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Bastian Dankert völlig überfordert

Datum: 04.04.2014        

29. Bundesligaspieltag: Hamburger SV – Bayer 04 Leverkusen

Den 29. Spieltag der aktuellen Bundesliga – Saison 2013/14 eröffneten zwei krisengebeutelte Clubs am Freitagabend. Der stark abstiegsgefährdete Bundesliga – Dino Hamburger SV empfing die aus den Champions – League – Plätzen gleitenden Leverkusener. Am Ende zeigte sich eine Partie mit Tempo und Torraumszenen am laufenden Band, ein Spiel, welches im Vorfeld nicht so mitreißend erschien.  

Hoch unterhaltsam

Die Anfangsphase der Partie begann mit einem vorsichtigen Abtasten auf beiden Seiten. Die Hausherren zeigten jedoch die stärkere Initiative das Spiel an sich zu reißen.

Mit einem höheren Pressing als der Gegner versuchten die Hamburger die Gäste zu Fehlern im Spielaufbau zu zwingen und selbst den eigenen Ballbesitz zu fördern. Die Werkself hingegen agierte passiv und verhalten.

Das energische Spiel der Hamburger wurde dann auch frühzeitig belohnt. Aus einem ruhigen und geordneten Spielaufbau wurde das Tempo kurzfristig erhöht, was zum Torerfolg führte.

Badelj spielte einen Pass in die Spitze auf Calhanoglu, welcher den Ball auf Van der Vaart weiterleitete und dessen Ablage zu einem straffen und platzierten Schuss verwertete (4.).

In der Folgezeit der ersten Halbzeit zeigte sich ein wahres Chancenfestival auf beiden Seiten. Doch beste Chancen oder Möglichkeiten bei denen nur der letzte Tick fehlte, ließen weitere Tore vermissen. So ging es mit einer knappen Führung der Gastgeber und einer hoch unterhaltsamen ersten Hälfte in die Kabinen.

Aus den Katakomben zurückgekehrt versuchten nun die Gäste aus Leverkusen besser ins Spiel zu kommen und erspielten sich leichte Feldvorteile, welche sich in guten Möglichkeiten wiederspiegelten. Doch ähnelten der Abschluss und der letzte Wille vor dem Tor stark dem Verlauf des ersten Durchgangs.

Dem höheren Druck der Werkself begegneten die Hausherren so, dass sie nun wieder mehr fürs Spiel taten. Vor allem Hakan Calhanoglu spielte sich immer wieder in den Fokus der Zuschauer.

In einer zwischenzeitlichen Ruhephase der Partie schenkte Rene Adler den Leverkusenern den Ausgleich in der 58. Spielminute.

Den harmlosen Torschuss von Julian Brandt aus dem Mittelfeld lenkte sich der Torhüter der Hamburger unerklärlicherweise mit einem riesigen Torwartfehler selbst ins Tor.

Die Gastgeber schienen förmlich unter Schock zu stehen, der Werkself gelang es immer wieder beste Möglichkeiten und klare Vorteile herauszuspielen.

Mitten in die Dominanzphase der Leverkusener, traf Heiko Westermann in der 82. Minute mit einem Schuss aus 15 Metern zur erneuten Führung der Hamburger.

Doch die Schlussminuten blieben spannend. Denn der an diesem Tag als Innenverteidiger agierende Emre Can scheiterte in der Nachspielzeit an Rene Adler, welcher mit einer Glanzparade seinen Fehler aus der 58. Spielminute wieder gut machte und so seinem Club überlebenswichtige Punkte sicherte (90. + 2).

Völlig überfordert

Die Auftaktpartie des 29. Spieltages glänzte mit vielen Höhepunkten und zeigte sich sehr unterhaltsam und temporeich.

Ganz im Gegenteil präsentierte sich der Schiedsrichter Bastian Dankert aus Rostock an diesem Abend. Der Unparteiische war mit dem Tempo und der Gangart des Spiels völlig überfordert.

Er enthielt beiden Mannschaften den Elfmeterpfiff, den Gästen sogar gleich zwei. Zum einen hätte es in der 35. Spielminute einen Elfmeter geben müssen, als Jiracek Son im Strafraum regelwidrig stoppte und zum anderen hätte es einen weiteren Strafstoß geben müssen, als Mancienne erneut Son zu Fall brachte (73.).

Auf Seiten der Gastgeber verwehrte Bastian Dankert einen Strafstoß als Emre Can Zoua im Strafraum schubste.

Alles in allem bleibt festzuhalten, dass der Referee aus Rostock an diesem Tag den Ausgang des Spiels mit seiner fehlerbelasteten Leistung deutlich beeinflusste und mit gleich drei nichtgegebenen Strafstößen, das Spiel nicht auf Bundesliganiveau leitete.

Autor: Tom Wolny