Schlagwort-Archiv: Robert Lewandowski

Gute Schiedsrichterleistung von Bastian Dankert

Datum: 03.02.2015

19. Bundesligaspieltag: FC Bayern München – FC Schalke 04

Wie schon im Hinspiel gelingt es gut aufspielenden Schalkern, dem amtierenden Meister Punkte zu nehmen und sich Auswärts in der Allianz – Arena einen Punkt zu sichern.

Höhepunktarme Begegnung

Die Begegnung benötigte einige Minuten, um wirklich Fahrt aufzunehmen. Doch anschließend an diese kurze Abtastphase war es das erhoffte Spitzenspiel. Die Münchner erspielten sich in der Folgezeit Eckball um Eckball, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden.

Nach einer ersten Chance von Schalkes Meyer, war es Sidney Sam, der einen tiefen Ball hinter der hochstehenden Bayerndefensive erlief und frei vor Manuel Neuer auftaucht. Den Klärversuch in letzter Sekunde von Jerome Boateng bestrafte Schiedsrichter Bastian Dankert mit der roten Karte für den Weltmeister. Den fälligen Strafstoß vergab Schalkes Choupo – Moting kläglich (18.).

Im weiteren Verlauf ebbte die Begegnung deutlich ab. Dem Rekordmeister war eine leichte Verunsicherung an zu merken. Die Münchner mussten sich erst einmal neu sortieren. Der Gast aus Westfalen hingegen, lauerte auch in Überzahl auf die Fehler der Gastgeber und agierte tief stehend.

Nach einem Höhepunktarmen erstem Durchgang kamen die Mannschaften motiviert aus den Kabinen. Doch am tristen Spielverlauf aus der ersten Halbzeit änderte sich nichts. Die Münchner hatten einen hohen Ballbesitz und ließen den Ball wie gewohnt gut in den eigenen Reihen laufen.

Der erste Aufreger der Partie führte gleich zum ersten Tor. Nach dem ein abgefälschter Ball von Lewandowski im Tor der Knappen landete, entschied sich der Unparteiische gegen das Tor und gab Eckball für den Hausherren.

Die anschließende Ecke verwandelte Arjen Robben mit dem Kopf, völlig freistehend zum 1:0 in der 67. Minute.

Allerding hielt der Jubel des Rekordmeisters nicht lang an. In Überzahl agierend schöpften die Schalker nun mehr Mut und veredelten, in Person von Benedikt Höwedes, ebenfalls einen Eckball zum Ausgleich (72.).

Leider blieben diese Minuten die unterhaltsamsten des gesamten Spiels. Nach den beiden Toren binnen weniger Sekunden, konnten beide Teams keine gefährlichen Aktionen mehr generieren. Sodass es bei einem 1:1 Unentschieden blieb.

Gute Schiedsrichterleistung

Schiedsrichter Bastian Dankert hatte an diesem Spieltag keine großen Aktionen zu beurteilen. Da sich das Spiel auf einem überschaubaren Niveau und geringem Tempo abspielte, kam der Unparteiische aus Rostock nie wirklich in Verlegenheit falsche Entscheidungen zu treffen.

Die einzige knifflige Situation löste Dankert richtig und souverän. Als Boateng gegen Sam die Notbremse zog, entschied der Referee richtig und zeigte dem Deutschen die rote Karte und entschied auf Elfmeter.

Doch leider entschied der Schiedsrichter aus Rostock in der 66. Spielminute falsch und erkannte das regelkonforme Tor der Münchner nicht an. Der Ball war nicht in vollem Umfang über der Grundlinie. Somit hätte das Tor zählen müssen, davon abgesehen, dass die anschließende Ecke dennoch den Torerfolg für die Bayern brachte.

Autor: Tom Wolny

Hervorragende Schiedsrichterleistung

Datum: 02.09.2014

Bundesligaspieltag: FC Schalke 04 – FC Bayern München

Der FC Schalke 04 und der FC Bayern München trennen sich im Topspiel des zweiten Spieltages am Samstagabend mit einem gerechten 1:1 Unentschieden. Damit besiegten die Knappen auch ihren Fluch, noch nicht gegen ihren Ex – Torhüter getroffen zu haben.

Gerechte Punkteteilung

Von Beginn an ließen die Gäste keine Zweifel über ihr Vorhaben. Der deutsche Rekordmeister stand von Anfang der Partie sehr hoch und agierte mit allen 10 Feldspielern in der gegnerischen Hälfte.

Dabei schnürten die Münchner die Knappen ein und ließen keinen Platz für Entlastungsangriffe. In den ersten Minuten dieser Begegnung war es einzig und allein Ralf Fährmann im Tor der Schalker zu verdanken, dass es noch 0:0 Unentschieden stand.

Doch bereits in der 10. Spielminute war auch der bärenstarke Schalker Rückhalt ohne jegliche Abwehrchance. Nach einem Doppelpass zwischen Rode und Lewandowski war es der Ex – Dortmunder, welcher sein erstes Saisontor für den neuen Arbeitgeber erzielte.

In der Folgezeit warfen die Bayern ihre Passmaschine an und ließen Ball und Gegner nach Belieben laufen, ohne jedoch wirklich Gefahr vor dem Schalker Tor zu entwickeln.

In der Phase vor der Halbzeit nahmen die Münchner das Tempo etwas aus dem eigenen Spiel und ließen die Knappen kommen.

Auch in den zweiten 45 Minuten arbeiten die Bayern nur auf Sparflamme und investierten nur das Nötigste. Die Folge dessen war, dass sich die Gastgeber mehr und mehr Spielanteile sicherten und nun eigene Offensivaktionen kreierten.

Nach einer Standardsituation schafften die Königsblauen den verdienten Ausgleich. In der 62. Spielminute war es Benedikt Höwedes, welcher den Ball nach einem verunglückten Klärungsversuch von Bayerns Dante von Xabi Alonso ab bekam und den Ball so in das gegnerische Tor beförderte.

Im weiteren Verlauf des zweiten Durchgangs gelang es dem Rekordmeister nicht den Schalter umzulegen und wieder mehr für das Spiel zu investieren. Auf der anderen Seite schraubte S04 seine Offensivbemühungen zurück und konzentrierte sich wieder auf die Defensive.

So kam es dazu, dass sich beide Teams im Mittelfeld neutralisierten und es sich kaum noch erwähnenswerte Aktionen auf dem Spielfeld ereigneten.

Hervorragende Schiedsrichterleistung

Schiedsrichter Marco Fritz aus Korb zeigte eine herausragende Leistung in einer sehr schwer zu leitenden Partie. Der Unparteiische befand sich zu jeder Zeit auf der Höhe des Geschehens und regelte diverse knifflige Situationen souverän.

Hinzukommend lag der Referee aus Korb beim 1:1 Ausgleichstreffer richtig diesen anzuerkennen, auch wenn Höwedes den Ball mit dem Arm im Tor unterbrachte, jedoch hierbei keine Absicht zu unterstellen und keine aktive Bewegung des Armes zum Ball zu erkennen ist.

Einzig die Situation zwischen Julian Draxler und Rode ahndete der Referee fehl. Das Einsteigen Draxlers mit offener Sohle und gestrecktem Bein muss zwingend mit einer gelben Karte geahndet werden und hätte somit für Draxler den Verweis vom Spielfeld bedeutet.

Doch alles in allem bleibt eine souveräne und tolle Schiedsrichterleistung des Unparteiischen bestehen, welche nur etwas von dieser Fehlentscheidung beeinträchtigt wird.

Autor: Tom Wolny

Fehlentscheidung verhindert Torerfolg

Datum: 22.08.2014

Bundesligaspieltag: FC Bayern München – VFL Wolfsburg

Der amtierende Deutsche Meister, der FC Bayern München, setzt sich zur Eröffnung der neuen Bundesligasaison vor heimischen Publikum in der Allianz Arena knapp, aber verdient gegen toll aufspielende Gäste aus Wolfsburg durch.

Dominante Hausherren

Die Münchner begannen mit einer komplett veränderten Anfangsformation. Bedingt durch die vielen Umstellungen mussten die Spieler erst einmal zu sich und ihrem Spiel finden. Die „Wölfe“ kamen dadurch anfangs besser ins Spiel und ließen den Ball gut in den eigenen Reihen laufen.

In der Anfangsphase standen die Wolfsburger sicher, konnten jedoch nur wenig nach vorn initiieren. Das Spiel schleppte sich in dieser Phase so vor sich hin. Das Geschehen war gezeichnet durch ein mäßiges Tempo.

Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit kamen die Bayern besser ins Spiel und fanden ihren Rhythmus. Durch mehr Gefahr im und um den Strafraum begann sich die typische Münchner Überlegenheit zu entwickeln.

Die Gastgeber verschärften das Tempo und brachten den VFL immer wieder in Schwierigkeiten. Noch scheiterten die Münchner am starken Rückhalt der Wölfe, Max Grün, welcher den angeschlagenen Stammkeeper, Diego Benaglio, vertrat.

Angriff um Angriff rollte nun auf das Tor der Wolfsburger zu. Folgerichtig traf Thomas Müller in der 37. Spielminute nach einer Flanke von Arjen Robben zur 1:0 Pausenführen für den Meister.

Die Bayern kamen aggressiv und voller Tatendrang aus der Pause zurück. Es dauerte nur wenige Minuten, ehe Arjen Robben nach einem Ballgewinn im Mittelfeld und einer Kombination über Müller und Lewandowski, die frühe 2:0 Führung erzielte (47.).

Was die Anfangsphase des ersten Durchgangs vermissen lies, zeigten die zweiten 45 Minuten. Nach dem frühen Tor der Bayern war es der Ex – Münchner, Ivica Olic, welcher nach einem Einwurf in der 52. Spielminute sehenswert ins lange Eck zum Anschluss traf.

Im weiteren Verlauf schraubten die Hausherren ihre Offensivbemühungen zurück. Die Gäste aus Wolfsburg kamen besser ins Spiel und erspielten sich Feldvorteile. Die wohl größte Möglichkeit hatte der junge Belgier, Malanda, welcher den Ball nach einem Lattentreffer aus kürzester Entfernung und leerem Tor, nicht über die Linie bringen konnte (79.).

Die Schlussphase gehörte jedoch erneut den Gastgeber, sodass es den Wolfsburgern nicht gelang noch einmal gefährlich vor Manuel Neuer aufzutauchen und einen möglichen Treffer zum Ausgleich zu erzielen. So blieb es bei einem knappen, aber unter dem Strich verdienten und dominanten Auftakterfolg für den Titelverteidiger.

Fehlentscheidung verhindert deutlicheres Ergebnis

Der Schiedsrichter, Felix Zwayer, aus Berlin zeigte über die komplette Spieldauer eine souveräne und solide Leistung. In einem Spiel, welches er zu keiner Zeit aus den Händen gleiten lies, bewies er wieder einmal mehr seine Klasse.

Jedoch unterlief seinem Gespann und ihm in der 84. Spielminute ein Fehler, welcher zwar den Ausgang des Spiels nicht beeinflusste, jedoch die Höhe des Ergebnisses.

Anzusprechen ist hierbei das reguläre Tor des eingewechselten Neu – Bayerns, Sebastian Rode, welcher mit einem tollen Schuss aus ca. 16 Metern ins lange Eck des Wolfsburger Tores traf.

Der Unparteiische erkannte diesen Treffer jedoch ab, weil Thomas Müller Max Grün entscheidend verwirrte und laut des Schiedsrichtergespanns sich im Abseits befand.

Betrachtet man diese Szene genauer, wird deutlich das Müller im Moment der Ballabgabe, also des Schusses von Rode, nicht im Abseits stand und den Münchnern somit ein reguläres Tor fälschlicher Weise aberkannt wurde. Zwayer leistete sich bei dieser Aktion seinen einzigen Fehler der Partie.

Autor: Tom Wolny

Übersehen von spielentscheidenden Szenen?

Datum: 08.04.2014       

Champions League Viertelfinale: Borussia Dortmund – Real Madrid

In einem hochklassigen und mitreisenden Champions League Spiel verpasst es die Borussia aus Dortmund sich für diese herausragende Leistung entscheidend zu belohnen und scheidet nur denkbar knapp aus der aktuellen Spielrunde aus.

Weidenfeller sorgt für die Initialzündung

Von Beginn an ließ der BVB erahnen, was an diesem Abend ihrerseits passieren sollte. Die Hausherren versuchten früh zu attackieren und so den Spielaufbau der Gäste schnellst möglich zu stören.

Real hingegen agierte die ersten Minuten eben so konzentriert und abgeklärt und passte sich dem frühen Pressing der Dortmunder an, in dem man sehr defensiv stand.

In der 16. Spielminute verstummte das komplette Stadion als die Defensiv – Taktik der Madrilenen aufzugehen erschien. Nach einer Flanke von Coentrao spielte Lukasz Piszczek den Ball im Strafraum mit der Hand – Elfmeter. Doch Roman Weidenfeller parierte diesen Strafstoß von Di Maria und der BVB fand zu einem Spiel, welches seines Gleichen sucht.

Die Dortmunder begannen nun noch früher zu attackieren und setzten die spanischen Gäste mit einem solch enormen Pressing unter Druck, dass diese damit nicht zu recht kamen.

Bereits in der 19. Spielminute vergab Henrikh Mkhitaryan nach toller Vorarbeit von Lewandowski und Reus eine fast schon hundertprozentige Chance zur frühen Führung.

Doch nur wenige Minuten später wurde das Spiel der Borussia belohnt als Reals Verteidiger Pepe nach einem langen Ball der Dortmunder patzte und Reus Casillas ausspielte und zur 1:0 Führung einschob (24.).

Die Gastgeber spielten sich weiter in einen Rausch, der gegen passive und zweikampfschwache Madrilenen unerklärlich schien. In der 32. Minute parierte Casillas einen Kopfball von Mats Hummels, ehe er in der 37. Spielminute das zweite Mal hinter sich greifen musste.

Nach einem Fehler im Aufbauspiel Reals schaltete Marco Reus schnell um und spielte Robert Lewandowski frei, welcher den Ball gekonnt ins lange Eck zur 2:0 Pausenführung schlenzte.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste aus der spanischen Hauptstadt besser ins Spiel und agierten nun selbst in der Offensive. Zweimal Gareth Bale (49./59.), gegen den Weidenfeller toll reagierte und Benzema (64.), der im letzten Moment noch von Hummels gestoppt werden konnte, vergaben gute Chancen auf den Anschlusstreffer.

Dieses Aufbäumen der Spanier hielt nicht lange an und der BVB kam stark zurück ins Spiel und erspielte sich Chance um Chance, die zum Leid der Dortmunder zum Teil kläglich vergeben wurden. Mit einem Dreierpack an sehr guten Möglichkeiten vergaben die Borussen einen weiteren Treffer, um das Hinspielergebnis zu egalisieren.

Zweimal Henrikh Mkhitaryan (65./68.) und einmal Kevin Großkreutz (70.) verpassten es die größte Druckphase der eigenen Mannschaft im zweiten Durchgang zu belohnen.

Im Anschluss an diese Chancen zeigten sich die Folgen des hohen Aufwandes der Dortmunder. In der Schlussphase mussten die Hausherren, geschuldet dieser enormen Energieleistung ihr Tempo etwas zurückschrauben, was Real natürlich entgegen kam.

Immer wieder blieben die Madrilenen in dieser letzten Phase des Spiels gefährlich über Konter, ohne das der BVB auf der anderen Seite noch einmal wirklich gefährlich werden konnte.

So scheidet ein herausragend spielender BVB im Rückspiel gegen Real Madrid aus der Champions – League – Saison 2013/14 nur denkbar knapp aus.

Übersehen von spielentscheidenden Szenen?

Schiedsrichter Damir Skomina aus Slowenien zeigte alles in allem eine solide Leistung. Nur leider lag er in eventuellen spielentscheidenden Szenen nur einmal richtig, jedoch hingegen zweimal falsch.

In der Anfangsphase war es hart, aber richtig als der Unparteiische auf Strafstoß gegen Borussia Dortmund entschied. Auch wenn sich Lukasz Piszczek bei der Flanke von Fabio Coentrao wegdreht und seinen rechten Arm hinter dem Rücken angelegt hat, vergrößert er mit seinem linken Arm seine Körperfläche und blockt somit den Ball im Strafraum.

Bei dieser Aktion lag der Referee richtig, doch beim deutlichen Ellenbogencheck von Sergio Ramos gegen Robert Lewandowski in der 27. Spielminute, als er perfekt auf der Höhe des Geschehens stand, ahndete er diese Situation nicht dem Regelwerk entsprechend. Hierbei er auf eine Tätlichkeit und die rote Karte für Reals Verteidiger entscheiden müssen.

Zu dem ahndete er das Foul vom schon gelb – vorbelasteten Xabi Alonso im zweiten Durchgang nicht, als dieser aus taktischen Mkhitaryan auf Höhe der Mittellinie foulte.

Mit zwei groben Patzern in der Leitung des Spiels, wahrte der Unparteiische nicht die hohe Qualität die dieses Spiel verdient gehabt hätte.

Autor: Tom Wolny

Borussia Dortmund – SSC Neapel

Datum: 26.11.2013
Rückspiele Champions League Gruppenphase (F): Borussia Dortmund – SSC Neapel

Hinter dem Deutschen Meister von 2011 und 2012 liegen schwere Wochen. Den frischesten Rückschlag gab es am vergangenen Wochenende, als man das Spitzenspiel gegen den FC Bayern mit 0:3 verlor. Doch gegen den SSC Neapel war Wiedergutmachung und der Aufbruch in erfolgreichen Wochen angesagt.

Reus erneuter Spielöffner

Dass Tore von Marco Reus den BVB in vielen Spielen der Saison schon zum Start in eine gute Phase des Spiels brachten, ist bekannt. Das deutliche Foul an Lewandowski nach einer Ecke der Borussia ahndete der Unparteiische Schiedsrichter mit einem berechtigten Elfmeter. Sicher und platziert verwandelte der „Spielöffner“ der Dortmunder zur verdienten 1:0 Führung nach 10 Minuten. Diesmal öffnete Reus mit seinem Tor eine wirklich interessante, rassige und gute Champions League Partie.

In der Folge dessen war das Team von Jürgen Klopp deutlich überlegen und spielbestimmend – man drängte auf den Ausbau der Führung. Doch wie schon in den vergangenen Spielen scheiterten gut vorgetragene Spielzüge letztendlich am Abschluss und der schlechten Chancenverwertung. Dadurch behielt die Partie ein ständig hohes Spannungsniveau, denn der SSC aus Neapel blieb immer gefährlich.

In der 14. Spielminute hatte Robert Lewandowski die größte Chance zum 2:0, scheiterte jedoch an sich selbst, in dem er am kurzen Pfosten vorbeischoss. Die größte Gelegenheit der Neapolitaner hatte Neuzugang José Callejón, welcher in der 37. Minute Durm aussteigen ließ und den Ball an den langen Pfosten hämmerte.

Halbzeit zwei bot noch größere Gelegenheiten der Torerzielung für den BVB, doch aufgrund anhaltender schlechter Chancenverwertung dauerte es bis zur 60. Minute als Jakub Błaszczykowski einen Pass von Marco Reus durch die Beine von Pepe Reina zum erlösenden 2:0 schob. Die Gäste kamen durch einen Fehlpass von Sebastian Kehl im Mittelfeld zum Anschlusstreffer, den der eingewechselte Pierre-Emerick Aubameyang mit seinem Tor zu egalisieren wusste und den 3:1 Endstand herstellte.

Albiol und dessen Glück einer Fehlentscheidung

In der 36. Spielminute kombinierte sich der BVB toll aus den eigenen Reihen in Richtung Tor des Gastes aus Neapel. Ein tiefer Ball aus der eigenen Hälfte der Dortmunder auf den überragenden Henrik Mkhitaryan leitet die Fehlentscheidung von Carlos Velasco Carballo ein.

Mkhitaryan stoppte auf Höhe der Mittellinie den Ball, mit Blick zum eigenen Tor, als Innenverteidiger Raúl Albiol ein brutales Foul von hinten in die Beine des Dortmunder Spielgestalters ansetzte. Bei diesem Foul hatte Albiol nie den Hauch einer Chance den Ball zu erreichen ohne seinen Gegenspieler vorher zu verletzten. Die Auslegung der Regel 12 (verbotenes Spiel und sportliches Betragen) des Regelwerks sieht hierbei eine klare rote Karte als Folge einer solchen Aktion vor.

Der Verteidiger des SSC Neapel nahm bei diesem aggressiven Foul eine Verletzung seines Gegenspielers billigend in Kauf und hätte nach FIFA – Regeln somit des Platzes verwiesen werden müssen. Doch Schiedsrichter Carballo ahndete dieses klare „Rote – Karte – Foul“ nur mit Gelb – völlig unverständlich und nicht der Regel entsprechend.

Betrachtet man hingegen die gesamte Linie des Schiedsrichters an diesem Abend, wird deutlich, dass er mit seinen sonst so kleinlichen Entscheidungen den Spielfluss stark hemmte und einschränkte. Eine leider nur überschaubare Leistung des Referees aus Spanien, der wiederholt Schwächen in der Bewertung von Zweikämpfen zeigte.

Autor: Tom Wolny

Schlagworte: Borussia Dortmund, SSC Neapel, Jürgen Klopp, Robert Lewandowski, Marco Reus, Henrik Mkhitaryan, Raúl Albiol, José Callejón, Jakub Błaszczykowski, Pepe Reina, Pierre-Emerick Aubameyang, FC Bayern München, Carlos Velasco Carballo

Borussia Dortmund – FC Bayern München

Datum: 23.11.2013
13. Bundesligaspieltag: Borussia Dortmund – FC Bayern München

In mehr als 207 Ländern wurde das Spitzenspiel der Fußball Bundesliga live übertragen. Borussia Dortmund gegen den FC Bayern München – endlich kam es zum langerwarteten Kräftemessen der beiden Schwergewichte in Deutschland. Knapp 180 Tage nach dem deutsch – deutschen Champions League Finale in Wembley erhoffte sich der BVB eine Revanche für die Niederlage in London.

Chancenplus des BVB in der ersten Halbzeit

Über weite Strecken des Spiels wurde deutlich, dass es sich hier um das Spitzenspiel in Deutschland handelt. Erkennbar waren die taktischen Handschriften der Trainer auf beiden Seiten. Zum einen gab Jürgen Klopp die taktische Anweisung, entgegen aller Erwartungen, nicht so hoch wie gewohnt zu verteidigen, den FC Bayern somit etwas Spielraum zu gewähren und die eigene neuformierte Defensive zu stabilisieren. Zum anderen wollte Pep Guardiola vor allem in Halbzeit eins mehr lange und hohe Bälle in die Spitze sehen, weshalb er auch Mario Mandzukic statt Mario Götze von Beginn an spielen ließ.

Bereits in der dritten Spielminute hatte Robert Lewandowski die große Chance zum 1:0 für die Borussia. Er kam jedoch in Rückenlage und verzog somit seinen Schuss über das Gehäuse des Tores von Manuel Neuer. Wenig später wurde Marco Reus mit dem tollen Dortmunder Kurzpassspiel elegant freigespielt und lief aus halb – linker Position allein auf Neuer zu – das Ergebnis war ein schwacher Abschluss mit dessen linken Fuß, der unseren Nationaltorhüter auf keine große Probe stellte. Auf der anderen Seite kamen die Münchner zu weniger erwähnenswerten Chancen in Durchgang eins. Nur Mario Mandzukic (37. Minute) und Thomas Müller (42. Minute) näherten sich dem Dortmunder Gehäuse an.

Zielstrebigkeit entscheidet das Spiel

Erst in Halbzeit zwei ergaben sich mehr Räume für beide Mannschaften, die der amtierende Deutsche Meister besser zu nutzen wusste. Der unter lärmenden Pfiffen eingewechselte Mario Götze brachte die Bayern in Führung. Nun entwickelte sich ein intensives Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Doch der BVB verspielte gute Chancen leichtfertig in dem man vor dem gegnerischen Tor die Zielstrebigkeit vermissen ließ. Ganz im Gegenteil der FCB. Eiskalt nutzen Arjen Robben (85. Spielminute) und Thomas Müller (87. Spielminute) ihren Chancen und stellten den Endstand von 0:3 her.

Unparteiische Meisterleistung

Unter dem Strich gewinnt der FC Bayern ein intensives Topspiel mit 3:0. Doch dieses Spiel verdankt sein hohes Niveau zu einem Großteil der Spitzenleistung von Manuel Gräfe. Diesmal geht es nicht um die Analyse einer Fehlentscheidung des Mannes in Schwarz, sondern um die Offenbarung der Stärke des Referees an diesem Tag.

Gräfe agierte dauerhaft als Autorität auf dem Platz, stellte sich nicht heraus und fungierte als souveräner und ruhiger unparteiischer Dirigent des Spiels. Er behielt ständig die Kontrolle über ein Spiel mit hohem Tempo und hitzigen Gemütern, ließ zu dem viele Aktionen laufen und unterbrach nur wenn es wirklich notwendig war. Er war somit der Garant für den hohen Spielfluss.

Zu dem bewies er auch in kniffligen Situationen bestes Fingerspitzengefühl. So auch in der ersten Halbzeit bei einer Rangelei zwischen Kevin Großkreuz und Mario Mandzukic, für die beide Spieler die Rote Karte hätten bekommen können, Gräfe die Situation jedoch mit Gelb ahndete und den Spielern die Ernsthaftigkeit der Situation schilderte.

Allein anhand dieser Entscheidung bewies Gräfe höchste Qualität und verdient sich in diesem Spiel die Bewertung seiner Leistung mit Weltklasse. Eine wahre Werbung in größtem Stile für das Schiedsrichterwesen des Deutschen Fußball Bundes.

Autor: Tom Wolny

12. Bundesligaspieltag: VFL Wolfsburg – Borussia Dortmund

Die Borussia hat es in den letzten Tagen sicher nicht leicht. Die unglückliche Niederlage gegen den Tabellenführer der Premiere League, Arsenal London, in denen mehrere strittige Szenen gegen den BVB entschieden wurden und nun das wiederum erfolglose Bundesligaspiel vom Samstag in der „Volkswagen Arena“ beim VFL aus Wolfsburg.

Bissige Wölfe übernehmen das Geschehen

Von Beginn an war deutlich zu erkennen, dass der BVB die Niederlage unter der Woche im Champions – League – Spiel vergessen machen wollte. Dortmund bestimmte jedoch nur die ersten 20 Minuten, in denen nur das Tor zu 1:0 Führung ausblieb. Mehrere gute Chancen wurden vergeben oder zu meist fehlte der entscheidende letzte und somit tödliche Pass, um den Kapitän im Wölfe Tor, Diego Benaglio, entscheidend zu gefährden. Daraufhin bissen sich die Wölfe entscheidend ins Spiel und übernahmen klar die Initiative, kamen aber nicht zu nennenswerten Aktionen.

Einzig ein Kopfball vom Ex – Dortmunder Ivan Perisic, der letztlich ungefährlich am Tor vorbeistrich, sprang dabei heraus. Es dauerte bis zur 45. Minute als ein tolles Freistoßtor die ersehnte, doch unverdiente Führung des BVB herbeibrachte. Ein Foul kurz vorm Strafraum der Gastgeber bot dem Unparteiischen Drews keine andere Wahl als auf Freistoß für Dortmund, aus vielversprechender Position, zu entscheiden. Einer der wohl besten Schützen unserer Zeit, Marco Reus, ließ sich nicht bitten und verwandelte sehenswert zur Pausenführung.

Die zweite Halbzeit ist schnell umrissen. Der Gastgeber aus Wolfsburg kam erneut besser ins Spiel und erzielte mit etwas Glück das 1:1 in der 56. Minute. Der als Flanke gedachte Freistoß aus halbrechter Position vom VFL – Verteidiger Rodriquez fand ohne jeglichen Abnehmer den Weg ins lange Eck des Tores. Das Spiel war wieder offen.

Nur 10 Minuten später setzte sich Ivica Olic stark am rechten Flügel gegen Marcel Schmelzer durch. Olic kann ungehindert am Strafraum in Richtung Mitte des Spielfeldes ziehen und abschließen. Ein toller Schuss schlägt unhaltbar für Roman Weidenfeller an langen Pfosten des Dortmunder Gehäuses und bringt die Autostädter in Führung.

Auftakt einer hektischen Schlussphase war ein Freistoß von Marco Reus, aus ähnlicher Position, wie vor dem 1:0 – doch diesmal knallte der Ball an den linken Winkel des Tores des Schweizer Nationaltorhüters. Nun rannte Dortmund an. Eine nahezu gleiche Situation, wie gegen Arsenal, als das Ziehen von Per Mertesacker an Robert Lewandowski fehlerhafter Weise nicht geahndet wurde, blieb an diesem Tage erneut ungestraft, jedoch zu Recht.

Richtige Entscheidung – fehlerhafte Folgeentscheidung

Nur 120 Sekunden später traf Schiedsrichter Tobias Drews, zum Unglück der Borussen, eine Fehlentscheidung mit Folgen. Robert Lewandowski setzt sich stark gegen drei Gegenspieler durch, wird jedoch vor seinem Torabschluss regelwidrig von Ausgleichstorschütze Rodriguez vom Ball getrennt. Folge – Benaglio kann den Ball sicher aufnehmen, Lewandowski geht zu Boden, kein Elfmeterpfiff, das Spiel wird fortgesetzt.

Schaut man sich diese Szene genauer an, ist eine deutliche und starke Berührung des VFL – Verteidigers am rechten Bein Lewandowskis zu erkennen, welche mit Foul geahndet hätte werden müssen.
Somit verliert der BVB, unterstützt von Fehlentscheidungen, nicht nur das zweite Spiel innerhalb von drei Tagen, sondern auch die Tuchfühlung zu den Bayern aus München und muss nun schnell wieder in die Spur finden, um schon am nächsten Spieltag punkten zu können.

Autor: Tom Wolny

Fehlentscheidung Zweikampf Lewandowski/Mertesacker (92. Spielminute)

Datum: 06.11.2013
Champions League Spiel: Borussia Dortmund gegen FC Arsenal London

Viele Zeichen deuteten vor dem Spiel auf ein wahres Spitzenspiel, nicht nur in der Gruppe, hin. Der Tabellenführer der englischen Premiere League zu Gast beim spielstarken zweitplatzierten der Bundesliga – Borussia Dortmund gegen die „Gunners“ aus London. Doch aus einem vielversprechenden Offensivspektakel entwickelte sich, über weite Strecken des Spiels, ein von Taktik geprägtes Kunststück. Sodass es für den Zuschauer an Anschaulichkeit verlor.

Taktische Meisterleistung

Wie schon angesprochen konnte das Spiel das im Vorfeld versprochene hohe Niveau, zu mindestens in Sachen Anschaulichkeit, leider nicht bestätigen. Der erste Durchgang war geprägt von großartiger und eiserner Disziplin, sowie einem hohen taktischen Niveau. In Folge dessen waren Chancen auf beiden Seiten Mangelware.
Die einzig erwähnenswerte Aktion erspielten sich die Borussen aus Dortmund.

Ein sehenswerter Spielzug am rechten Flügel spielte Henrikh Mkhitaryan wunderbar frei. Der Offensivakteuer des BVB zog ungehindert von halb – rechts in Richtung Wojciech Szczesny. Doch der Armenier schloss zu hektisch ab und sein Schuss verfehlte das Tor um knapp zwei Meter.

Zurück aus den Kabinen erhöhten die Gastgeber den Druck – einen Kopfball von Reus parierte der sichere polnische Rückhalt der Londoner stark. Auf Seiten der Gunners war bis zu diesem Zeitpunkt keine nennenswerte Aktion zu verbuchen. Bis zur 62. Minute als ein guter Angriff über Özil und Giroud im Fünf – Meter – Raum von Ramsey eingeköpft wird. Dortmund verfiel in einen Schockzustand, Arsenal errang nun deutliches Übergewicht.

Mit Glück und Können vereitelte Roman Weidenfeller zwei weitere gute Chancen des Gastes von der Insel. Dortmund gelang es bis zum Schluss nicht ein Tor zu erzielen. Eine bis dahin gute Schiedsrichterleistung sollte in der 92. Minute an Makellosigkeit verlieren. In jener Minute begann Schiedsrichter Björn Kuipers seinen einzigen Fehler, der wohl den Spielausgang entscheidend beeinflusste.

Fehlentscheidung verhilft Arsenal zu drei Punkten

Blickt man auf die besagte Minute der Nachspielzeit im „Signal Iduna Park“, sieht man eine Flanke aus dem rechten Halbfeld geschlagen von Kevin Großkreuz. Auf Höhe des „11 – Meter – Punktes“ kommt es zum Zweikampf zwischen Robert Lewandowski und Per Mertesacker. Lewandowski dreht sich mit viel Geschick um Mertesacker, um mit dem rechten Fuß den Ball aus der Luft zu holen.

Mertesacker wohl mit dieser tollen Zweikampfführung des Polen überfordert, zieht klar erkennbar an den Schultern des Dortmunder Stürmers. Dieser gerät dadurch aus dem Gleichgewicht und geht zu Boden. Doch der gut stehende Schiedsrichter Björn Kuipers, sowie sein Assistent auf der Grundlinie erkennen das klare und regelwidrige Ziehen des Londoner Verteidigers nicht als Foul an – Fehlentscheidung.

In dieser Situation muss ein Elfmeterpfiff erfolgen und dem BVB den verdienten Strafstoß bringen. Das Dortmunder Publikum, sowie die Spieler protestierten zu Recht, jedoch, wie zu erwarten, ohne Erfolg.

Somit wurde ein besserer BVB – zu mindestens im zweiten Durchgang – um den verdienten Ausgleich gebracht. Dadurch stehen die Jungs von Jürgen Klopp nun vor dem schweren Heimspiel gegen Neapel stark unter Druck und müssen um das Weiterkommen in ihrer Gruppe zittern.

Autor: Tom Wolny