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Schwache Schiedsrichterleistung

Datum: 12.07.2014

Spiel um Platz 3 der Weltmeisterschaft: Brasilien – Niederlande

Die Andeutungen, die sich bereits im Halbfinale gegen Deutschland ergeben hatten, wurden im Spiel um Platz drei noch einmal deutlich. Die Nationalmannschaft der Niederlande offenbarte die klaren Schwächen Brasiliens, welche bereits im Halbfinale deutlich wurden. Fest steht, nach den beiden klaren Niederlagen zum Abschluss der Weltmeisterschaft liegt der brasilianische Fußball in Trümmern.

Brasiliens Fußball in Trümmern

Die Partie hielt sich lange mit Abtasten und taktischen Spielchen auf. Bereits nach wenigen Minuten klingelte es das erste Mal im Netz der Brasilianer. Nach einer Kopfballverlängerung von Van Persie lief Arjen Robben allein auf das Tor Julio Caesar zu und wurde regelwidrig von Silva gestoppt. Den fälligen Elfmeter verwandelte der Kapitän der Niederländer, Robin van Persie, sicher zur 1:0 Führung (3.).

Auch in diesem Spiel zeigten sich oft Parallelen im Spiel der Brasilianer zur Begegnung im Halbfinale gegen Deutschland. Oftmals rannte man wild und planlos an, biss sich so immer wieder die Zähne an der sicheren Defensive der Niederländer aus.

Folgerichtig erhöhten die Niederländer in der 16. Spielminute die Führung auf 2:0. Nach einer tollen Flanke aus dem rechten Außenraum, klärte David Luiz nur kläglich genau vor die Füße von Blind, welcher den Ball in aller Ruhe kontrollieren konnte, um ihn anschließend im Tor zu versenken.

Im weiteren Spielverlauf bot das Spiel nur wenige Chancen und zeigte ein enttäuschendes Brasilien. Erst in den letzten Minuten vor dem Pausenpfiff erspielten sich die Brasilianer mehr Spielanteile, jedoch nur aufgrund der Tatsache, weil die Niederlande, mit ihrer sicheren Führung im Rücken, mehrere Gänge zurückschaltete.

Im zweiten Durchgang ereignete sich ein chancenarmes und nahezu langweiliges Spiel, weil die Niederlande nichts mehr machen musste und Brasilien sichtlich die Mittel fehlten. Die Selecao agierte hauptsächlich über lange Bälle, die keinen Ertrag brachten.

Es dauerte daher bis zur Nachspielzeit in dieser Begegnung ehe die Akteure auf dem Feld noch einmal anschauliches für die Zuschauer boten. Nach einem übersichtlichen Zuspiel von Arjen Robben auf Janmaat, der toll zurücklegte, war es Wijnaldum, der den Schlusspunkt in dieser Partie setzte und das Endstand von 3:0 für die Niederlande herstellte (90. + 1).

Haimoudi enttäuscht auf ganzer Linie

In dieser ereignislosen und an Höhepunkten armen Partie passte sich der Schiedsrichter in mitten dieser Partie leider dem Niveau an. Bereits nach wenigen Minuten vor dem ersten Tor der Niederländer traf Djamel Haimoudi zwei folgeschwere Fehlentscheidungen, die das Spiel in eine Richtung lenkten.

Zum einen war das Foul von Brasiliens Kapitän, Thiago Silva, deutlich außerhalb des Strafraums und dadurch kein Elfmeter – Fehlentscheidung Nummer eins. Zum anderen hätte der Brasilianer aufgrund seines Fouls und der Tatsache, dass er der letzte Spieler seiner Mannschaft war und somit seinem Gegenspieler eine klare Chance auf einen Torerfolg nahm, die Rote Karte wegen Notbremse sehen müssen – Fehlentscheidung Nummer zwei.

Dem nicht genug hätte der Schiedsrichter in der 16. Spielminute das Tor wegen einer Abseitsstellung aberkennen müssen. Beim Abspiel von Arjen Robben befand sich Janmaat zwar nur knapp, dennoch im Abseits. Somit hätte dieses Tor nicht zählen dürfen – Fehlentscheidung Nummer drei.

Alles in allem bleibt festzuhalten, dass der Unparteiische aus Algerien eine enttäuschende und einem Spiel um Platz drei bei einer Weltmeisterschaft nicht angemessene Leistung bot. 

Autor: Tom Wolny

Carballo – Enttäuschung pur

Datum: 04.07.2014         

Viertelfinale Weltmeisterschaft: Brasilien – Kolumbien

Gastgeber Brasilien beeindruckte Kolumbien vor allem im ersten Durchgang mit hohem Tempo und viel Druck. Folgerichtig sorgten die Brasilianer früh für das erste Tor und kamen durch einen Freistoß von David Luiz in der Mitte der zweiten Halbzeit zur beruhigenden 2:0 Führung, welche das Weiterkommen sicherte.

Abwehrspieler sorgen für Entscheidung

Das Spiel sorgte von der ersten Minute an für einen hohen Unterhaltungswert. Bereits nach wenigen Minuten hatte Neymar die erste Chance (5.), welche jedoch nur knapp am Tor vorbeistrich.

Besser machte es Thiago Silva, welcher eine Ecke von Neymar am zweiten Pfosten mit dem Knie über die Linie drückte (7.).

Kolumbien zeigte sich nur wenig beindruckt, weder vom frühen Rückstand noch von den tobenden Massen auf den Zuschauerrängen. Nur fünf Minuten später zog Cuadrado einen Schuss von der Strafraumgrenze ab, verzog jedoch knapp.

In der Folgezeit legten die Brasilianer ein irrsinniges Tempo an den Tag und fesselten die Kolumbianer am eigenen Strafraum. Doch Hulk (20./28.) und Marcelo (27.) vergaben ihre Möglichkeiten zur Erhöhung der Führung.

Auch in der Schlussviertelstunde lies die Seleção ihren Gegner nicht zur Entfaltung kommen und setzte Kolumbien weiter unter Druck. Die Kolumbianer hingegen wirkten aufgrund des Tempos und des Drucks der Brasilianer eingeschüchtert und waren völlig harmlos.

Zurück aus den Kabinen zeigte sich schnell die veränderte Taktik der Scolari – Elf. Die Brasilianer standen fortan tiefer und ließen den Gegner, mit der Führung im Rücken, kommen und richten nun ihr Spiel auf Konter aus.

In der 69. Spielminute sorgte eine Standartsituation der Brasilianer für die vermeintliche Vorentscheidung. David Luiz hämmerte einen Freistoß aus knappen 30 Metern vor dem Tor unhaltbar in die Maschen des Tores der Kolumbianer.

Aufgeben wollten sich die Kolumbianer nicht und bewiesen in der Schlussviertelstunde eine tolle Moral. Nach einem großartigen Zuspiel von James auf Bacca, riss Julio Cesar, der Torhüter der Brasilianer, den heranstürmenden Kolumbianer um – Strafstoß. Diesen verwandelte James sicher in das linke untere Eck (80.).

Die letzten Minuten wurden noch einmal dramatisch. Kolumbien warf alles nach vorn und Brasilien verteidigte mit Mann und Maus. Erfolgreich, Kolumbien konnte, die sich bietenden Chancen nicht in Tore umwandeln und scheidet somit im Viertelfinale aus dem Turnier aus.

Enttäuschung des Tages

Für die Enttäuschung des Tages sorgte neben dem Ausscheiden Kolumbiens der Unparteiische aus Spanien.

Carlos Velasco Carballo zeigte ein indiskutable Schiedsrichterleistung in dem er die Partie zu keiner Zeit unter Kontrolle hatte.

Er machte viele kleine Fehler und Fehler in der Bewertung von Zweikämpfen. Teilweise verlor er völlig den Überblick. In der ersten Halbzeit hätte er Fernandinhos (gegen James) und Zuniga (gegen Hulk) jeweils mit der gelben Karte verwarnen müssen.

Im zweiten Durchgang erkannte der Unparteiische aus Spanien das reguläre Ausgleichstor der Kolumbianer fälschlicher Weise wegen eine Abseitsstellung ab. Doch dieses Tor hätte zählen müssen, da sich der Schütze, Yepes, aufgrund des Entstehens einer neuen Spielsituation nicht im Abseits befand.

Die wohl größte und für Brasilien drastischste Fehlentscheidung leistete sich der Referee in der 86. Spielminute, als er das rotwürdige Foul von Zuniga gegen Neymar nicht einmal mit einer gelben Karte ahndete.

In dieser Situation sprang der Kolumbianer, der ohne jegliche Chance auf Ballkontakt war, dem Spielmacher der Brasilianer so in den Rücken, dass für diesen die WM aufgrund eines Wirbelbruches gelaufen ist.

Festzuhalten bleibt, dass Carballo nach vielen Problemen der Schiedsrichter in der Vorrunde nun auch in den K.O. – Spielen reichlich Zündstoff in dieser Angelegenheit liefert.

Autor: Tom Wolny