10 Minuten. In der 70. Spielminute sorgte erneut Ivan Perisic für die Führung, in dem er den Ball im Strafraum nach einer Hereingabe über die Linie drückte.

In der Schlussphase wurde es noch einmal turbulent. Chance um Chance ereignete sich auf beiden Seiten. Es dauert jedoch bis zur 83. Spielminute bis der Ball den Weg in Tor fand.

Es war der eingewechselte Terrazzino, welcher Träsch im Laufduell abschüttelte und zum 2:2 Endstand einschob.

Versäumnis zweier Regelwidrigkeiten

Die knapp 29000 Zuschauer in der Volkswagen – Arena von Wolfsburg sahen ein hochklassiges Spiel mit einem freien Schlagabtausch.

Doch leider könnte der Unparteiische Deniz Aytekin nicht der hohen Qualität des Spiels 90 Minuten lang folgen.

Er agierte zwar größtenteils sicher, souverän und hatte die Partie stets im Griff. Nur leider unterliefen ihm zwei klare Fehler, welche ihm eine schlechtere Bewertung einbringen.

Im ersten Durchgang versäumte es der Referee aus Oberasbach, Kerk für sein absichtliches Handspiel mit Gelb zu verwarnen (35.). Wie auch im zweiten Durchgang als er das taktisches Foul von Darida an Maximilian Arnold gänzlich ungeahndet ließ (59.).

In beiden Fällen ahndete Aytekin klare Vergehen nicht und muss damit mit einer Kritik seiner Leistung umgehen können.

Autor: Tom Wolny

Manuel Gräfe erwischte einen eher gebrauchten Tag

Datum: 22.02.2014
22. Bundesligaspieltag: SC Freiburg – FC Augsburg

Der Sportclub aus Freiburg schafft es auch gegen den FC Augsburg nicht, wieder zurück in die Erfolgsspur zu finden. In einer rassigen, intensiven und sehr unterhaltsamen Partie gewinnt der eiskalt zu schlagende Gast aus Augsburg im Breisgau.

Freiburg bleibt tief im Keller stecken

Die Anfangsminuten begannen mit dem klassischen Abtasten auf beiden Seiten. Keines der Teams näherte sich gefährlich dem Tor.

Doch aus diesem vorsichtigen Beginn entwickelte sich der erste Höhepunkt der Begegnung. Wie aus dem Nichts leitete Altintop den Ball über den Kopf von Andre Hahn zu Tobias Werner, der im Rücken der Viererkette der Freiburger davon geeilt war und Torhüter Oliver Baumann final keine Chance zur Abwehr lies (7.).

Die Gastgeber zeigten sich keineswegs erschrocken und spielten sofort auf den Ausgleich. Nach einem Foul ca. 30 Meter vor dem Augsburger Tor, zirkelte Jonathan Schmid den Ball erfolgreich zum Ausgleich ins Tor der Gäste (17.).

Mit diesem Ausgleich im Rücken agierten die Breisgauer wie aufgedreht und spielten fortan auf die Führung. Vor allem der Torschütze zum Ausgleich stach aus der Masse heraus und leitete Angriff um Angriff seiner Mannschaft ein.

Im weiteren Verlauf entwickelte sich eine intensive und aggressive Bundesligapartie, die zunächst keinen Sieger erahnen lies.

Im zweiten Durchgang zeigte sich ein ähnliches Bild. Ein Spiel auf einem durchaus hohen Niveau ereignete sich vordergründig zwischen den Strafräumen.

Angelehnt an das erste Tor im ersten Durchgang, fiel auch das erste Tor der zweiten 45 Minuten, nämlich wie aus dem Nichts. Oliver Sorg brachte eine scharfe Flanke von der linken Seite, die jedoch von Klavan per Kopf abgewehrt wurde. Im Nachsetzen nahm Admir Mehmedi den Ball direkt und schloss sehenswert auf nassem Geläuf zur 2:1 Führung ab (73.).

Postwendend gab es schon das nächste Tor zu bejubeln. Nur wenige Minuten später brachte der eingewechselte Alexander Esswein eine Flanke auf Verhaegh, der unhaltbar zum 2:2 ins linke Eck abschloss (78.).

Doch damit war es nicht genug in diesem spektakulären Spiel. Nach einer Verhaegh Flanke war es der völlig freistehende Halil Altintop, der den Ball nur noch über die Linie schieben musste und so die 3:2 Führung der Augsburger herstellte (85.). Letztendlich trug sich auch Andre Hahn noch in die Torschützenliste ein, der in der Nachspielzeit den 4:2 Endstand aus Sicht der Gäste herstellte (90. + 4).

Eine sehr mangelhafte Schiedsrichterleistung

Auf dem nassen Rasen ereignete sich ein unterhaltsames und tolles Fußballspiel, welches sich so deutlich zur Qualität der Schiedsrichterleistung unterschied.

Manuel Gräfe erwischte wohl einen eher gebrauchten Tag. Er zeigte viele Fehler in der Beurteilung der Zweikämpfe. Den wohl gravierendsten Fehler machte er, als er Fernandes zweites grobes Vergehen nicht gleichbedeutend mit dessen zweiter Gelber Karte wertete und ihm den gelb – roten Karton vorenthielt (25.).

Zu dem übersah der Unparteiische das klare Handspiel des Freiburger Verteidigers Krmas, welches ebenso einen Elfmeterpfiff zur Folge haben hätte müssen (75.).

Auch im weiteren Verlauf der Begegnung verwehrte er den Freiburgern einen klaren Elfmeter, als Günter von Hong klar im Strafraum gefoult wurde. Gräfe entschied falsch auf Schwalbe und Gelbe Karte für Günter.

Alles in allem bleibt festzuhalten, dass es diese Leistung von Manuel Gräfe al schwach und mangelhaft einzustufen gilt. Neben den vielen Fehlern in der Zweikampfbeurteilung lag er bei zwei eigentlich fälligen Elfmetern völlig daneben.

Autor: Tom Wolny