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Fehlende Linie

Datum: 18.10.2014

8. Bundesligaspieltag: VFB Stuttgart – Bayer 04 Leverkusen

In einem völlig verrückten und spannenden Spiel trennen sich der Gastgeber VFB Stuttgart und die Gäste der Werkself aus Leverkusen 3:3 Unentschieden.

Leverkusen lässt Punkte liegen

Bereits mit dem ersten Angriff der Werkself klingelte es das erste Mal im Tor der Stuttgarter. Brandt passte auf Kießling, welcher nach einem Rempler von Niedermeier zu Boden ging. Dies ließ Schiedsrichter Zwayer jedoch weiterlaufen. Der Ball landete bei Son, welcher Verteidiger Rüdiger und Kirschbaum im Tor geschickt aussteigen ließ und schob so zur frühen 1:0 Führung der Gäste ein.

Es sollte jedoch noch schlimmer für die Gastgeber und ihren Torhüter kommen. Nach einem verunglückten Klärversuch dessen, landete der Ball knapp 25 Meter vor dem Tor bei Son, welcher den Ball mit der Brust annahm und in einem hohen Bogen abschloss. Der Ball senkte sich in der 9. Spielminute zum 2:0 im Tor der Gastgeber.

Nach einer knappen Viertelstunde nahm der Druck der Gäste etwas ab. Doch man merkte den unsicheren Stuttgartern die beiden Treffer aus der Anfangsphase der Partie deutlich an. Immer wieder offenbarte die Defensive große Lücken und Abstimmungsprobleme.

Kurz vor dem Pausenpfiff läutete die Zeit des Neu – Nationalspielers Karim Bellarabi ein. Zunächst scheiterte dieser in der 38. Spielminute nach einem verunglückten Schussversuch noch an sich selbst, ehe er nur wenig später nach einem Doppelpass mit Son und dem anschließenden Antritt gleich vier Gegenspieler narrte und folgend zur 3:0 Halbzeitführung seiner Mannschaft vollendete.

Nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern ein völlig verändertes Bild. Die Gastgeber übernahmen sofort die Initiative und suchten ihr Heil in der Offensive. In der 57. Spielminute war es Martin Harnik, welcher mit seinem Kopfball den Anschluss für seine Mannschaft herstellte. Dies gab dem VFB den notwendigen Auftrieb.

Nach einer Standartsituation, einer Flanke des VFB schaffte es die Gastgeber sogar auf 2:3 zu verkürzen. Den abgewehrten Flankenball klärte Leno zentral. Dort stand Klein, welcher aus 24 Metern wuchtig und genau neben den rechten Pfosten abschloss (67.).

Damit war eine atemberaubende Schlussphase eingeläutet. Der kurz zuvor eingewechselte Kostic zirkelte einen Freistoß fast von der Torauslinie mit Schnitt und Wucht an den langen Pfosten, wo Harnik aus kürzester Distanz das schwäbische Comeback perfekt machte (76.). Auch wenn der VFB in der Schlussphase einem weiteren Tor näher war als die Gäste aus Leverkusen, blieb es bei einem gerechten Unentschieden aufgrund zwei völlig unterschiedlicher Halbzeiten.

Fehlende Linie

Der Schiedsrichter Felix Zwayer aus Berlin passte sich dem durchaus schlechten Niveau der Stuttgarter aus Durchgang eins förmlich an. Der Referee fand stets keine klare Linie bei persönlichen Strafen.

So hätte beispielweise Toprak bereits nach zwei Minuten die Gelbe Karte sehen müssen und folgerichtig in der 86. Spielminute nach einem Halten an Kostic, Gelb – Rot.

Des Weiteren zeigte der Unparteiische aus Berlin eine schlechte Zweikampfbewertung und erwies sich so schlechter Leiter einer unterhaltsamen Bundesligapartie.

Autor: Tom Wolny

Real Sociedad – Bayer 04 Leverkusen, Tom Harald Hagen ahndet 2x mit Gelb

Datum: 10.12.2013
6. Spieltag Champions League (A): Real Sociedad – Bayer 04 Leverkusen

Nach einem nervösen ersten Durchgang der Werkself löste der zeitige Führungstreffer nach Wiederanpfiff alle Verkrampfungen im Spiel. Durch das Tor von Ömer Toprak erreicht Bayer 04 Leverkusen die K.O. – Runde der diesjährigen Champions League Saison.

Chancenreiches Spiel auf überschaubarem Niveau

In den ersten 10 Minuten dieser letzten Vorrundenbegegnung ereignete sich ein gleichverteiltes Spiel, welches sich vorrangig im Mittelfeld abspielte, bei dem sich beide Mannschaften zunächst gegenseitig abtasteten. In der 11. Spielminute setzte Leverkusen in Person von Gonzalo Castro ein erstes Ausrufezeichen. Dessen scharf angeschnittener Freistoß zirkelte an den Innenpfosten des Tores der Spanier. Doch weitere Torchancen blieben aus, da Bayer Tempo und Zielstrebigkeit vermissen ließ.

Doch auch der Gast aus Spanien blieb durch unpräzises Passspiel harmlos in ihren Offensivbemühungen. Das Spiel des Tabellenzweiten der Bundesliga blieb ziemlich zerfahren, verkrampft und mit einer hohen Fehlerquote bestückt. Außerdem bot Leverkusen ein schwaches Defensivverhalten auf, welches harmlose Spanier gefährlich werden ließ. So kam Sociedad Angreifer Griezmann zu guten Chancen, die Bernd Leno jedoch parieren konnte (30./35.).

Der zweite Durchgang begann mit einem Paukenschlag durch die Werkself. Ömer Toprak erzielte im Nachsetzten das so wichtige 1:0 nach einer Castro – Ecke (49.). Sichtlich beflügelt von diesem Tor und mit gestärktem Selbstvertrauen war Bayer nun besser im Spiel. Das Team von Sami Hyypiä ließ Ball und Gegner nach Belieben laufen.

Der Gast aus Leverkusen spielte jetzt auf die Entscheidung, doch ging fahrlässig mit seiner Chancenverwertung um. Die Folge war, dass sich der Gastgeber aus seinem Loch erhob und mit guten Chancen auf den Ausgleich drängte (65./73.).

Doch Bernd Leno parierte mehrmals gut und hielt zusammen mit Leverkusens vereinzelten Angriffen die drei Punkte in der Schlussphase der Begegnung fest. Damit zieht Bayer als eines der vier deutschen Teams in die K.O. – Runde ein.

Norweger und dessen Zweikampfbewertung

Als der Unparteiische Schiedsrichter Tom Harald Hagen aus Norwegen gefordert war, zeigte er sich überfordert. Er ahndete gleich zwei grobe Foulspiele mit Gelb, welche zwingend mit Rot hätten bewertet werden müssen.

Zum einen beurteilte er das überharte Foul von Sociedads Kapitän Ansotegi an Emre Can (76.) ebenso falsch, wie das Einsteigen von Gaztañaga gegen Kruse in der Nachspielzeit. Ansotegi stieg mit gestrecktem Bein völlig übermotiviert, eine Verletzung billigend in Kauf nehmend, gegen Can ein. Dies grenzte nahezu an Körperverletzung.

Regel 12 der Fifa – Statuten besagt in einer solchen Form des Fouls, klar eine Rote Karte und somit den Verweis des Spielers vom Spielfeld.
Anhand der Beurteilung beider Aktionen wird die mangelhafte Zweikampfbewertung des Referees aus Norwegen deutlich und sind als grobe Fehler einzustufen. Desweiteren agierte er mit einer unklaren Linie, zu der er erst späterkennbar im Spiel fand.

Unter dem Strich bleibt somit eine durchwachsene und schwache Vorstellung des Schiedsrichters stehen.

Autor: Tom Wolny