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Gute Schiedsrichterleistung von Bastian Dankert

Datum: 03.02.2015

19. Bundesligaspieltag: FC Bayern München – FC Schalke 04

Wie schon im Hinspiel gelingt es gut aufspielenden Schalkern, dem amtierenden Meister Punkte zu nehmen und sich Auswärts in der Allianz – Arena einen Punkt zu sichern.

Höhepunktarme Begegnung

Die Begegnung benötigte einige Minuten, um wirklich Fahrt aufzunehmen. Doch anschließend an diese kurze Abtastphase war es das erhoffte Spitzenspiel. Die Münchner erspielten sich in der Folgezeit Eckball um Eckball, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden.

Nach einer ersten Chance von Schalkes Meyer, war es Sidney Sam, der einen tiefen Ball hinter der hochstehenden Bayerndefensive erlief und frei vor Manuel Neuer auftaucht. Den Klärversuch in letzter Sekunde von Jerome Boateng bestrafte Schiedsrichter Bastian Dankert mit der roten Karte für den Weltmeister. Den fälligen Strafstoß vergab Schalkes Choupo – Moting kläglich (18.).

Im weiteren Verlauf ebbte die Begegnung deutlich ab. Dem Rekordmeister war eine leichte Verunsicherung an zu merken. Die Münchner mussten sich erst einmal neu sortieren. Der Gast aus Westfalen hingegen, lauerte auch in Überzahl auf die Fehler der Gastgeber und agierte tief stehend.

Nach einem Höhepunktarmen erstem Durchgang kamen die Mannschaften motiviert aus den Kabinen. Doch am tristen Spielverlauf aus der ersten Halbzeit änderte sich nichts. Die Münchner hatten einen hohen Ballbesitz und ließen den Ball wie gewohnt gut in den eigenen Reihen laufen.

Der erste Aufreger der Partie führte gleich zum ersten Tor. Nach dem ein abgefälschter Ball von Lewandowski im Tor der Knappen landete, entschied sich der Unparteiische gegen das Tor und gab Eckball für den Hausherren.

Die anschließende Ecke verwandelte Arjen Robben mit dem Kopf, völlig freistehend zum 1:0 in der 67. Minute.

Allerding hielt der Jubel des Rekordmeisters nicht lang an. In Überzahl agierend schöpften die Schalker nun mehr Mut und veredelten, in Person von Benedikt Höwedes, ebenfalls einen Eckball zum Ausgleich (72.).

Leider blieben diese Minuten die unterhaltsamsten des gesamten Spiels. Nach den beiden Toren binnen weniger Sekunden, konnten beide Teams keine gefährlichen Aktionen mehr generieren. Sodass es bei einem 1:1 Unentschieden blieb.

Gute Schiedsrichterleistung

Schiedsrichter Bastian Dankert hatte an diesem Spieltag keine großen Aktionen zu beurteilen. Da sich das Spiel auf einem überschaubaren Niveau und geringem Tempo abspielte, kam der Unparteiische aus Rostock nie wirklich in Verlegenheit falsche Entscheidungen zu treffen.

Die einzige knifflige Situation löste Dankert richtig und souverän. Als Boateng gegen Sam die Notbremse zog, entschied der Referee richtig und zeigte dem Deutschen die rote Karte und entschied auf Elfmeter.

Doch leider entschied der Schiedsrichter aus Rostock in der 66. Spielminute falsch und erkannte das regelkonforme Tor der Münchner nicht an. Der Ball war nicht in vollem Umfang über der Grundlinie. Somit hätte das Tor zählen müssen, davon abgesehen, dass die anschließende Ecke dennoch den Torerfolg für die Bayern brachte.

Autor: Tom Wolny

Enttäuschende Schiedsrichterleistung

Datum: 20.09.2014

4. Bundesligaspieltag: FC Schalke 04 – Eintracht Frankfurt

In einer ereignisreichen und aufregenden Bundesligabegegnung kämpft sich der Gastgeber nach einem tollen Start der Frankfurter Eintracht mit zwei Toren um den Pausenpfiff zurück in das Spiel.

Turbulente Partie

Die Gäste aus Hessen begannen forsch und strebten ein zielstrebiges Spiel nach vorn an. Prompt brachte die erste gute Möglichkeit der Frankfurter schon den ersehnten Erfolg.

Nach einem übersehenen Handspiel von Schalkes Ayhan und des in dieser Auslegung der Situation folgerichtigen Eckballs, war es Alexander Meier, welcher den Ball  nach einer Flanke von Djakpa und einem verunglückten Klärversuch von Boateng zum 1:0 für Frankfurt über die Linie drückte (14.).

Im weiteren Spielverlauf gelang es den „Knappen“ nicht spielerische Mittel zu finden, um den Gästen wirkliche Parole zu bieten. Ganz im Gegenteil: die Hessen zeigten sich weiterhin überlegen und erzielten so auch Treffer zwei.

In der 24. Spielminute war es Russ, welcher sich gleich gegen zwei Schalker durchsetzte und maßgenau mit einem technisch anspruchsvollen Außenristschuss zur 2:0 Führung einnetzte.

Erst mit diesem Zwei – Tore – Rückstand entwickelten die Gelsenkirchener einen Plan um der Defensive der Frankfurter gefährlicher zu werden. Doch die Möglichkeiten von Aogo und Meyer brachte nicht den gewünschten Torerfolg.

Jedoch gelang den Gastgebern mit großzügiger Unterstützung des Unparteiischen vor der Pause der Anschlusstreffer. Nach einer überzogenen Handelfmeterentscheidung war es Choupo – Moting, welcher den fälligen Strafstoß per Lupfer verwandelte (40.).

Zurück aus den Kabinen war es der S04, der sofort zielstrebiger und agiler wirkte. Mit diesem Schwung schafften es die Schalker  mit dem Tor kurz vor der Halbzeit und einem  Weiteren nur wenige Minuten nach der Halbzeit die Führung der Gäste aus Frankfurt zu egalisierten.

Nach einer Flanke des Torschützen der Schalker aus Durchgang eins, war es Julian Draxler, welcher den Ausgleich per Kopf markierte (50.).

Gerade als die Gastgeber dominanter wurden und auf die Führung drängten, schwächte sie sich selbst. Erst sah Boateng wegen eines taktischen Fouls seine zweite Gelbe Karte (61.), bevor sich Torschütze Draxler zu einer Tätlichkeit hinreisen lies (71.) und so die zweite Rote Karte binnen weniger Minuten sah.

In der Schlussphase versuchte sich die nun in Überzahl agierende Eintracht nochmals mit Offensivaktionen. Doch scheiterte an eigener Ideenlosigkeit und fehlendem Tempo.

Das Ende der Begegnung besiegelte nicht ein weiterer Treffer, sondern ein weiterer Platzverweis. Auch die Eintracht dezimierte sich in den Schlussminuten (85.).

Enttäuschende Schiedsrichterleistung

Der Unparteiische Markus Schmidt aus Stuttgart erwischte einen eher gebrauchten Tag. Der Schiedsrichter enttäuschte auf ganzer Linie.

Trotz der drei korrekten Platzverweise unterliefen dem Referee aus Stuttgart mehrere spielentscheidende Fehler und schmälern seine Leistung so erheblich.

Seine Auslegung der Handspiele erwies sich stets als falsch. Zunächst hätte das Eingreifen Ayhans in der 14. Spielminute mit Elfmeter und nicht mit Eckball geahndet werden müssen. Denn der junge Innenverteidiger der Schalke agierte aktiv mit seinem Arm und verhinderte so einen möglichen Treffer.

Der Strafstoß durch Medojevics vermeintliches Handspiel wurde zu Unrecht gepfiffen. So griff Schiedsrichter Markus Schmidt gleich zweimal entscheidend in den Spielverlauf ein.

Des Weiteren drohte dem Unparteiischen die Partie in den turbulenten Schlussminuten vollends aus den Händen zu gleiten. Er verlor mehr und mehr die Kontrolle über das Spiel.

Autor: Tom Wolny

Entscheidender Fehler

Datum: 17.09.2014         

Champions League Gruppenphase: FC Chelsea London – FC Schalke 04

Dank einer geschlossenen und intakten Mannschaftsleistung gelingt es dem FC Schalke 04 einen wichtigen Punkt aus London zum Auftakt in die neue Champions League Saison zu entführen. Trotz eines klaren Chancenplus auf Seiten der Gastgeber sichert Torjäger Huntelaar mit seinem Ausgleichstor den Punkt.

Wichtiger Punktgewinn

Die Gastgeber kamen mit viel Tempo und Elan aus der Kabine und setzten die Gäste aus Gelsenkirchen schon früh unter Druck. Hingegen der FC Schalke 04 war auf die Sicherheit und Staffelung der eigenen Defensive bedacht.

Dennoch gingen die Blues früh in diesem Spiel in Führung. Bereits in der 10. Spielminute war es Cesc Fabregas, welcher nach einem tollen Doppelpass mit Eden Hazard frei vor Schalkes Schlussmann, Ralf Fährmann, nur noch einzuschieben brauchte.

In den Folgeminuten war es den „Knappen“ anzumerken, dass sie den frühen Rückstand zunächst verdauen mussten. So war es der FC Chelsea, welcher immer wieder, insbesondere über die linke Angriffsseite und Hazard, gefährlich in den Strafraum von Fährmann eindrang.

Die Initialzündung gab Schalkes Sam, welcher mit einem Distanzschuss den Rückhalt der Blues das erste Mal prüfte. In der Folge dessen kamen die Gäste besser ins Spiel, weil der Gastgeber schlechter verteidigte und so mehr Räume zum Spielen gewährte.

Im weiteren Verlauf der ersten 45 Minuten fanden die Londoner eher sporadisch den Weg nach vorn, blieben aber weiterhin extrem gefährlich. Auf Seiten der Schalker waren es Draxler und Boateng, welche gute Chancen auf den Ausgleich nur denkbar knapp vergaben.

Zurück aus den Kabinen zeigten sich die Hausherren erneut sehr dominant. In der 49. Und 60. Spielminute war es Didier Drogba, welcher es mit seinen guten Möglichkeiten verpasste, das Ergebnis zu erhöhen und so das Spiel bereits in eine entscheidende Richtung zu lenken.

Dieser schlechte Umgang mit Chancen sollte sich nur wenige Augenblicke später rächen. Nach Huntelaars Balleroberung in der eigenen Hälfte und der Kombination mit Draxler war der Niederländer plötzlich in gefährlicher Schussposition vor dem Tor der Blues.

Diese Position nutzte der Top Torjäger der Gelsenkirchener und egalisierte mit seinem platzierten Schuss die Führung der Gastgeber (62.).

Nach einigen Minuten der Sammlung und neuer Konzentration durch die Blues, setzten diese zu einer Schlussoffensive an.

Doch in den verbleibenden 20 Minuten kämpften die Schalker aufopferungsvoll und hatten zu dem etwas Glück, dass die Londoner ihre Chancen durch Remy (76.), Hazard (83.) und Terry (90.) nicht nutzten.  So blieb es bei dem zufriedenstellenden Unentschieden zwischen dem FC Chelsea und Schalke 04.

Entscheidender Fehler

Eigentlich gibt es nicht viel an der Leistung des Unparteiischen aus Kroatien auszusetzen. Schiedsrichter Ivan Bebek hatte diese gesamt sehr faire Begegnung zu jeder Zeit im Griff und befand sich stets auf der Höhe des Geschehens.

Doch ein spielbeeinflussender und grober Fehler unterlief dem Referee aus Kroatien. Vor dem Führungstor des FC Chelsea übersah der Unparteiische jedoch das klare Foulspiel vom Torschützen Fabregas an Meyer, welcher dadurch den Ballverlust praktizierte und so das Gegentor einleitete.

Alles in allem bleibt aber eine solide und unaufgeregte Schiedsrichterleistung von Ivan Bebek festzuhalten.

Autor: Tom Wolny

Christian Dingerts souveräne Schiedsrichterleistung

Datum: 11.04.2014         

30. Bundesligaspieltag: FC Schalke 04 – Eintracht Frankfurt

Der FC Schalke 04 sichert seinen Champions League Platz in der Tabelle mit einem wichtigen Heimerfolg gegen formstarke Frankfurter. Ein Spiel, welches im ersten Durchgang recht schwer und zäh wirkte, nahm in den zweiten 45 Minuten an Fahrt auf und bescherte den Schalkern drei Punkte.

Toller Auftakt des 30. Spieltages

Die Partie startet mit vielen Zweikämpfen und einer hohen Präsenz beider Mannschaften im Mittelfeld. Die Gastgeber fanden mehr über den Ballbesitz in ihr Spiel und der Gast aus Frankfurt zeigte sich vor allem über blitzschnelles Umschaltspiel nach Balleroberung immer wieder gefährlich.

Ohne jedoch Tormöglichkeiten zu kreieren spielte sich das Geschehen hauptsächlich in der neutralen Zone ab, weil auch die Gastgeber nicht wirklich eine zündende Idee hatten, gefährlich vor das Tor von Kevin Trapp zu kommen.

Über ein Wechselspiel der Offensivpositionen der Schalker kam etwas Leben und Bewegung in das bis dahin zähe Spiel. Prompt wurde es gefährlich. Nach einer Flanke von Max Meyer brachte der Topstürmer der „Knappen“, Klaas – Jan Huntelaar, einen Kopfball auf Trapp, welcher diesen mit einem Glanzreflex an die Latten lenken konnte.

Die Schalker traten in der Schlussphase deutlich präsenter und spielbestimmender als noch in den Anfangsminuten auf, wussten dies jedoch nicht in Torraumszenen umzuwandeln. So endete der erste Durchgang torlos Unentschieden.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit änderten die Gastgeber ihr Auftreten komplett. Mit deutlich besserer Spielanlage verlagerten sie ihr Spiel in die Hälfte der Gäste, von denen kaum noch Offensivakzente zu sehen waren.

Gute Chancen durch Neustädter (50.) und Draxler (51./54.) blieben zunächst ungenutzt, ehe der sich der Druck in der 59. Spielminute für das Team von Jens Keller bezahlt machte.

Nach einem strammen Distanzschuss von Kolasinac an den Pfosten scheiterte Huntelaar erst noch an Trapp, der den Ball mit der Faust abwehren konnte, aber die Folgeaktion, welche sich für Max Meyer mit einem Nachschuss aus sechs Metern offenbarte, nutzte der Youngstar zur 1:0 Führung.

Dieser Treffer wirkte förmlich wie ein Dosenöffner dieser Partie. In der Folgezeit erspielten sich die Hausherren Chance um Chance, sogar ein zurückgenommenes Tor und eine verschossener Elfmeter machten dieses Spiel in den zweiten 45 Minuten zu einem unterhaltsamen und gelungenen Auftakt des 30. Spieltages.

Danach beruhigt sich das Geschehen auf dem Rase etwas, bis es in die letzten 10 Minuten ging. Die Eintracht startete nun ihre Schlussoffensive ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden und die Königsblauen machten den Deckel auf dieses Spiel. Jefferson Farfan zirkelte einen Freistoß auf 20 Metern unhaltbar zum 2:0 Endstand in die Maschen (90.+ 1).

Lob für den Unparteiischen

Entgegen vieler falscher und problembereitender Entscheidungen durch die Schiedsrichter in den letzten Wochen, zeigte Christian Dingert eine sehr souveräne und ansprechende Leistung.

In einem Spiel, dass kaum Zündstoff bot, löste er die kleinen wenigen Auffälligkeiten stets richtig und gekonnt.

Zum einen war es richtig auf Strafstoß für Schalke zu entscheiden, da den „Knappen“ in dieser Situation in der zweiten Hälfte klar eine Tormöglichkeit durch regelwidriges Verhalten genommen wurde.

Zum anderen war die Entscheidung des Unparteiischen auch richtig, als er das Tor von Julian Draxler in der 61. Spielminute wegen einer Abseitsstellung zurücknahm.

Auch wenn Schiedsrichter Dingert in dieser Situation womöglich passiv den ersten Videobeweis der Bundesligageschichte zu Rate zog, worüber sich nur spekulieren lässt, ist diese Leistung des Referees aus Lebecksmühle als wirklich herausragend und gut zu bewerten, da er sich stets auf der Höhe des Geschehens präsentierte.

Autor: Tom Wolny