Schlagwort-Archiv: SC Freiburg

Markus Schmidt und die 85. Spielminute

Datum: 03.02.2015

19. Bundesligaspieltag: Borussia Mönchengladbach – SC Freiburg

Die Gäste aus Freiburg zeigten von Beginn an eine aktive Einstellung. Trainer Christian Streich ließ seine Elf in den Anfangsminuten extrem hoch verteidigen. Das Ergebnis dieser Taktik war ein Spiel für das Auge des Zuschauers. Dieses Risiko brachte zahlreiche Torchancen auf beiden Seiten hervor.

Bereits in den ersten 20 Minuten ergaben sich beiden Strafräumen Möglichkeiten ein Tor zu erzielen. Nach einer schönen Passstafette im Mittelfeld erzielten die Fohlen folglich das Tor des Tages.

Im Anschluss an diese Kombination im Mittelfeld war es Hrgota, welcher den Ball in den Strafraum vor das Tor der Freibuger flankte. Nach einem Fehler von Günter, der neben den Ball trat, stand Partick Hermann am langen Pfosten blank und lies sich diese Chance nicht nehmen (23.).

In der Folgezeit lauerten die Gastgeber nur auf Fehler der Breisgauer und kamen so immer wieder zu Chancen. Doch die letzte Möglichkeit vor dem Seitenwechsel blieb den Gästen – aber Petersen scheiterte allein vor dem Tor am starken Rückhalt der Gladbacher.

Der zweite Durchgang ähnelte den vorangegangen 45 Minuten dieser Partie. Gladbach ruhte sich auf der Führung aus und Freiburg dominerte das Geschehen.

Bis weit hinein in die Schlussphase fehlte es den Gästen jedoch an Durchschlagskraft. In der 83. Spielminute hatte Schmid die größte Chance zum Ausgleich, doch schloss völlig überhastet und zu unplatziert ab.

Der Aufreger einer sonst sicher und gut geleiteten Partie durch den Unparteiischen, Markus Schmidt aus Stuttgart, war das Foul vom Gladbacher Xhaka gegen den zuvor eingewechselten Philipp (85.).

In dieser Situation hätte der bereits mit Gelb verwarnte Gladbacher die Ampelkarte sehen müssen. Doch hier lies der Referee die Karte unberechtigter Weise stecken – Fehlentscheidung.

Hätte Gladbachs Xhaka in dieser Situation den verdienten Karton gesehen, wären die Breisgauer mindestens fünf Minuten in Überzahl agierend gewesen. Somit hätte für die zuvor schon aktiveren Gäste eine große Möglichkeit bestanden, den Ausgleich in den letzten Spielminuten zu erzielen.

Doch so blieb es, durch die Fehlentscheidung Schmidts, bei einem ausgeglichenen 11 gegen 11, bei dem es die Breisgauer nicht schafften den Ausgleich herzustellen und somit zu mindestens noch einen Punkt aus Gladbach zu entführen.

Darüber hinaus bietet diese Fehlentscheidung genug Gesprächs – und vor allem Spekulationsbedarf über einen möglichen anderen Ausgang der Partie.

Autor: Tom Wolny

Schwacher Schiedsrichterauftritt

Datum: 08.11.2014

11. Bundesligaspieltag: SC Freiburg – FC Schalke 04

Nach einem guten Start, jedoch dem ersten Gegentreffer Mitte der ersten Hälfte, verlor der S04 immer mehr den Faden und bescherte so dem Sportclub aus Freiburg den ersten Heimerfolg dieser Saison.

Freiburg zielstrebiger

In der Anfangsphase versuchte der Gast aus Gelsenkirchen ihre Absichten deutlich zu machen. Der S04 übernahm das Kommando. Der Gastgeber hingegen verlagerte sein Spiel auf das Kontern.

In der 22. Spielminute war es jedoch der Sportclub, welcher mitten in die Drangphase der Schalker die eigene Führung erzielte. Günter eroberte den Ball und spielte auf Freis. Dieser brachte eine Flanke nach innen, welche von Höwedes leicht abgefälscht erneut bei Günter landete, der trocken mit links zur Heimführung der Breisgauer einschoss.

Mit diesem Gegentor war die aktive Phase der ambitionierten Schalke zunächst gebrochen. Mit andauerten Spielzeit fingen sich die Königsblauen wieder, konnten jedoch ein Ausgleichstor vor dem Seitenwechsel nicht verbuchen.

Nach dem Seitenwechsel verlagerte sich das Spielgeschehen mehr und mehr in die Hälfte des FC Schalke 04. Die Breisgauer agierten nun aktiver und hatten deutlich mehr Spielanteile zu verbuchen.

In der Folgezeit erspielten sich die Gastgeber deutliche Chancen, welche jedoch nicht ausreichten um Fährmann im Tor der „Knappen“ zu überwinden.

Es dauerte bis zur 68. Minute bis sich das Team von Christian Streich belohnte und auf 2:0 erhöhte. Nach einer Flanke von Darida war es Aogo, welcher mit eine unzureichenden Abwehraktion den Ball für Schmid auflegte. Dieser vollendete sicher zum 2:0.

Danach blieb die erwartete Schlussoffensive der Gäste aus. Stattdessen war es der SC Freiburg, welcher das Ergebnis noch hätte erhöhen können.

Schwacher Schiedsrichterauftritt

Felix Zwayer aus Berlin zeigte an diesem Tag keine gute Schiedsrichterleistung. Der Unparteiische zeigte gravierende Schwächen in der Vorteilsauslegung und hätte zu dem Boateng für dessen Bodycheck in der 71. Spielminute die Gelb – Rote Karten zeigen müssen.

Alles in allem bleibt unter dem Strich ein schwacher Auftritt des Referees aus Berlin stehen, welcher zu keiner Zeit als souveräner Leiter dieser Begegnung agierte.

Autor: Tom Wolny

Florian Meyer erkennt Ausgleichstor ab

Datum: 03.05.2014         

33. Bundesligaspieltag: SC Freiburg – FC Schalke 04

Der FC Schalke 04 wird seinen Ambitionen in der nächsten Saison gerecht und sichert sich mit dem 2:0 Auswärtserfolg gegen den Sportclub aus Freiburg Platz 4 der Tabelle und somit die Champions – League – Qualifikation.

Ungefährdeter Auswärtserfolg

Die Partie begann mit zwei unterschiedlichen Devisen. Auf der einen Seite bemühten sich die Gäste aus Gelsenkirchen um sofortigen Ballbesitz und klare Überlegenheit. Auf der anderen Seite versuchten die Gastgeber aus dem Breisgau zunächst ihre Defensive zu stabilisieren und ließen den S04 kommen.

Diese Taktik sollte sich jedoch schon nach wenigen Minuten rächen. Erst scheiterte Boateng an Freiburgs Schlussmann, Oliver Baumann. Kurze Zeit später machte es Schalkes Jungprofi, Ayhan, besser und schlenzte den Ball aus kurzer Distanz ins Tor zur frühen Gästeführung (13.).

Das zeitige Gegentor weckte den Sportclub scheinbar auf. Dieser versuchte nun selbst die Initiative zu übernehmen und wurde zunehmend gefährlicher.

Innerhalb von vier Minuten vergaben Guedé (30.) und Mehmedi (34.) die besten Chancen der Freiburger zum Ausgleichstor.

Die Gäste aus dem Ruhrpott suchten ihre Chance mehr und mehr über Fernschüsse, die jedoch auch keinen Erfolg brachten.

In den letzten Minuten vor dem Halbzeitpfiff ging die Partie munter hin und her ohne, dass sich eines der beiden Teams mit einem Torerfolg belohnte.

Der FC Schalke 04 kam entschlossen aus der Kabine und versuchte sofort schnell das zweite Tor zu erzielen. Der Sportclub aus Freiburg kam mit dieser Einstellung der Gäste nicht klar und musste zu sehen, wie sich der S04 Chance um Chance erarbeitete – doch Goretzka (57.), Huntelaar (59.) und auch Julian Draxler (61.) vergaben ihre Möglichkeiten die Partie vielleicht schon zu entscheiden.

In der 65. Spielminute wurden die Bemühungen der Gäste belohnt. Nach einem tollen Solo von Huntelaar durch das gesamte Freiburger Mittelfeld, schloss der Stürmer letztendlich ab und erzielte, durch das Abfälschen des Balles durch Freiburgs Ginter, die verdiente 2:0 Führung.

Die Partie nahm noch einmal fahrt auf als Felipe Santana auf Seiten der Schalker die verdiente Ampelkarte sah (73.).

Doch Freiburgs Offensive fand kein wirkliches Mittel, die eng gestaffelte Defensive der Schalke zu durchbrechen. Mehr als ein Distanzschuss kamen dabei nicht heraus.

Schalke hingegen verlagerte das eigene Spiel in Unterzahl auf das Kontern, kam aber durch das Auslassen bester Chancen durch Goretzka (85.) und Obasi (90. + 1) zu keinem Torerfolg mehr. So blieb es bei einem verdienten 2:0 Auswärtserfolg der Königsblauen.

Klare Fehlentscheidung

Schiedsrichter Florian Meyer zeigte über den kompletten Spielverlauf eine starke Leistung und erwies sich als sicherer Leiter dieser Begegnung. Zu dem lag er bei allen persönlichen Strafen auf beiden Seiten immer richtig.

Leider leistete sich der Unparteiische aus Burgdorf einen gravierenden Fehler, welcher womöglich den Spielverlauf und auch das Ergebnis der Partie entscheidend beeinflusste.

In der 75. Spielminute kamen die Breisgauer durch das Tor von Felix Klaus zum Ausgleich. Der Referee pfiff dieses Tor zurück und ahndete eine Abseitsstellung der Freiburger beim möglichen Ausgleichstreffer.

Wie die genauere Betrachtung dieser Szene zeigt, standen Krmas und auch Ginter in dieser Situation zwar am nächsten zum Tor, griffen jedoch nie aktiv in die Aktion ein und standen somit nur im passiven Abseits.

Festzuhalten bleibt, Schiedsrichter Meyer entschied in dieser Szene zu Unrecht auf Abseitsstellung und erkannte den Freiburgern ein reguläres Tor ab.

Daher schmälert der Unparteiische selbst seine Leistung und zerstört sich sonst einen fehlerfreien Auftritt an diesem Spieltag.

Autor: Tom Wolny

Deniz Aytekin mit zwei Fehlern

Datum: 26.04.2014         

32. Bundesligaspieltag: VFL Wolfsburg – SC Freiburg

Der VFL Wolfsburg mischt im Rennen um die Champions League Qualifikation weiter kräftig mit. Doch am 32. Spieltag musste der Verein aus der Autostadt einen kleinen Dämpfer gegen tapfer kämpfende Breisgauer hinnehmen. Ein Spiel, welches in der zweiten Halbzeit mit vielen Höhepunkten glänzte, endete 2:2 Unentschieden.

Berauschender zweiter Durchgang

Die Partie in der Autostadt begann mit einem Paukeschlage. Nach einem klaren Foul der Freiburger gab es früh im Spiel die Gelbe Karte für Krmas. Den fälligen Freistoß trat Rodriquez gefährlich vor das Tor der Breisgauer. Im Strafraum konnte dort Ivan Perisic den Ball per Kopf zur 1:0 Führung vollenden (3.).

Der VFL spielte im weiteren Spielverlauf klasse auf. Mit einem hohen Pressing und spielerische Klasse zwang man den Gast aus Freiburg in die Defensive.

Doch die Mannschaft von Dieter Hecking versäumte es aus den sich bietenden Räumen und Tormöglichkeiten Tore zu erzielen.

Mit Anbruch der zweiten Hälfte der ersten 45 Minuten kamen die Gäste besser ins Spiel, verschoben die Defensive mehr in Richtung Wölfetor und agierten nun auf Augenhöhe, verpassten es jedoch Tore zu erzielen.

Im zweiten Durchgang erwischten die Breisgauer wieder den besseren Start. Die Wölfe zeigten sich zu passiv und ließen die Gäste kommen. Freiburg begeisterte nun mit hohem Ballbesitz und spielerischer Klasse.

Unter Mithilfe von Max Grün, dem Torhüter des VFL, gelang dem SC der verdiente Ausgleich. Der Flachschuss von Mehmedi rutschte dem Keeper unter der Hand ins lange Eck ins Tor (61.).

Zum Unmut der Breisgauer hielt dieser Ausgleich nur knappe 10 Minuten. In der 70. Spielminute sorgte erneut Ivan Perisic für die Führung, in dem er den Ball im Strafraum nach einer Hereingabe über die Linie drückte.

In der Schlussphase wurde es noch einmal turbulent. Chance um Chance ereignete sich auf beiden Seiten. Es dauert jedoch bis zur 83. Spielminute bis der Ball den Weg in Tor fand.

Es war der eingewechselte Terrazzino, welcher Träsch im Laufduell abschüttelte und zum 2:2 Endstand einschob.

Versäumnis zweier Regelwidrigkeiten

Die knapp 29000 Zuschauer in der Volkswagen – Arena von Wolfsburg sahen ein hochklassiges Spiel mit einem freien Schlagabtausch.

Doch leider könnte der Unparteiische Deniz Aytekin nicht der hohen Qualität des Spiels 90 Minuten lang folgen.

Er agierte zwar größtenteils sicher, souverän und hatte die Partie stets im Griff. Nur leider unterliefen ihm zwei klare Fehler, welche ihm eine schlechtere Bewertung einbringen.

Im ersten Durchgang versäumte es der Referee aus Oberasbach, Kerk für sein absichtliches Handspiel mit Gelb zu verwarnen (35.). Wie auch im zweiten Durchgang als er das taktisches Foul von Darida an Maximilian Arnold gänzlich ungeahndet ließ (59.).

In beiden Fällen ahndete Aytekin klare Vergehen nicht und muss damit mit einer Kritik seiner Leistung umgehen können.

Autor: Tom Wolny

Zwei Fehler bei guter Spielleitung

26. Bundesligaspieltag: SC Freiburg – Werder Bremen

Dem Sportclub aus Freiburg gelingt es, mit dem 3:1 Heimsieg gegen den SV Werder Bremen, den zweiten Sieg in Folge zu feiern und sich so weiter wichtige Punkte im Abstiegskampf zu sichern und beendet so eine Negativserie gegen die Bremer.

Behäbiger Abwehrkomplex bereitet Probleme

Mit dem SV Werder Bremen kam der Angstgegner ins Breisgau. Doch diesem Gegner stellte sich der Sportclub von der ersten Minute.

Von Beginn an wurde deutlich, welches Team hier vor heimischem Publikum auftritt. Die Freiburger agierten sofort Zweikampfstark und mit einer hohen Präsenz, die sich vor allem im Ballbesitz wiederspiegelte.

Die Gäste hingegen versuchten sicher zu stehen und das Aufbauspiel der Gastgeber früh zu stören. Doch das zeitige und hohe Pressen der Bremer beeinträchtigte den Spielaufbau der Breisgauer nicht.

An sich ereignete sich im Verlauf des ersten Durchgangs nur wenig. Zusammengefasst zeigte sich den Zuschauern ein müdes Spiel mit nur fünf Torschüssen.

In der 15. Spielminute reichte einer dieser fünf Torschüsse sogar für die 1:0 Führung der Gastgeber. Guede hatte sich im Strafraum der Bremer durchgesetzt, der Ball konnte zwar geklärt werden, jedoch nicht entscheidend genug. Das Nachsetzen von Darida und der straffe und platzierte Schuss von Kapitän Schuster bestraften das halbherzige Defensivverhalten der Mannschaft von der Weser.

Die zweite Hälfte begann deutlich engagierter als der erste Durchgang. Dem Zuschauer kam das Gefühl beide Teams wollten Wiedergutmachung für die zähen ersten 45 Minuten dieser Partie.

Schon in der beiden Anfangsminuten der zweiten Halbzeit zeigte sich die Hälfte der Torschüsse aus Durchgang eins. Doch Junuzovic (46.) und auch Darida (47.), auf der anderen Seite, scheiterten an den Reflexen der Torhüter.

Ähnlich der Spielanlage der ersten 45 Minuten agierten die Breisgauer bissig und energisch, was die Gäste aus Bremen mehr und mehr forderte.

Die Bestrafung folgte auf den Fuß: Mehmedi setzte sich nach einem tollem Pass auf die Außen sehenswert durch und zog Richtung Strafraum. Aus halblinker Position spielte er einen punktgenauen Rückpass auf Klaus, welcher den Ball nur noch vollenden musste (53.).

Die 2:0 Führung reichte den Gastgebern nicht aus. Nur wenige Minuten später fasste sich der Torschütze aus der 53. Spielminute ein Herz und schloss aus 20 Metern ab. Sein Schuss konnte zunächst von Lukimya geblockt werden, doch dem energischen Nachsetzen von Mehmedi konnte die Bremer nichts mehr entgegen bringen (59.).

Diese 3:0 Führung des Sportclubs aus Freiburg bedeutete gleichzeitig den Verlust jedes Glaubens an Punkte seitens der Bremer, die durch eine unnötige Aktion von Freiburgs Ginter noch zum Ehrentreffer kamen.

In der 70. Minute klärte Ginter einen Ball kläglich vor die Brust von Bremens Kapitän Aaron Hunt, welcher frei aufs Tor zu lief und für Nils Petersen ablegte, welcher den Anschluss und gleichzeitig das Endergebnis herstellte.

Denn in den letzten 20 Minuten dieser Begegnung passierte nichts mehr, ein letztes Aufbäumen der Gäste fehlte komplett.

Zwei Fehler bei guter Spielleitung

Schiedsrichter Michael Weiner aus Giesen zeigte eine sehr unaufgeregte und souveräne Leitung dieses Spiels zum Auftakt des 26. Spieltags. Er entschied in allen Zweikampfsituationen stets richtig und hatte die Spielleitung sicher im Griff.

Doch leider unterliefen im weiteren Spielverlauf zwei grobe Patzer, die die Beurteilung seiner Schiedsrichterleistung entscheidend schmälern.

Zum einen stand Freiburgs Mehmedi vor dem 3:0 beim Schuss von Felix Klaus im Abseits und somit hätte sein Nachsetzen und die Erhöhung des Spielstandes auf 3:0 nicht zählen dürfen.

Zum anderen war die Bewertung der Szene in der 66. Spielminute falsch. Schiedsrichter Weiner entschied beim Fall von Klaus im Strafraum auf Schwalbe und eine Gelbe Karte für den Freiburger.

Doch Philipp Bargfrede hatte Klaus deutlich festgehalten und ihm so im Strafraum ein Weiterlaufen unmöglich gemacht. In dieser Situation hätte der Unparteiische also auf Elfmeter entscheiden müssen.

Autor: Tom Wolny

Manuel Gräfe erwischte einen eher gebrauchten Tag

Datum: 22.02.2014
22. Bundesligaspieltag: SC Freiburg – FC Augsburg

Der Sportclub aus Freiburg schafft es auch gegen den FC Augsburg nicht, wieder zurück in die Erfolgsspur zu finden. In einer rassigen, intensiven und sehr unterhaltsamen Partie gewinnt der eiskalt zu schlagende Gast aus Augsburg im Breisgau.

Freiburg bleibt tief im Keller stecken

Die Anfangsminuten begannen mit dem klassischen Abtasten auf beiden Seiten. Keines der Teams näherte sich gefährlich dem Tor.

Doch aus diesem vorsichtigen Beginn entwickelte sich der erste Höhepunkt der Begegnung. Wie aus dem Nichts leitete Altintop den Ball über den Kopf von Andre Hahn zu Tobias Werner, der im Rücken der Viererkette der Freiburger davon geeilt war und Torhüter Oliver Baumann final keine Chance zur Abwehr lies (7.).

Die Gastgeber zeigten sich keineswegs erschrocken und spielten sofort auf den Ausgleich. Nach einem Foul ca. 30 Meter vor dem Augsburger Tor, zirkelte Jonathan Schmid den Ball erfolgreich zum Ausgleich ins Tor der Gäste (17.).

Mit diesem Ausgleich im Rücken agierten die Breisgauer wie aufgedreht und spielten fortan auf die Führung. Vor allem der Torschütze zum Ausgleich stach aus der Masse heraus und leitete Angriff um Angriff seiner Mannschaft ein.

Im weiteren Verlauf entwickelte sich eine intensive und aggressive Bundesligapartie, die zunächst keinen Sieger erahnen lies.

Im zweiten Durchgang zeigte sich ein ähnliches Bild. Ein Spiel auf einem durchaus hohen Niveau ereignete sich vordergründig zwischen den Strafräumen.

Angelehnt an das erste Tor im ersten Durchgang, fiel auch das erste Tor der zweiten 45 Minuten, nämlich wie aus dem Nichts. Oliver Sorg brachte eine scharfe Flanke von der linken Seite, die jedoch von Klavan per Kopf abgewehrt wurde. Im Nachsetzen nahm Admir Mehmedi den Ball direkt und schloss sehenswert auf nassem Geläuf zur 2:1 Führung ab (73.).

Postwendend gab es schon das nächste Tor zu bejubeln. Nur wenige Minuten später brachte der eingewechselte Alexander Esswein eine Flanke auf Verhaegh, der unhaltbar zum 2:2 ins linke Eck abschloss (78.).

Doch damit war es nicht genug in diesem spektakulären Spiel. Nach einer Verhaegh Flanke war es der völlig freistehende Halil Altintop, der den Ball nur noch über die Linie schieben musste und so die 3:2 Führung der Augsburger herstellte (85.). Letztendlich trug sich auch Andre Hahn noch in die Torschützenliste ein, der in der Nachspielzeit den 4:2 Endstand aus Sicht der Gäste herstellte (90. + 4).

Eine sehr mangelhafte Schiedsrichterleistung

Auf dem nassen Rasen ereignete sich ein unterhaltsames und tolles Fußballspiel, welches sich so deutlich zur Qualität der Schiedsrichterleistung unterschied.

Manuel Gräfe erwischte wohl einen eher gebrauchten Tag. Er zeigte viele Fehler in der Beurteilung der Zweikämpfe. Den wohl gravierendsten Fehler machte er, als er Fernandes zweites grobes Vergehen nicht gleichbedeutend mit dessen zweiter Gelber Karte wertete und ihm den gelb – roten Karton vorenthielt (25.).

Zu dem übersah der Unparteiische das klare Handspiel des Freiburger Verteidigers Krmas, welches ebenso einen Elfmeterpfiff zur Folge haben hätte müssen (75.).

Auch im weiteren Verlauf der Begegnung verwehrte er den Freiburgern einen klaren Elfmeter, als Günter von Hong klar im Strafraum gefoult wurde. Gräfe entschied falsch auf Schwalbe und Gelbe Karte für Günter.

Alles in allem bleibt festzuhalten, dass es diese Leistung von Manuel Gräfe al schwach und mangelhaft einzustufen gilt. Neben den vielen Fehlern in der Zweikampfbeurteilung lag er bei zwei eigentlich fälligen Elfmetern völlig daneben.

Autor: Tom Wolny

FC Bayern München – SC Freiburg, 2 grobe Schnitzer in einer durchschnittlichen Schiedsrichterleistung

Datum: 15.02.2014
21. Bundesligaspieltag: FC Bayern München – SC Freiburg

Die Münchner Bayern scheinen zurzeit schier unaufhaltsam. Auch gegen den Sportclub aus Freiburg, welcher in der Anfangsphase toll mitspielte und selbst Offensivaktionen kreierte, aber im weiteren Spielverlauf vom Münchner Ballbesitz erdrückt wurde, konnten vor heimischer Kulisse weitere drei Punkte eingefahren werden.

Souveräne Bayern besiegen mutige Freiburger

In der Anfangsphase der Partie wurde die taktische Einstellung der Breisgauer deutlich – mit Erfolg. Der Sportclub stand defensiv kompakt und spulte ein hohes Laufpensum und ein aggressives Pressing, welches das gefürchtete Kurzpassspiel der Bayern verhinderte, ab.

Doch nach einer Standartsituation wurden die engagierten und unbekümmert, wie mutig aufspielenden Freiburger doch bestraft. Die Gäste konnten den Ball nicht entscheidend klären, sodass Diego Contento frei zum Flanken kam und seinen Abnehmer in Dante fand (19.).

Mit zu nehmenden Spielerlauf flachte die Qualität der Partie ab. Der FC Bayern verschaffte sich mehr und mehr Ballbesitz und hielt somit Ball und Gegner am Laufen.

In der 34. Minute war es Xherdan Shaqiri, der nach einem tollen Pass von Toni Kroos und einer gekonnten Hacken – Weiterleitung von Pizarro frei zum 2:0 vollenden durfte. Bereits wenige Minuten später drang wiederum Toni Kroos aus dem Halbfeld in den Strafraum des SC Freiburg ein und bereitete so das zweite Tor des Schweizers Shaqiri, der aus 10 Metern einschob, vor.

Schon mit dem Pausenpfiff schien die Partie entschieden. Mit diesem Gefühl traten auch die Münchner in Durchgang zwei auf. Sie ließen den Ball nach Belieben laufen und spielten so Katz und Maus mit den Freiburgern, die Offensiv völlig ihren Faden verloren hatten. Der FC Bayern erspielte sich weitere gute Chancen, die jedoch ungenutzt blieben (54./55./61.).

Im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit wechselten sich Chancen auf beiden Seiten ab, die aber den Zuschauern beider Lager jeweils den Torjubel verwehrten.

Die Schlussphase der Partie plätscherte allmehlig vor sich hin und beinhaltete außer dem abschließenden 4:0 durch Claudio Pizarro, der aus 15 Metern präzise abschloss, keine Highlights oder Aufreger mehr.

Zwei grobe Schnitzer in einer durchschnittlichen Schiedsrichterleistung

Die Dominanz der Münchner Bayern machte es Schiedsrichter Guido Winkmann aus Kerken eigentlich recht leicht, die Partie souverän zu leiten. Doch zwei gravierende Fehler in der Beurteilung der Situationen verschaffen dem Unparteiischen eine schlechte Beurteilung seiner Leistung.

Entscheidend war wohl der Freistoßpfiff vor dem 1:0 der Bayern und der anschließenden Verwarnung gegen Günter bereits in der 18. Spielminute. Mit dieser Fehlentscheidung griff Schiedsrichter Winkmann entscheidend in den Spielverlauf ein.

Der Sportclub aus Freiburg spielte bis zu diesem Zeitpunkt toll mit und war energisch am Offensivspiel interessiert.
Doch dieser zu Unrecht beurteilte Freistoß nahm dem SC jegliche Sicherheit und das Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit und gab dem FC Bayern die Möglichkeit nun endlich ihr gewohntes Kurzpassspiel aufzuziehen.

Zu dem verweigerte der Referee noch ein reguläres Tor der Breisgauer, welches kurz vor dem Halbzeitpfiff, den Anschluss herstellte. Der Schütze Admir Mehmedi stand nicht im Abseits – somit hätte sein Treffer zählen müssen.

Diese entscheidenden und womöglich auch spiellenkenden Fehler dürfen einem Bundesligaschiedsrichter nicht unterlaufen und müssen mit einer schwachen Leistung beurteilt werden.

Autor: Tom Wolny

Schlagworte: FC Bayern München, Toni Kroos, Claudio Pizarro, Xherdan Shaqiri, Dante, Diego Contento, SC Freiburg, Admir Mehmedi, Christian Günter, Guido Winkmann