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Souveräner Schiedsrichterauftritt

Datum: 16.06.2014         

Weltmeisterschaftsgruppenspiel: Deutschland – Portugal

Die deutsche Nationalmannschaft startet mit einem furiosen Auftaktsieg in die WM und überrollt in Unterzahl agierende Portugiesen.  

Sehenswerter Auftakt

Von Beginn an zeigte sich, dass die Portugiesen sich hauptsächlich auf das Kontern eingestellt hatten. Tief gestaffelt und gut organisiert traten sie gegen das leicht favorisierte Deutschland an.

In den Anfangsminuten dieser Partie ging es dann trotzdem hin und her. Die Defensivtaktik der Portugiesen schien zu greifen. Immer wieder suchten sie Superstar Ronaldo, welcher mit Flankenläufen versuchte Torgefahr zu generieren.

In der 12. Spielminute spielte sich die deutsche Mannschaft gekonnt durch das Mittelfeld der Portugiesen bis in den Strafraum. Dort drehte sich Mario Götze um Joao Pereira, welcher sich nicht anders zu helfen wusste, als den flinken Götze zu halten – Strafstoß. Diesen verwandelte Thomas Müller sicher zur 1:0 Führung.

In der Folgezeit gelang es den Deutschen den Ball sicher in den eigenen Reihen laufen zu lassen und so den Gegner in der Sonne Brasilien zu zermürben.

Nach einer guten halben Stunde Spielzeit stellte die deutsche Mannschaft eindrucksvoll unter Beweis, dass sie nicht nur toll Tore herausspielen kann. Nach einem Eckball von Toni Kroos schraubte sich Mats Hummels höher als alle portugiesischen Verteidiger und köpfte den Ball wuchtig ins Tor zum 2:0 (32.).

Nur wenige Minuten später war es erneut Thomas Müller, welcher das Ergebnis in die Höhe trieb. Nach einer Flanke aus dem linken Halbfeld von Toni Kroos störte der Münchner Bruno Alves bei dessen Klärungsversuch und zog unhaltbar aus kurzer Distanz zum 3:0 ab (45. + 1).

In den zweiten 45 Minuten zeigte sich, dass die deutlich in Rückstand liegenden Portugiesen bedacht waren, das Ergebnis zu verwalten und nicht noch ein größeres Debakel herbeizuführen.

Jedoch gelang es dem Team um Superstar Ronaldo nicht, die Angriffe der Deutschen zu unterdrücken. Immer wieder spielte sich Deutschland vor das Tor Portugals, ohne jedoch diverse Möglichkeiten zu nutzen.

Bis in die Schlussminuten dieser Begegnung behielt diese das gleiche Bild. Es dauerte aber bis zur 78. Spielminute ehe erneut Thomas Müller seinen glanzvollen Auftritt krönen konnte. Nach einem Schuss von Andre Schüler aus spitzem Winkel setzte der Münchner schnell nach und drückte den Ball aus kürzester Distanz zum 4:0 Endstand über die Linie.

Souveräner Schiedsrichterauftritt

Der Schiedsrichter, Milorad Mazic, passte sich dem Spiel der deutschen Mannschaft an und zeigte eine tolle Leistung.

Er zeigte über die gesamten 90 Minuten einen souveränen und sicheren Auftritt. Zu dem bewies er in allen heiklen Spielsituationen gutes Augenmaß und entschied stets richtig.

Zum einen lag er bei der Elfmeterentscheidung gegen Joao Pereira richtig. Dieser klammerte deutlich gegen Götze und hinderte ihn so am Torabschluss.

Zum anderen erwies er gutes Fingerspitzengefühl beim größten Aufreger der Begegnung, als Pepe stark mit dem Arm gegen Müller arbeitete und diesen so zu Fall brachte.

In der anschließenden Aktion bei der Pepe den am Boden sitzenden Müller mit einer Kopfnuss abstrafte, behielt der Unparteiische einen kühlen Kopf und reagierte richtig. Er zeigte Pepe zu Recht die rote Karte und verwies ihn des Feldes.

Autor: Tom Wolny

Björn Kuipers mit herrausragender Leistung

Datum: 24.05.2014

Champions League Finale: Real Madrid – Atletico Madrid

Für Real Madrid wird im ausverkauften “Estadio Da Luz” ein Traum wahr: den Königlichen gelingt in letzter Sekunde der Ausgleich in der regulären Spielzeit. In der Verlängerung schaffen es die Madrilenen den städtischen Rivalen noch mit 4:1 zu besiegen, um sich so den zehnten Titel – La Decima – zu sichern.

Aufopferungsvolles Altletico

Die Partie zeigte von Beginn an, was die Mehrheit erwartet hatte. Real besaß den Großteil an Ballbesitz und Atletico bestach durch hohe Laufarbeit und eine tolle taktische Einstellung.

Doch auch die Defensive der Königlichen, um Sergio Ramos, ließ keine Fehler zu und stand sattelfest.

Bereits nach einer knappen halben Stunde fiel das erste Tor. Zum Staunen aller Zuschauer jubelten nicht die Königlichen, sondern die Rojiblancos.

Nach einer Flanke von Juanfran in den Strafraum der Köngilichen setzte sich Godin im Kopfballduell gegen Sami Khedira durch und nutzte so den Stellungsfehler von Casillas im Tor der Madrilenen zur 1:0 Führung (36.).

In der Folgezeit gelang es den Königlichen jedoch nicht gefährlich vor das Tor von Courtois zu kommen. Dafür wurde es in der eigenen Defensive noch eimal eng.

Doch Adrian nutzte die gute Kopfballmöglichkeit nicht. Somit ging es mit einer knappen 1:0 Führung Atleticos in die Halbzeit.

Auch in der Anfangsphase der zweiten 45 Minuten änderte sich nichts an der Ideenlosigkeit der Königlichen. Einzig und allein über Standarts konnten die Weltstars nun etwas Gefahr versprühen.

Mehr und mehr wurde Real deutlich, was auf dem Spiel zu stehen schien. Dies machte sich im weiteren Spielverlauf deutlich.

Zum Entsetzten aller Real Madrid – Fans dauerte es bis zur Nachspielzeit der regulären 90 Minuten, ehe Sergio Ramos mit seinem Kopfballtor seine Mannschaft in die Verlängerung köpfte (90. + 3).

In der Verlängerung zeigte sich, das Real Madrid den größeren Willen aufbringen konnte. Nach einem sehenswerten Antritt und dem anschließenden Dribbling von Di Maria köpfte Bale seine Mannen mit 2:1 in Führung (110.).

Dieses Tor brachte die Entscheidung in diesem hart umkämpften und guten Finale. In den weiteren Minuten gelang es den Königlichen das Ergebnis noch auf ein 4:1 (Marcelo/Ronaldo) in die Höhe zu treiben, doch dies war der Erschöpfung und Enttäuschung der Rojiblancos geschuldet.

Herrausragende Schiedsrichterleistung

In diesem so wichtigen und hart umkämpften Finale der UEFA Champions League glänzten nicht nur die 22 Akteure beider Mannschaften, die auf dem Rasen um die begehrte Trophäe kämpften.

Aufgrund der herrausragenden und tollen Leistung von Björn Kuipers war es dem Spiel möglich bis zum Schlusspfiff eine wirklich hohe Qualität zu halten.

Der Unparteiische aus den Niederlanden hatte zu jedem Zeitpunkt das Geschehen im Griff und bewies mit viel Fingerspitzengefühl und Augenmaß, dass er einer der Besten seines Faches ist.

Durch die Leistung des Schiedsrichters war es so der Partie möglich, einen ständigen wie auch hohen Spielfluss zu gewährleisten und den Zuschauern ein würdiges Finale in Lissabon zu präsentieren.

Autor: Tom Wolny

Pedro Proenca mit großen Problemen

Datum: 29.04.2014        

Champions League Halbfinale: FC Bayern München – Real Madrid

In dieser Partie lagen Trauer und Hoffnung, wie so oft, eng bei einander. Die Königlichen aus Madrid nahmen dem FC Bayern München die Möglichkeit der historischen Titelverteidigung in der UEFA Champions League. Mit einer herben Niederlage verabschieden sich die Münchner damit aus dem internationalen Geschäft der aktuellen Saison.

Frühes Ende des Finaltraums

Von Beginn an merkte der Zuschauer, dass die „Kurzpass – Maschinerie“ des FC Bayern München an diesem Abend ins Stocken geraten könnte. Im Gegensatz zum Hinspiel, in dem Real Madrid sehr defensiv und tief agierte, zeigten diese ein komplett verändertes Gesicht.

Die Spanier agierten deutlich höher und setzten somit den Rekordmeister früh unter Druck, um dessen gewohntes Kurzpassspiel zu unterbinden.

Bereits nach 16 Minuten war es Sergio Ramos, der die Königlichen nach einem Eckball von Luca Modric in Front brachte.

Die Münchner zeigten sich an diesem Abend äußerst anfällig bei ruhenden Bällen. Keine vier Minuten später schlug der Ball erneut im Tor von Manuel Neuer ein. Sergio Ramos köpfte Kugel, welche Pepe nach einem Di Maria – Freistoß verlängerte, unhaltbar zum 2:0 ein (20.).

Mit dem 2:0 veränderten die Madrilenen ihr Spiel etwas, in dem sie sich wieder weiter zurückzogen. Dadurch konnte der Deutsche Meister zwar Feldvorteile verbuchen, aber biss sich an der starken Defensive der Gäste die Zähne aus.

Nun über Konter agierend machte Real alles richtig. Nach einem zu kurz geratenen Abspiel von Ribery schalteten die Spanier blitzschnell um und spielten den einschussbereiten Cristiano Ronaldo völlig frei. Der Weltfußballer lies sich diese Chance natürlich nicht nehmen und vollendete in er 34. Spielminute zum 3:0.

Mit dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern in der Münchner Allianz – Arena ein kaum verändertes Bild. Die Defensive der Gäste stand herausragend sicher und dem FC Bayern fehlten die Mittel, um diese sattelfeste Verteidigung zu durchbrechen.

So lief das Spiel allmählich vor sich hin, ohne, dass sich große Höhepunkte zeigten. In der Schlussphase dieser Halbfinalbegegnung schien die Luft raus zu sein.

Den Schlusspunkt in dieser beeindruckenden Vorstellung der Madrilenen setzte einmal mehr Cristiano Ronaldo, welcher in der 90. Spielminute einen Freistoß, knapp 18 Meter vor dem Gehäuse Manuel Neuers, unter der Mauer durch zum 4:0 Endstand versenkte.

Große Probleme

In dieser hochklassigen Champions League Partie zwischen dem FC Bayern München und Real Madrid zeigte sich der Unparteiische Pedro Proenca aus Portugal leider nicht auf dem Niveau, welches für solch ein Spiel notwendig gewesen wäre.

Proenca leistete sich mehrere grobe Fehler, die seine Schiedsrichterleistung an diesem Abend deutlich schmälern.

Gleich drei Mal an diesem Abend entschied der Referee aus Portugal falsch und ahndete klare Regelverstöße falsch.

Zum einen hätte der Schiedsrichter bereits in der 17. Spielminute das Foul von Bayerns Dante an Ronaldo mit einer roten Karte ahnden müssen.

Zum anderen übersah er die klare Tätlichkeit von Franck Ribery in der 43. Minute, als dieser Reals Carvajal eine Ohrfeige verpasste.

Den Schlusspunkt unter eine enttäuschende Leistung setzte er mit der völlig überzogenen und zu harten Entscheidung Xabi Alonso nach seinem Foul, rund 20 Meter vor dem eigenen Tor, die Gelbe Karte zu zeigen und ihn damit vom Finale auszuschließen (2. Gelbe Karte in diesem Turnier).

In dieser Situation muss man von einem Schiedsrichter, der ein Champions – League – Halbfinale leitet, deutlich mehr Fingerspitzengefühl erwarten.

Autor: Tom Wolny

Sergey Kasarev enthält Real Madrid Elfmeter vor

Datum: 18.03.2014
Champions League Achtelfinale: Real Madrid – FC Schalke 04

Auch im Rückspiel gegen das Millionen – Starensemble bekam der FC Schalke 04 deutlich seine Grenzen aufgezeigt. Die Keller – Elf ging mit einer sehr jungen Mannschaft auch gegen eine komplett neuformierte Madrilenen – Elf im Spanischen Santiago Bernabeau mit 1:3 unter.

Pausenremis kann nicht gesichert werden

Der Hausherr begann sofort den Ball gekonnt laufen zulassen und war so bemüht Lücken in die dich gestaffelte Defensive der Königsblauen zu reißen. Doch mit großer Leidenschaft und hohem läuferischem Aufwand gelang des den Gästen die Räume immer wieder zu schließen.

Auch wenn es den Schalkern in der Anfangsphase gelang in der Offensive vereinzelt Akzente zu setzen, nahm der Druck auf Seiten der Gastgeber sichtlich zu.

Der Hochgeschwindigkeitsfußball der Madrid – Offensive konnte nach knapp 15 Minuten die erste tolle Aktion verbuchen und gleich die 1:0 Führung feiern. Morata bediente Bale welcher im Strafraum quer auf Ronaldo spielte, welcher den Ball sicher und platziert aus fünf Metern in die Maschen drückte (21.).

In der Folgezeit verpasste es Real mehrmals die Führung auszubauen und musste hingegen in der 31. Spielminute den Ausgleich hinnehmen. Tim Hoogland überbrückte mit seinem Dribbling das Mittelfeld und schloss aufgrund fehlender Alternativen ab. Sergio Ramos fälschte den Schuss unhaltbar ins linke untere Toreck ab.

Dies gab dem S04 Rückenwind. In der Schlussphase der ersten Halbzeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem die Gäste aus Gelsenkirchen gut mithielten.

Aufgrund mangelnder Chancenverwertung auf beiden Seiten ging es mit einem 1:1 Unentschieden in die Pause.

Mit Wiederanpfiff ereignete sich weiterhin eine unterhaltsame Partie, allerdings mit deutlichen Vorteilen für die Gastgeber.

Selbst mit dosierter Angriffsbemühung gelang es den Madrilenen den Gast aus Deutschland immer wieder in Bedrängnis zu bringen. Einzig und allein Ralf Fährmann hielt mit seinen Glanzparaden (51./55.) seine Mannschaft am Leben.

Gerade in einer Phase als es den Knappen gelang sich aus der festen Umklammerung der Gastgeber zu entfesseln, schlug Real doppelt zu. Cristiano Ronaldo dribbelte mit beeindruckendem Tempo durchs Mittelfeld an die Strafraumgrenze und schloss energisch zur 2:1 Führung ins kurze Eck ab (74.).

Nur eine Minute später rettet zunächst Fährmann blitzschnell gegen Morata. Den Nachschuss knallte Ronaldo gegen die Latte und letztendlich konnte Gareth Bale den zurückspringenden Ball im Tor vollenden (75.).

In der Schlussviertelstunde der Begegnung konnte sich der S04 glücklich schätzen, dass Ronaldo das Ergebnis in der 83. Spielminute noch in die Höhe trieb.

Eine Fehlentscheidung

Der Schiedsrichter der Partie Sergey Karasev wurde im gesamten Spiel nur wenig geprüft und handelte sonst sehr souverän und sicher.

Über den gesamten Spielverlauf agierte der Unparteiische aus Russland abgeklärt und unaufgeregt. Er bewerte nahe zu alle persönlichen Strafen und Fouls richtig.

Nur eine Aktion schlägt sich in der Bewertung seiner Leistung nieder. In der 53. Spielminute ahndete der Referee das Einsteigen von Kapitän der Schalker, Benedikt Höwedes, gegen Reals Morata im Strafraum nicht. Deutlich zu sehen jedoch, das der Schalker Verteidiger den Angreifer klar am regelwidrig am Weiterspielen hindert und somit ein Foul begeht.

Abschließend bleibt festzuhalten, dass die Leistung des Unparteiischen durch diese Fehlentscheidung stark in der Bewertung fällt und somit nur eine ausreichende Note vergeben werden kann.

Autor: Tom Wolny