Schlagwort-Archive: Giovanni dos Santos

Schwache Schiedsrichterleistung

Datum: 24.06.2014         

Achtelfinale Weltmeisterschaft: Niederlande – Mexiko

Bei den letzten vier Weltmeisterschaften schafften die Mexikaner jeweils den Sprung in die Runde der letzten 16, aber nie darüber hinaus. So geschah es auch in diesem Jahr. Lange zeigten sich die Mexikaner als die Sieger dieses Spiels, ehe die Mannschaft der Oranje die Partie in den letzten drei Minuten drehte.

Entscheidende Schlussminuten

Beide Mannschaften verstanden es in den Anfangsminuten ihr Spiel auf die Defensive zu konzentrieren. Niederlande, sowie Mexiko waren zunächst darauf bedacht, den Ball in den eigenen Reihen zu halten.

Durch die dicht gestaffelten Abwehrreihen und das kompakte Verschieben dieser, kam wenig Kombinationsfußball zu Stande.

Doch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte zeigten die Holländer ungewohnte Schwächen in ihrer Defensive und luden so den Gegner zu Torchancen ein.

Die Chancen von Herrera (17.), Salcido(24.) und Dos Santos (29.) konnten in letzter Sekunde noch entschärft werden oder die Südamerikaner verstanden es nicht, die sich bietenden Chancen zu nutzen.

Nach der einberufenen Trinkpause im Feuerofen von Brasilien steigerte sich die Defensive er Niederländer wieder und stand nun sicher.

Im restlichen Verlauf bis zum Pausenpfiff neutralisierten sich beide Mannschaften und taten sich schwer bei eigenem Ballbesitz das Spiel zu gestalten.

Die Partie begann in den zweiten 45 Minuten mit einem Paukenschlag. Giovanni dos Santos feuerte einen Schuss aus der Drehung aus 20 Metern in das Tor der Niederlande zur 1:0 Führung (48.).

Nach diesem Schock und das Ausscheiden vor Augen, fing die Niederlande nun an Offensiv wirklich aktiv zu werden und ein wahres Feuerwerk abzubrennen. Doch immer wieder stand ein Mexikaner oder der herausragende Torhüter der „El tri“ im Weg und vereitelte beste Chancen auf den Ausgleich.

In der Schlussphase verlagerte die Elftal ihr Spiel auf lange, weite Bälle in die Spitze. Nur ohne Erfolg. Hingegen lauerten die Mexikaner immer wieder auf gefährlich Konter.

Wie aus dem Nichts gelang der Oranje in der 88. Spielminute der erlösende Ausgleich. Nach einer Ecke und der Ablage von Huntelaar, war es Sneijder, der den Ball unhaltbar aus 15 Metern ins linke untere Eck hämmerte.

Als in der Nachspielzeit alles auf Verlängerung deutete war es das Foul von Marquez an Robben im Strafraum, welches die Entscheidung und den Sieg für die Niederlande brachte. Den fälligen Strafstoß verwertete Huntelaar sicher zum 2:1 Endstand (90. + 2).

Schwache Schiedsrichterleistung

Der Unparteiische Pedro Proenca aus Portugal zeigte eine mäßige Schiedsrichterleistung und beeinflusste mit dieser entscheidend den Ausgang dieser Partie.

Über die komplette Spielzeit gelang es dem Portugiesen nicht die Partie in den Griff zu bekommen und eine ruhige und souveräne Ausstrahlung walten zu lassen.

Seinen größten Fehler in dieser Begegnung machte Proenca als er der Niederlande einen klaren Elfmeter in der ersten Hälfte verweigerte.

In dieser angesprochenen Situation legt sich Arjen Robben den Ball gekonnt an den grätschenden Verteidigern der Mexikaner vorbei und wird dadurch vollkommen regelwidrig zu Fall gebracht. Beide  grätschenden Verteidiger, Moreno und Marquez, treffen zu keiner Zeit den Ball sondern nur die Beine Robbens. Eine klare Fehlentscheidung hier auf Weiterspielen zu entscheiden.

Kurz vor Ende der regulären 90 Minuten zeigte der Unparteiische dann doch noch einmal auf den Punkt in diesem Spiel. Wiederum war es Arjen Robben, welcher im Strafraum einen Haken schlug und anschließend von Marquez gefoult wurde.

Doch war dieser Elfmeter nicht so eindeutig, wie die Situation in der ersten Halbzeit. Man hätte diesen Strafstoß nicht geben müssen. Ob der Schiedsrichter so seinen Fehler aus dem ersten Durchgang wieder gutmachen und den Niederländern nicht zwei Elfmeter aberkennen wollte, bleibt reine Spekulation.

Fest jedoch steht, dass die Holländer dadurch in das Viertelfinale dieser Weltmeisterschaft einziehen.

Autor: Tom Wolny

Versagen über 90 Minuten

Datum: 13.06.2014         

Weltmeisterschaftsgruppenspiel: Mexiko – Kamerun

Auch die mexikanische Nationalmannschaft hat ihr erstes Gruppenspiel gegen Kamerun erfolgreich gestaltet. Nach mehreren Fehlentscheidungen des Unparteiischen gelang es den Mexikanern am Ende doch noch den verdienten Sieg einzufahren.

Mexiko trotzt Fehlentscheidungen  

Von Beginn an zeigte Mexiko, wer in dieser Partie der Favorit ist. Die Mexikaner machten von der ersten Minute an viel Druck und kombinierten sich sehenswert bis an den gegnerischen Strafraum. Doch bis in den Strafraum reichte die Angriffslust der Mexikaner nicht. Dort standen die Kameruner dicht gestaffelt und verteidigten gut.

Nach einem nicht gegebenen Tor Mexikos, verlor das Team etwas den Faden und lies Kamerun besser ins Spiel kommen. Doch Chancen durch Samuel Eto’o und Mbia konnten nicht genutzt werden (18./21.).

Im weiteren Spielverlauf nahm die schwungvolle Partie an Fahrt auf. Es entwickelte sich ein Spiel, welches ständig hin und her ging, und so kaum Pausen zur Erholung in der brennenden Hitze Brasiliens bot.

Doch ohne entscheidende Torraumszenen und die dadurch fehlenden Tore ging es mit einem torlosen Remis in die Kabinen.

Die Mexikaner kamen deutlich besser aus der Halbzeit und agierten sofort wieder aggressiv und bissig.

Es dauerte jedoch bis zur 61. Spielminute bis die Mexikaner ihr Übergewicht in Tor wandeln konnten. Nach einem tollen Doppelpass im Mittelfeld, zog Dos Santos ab. Dessen Schuss konnte Torhüter Itandje noch parieren, war jedoch gegen den Nachschuss von Peralta machtlos.

In der Schlussphase plätscherte die Partie etwas vor sich hin. Kamerun fiel gegen nun souverän und clever agierende Mexikaner nichts ein. Mexiko hingegen verwaltet so den Vorsprung gekonnt und brachte die knappe Führung über die Zeit.

Schiedsrichter enttäuscht auf ganzer Linie

Der Unparteiische Wilmar Alexander Roldan zeigte über die kompletten 90 Minuten eine extrem schwache Leistung.

Über den gesamten Spielverlauf wirkte der Schiedsrichter aus Kolumbien nicht souverän und war inkonsequent in der Vergabe von Karten.

Den Höhepunkt seiner miserablen Leistung zeigte Roldan in der 11. und 30. Spielminute als er den Mexikaner zwei reguläre Tore aberkannte.

In der 11. Minute war es Giovanni dos Santos, welcher den Ball regulär im Tor der Kameruner unterbrachte. Doch Schiedsrichter Roldan entschied fälschlicher Weise auf Abseitsstellung – falsche Entscheidung.

Auch in der 30. Spielminute war es wiederum Dos Santos, welcher den Ball regelkonform per Kopf im Tor unterbrachte. In dieser Situation entschied der Unparteiische aus Kolumbien auf ein Foulspiel des Mexikanischen Angreifers und pfiff so das Tor nach der Ecke der Amerikaner zurück.

Unter dem Strich bleibt eine sehr enttäuschende Schiedsrichterleistung stehen und die gesamte Fußballwelt kann nur auf Besserung der Schiedsrichter bei diesem Turnier hoffen.

Autor: Tom Wolny