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Unsicherer Schiedsrichterauftritt

Datum: 27.09.2014

6. Bundesligaspieltag: SC Paderborn – Borussia Mönchengladbach

Die über weite Strecken überlegene Borussia aus Mönchengladbach setzt sich am Ende verdient gegen den Aufsteiger aus Paderborn durch und fügt den Gastgebern die erste Heimniederlage der noch jungen Saison zu.

Gladbach abgeklärt

Der SC Paderborn schien die erste Niederlage der Saison gut verdaut zu haben. Die Gastgeber präsentierten sich von der ersten Minute dieser Begegnung offensiv bemüht und versteckten sich zu keiner Zeit.

Mit einer hohen Laufbereitschaft, toller Zweikampfführung und langen Bällen in die Spitze beeindruckten die Westfalen den Gast aus Gladbach.

Doch nach acht Minuten, wie aus dem Nichts, schlug die Borussia eiskalt im Stile einer Spitzenmannschaft zu. Einen Konter über Traore und Hrgota, welcher im Strafraum nur noch einmal quer legte, vollendete Patrick Herrmann zur 1:0 Führung.

Nur wenige Minuten später zahlte der Sportclub erneut Lehrgeld und kassierte das nächste Gegentor. Nach einer Flanke von Herrmann war es Raffael, welcher zunächst mit seinem Kopfball an Kruse im Tor der Paderborner scheiterte. Beim anschließenden Nachschuss war der Schlussmann jedoch machtlos (14.).

Im weiteren Verlauf der ersten 45 Minuten spürte man die nun aufkommende Sicherheit der Fohlen. Die Gäste, mit dem Zwei – Tore – Vorsprung im Rücken, ließen Ball und Gegner laufen. Gladbach kontrollierte das Geschehen.

Bis zum Seitenwechsel änderte sich nichts an diesem Bild, doch die Nullsiebener blieben stets gefährlich. Auf beiden Seiten ergaben sich gute Möglichkeiten das Ergebnis bis zum Pausenpfiff nochmals zu korrigieren.

Zurück aus den Kabinen knüpften die Gäste sofort an ihr Spiel aus dem ersten Durchgang an. Mit viel Ballbesitz, einer grundsoliden Defensivleistung und einer gekonnten Spielverlagerung in die gegnerische Hälfte kontrollierten die Fohlen die Partie.

In der 64. Spielminute verpassten es die überlegenen Gäste den sprichwörtlichen Deckel auf diese Begegnung zu machen. Nur wenige Minuten später gelang es den Gastgebern so, die Führung noch einmal zu verkürzen.

Nach einer Einzelleistung am rechten Flügel von Moritz Stoppelkamp, war es Wemmer, welcher im Zentrum die Flanke seines Mitspielers direkt verwandelte (70.).

Damit zeigte sich eine wieder völlig offene Schlussphase. Die Gastgeber drängten noch einmal energisch nach vorn und spielten auf den Ausgleich. Jedoch blieb es bei dieser Drangphase, welche nicht mit einem Tor belohnt wurde und der Sieg somit unter dem Strich verdient an die Gladbacher Borussia ging.

Unsicherer Schiedsrichterauftritt

Der Schiedsrichter Marco Fritz zeigte eine sehr durchwachsene Leistung an diesem Tag. Im gesamten Spiel wirkte der Unparteiische aus Korb unsicher und hatte die Partie oft nicht wirklich unter Kontrolle.

Bereits nach 30 Minuten unterlief ihm der erste Fehler. Nach dem Foul von Hünemeier an Herrmann hätte er den Sünder mit Gelb verwarnen müssen, um dem Spiel die notwendige Ruhe zu verleihen.

Bei einer weiteren Aktion in der ersten Halbzeit entschied er wieder falsch, hatte jedoch aufgrund der Aufrichtigkeit von Paderborns Kutschke Glück, dass der Stürmer die Fehlentscheidung korrigierte.

Auf der anderen Seite bewies Fritz wahre Größe und Mut als er dieser Geste des Paderborners zustimmte und seine Entscheidung revidierte.

Autor: Tom Wolny

Hervorragende Schiedsrichterleistung

Datum: 02.09.2014

Bundesligaspieltag: FC Schalke 04 – FC Bayern München

Der FC Schalke 04 und der FC Bayern München trennen sich im Topspiel des zweiten Spieltages am Samstagabend mit einem gerechten 1:1 Unentschieden. Damit besiegten die Knappen auch ihren Fluch, noch nicht gegen ihren Ex – Torhüter getroffen zu haben.

Gerechte Punkteteilung

Von Beginn an ließen die Gäste keine Zweifel über ihr Vorhaben. Der deutsche Rekordmeister stand von Anfang der Partie sehr hoch und agierte mit allen 10 Feldspielern in der gegnerischen Hälfte.

Dabei schnürten die Münchner die Knappen ein und ließen keinen Platz für Entlastungsangriffe. In den ersten Minuten dieser Begegnung war es einzig und allein Ralf Fährmann im Tor der Schalker zu verdanken, dass es noch 0:0 Unentschieden stand.

Doch bereits in der 10. Spielminute war auch der bärenstarke Schalker Rückhalt ohne jegliche Abwehrchance. Nach einem Doppelpass zwischen Rode und Lewandowski war es der Ex – Dortmunder, welcher sein erstes Saisontor für den neuen Arbeitgeber erzielte.

In der Folgezeit warfen die Bayern ihre Passmaschine an und ließen Ball und Gegner nach Belieben laufen, ohne jedoch wirklich Gefahr vor dem Schalker Tor zu entwickeln.

In der Phase vor der Halbzeit nahmen die Münchner das Tempo etwas aus dem eigenen Spiel und ließen die Knappen kommen.

Auch in den zweiten 45 Minuten arbeiten die Bayern nur auf Sparflamme und investierten nur das Nötigste. Die Folge dessen war, dass sich die Gastgeber mehr und mehr Spielanteile sicherten und nun eigene Offensivaktionen kreierten.

Nach einer Standardsituation schafften die Königsblauen den verdienten Ausgleich. In der 62. Spielminute war es Benedikt Höwedes, welcher den Ball nach einem verunglückten Klärungsversuch von Bayerns Dante von Xabi Alonso ab bekam und den Ball so in das gegnerische Tor beförderte.

Im weiteren Verlauf des zweiten Durchgangs gelang es dem Rekordmeister nicht den Schalter umzulegen und wieder mehr für das Spiel zu investieren. Auf der anderen Seite schraubte S04 seine Offensivbemühungen zurück und konzentrierte sich wieder auf die Defensive.

So kam es dazu, dass sich beide Teams im Mittelfeld neutralisierten und es sich kaum noch erwähnenswerte Aktionen auf dem Spielfeld ereigneten.

Hervorragende Schiedsrichterleistung

Schiedsrichter Marco Fritz aus Korb zeigte eine herausragende Leistung in einer sehr schwer zu leitenden Partie. Der Unparteiische befand sich zu jeder Zeit auf der Höhe des Geschehens und regelte diverse knifflige Situationen souverän.

Hinzukommend lag der Referee aus Korb beim 1:1 Ausgleichstreffer richtig diesen anzuerkennen, auch wenn Höwedes den Ball mit dem Arm im Tor unterbrachte, jedoch hierbei keine Absicht zu unterstellen und keine aktive Bewegung des Armes zum Ball zu erkennen ist.

Einzig die Situation zwischen Julian Draxler und Rode ahndete der Referee fehl. Das Einsteigen Draxlers mit offener Sohle und gestrecktem Bein muss zwingend mit einer gelben Karte geahndet werden und hätte somit für Draxler den Verweis vom Spielfeld bedeutet.

Doch alles in allem bleibt eine souveräne und tolle Schiedsrichterleistung des Unparteiischen bestehen, welche nur etwas von dieser Fehlentscheidung beeinträchtigt wird.

Autor: Tom Wolny