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Übersehen von spielentscheidenden Szenen?

Datum: 08.04.2014       

Champions League Viertelfinale: Borussia Dortmund – Real Madrid

In einem hochklassigen und mitreisenden Champions League Spiel verpasst es die Borussia aus Dortmund sich für diese herausragende Leistung entscheidend zu belohnen und scheidet nur denkbar knapp aus der aktuellen Spielrunde aus.

Weidenfeller sorgt für die Initialzündung

Von Beginn an ließ der BVB erahnen, was an diesem Abend ihrerseits passieren sollte. Die Hausherren versuchten früh zu attackieren und so den Spielaufbau der Gäste schnellst möglich zu stören.

Real hingegen agierte die ersten Minuten eben so konzentriert und abgeklärt und passte sich dem frühen Pressing der Dortmunder an, in dem man sehr defensiv stand.

In der 16. Spielminute verstummte das komplette Stadion als die Defensiv – Taktik der Madrilenen aufzugehen erschien. Nach einer Flanke von Coentrao spielte Lukasz Piszczek den Ball im Strafraum mit der Hand – Elfmeter. Doch Roman Weidenfeller parierte diesen Strafstoß von Di Maria und der BVB fand zu einem Spiel, welches seines Gleichen sucht.

Die Dortmunder begannen nun noch früher zu attackieren und setzten die spanischen Gäste mit einem solch enormen Pressing unter Druck, dass diese damit nicht zu recht kamen.

Bereits in der 19. Spielminute vergab Henrikh Mkhitaryan nach toller Vorarbeit von Lewandowski und Reus eine fast schon hundertprozentige Chance zur frühen Führung.

Doch nur wenige Minuten später wurde das Spiel der Borussia belohnt als Reals Verteidiger Pepe nach einem langen Ball der Dortmunder patzte und Reus Casillas ausspielte und zur 1:0 Führung einschob (24.).

Die Gastgeber spielten sich weiter in einen Rausch, der gegen passive und zweikampfschwache Madrilenen unerklärlich schien. In der 32. Minute parierte Casillas einen Kopfball von Mats Hummels, ehe er in der 37. Spielminute das zweite Mal hinter sich greifen musste.

Nach einem Fehler im Aufbauspiel Reals schaltete Marco Reus schnell um und spielte Robert Lewandowski frei, welcher den Ball gekonnt ins lange Eck zur 2:0 Pausenführung schlenzte.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste aus der spanischen Hauptstadt besser ins Spiel und agierten nun selbst in der Offensive. Zweimal Gareth Bale (49./59.), gegen den Weidenfeller toll reagierte und Benzema (64.), der im letzten Moment noch von Hummels gestoppt werden konnte, vergaben gute Chancen auf den Anschlusstreffer.

Dieses Aufbäumen der Spanier hielt nicht lange an und der BVB kam stark zurück ins Spiel und erspielte sich Chance um Chance, die zum Leid der Dortmunder zum Teil kläglich vergeben wurden. Mit einem Dreierpack an sehr guten Möglichkeiten vergaben die Borussen einen weiteren Treffer, um das Hinspielergebnis zu egalisieren.

Zweimal Henrikh Mkhitaryan (65./68.) und einmal Kevin Großkreutz (70.) verpassten es die größte Druckphase der eigenen Mannschaft im zweiten Durchgang zu belohnen.

Im Anschluss an diese Chancen zeigten sich die Folgen des hohen Aufwandes der Dortmunder. In der Schlussphase mussten die Hausherren, geschuldet dieser enormen Energieleistung ihr Tempo etwas zurückschrauben, was Real natürlich entgegen kam.

Immer wieder blieben die Madrilenen in dieser letzten Phase des Spiels gefährlich über Konter, ohne das der BVB auf der anderen Seite noch einmal wirklich gefährlich werden konnte.

So scheidet ein herausragend spielender BVB im Rückspiel gegen Real Madrid aus der Champions – League – Saison 2013/14 nur denkbar knapp aus.

Übersehen von spielentscheidenden Szenen?

Schiedsrichter Damir Skomina aus Slowenien zeigte alles in allem eine solide Leistung. Nur leider lag er in eventuellen spielentscheidenden Szenen nur einmal richtig, jedoch hingegen zweimal falsch.

In der Anfangsphase war es hart, aber richtig als der Unparteiische auf Strafstoß gegen Borussia Dortmund entschied. Auch wenn sich Lukasz Piszczek bei der Flanke von Fabio Coentrao wegdreht und seinen rechten Arm hinter dem Rücken angelegt hat, vergrößert er mit seinem linken Arm seine Körperfläche und blockt somit den Ball im Strafraum.

Bei dieser Aktion lag der Referee richtig, doch beim deutlichen Ellenbogencheck von Sergio Ramos gegen Robert Lewandowski in der 27. Spielminute, als er perfekt auf der Höhe des Geschehens stand, ahndete er diese Situation nicht dem Regelwerk entsprechend. Hierbei er auf eine Tätlichkeit und die rote Karte für Reals Verteidiger entscheiden müssen.

Zu dem ahndete er das Foul vom schon gelb – vorbelasteten Xabi Alonso im zweiten Durchgang nicht, als dieser aus taktischen Mkhitaryan auf Höhe der Mittellinie foulte.

Mit zwei groben Patzern in der Leitung des Spiels, wahrte der Unparteiische nicht die hohe Qualität die dieses Spiel verdient gehabt hätte.

Autor: Tom Wolny