Torsten Kinhöfer hatte das Geschehen sehr gut im Griff

Artikel 18.03.14 – Schiedsrichter.net
Datum: 15.03.2014
25. Bundesligaspieltag: Werder Bremen – VFB Stuttgart

Auch im ersten Spiel unter dem neuen Cheftrainer der Stuttgarter, Huub Stevens, gelingt es den Schwaben nicht den ersehnten Sieg einzufahren, um wertvolle Punkte im Abstiegskampf zu sammeln. In Bremen kommt man trotz der Führung nicht über ein Unentschieden hinaus.

Werder weiterhin ohne Niederlage

Die Serie des SV Werder Bremen mit nunmehr fünf Spielen in Folge ohne Niederlage setzt sich fort. Auch im Spiel vor heimischem Publikum gegen den VFB aus Stuttgart nehmen die Nordlichter zumindest einen wichtigen Punkt mit.

Werder definierte sich wie in den letzten Wochen über eine kompakte Defensive und überlies dem Gast aus Stuttgart mehr Ballbesitz. Doch durch die enge Geschlossenheit war es den Stuttgartern vergönnt etwas aus ihrem gegebenen Ballbesitz zu generieren.

Aufgrund der Kompaktheit der Bremer und der zeitgleichen Ideenlosigkeit der Stuttgarter dieser Enge zu begegnen, spielte sich das Geschehen in der ersten Halbzeit hauptsächlich im Mittelfeld ab, Chancen blieben Mangelware.

Die erste richtige Chance erspielten sich dennoch die inaktiveren Gastgeber. Über Links setzte sich Caldirola durch, welcher eine scharfe Flanke auf Di Santo brachte, der jedoch aus kurzer Distanz das Spielgerät über den Querbalken beförderte (32.).

In der Schlussphase des ersten Durchgangs erhöhten die Schwaben noch einmal das Tempo und setzten die Bremer mehr und mehr unter Druck. Daraus ergaben sich weitere gute Chancen, die aber ungenutzt blieben (37./45.).

In der Nachspielzeit gab es noch den Aufreger der ersten 45 Minuten, als Schiedsrichter Kinhöfer nach vermeintlichen Handspiels der Bremer auf den Punkt zeigte – doch Martin Harnik schoss den Ball nur gegen den rechten Außenpfosten (45. + 1).

Der zweite Durchgang gestaltete sich mit Wiederanpfiff durchaus viel aufregender als die erste Halbzeit. Auf beiden Seiten erhöhte sich die Schlagzahl und die Teams wurden mutiger und erspielten sich mehr und mehr Chancen.

Nach einem gut abgewehrten Kopfball des Bremer Torhüters, Raphael Wolf, war dieser beim folgenden Nachschuss von Niedermeier letztendlich doch geschlagen und Bremen musste in der 55. Spielminute den 1:0 Rückstand hinnehmen.

In der Phase direkt nach dem Tor wuchs das Selbstbewusstsein der Schwaben deutlich an. Man erdrückte die Bremer förmlich mit den eigenen Angriffsbemühungen.

In der Schlussphase unterbrach Trainer der Bremer Robin Dutt mit seinen Wechseln etwas das Offensivspiel der Gäste aus Stuttgart – mit Erfolg. Die Wechsel auf Seiten der Hausherren brachten ihre Wirkung. Auch das Bremer Publikum war nun zu 100 Prozent wach und peitschte die Mannschaft zum Erfolg.

In der 79. Spielminute wandelte Kapitän Aaron Hunt den Schub des Publikums in den Ausgleich auf dem Rasen um. Er zirkelte einen Freistoß unhaltbar über den sich duckenden Mitspieler durch die Mauer der Schwaben und glich somit zum 1:1 Endstand aus.

Problemlose Schiedsrichterleistung

Schiedsrichter Torsten Kinhöfer aus Herne hatte das Geschehen auf dem Rasen sehr gut im Griff und leitete die Partie souverän und ruhig. Ihm unterliefen weder Fehler in der Zweikampfbewertung noch zeigte er Schwächen in der Beurteilung von schwierigen Szenen.

Doch leider unterlief dem Unparteiischen noch im ersten Durchgang der Partie ein grober Fehler, der ihm eine gute Beurteilung seiner Leistung zu Nichte macht.

Bei der Aktion als sich Werder – Verteidiger Lukimya in den Ball des schießenden Sakai warf und den Ball unabsichtlich mit der Hand spielte, entschied der Referee fälschlicher Weise auf Elfmeter und ermöglichte so den Gästen einen klaren Vorteil, auch wenn dieser ungenutzt blieb.

Betrachtet man die Szene näher, wird deutlich, dass diese Entscheidung ein klarer Fehler war, da Lukimya zum einen nicht seine Körperfläche vergrößerte und zum anderen aus kürzester Distanz angeschossen wurde und somit regelgerecht die Chance der Stuttgarter vereitelte.

Autor: Tom Wolny

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