VFB Stuttgart – FC Augsburg, Souveräner Schiedsrichter mit Adlerauge

Datum: 09.02.2014
20. Bundesligaspieltag: VFB Stuttgart – FC Augsburg

Der VFB Stuttgart taumelt der Zeit in einem unsicheren Areal. Gegen eine stark agierende Augsburger Mannschaft hagelte es die fünfte Niederlage in Folge und bringt die Schwaben in tiefer in den Abstiegsstrudel der Fußballbundesliga.

Effiziente Augsburger zum achten Mal in Folge Ungeschlagen

Von Beginn an zeigt sich ein engagiert aufspielender VFB, welcher deutlich zu machen versuchte, wer hier Herr im Hause sei. Vor allem in Person des immer wieder agilen und für Wirbel und Unruhe sorgenden Abdellaoue, kam der VFB aus Stuttgart zu guten Chancen bereits in der Anfangsphase (2./6./13.).

Wie sich später herausstellte, sollte sich dieser fahrlässige Umgang mit Chancen für die Gastgeber rächen. Denn der Gast aus Augsburg wachte nach einer halben Stunde auf und forcierte nun endlich deren eigenes Angriffsspiel.

Im Anschluss an einen Einwurf hob Stuttgarts Innenverteidiger Anton Rüdiger die Abseitsstellung Tobias Werners auf. Dieser bediente seinen Mitspieler Milik, welcher in der 35. Spielminute die bis dahin überraschende Augsburger Führung erzielte.

Die Gastgeber schienen durch diesen Gegentreffer völlig verunsichert und verloren die Linie ihres Spiels gänzlich. So blieb es nur eine Frage der Zeit bis der FC Augsburg seine Führung auszubauen drohte. Halil Altintop bediente in der 43. Spielminute Andre Hahn, welcher dem Stuttgarter Keeper Sven Ulreich keine Chance zur Abwehr bot und auf 2:0 erhöhte.

Durchgang zwei zeigte sich als Kontraprodukt der ersten 45 Minuten, welche wenig Aufregendes bot. Nach dem Seitenwechsel ereigneten sich viele überhart geführte Zweikämpfe, welche in der 53. Minute ihren Gipfel fanden – Tätlichkeit von Vedad Ibisevic, die ihm die verdiente Rote Karte einbrachte.

Diese Situation scheint als Schlüsselszene in dieser Partie einzustufen zu sein. In der direkt folgenden Aktion konnte Augsburgs Andre Hahn seinen Doppelpack dieser Partie schnüren und seine Mannschaft mit 3:0 in Führung bringen (56.)

Das Spiel war entschieden, auch wenn Stuttgarts Konstantin Rausch wenige Minuten später noch den Anschluss – und Ehrentreffer für sein Team erzielen konnte (62.), welchen zwei Minuten später Tobias Werner wieder egalisierte und den alten Abstand von drei Toren erneut herstellte und somit eine deutliche Heimniederlage der Stuttgarter besiegelte (64.).

Souveräner Schiedsrichter mit Adlerauge

Der Aufreger in diesem Schwabenderby lag in der Tätlichkeit von Vedad Ibisevic, welcher sich in der 53. Spielminute zu einem Ellenbogenschlag gegen Augsburgs Callsen – Bracker hinreißen lies.

In dieser Situation befand sich der in diesem Spiel fehlerlose und sehr souverän agierende Schiedsrichter Dr. Jochen Drees auf Höhe des Balles in der Hälfte der Stuttgarter. Die Aktion des bosnischen Stürmerstars der Hausherren ereignete sich jedoch rund 50 Meter entfernt in der Hälfte der Augsburger.

Doch der Unparteiische sah diese Tätlichkeit und konnte sie auf Grundlage dessen mit dem folgerichtigen Platzverweis ahnden. Eine tolle Übersicht und auch die richtige Interpretation in diesem Fall bringen dem Referee eine sehr gute Benotung seiner Leistung dieses Spieltages ein – Kompliment.

Autor: Tom Wolny

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