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Knut Kircher mit vielen Fehlern

Datum: 18.05.2014  

Bundesliga – Relegation: SpVgg Greuther Fürth – Hamburger SV

Das Rückspiel um die Spielgenehmigung in der höchsten deutschen Fußballklasse bot den 18000 Zuschauern am Ronhof ein spannendes und durchaus interessantes Spiel über die kompletten 90 Minuten. Am Ende setzte sich ein völlig verausgabter und glücklicher HSV durch und hält die Vereinsinterne Bundeligauhr weiterhin am laufen.

Zittern zum Klassenerhalt

Nach einer schlechten Vorstellung im Hinspiel vor heimischem Publikum zeigte sich der Gast aus Hamburg von Beginn an dieser Partie als sehr selbstbewusst und ballsicher.

Die SpVgg Greuther Fürth zog sich zunächst weit zurück und lies die Gäste aus Hamburg kommen, um dann über Konter zum Torerfolg zu gelangen.

Im Gegenteil zum Hinspiel agierten die Hamburger zu dem auch aggressiver und stabiler – so gelang es dem HSV ihre Feldvorteile prompt in die Führung umzuwandeln.

Nach einer Van der Vaart – Ecke war es Pierre – Michel Lasogga, der mit einem herausragenden und wuchtigen Kopfball das Spielgerät unhaltbar im linken oberen Eck versenkte (14.).

Im direkten Gegenzug nach Wiederanpfiff verfehlte die Antwort der Fürther in Form eines Distanzschusses von Zoltan Stieber das Tor nur denkbar knapp (16.).

Im weiteren Spielverlauf merkte man den Gastgeber die Nervosität deutlich an, ihr Offensivspiel bestand hauptsächlich nur aus Stückwerk.

Die Hanseaten hingegen zeigten eine souveräne und konzentrierte Leistung, ließen somit den Ball und Gegner laufen.

Doch die Phase kurz vor dem Halbzeitpfiff gehörte wieder den „Kleeblättern“. Zum Leid der Fürther Fans verfehlten die Möglichkeiten von Azemi (40.) und Weilandt (45.) das Tor nur denkbar knapp.

Zurück aus den Kabinen blieb ein erwarteter Sturmlauf der Gastgeber zunächst aus. Viel mehr waren die Gäste aus Hamburg dem 2:0 näher als die Fürther dem Ausgleich. Den Kopfball von Lasogga parierte Wolfgang Hesl stark und hielt sein Team damit am Leben.

Wie aus dem Nichts gelang den Franken der Ausgleich. In der 59. Spielminute steckte Stieber einen klasse Ball durch die Abwehr der Hamburger, welchen Fürstner vor dem herauseilenden Drobny im Netz unterbrachte.

Dieser Ausgleichstreffer änderte die Kräfteverhältnisse des gesamten Spiels. Die Hanseaten begannen zu wackeln und die Fürther erfuhren einen deutlichen Aufwind.

Die „Kleeblätter“ drängten den Gast aus dem Norden komplett zurück in die eigene Hälfte, aus der man sich kaum noch befreien konnte.

Die Schlussphase brach an und der Zweitligist spielte nun nach dem Motto „Alles oder Nichts“. Die Fürther warfen alles nach vorn, was Team hergab. Doch die fehlende Durchschlagskraft und Genauigkeit im Abschluss verbauten den Gastgebern ein weiteres Tor und ließen das Spiel mit einem 1:1 Unentschieden enden.

Schwache Schiedsrichterleistung

In einem nicht wirklich hochklassigen, aber zu jeder Zeit spannenden Relegations – Rückspiel passte sich der Schiedsrichter mit seiner Leistung, jener der Spieler an.

Knut Kircher wirkte zu keiner Zeit wirklich souverän und so, als habe er die Partie stets unter Kontrolle.

Mit dieser kleinen Unsicherheit ahndete er viele Situation falsch und ihm unterliefen so zahlreiche, über den gesamten Spielverlauf verteilt, kleine Fehler.

Zwar passierte dem erfahrenen Bundesligaschiedsrichter kein grober und entscheidender Fehler, jedoch bringt ihm die Häufung der vielen kleinen Fehler dadurch nur eine schlechte Bewertung seiner Leistung an diesem Tag ein.

Autor: Tom Wolny