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Mangelhafte Schiedsrichterleistung

Datum: 14.09.2014

3. Bundesligaspieltag: Eintracht Frankfurt – FC Augsburg

 Der FC aus Augsburg sichert sich in einem hart umkämpften und phasenweise zähen Spiel den ersten Sieg der neuen Saison. Gegen den Gastgeber aus Frankfurt reichte ein Tor und eine sichere Defensive, die keinen Gegentreffer zu lies.

Erster Dreier

Die Gäste aus Augsburg begannen forsch und waren um eine aktive Gestaltung der eigenen Offensive bemüht. Getragen von einer passiven und verhaltenen Auftaktphase der Gastgeber tauchte der FC Augsburg schon früh zu Beginn dieser Partie immer wieder gefährlich vor dem Torhüter der Eintracht, Kevin Trapp, auf.

Dieser entschärfte mehrere Situationen der Gäste und bewahrte so sein Team vor einem frühen Rückstand.

Im weiteren Verlauf dieser ersten 45 Minuten kam die Eintracht besser ins Spiel, erhöhte den Druck und versuchte nun eigene Akzente zu setzen. In den Folgeminuten dieser Halbzeit kamen beide Mannschaften immer wieder zu guten Situationen, die jedoch keinen Torerfolg verbuchen konnten.

Nun hatte die Begegnung endgültig an Fahrt aufgenommen. Auf beiden Seiten pflegte man eine harte Zweikampfführung und war um jeden Raum bemüht.

Kurz vor dem Pausenpfiff zeigte erneut Kevin Trapp seine Fähigkeiten und verhinderte einen Rückstand seiner Mannschaft noch vor dem Seitenwechsel.

Die Augsburger kamen ähnlich bemüht und engagiert zurück auf das Spielfeld. In Anlehnung der ersten Halbzeit waren die Gäste darum bedacht über eigene offensive Akzente zum Torerfolg zu kommen.

Binnen weniger Sekunden nach Wideranpfiff scheiterte Werner gleich zweimal am starken Rückhalt der Hessen.

Doch in der 49. Spielminute war auch dieser machtlos, als sich Altintop gegen Anderson durchsetzte, welcher unfreiwillig Bobadilla bediente. Dieser ließ sich diese Gelegenheit nicht nehmen und verwandelte mit einem sehenswerten Schuss zur 1:0 Führung für die Gäste.

In der Folgezeit kamen die Hausherren wieder besser ins Spiel und rannten unermüdlich an. Doch da viele Aktionen zu hastig und ungestüm vollendete wurden fehlte jegliche Durchschlagskraft.

Dennoch entwickelte sich die Schlussphase der Partie zu einer einseitigen Angelegenheit, da sich die Gäste aus Augsburg nur noch auf das Verwalten der Führung konzentrierten.

Mit Erfolg: die Frankfurter Eintracht schaffte es nicht die nötige Zielstrebigkeit und Qualität aufzubringen, um dem Augsburger Tor noch einmal wirklich gefährlich zu werden. So sicherte sich der FC Augsburg den ersten „Dreier“ der Saison und verlässt damit die Abstiegsplätze.

Mangelhafte Schiedsrichterleistung

In einem hart und eng umkämpften Spiel zeigte der Schiedsrichter Manuel Gräfe eine schwache Schiedsrichterleistung. Insgesamt unterliefen dem Referee aus Berlin zu viele Fehler in der Leitung des Spiels.

Weiterhin im Detail offenbarte der Unparteiische Schwächen, die seine Leistung abermals schmälern. Zum einen hätte er in der 15. Spielminute beim Trikotziehen von Kohr gegen Kadlec zwingend auf Elfmeter entscheiden müssen. Zum anderen hätte der den Augsburger Spieler Baba in der 35. Spielminute für eine rüdes Einsteigen mit einer Gelben Karte verwarnen müssen.

Unter dem Strich addieren sich diese kleinen Fehler in der Zweikampfbewertung und Fehler größeren Ausmaßes zu einer mangelhaften Gesamtleistung, die so in einem Bundesligaspiel indiskutabel erscheint.

Autor: Tom Wolny

VFB Stuttgart – FC Augsburg, Souveräner Schiedsrichter mit Adlerauge

Datum: 09.02.2014
20. Bundesligaspieltag: VFB Stuttgart – FC Augsburg

Der VFB Stuttgart taumelt der Zeit in einem unsicheren Areal. Gegen eine stark agierende Augsburger Mannschaft hagelte es die fünfte Niederlage in Folge und bringt die Schwaben in tiefer in den Abstiegsstrudel der Fußballbundesliga.

Effiziente Augsburger zum achten Mal in Folge Ungeschlagen

Von Beginn an zeigt sich ein engagiert aufspielender VFB, welcher deutlich zu machen versuchte, wer hier Herr im Hause sei. Vor allem in Person des immer wieder agilen und für Wirbel und Unruhe sorgenden Abdellaoue, kam der VFB aus Stuttgart zu guten Chancen bereits in der Anfangsphase (2./6./13.).

Wie sich später herausstellte, sollte sich dieser fahrlässige Umgang mit Chancen für die Gastgeber rächen. Denn der Gast aus Augsburg wachte nach einer halben Stunde auf und forcierte nun endlich deren eigenes Angriffsspiel.

Im Anschluss an einen Einwurf hob Stuttgarts Innenverteidiger Anton Rüdiger die Abseitsstellung Tobias Werners auf. Dieser bediente seinen Mitspieler Milik, welcher in der 35. Spielminute die bis dahin überraschende Augsburger Führung erzielte.

Die Gastgeber schienen durch diesen Gegentreffer völlig verunsichert und verloren die Linie ihres Spiels gänzlich. So blieb es nur eine Frage der Zeit bis der FC Augsburg seine Führung auszubauen drohte. Halil Altintop bediente in der 43. Spielminute Andre Hahn, welcher dem Stuttgarter Keeper Sven Ulreich keine Chance zur Abwehr bot und auf 2:0 erhöhte.

Durchgang zwei zeigte sich als Kontraprodukt der ersten 45 Minuten, welche wenig Aufregendes bot. Nach dem Seitenwechsel ereigneten sich viele überhart geführte Zweikämpfe, welche in der 53. Minute ihren Gipfel fanden – Tätlichkeit von Vedad Ibisevic, die ihm die verdiente Rote Karte einbrachte.

Diese Situation scheint als Schlüsselszene in dieser Partie einzustufen zu sein. In der direkt folgenden Aktion konnte Augsburgs Andre Hahn seinen Doppelpack dieser Partie schnüren und seine Mannschaft mit 3:0 in Führung bringen (56.)

Das Spiel war entschieden, auch wenn Stuttgarts Konstantin Rausch wenige Minuten später noch den Anschluss – und Ehrentreffer für sein Team erzielen konnte (62.), welchen zwei Minuten später Tobias Werner wieder egalisierte und den alten Abstand von drei Toren erneut herstellte und somit eine deutliche Heimniederlage der Stuttgarter besiegelte (64.).

Souveräner Schiedsrichter mit Adlerauge

Der Aufreger in diesem Schwabenderby lag in der Tätlichkeit von Vedad Ibisevic, welcher sich in der 53. Spielminute zu einem Ellenbogenschlag gegen Augsburgs Callsen – Bracker hinreißen lies.

In dieser Situation befand sich der in diesem Spiel fehlerlose und sehr souverän agierende Schiedsrichter Dr. Jochen Drees auf Höhe des Balles in der Hälfte der Stuttgarter. Die Aktion des bosnischen Stürmerstars der Hausherren ereignete sich jedoch rund 50 Meter entfernt in der Hälfte der Augsburger.

Doch der Unparteiische sah diese Tätlichkeit und konnte sie auf Grundlage dessen mit dem folgerichtigen Platzverweis ahnden. Eine tolle Übersicht und auch die richtige Interpretation in diesem Fall bringen dem Referee eine sehr gute Benotung seiner Leistung dieses Spieltages ein – Kompliment.

Autor: Tom Wolny