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Gute Schiedsrichterleistung von Bastian Dankert

Datum: 03.02.2015

19. Bundesligaspieltag: FC Bayern München – FC Schalke 04

Wie schon im Hinspiel gelingt es gut aufspielenden Schalkern, dem amtierenden Meister Punkte zu nehmen und sich Auswärts in der Allianz – Arena einen Punkt zu sichern.

Höhepunktarme Begegnung

Die Begegnung benötigte einige Minuten, um wirklich Fahrt aufzunehmen. Doch anschließend an diese kurze Abtastphase war es das erhoffte Spitzenspiel. Die Münchner erspielten sich in der Folgezeit Eckball um Eckball, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden.

Nach einer ersten Chance von Schalkes Meyer, war es Sidney Sam, der einen tiefen Ball hinter der hochstehenden Bayerndefensive erlief und frei vor Manuel Neuer auftaucht. Den Klärversuch in letzter Sekunde von Jerome Boateng bestrafte Schiedsrichter Bastian Dankert mit der roten Karte für den Weltmeister. Den fälligen Strafstoß vergab Schalkes Choupo – Moting kläglich (18.).

Im weiteren Verlauf ebbte die Begegnung deutlich ab. Dem Rekordmeister war eine leichte Verunsicherung an zu merken. Die Münchner mussten sich erst einmal neu sortieren. Der Gast aus Westfalen hingegen, lauerte auch in Überzahl auf die Fehler der Gastgeber und agierte tief stehend.

Nach einem Höhepunktarmen erstem Durchgang kamen die Mannschaften motiviert aus den Kabinen. Doch am tristen Spielverlauf aus der ersten Halbzeit änderte sich nichts. Die Münchner hatten einen hohen Ballbesitz und ließen den Ball wie gewohnt gut in den eigenen Reihen laufen.

Der erste Aufreger der Partie führte gleich zum ersten Tor. Nach dem ein abgefälschter Ball von Lewandowski im Tor der Knappen landete, entschied sich der Unparteiische gegen das Tor und gab Eckball für den Hausherren.

Die anschließende Ecke verwandelte Arjen Robben mit dem Kopf, völlig freistehend zum 1:0 in der 67. Minute.

Allerding hielt der Jubel des Rekordmeisters nicht lang an. In Überzahl agierend schöpften die Schalker nun mehr Mut und veredelten, in Person von Benedikt Höwedes, ebenfalls einen Eckball zum Ausgleich (72.).

Leider blieben diese Minuten die unterhaltsamsten des gesamten Spiels. Nach den beiden Toren binnen weniger Sekunden, konnten beide Teams keine gefährlichen Aktionen mehr generieren. Sodass es bei einem 1:1 Unentschieden blieb.

Gute Schiedsrichterleistung

Schiedsrichter Bastian Dankert hatte an diesem Spieltag keine großen Aktionen zu beurteilen. Da sich das Spiel auf einem überschaubaren Niveau und geringem Tempo abspielte, kam der Unparteiische aus Rostock nie wirklich in Verlegenheit falsche Entscheidungen zu treffen.

Die einzige knifflige Situation löste Dankert richtig und souverän. Als Boateng gegen Sam die Notbremse zog, entschied der Referee richtig und zeigte dem Deutschen die rote Karte und entschied auf Elfmeter.

Doch leider entschied der Schiedsrichter aus Rostock in der 66. Spielminute falsch und erkannte das regelkonforme Tor der Münchner nicht an. Der Ball war nicht in vollem Umfang über der Grundlinie. Somit hätte das Tor zählen müssen, davon abgesehen, dass die anschließende Ecke dennoch den Torerfolg für die Bayern brachte.

Autor: Tom Wolny

Hervorragende Schiedsrichterleistung

Datum: 02.09.2014

Bundesligaspieltag: FC Schalke 04 – FC Bayern München

Der FC Schalke 04 und der FC Bayern München trennen sich im Topspiel des zweiten Spieltages am Samstagabend mit einem gerechten 1:1 Unentschieden. Damit besiegten die Knappen auch ihren Fluch, noch nicht gegen ihren Ex – Torhüter getroffen zu haben.

Gerechte Punkteteilung

Von Beginn an ließen die Gäste keine Zweifel über ihr Vorhaben. Der deutsche Rekordmeister stand von Anfang der Partie sehr hoch und agierte mit allen 10 Feldspielern in der gegnerischen Hälfte.

Dabei schnürten die Münchner die Knappen ein und ließen keinen Platz für Entlastungsangriffe. In den ersten Minuten dieser Begegnung war es einzig und allein Ralf Fährmann im Tor der Schalker zu verdanken, dass es noch 0:0 Unentschieden stand.

Doch bereits in der 10. Spielminute war auch der bärenstarke Schalker Rückhalt ohne jegliche Abwehrchance. Nach einem Doppelpass zwischen Rode und Lewandowski war es der Ex – Dortmunder, welcher sein erstes Saisontor für den neuen Arbeitgeber erzielte.

In der Folgezeit warfen die Bayern ihre Passmaschine an und ließen Ball und Gegner nach Belieben laufen, ohne jedoch wirklich Gefahr vor dem Schalker Tor zu entwickeln.

In der Phase vor der Halbzeit nahmen die Münchner das Tempo etwas aus dem eigenen Spiel und ließen die Knappen kommen.

Auch in den zweiten 45 Minuten arbeiten die Bayern nur auf Sparflamme und investierten nur das Nötigste. Die Folge dessen war, dass sich die Gastgeber mehr und mehr Spielanteile sicherten und nun eigene Offensivaktionen kreierten.

Nach einer Standardsituation schafften die Königsblauen den verdienten Ausgleich. In der 62. Spielminute war es Benedikt Höwedes, welcher den Ball nach einem verunglückten Klärungsversuch von Bayerns Dante von Xabi Alonso ab bekam und den Ball so in das gegnerische Tor beförderte.

Im weiteren Verlauf des zweiten Durchgangs gelang es dem Rekordmeister nicht den Schalter umzulegen und wieder mehr für das Spiel zu investieren. Auf der anderen Seite schraubte S04 seine Offensivbemühungen zurück und konzentrierte sich wieder auf die Defensive.

So kam es dazu, dass sich beide Teams im Mittelfeld neutralisierten und es sich kaum noch erwähnenswerte Aktionen auf dem Spielfeld ereigneten.

Hervorragende Schiedsrichterleistung

Schiedsrichter Marco Fritz aus Korb zeigte eine herausragende Leistung in einer sehr schwer zu leitenden Partie. Der Unparteiische befand sich zu jeder Zeit auf der Höhe des Geschehens und regelte diverse knifflige Situationen souverän.

Hinzukommend lag der Referee aus Korb beim 1:1 Ausgleichstreffer richtig diesen anzuerkennen, auch wenn Höwedes den Ball mit dem Arm im Tor unterbrachte, jedoch hierbei keine Absicht zu unterstellen und keine aktive Bewegung des Armes zum Ball zu erkennen ist.

Einzig die Situation zwischen Julian Draxler und Rode ahndete der Referee fehl. Das Einsteigen Draxlers mit offener Sohle und gestrecktem Bein muss zwingend mit einer gelben Karte geahndet werden und hätte somit für Draxler den Verweis vom Spielfeld bedeutet.

Doch alles in allem bleibt eine souveräne und tolle Schiedsrichterleistung des Unparteiischen bestehen, welche nur etwas von dieser Fehlentscheidung beeinträchtigt wird.

Autor: Tom Wolny

Fehlentscheidung verhindert Torerfolg

Datum: 22.08.2014

Bundesligaspieltag: FC Bayern München – VFL Wolfsburg

Der amtierende Deutsche Meister, der FC Bayern München, setzt sich zur Eröffnung der neuen Bundesligasaison vor heimischen Publikum in der Allianz Arena knapp, aber verdient gegen toll aufspielende Gäste aus Wolfsburg durch.

Dominante Hausherren

Die Münchner begannen mit einer komplett veränderten Anfangsformation. Bedingt durch die vielen Umstellungen mussten die Spieler erst einmal zu sich und ihrem Spiel finden. Die „Wölfe“ kamen dadurch anfangs besser ins Spiel und ließen den Ball gut in den eigenen Reihen laufen.

In der Anfangsphase standen die Wolfsburger sicher, konnten jedoch nur wenig nach vorn initiieren. Das Spiel schleppte sich in dieser Phase so vor sich hin. Das Geschehen war gezeichnet durch ein mäßiges Tempo.

Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit kamen die Bayern besser ins Spiel und fanden ihren Rhythmus. Durch mehr Gefahr im und um den Strafraum begann sich die typische Münchner Überlegenheit zu entwickeln.

Die Gastgeber verschärften das Tempo und brachten den VFL immer wieder in Schwierigkeiten. Noch scheiterten die Münchner am starken Rückhalt der Wölfe, Max Grün, welcher den angeschlagenen Stammkeeper, Diego Benaglio, vertrat.

Angriff um Angriff rollte nun auf das Tor der Wolfsburger zu. Folgerichtig traf Thomas Müller in der 37. Spielminute nach einer Flanke von Arjen Robben zur 1:0 Pausenführen für den Meister.

Die Bayern kamen aggressiv und voller Tatendrang aus der Pause zurück. Es dauerte nur wenige Minuten, ehe Arjen Robben nach einem Ballgewinn im Mittelfeld und einer Kombination über Müller und Lewandowski, die frühe 2:0 Führung erzielte (47.).

Was die Anfangsphase des ersten Durchgangs vermissen lies, zeigten die zweiten 45 Minuten. Nach dem frühen Tor der Bayern war es der Ex – Münchner, Ivica Olic, welcher nach einem Einwurf in der 52. Spielminute sehenswert ins lange Eck zum Anschluss traf.

Im weiteren Verlauf schraubten die Hausherren ihre Offensivbemühungen zurück. Die Gäste aus Wolfsburg kamen besser ins Spiel und erspielten sich Feldvorteile. Die wohl größte Möglichkeit hatte der junge Belgier, Malanda, welcher den Ball nach einem Lattentreffer aus kürzester Entfernung und leerem Tor, nicht über die Linie bringen konnte (79.).

Die Schlussphase gehörte jedoch erneut den Gastgeber, sodass es den Wolfsburgern nicht gelang noch einmal gefährlich vor Manuel Neuer aufzutauchen und einen möglichen Treffer zum Ausgleich zu erzielen. So blieb es bei einem knappen, aber unter dem Strich verdienten und dominanten Auftakterfolg für den Titelverteidiger.

Fehlentscheidung verhindert deutlicheres Ergebnis

Der Schiedsrichter, Felix Zwayer, aus Berlin zeigte über die komplette Spieldauer eine souveräne und solide Leistung. In einem Spiel, welches er zu keiner Zeit aus den Händen gleiten lies, bewies er wieder einmal mehr seine Klasse.

Jedoch unterlief seinem Gespann und ihm in der 84. Spielminute ein Fehler, welcher zwar den Ausgang des Spiels nicht beeinflusste, jedoch die Höhe des Ergebnisses.

Anzusprechen ist hierbei das reguläre Tor des eingewechselten Neu – Bayerns, Sebastian Rode, welcher mit einem tollen Schuss aus ca. 16 Metern ins lange Eck des Wolfsburger Tores traf.

Der Unparteiische erkannte diesen Treffer jedoch ab, weil Thomas Müller Max Grün entscheidend verwirrte und laut des Schiedsrichtergespanns sich im Abseits befand.

Betrachtet man diese Szene genauer, wird deutlich das Müller im Moment der Ballabgabe, also des Schusses von Rode, nicht im Abseits stand und den Münchnern somit ein reguläres Tor fälschlicher Weise aberkannt wurde. Zwayer leistete sich bei dieser Aktion seinen einzigen Fehler der Partie.

Autor: Tom Wolny

Durchschnittliche Schiedsrichterleistung

Datum: 13.07.2014         

Finale Weltmeisterschaft: Deutschland – Argentinien

Deutschland erringt den wohl größten Triumph, welchen sich ein Fußballer vorstellen kann. Nach schweren und hart umkämpften 120 Minuten im Finale der Weltmeisterschaft in Brasilien, krönt sich das Team von Joachim Löw zum verdienten Weltmeister 2014.

Entscheidung in der Verlängerung

In der Anfangsphase war die deutsche Nationalelf auf Sicherheit bedacht und versuchte diese über Ballbesitz und eigene Passstafetten zu erlangen. Bereits nach wenigen Minuten gab es Chancen auf beiden Seiten. Zum einen scheiterte Toni Kroos mit einem Freistoß an der Argentinischen Mauer und zum anderen verzog Gonzalo Higuain im direkten Gegenzug aus spitzem Winkel.

Von Beginn an entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit leichten Vorteilen für Deutschland. Argentinien war auf schnelles Umschaltspiel und Konter bedacht.

Eine Schrecksekunde für Deutschland zeigte sich in der 17. Spielminute als Toni Kroos einen missratenen Kopfball auf Manuel Neuer spielte. Diesen erlief Higuain, doch zum Glück für Deutschland schloss dieser völlig über hastet ab und verzog deutlich.

Im weiteren Spielverlauf war Deutschland bemüht, konnte jedoch keine gefährlichen Aktionen generieren. Zielstrebiger blieben in dieser Phase die Südamerikaner, welche dann auch zur Führung durch Higuain nach einer Flanke kamen. Dieses Tor wurde aber korrekter Weise aufgrund einer Abseitsstellung aberkannt.

Bis zum Pausenpfiff ging es munter hin und her und es zeigten sich nun Chancen auf beiden Seiten. Die größte Chance bot sich der Deutschen Mannschaft nach einem Eckball, als Höwedes den Ball aus kurzer Distanz an den Pfosten des Tores köpfte (45. + 2).

Nach Wideranpfiff in dieser Begegnung bestimmte die Albiceleste das Geschehen und drängte auf die Führung in diesem Finale. Nach dieser kurzen Druckphase Argentiniens verflachte die Partie in der Folgezeit.

Mit zunehmender Zeit merkte man den Team an, das keine einen Fehler machen wollte, dadurch litt das Tempo unter dieser Tatsache. Doch die Zweikämpfe und deren Führung wurde härter und ruppiger.

In der Schlussphase der regulären Spielzeit zog die deutsche Mannschaft das Tempo noch einmal an, wusste es jedoch nicht, ihre nun gegebene Überlegenheit in Tore umzuwandeln.

In der Nachspielzeit war beiden Teams der hohe Kräfteverschleiß aus den ersten 90 Minuten und der gesamten Weltmeisterschaft anzumerken. Es dauerte bis in die 113. Spielminute bis dieses Spiel entschieden wurde.

Nach einem beherzten Antritt von Andre Schürrle auf der linken Seite und dessen Flanke ins Zentrum, war es Mario Götze, der den Ball technisch hochklassig annahm und mit dem linken Fuß sehenswert ins lange Eck zimmerte.

Deutschland führte knappe sieben Minuten vor Schluss mit 1:0 und brachte diese Führung mit Glück, Geschick und Manuel Neuer, welcher überragend hielt, über die Zeit und krönte sich zum Weltmeister 2014.

Durchschnittliche Schiedsrichterleistung

In dieser Partie zeigte der Unparteiische Nicola Rizzoli aus Italien zunächst eine sichere und souveräne Leitung dieser Begegnung. Der Italiener lag in mehreren schwierigen Situationen richtig und leistete sich keine Fehler.

Doch mit zunehmender Spielzeit und Härte der Begegnung verlor der zunächst so sichere Schiedsrichter seine souveräne Linie.

Er lies viele Situationen laufen und unterband die zu raue Gangart zu selten. Damit zerstörte sich der zu beginn so gute Schiedsrichter seine Leistung und muss nun mit einer eher befriedigenden Bewertung seiner Leistung wissen umzugehen.

Autor: Tom Wolny

 

Pedro Proenca mit großen Problemen

Datum: 29.04.2014        

Champions League Halbfinale: FC Bayern München – Real Madrid

In dieser Partie lagen Trauer und Hoffnung, wie so oft, eng bei einander. Die Königlichen aus Madrid nahmen dem FC Bayern München die Möglichkeit der historischen Titelverteidigung in der UEFA Champions League. Mit einer herben Niederlage verabschieden sich die Münchner damit aus dem internationalen Geschäft der aktuellen Saison.

Frühes Ende des Finaltraums

Von Beginn an merkte der Zuschauer, dass die „Kurzpass – Maschinerie“ des FC Bayern München an diesem Abend ins Stocken geraten könnte. Im Gegensatz zum Hinspiel, in dem Real Madrid sehr defensiv und tief agierte, zeigten diese ein komplett verändertes Gesicht.

Die Spanier agierten deutlich höher und setzten somit den Rekordmeister früh unter Druck, um dessen gewohntes Kurzpassspiel zu unterbinden.

Bereits nach 16 Minuten war es Sergio Ramos, der die Königlichen nach einem Eckball von Luca Modric in Front brachte.

Die Münchner zeigten sich an diesem Abend äußerst anfällig bei ruhenden Bällen. Keine vier Minuten später schlug der Ball erneut im Tor von Manuel Neuer ein. Sergio Ramos köpfte Kugel, welche Pepe nach einem Di Maria – Freistoß verlängerte, unhaltbar zum 2:0 ein (20.).

Mit dem 2:0 veränderten die Madrilenen ihr Spiel etwas, in dem sie sich wieder weiter zurückzogen. Dadurch konnte der Deutsche Meister zwar Feldvorteile verbuchen, aber biss sich an der starken Defensive der Gäste die Zähne aus.

Nun über Konter agierend machte Real alles richtig. Nach einem zu kurz geratenen Abspiel von Ribery schalteten die Spanier blitzschnell um und spielten den einschussbereiten Cristiano Ronaldo völlig frei. Der Weltfußballer lies sich diese Chance natürlich nicht nehmen und vollendete in er 34. Spielminute zum 3:0.

Mit dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern in der Münchner Allianz – Arena ein kaum verändertes Bild. Die Defensive der Gäste stand herausragend sicher und dem FC Bayern fehlten die Mittel, um diese sattelfeste Verteidigung zu durchbrechen.

So lief das Spiel allmählich vor sich hin, ohne, dass sich große Höhepunkte zeigten. In der Schlussphase dieser Halbfinalbegegnung schien die Luft raus zu sein.

Den Schlusspunkt in dieser beeindruckenden Vorstellung der Madrilenen setzte einmal mehr Cristiano Ronaldo, welcher in der 90. Spielminute einen Freistoß, knapp 18 Meter vor dem Gehäuse Manuel Neuers, unter der Mauer durch zum 4:0 Endstand versenkte.

Große Probleme

In dieser hochklassigen Champions League Partie zwischen dem FC Bayern München und Real Madrid zeigte sich der Unparteiische Pedro Proenca aus Portugal leider nicht auf dem Niveau, welches für solch ein Spiel notwendig gewesen wäre.

Proenca leistete sich mehrere grobe Fehler, die seine Schiedsrichterleistung an diesem Abend deutlich schmälern.

Gleich drei Mal an diesem Abend entschied der Referee aus Portugal falsch und ahndete klare Regelverstöße falsch.

Zum einen hätte der Schiedsrichter bereits in der 17. Spielminute das Foul von Bayerns Dante an Ronaldo mit einer roten Karte ahnden müssen.

Zum anderen übersah er die klare Tätlichkeit von Franck Ribery in der 43. Minute, als dieser Reals Carvajal eine Ohrfeige verpasste.

Den Schlusspunkt unter eine enttäuschende Leistung setzte er mit der völlig überzogenen und zu harten Entscheidung Xabi Alonso nach seinem Foul, rund 20 Meter vor dem eigenen Tor, die Gelbe Karte zu zeigen und ihn damit vom Finale auszuschließen (2. Gelbe Karte in diesem Turnier).

In dieser Situation muss man von einem Schiedsrichter, der ein Champions – League – Halbfinale leitet, deutlich mehr Fingerspitzengefühl erwarten.

Autor: Tom Wolny

Carlos Velasco Carballo – Unterschiedliches Strafmaß

Datum: 01.04.2014         

Champions League Viertelfinale: Manchester United – FC Bayern München

Der FC Bayern kommt im Champions League Hinspiel in Manchester nicht über ein 1:1 Unentschieden hinaus, hat jedoch weiterhin gute Karten auf das Weiterkommen. Im Gegensatz dazu hat das wankenden United mit englischen Tugenden eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie immer noch zu den Besten der Welt gehören.

Packender Kampf

Eindrucksvoll zeigten die Münchner von Beginn an, wer im englischen „Theater of Dreams“ die Hauptrolle spielen sollte. Die Bayern gestalteten mit dem Anpfiff eine einseitige Partie und suchten immer wieder den Zug zum Tor.

Das Problem der Münchner entstand daraus, dass die Engländer tief in ihrer eigenen Hälfte Beton anrührten und ihr eigenes Offensivspiel völlig in den Hintergrund rückten.

Die deutliche Überhand im Ballbesitz und die besseren Zweikampfwerte sprachen eine eindeutige Sprache, doch die Gäste aus Deutschland musste sich bei aller Überhand an Spielanteilen, die fehlende Zielstrebigkeit vorwerfen lassen – aus 78 Prozent Ballbesitz konnte kein Kapital geschlagen werden.

Hinzu kam, dass Manchester mit dem eigenen Kick and Rush sich über Konter verstanden trotzdem in der Offensiv sporadisch zu erscheinen. In der 40. Spielminute hatte Welbeck die beste Chance der Partie, als er nach einem Patzer in der Hintermannschaft des FCB allein auf Neuer zu lief.

Dieser blieb jedoch lange stehen und machte es dem Angreifer so schwer sich für eine Möglichkeit des Abschlusses zu entscheiden und scheiterte letztendlich mit einem Lupfer am Torhüter der Bayern.

Der zweite Durchgang begann ähnlich den ersten 45 Minuten. Die Münchner dominerten das Spiel und blieben aber in der Offensive weiterhin zu harmlos und ließen eine echte Durchschlagskraft vermissen.

In der 58. Spielminute wurde diese Spielanlage der Gäste bestraft, als Verteidiger Nemanja Vidic einen Eckball von Rooney sehenswert per Kopf zur 1:0 Führung verwertete.

Mit der folgenden Hereinnahme von Mandzukic für Müller brachte Guardiola einen echten Stürmer ins Sturmzentrum.

Dieser Schachzug sollte sich nur wenige Minuten später bezahlt machen, als jeder Mandzukic eine Flanke von Rafinha mit dem Kopf auf Schweinsteiger ablegte, welcher den Ball technisch höchstanspruchsvoll im Tor von De Gea per Dropkick unterbrachte und die Führung der Gastgeber egalisierte (63.).

Der weitere Spielverlauf zeigte sich in folgender Form, dass dieses Spiel bis zum Schlusspfiff spannend blieb, da die Münchner auf ein weiteres Tor drängten und Manchester immer wieder über lange Bälle und Konter gefährlich blieb.

Doch auf Seiten der Gäste fehlte das notwendige Glück im Abschluss und Manchester konnte über ihre Spielanlage nicht wirklich zum Abschluss kommen, so blieb es beim Unentschieden nach 90 kraftraubenden Minuten.

Unterschiedliches Strafmaß

Der deutsche Rekordmeister hält mit diesem Auswärtspunkt alle Trümpfe in der eigenen Hand und kann am 09.04. im Rückspiel vor heimischem Publikum den Einzug ins Halbfinale der diesjährigen Champions League perfekt machen.

Einziges Nebengeräusch an diesem Tag war der Platzverweis von Bastian Schweinsteiger, welcher so im Rückspiel fehlen wird.

In dieser Situation legte der sonst mit guter Ausstrahlung agierende Unparteiische Carlos Velasco Carballo eine Entscheidung an den Tag, die mit seinen sonstigen Entscheidungen korrelierte.

Zwar war diese Entscheidung in dieser Situation auf Gelb – Rot zu entscheiden durchaus richtig, doch hätte er zuvor bei vielen anderen Aktionen ein ähnliches Strafmaß an den Tag legen müssen.

So hätte auch Valencia in der 73. Spielminute die Gelb  – Rote – Karte sehen müssen. Diese blieb jedoch aus.

Fest zu halten bleibt, dass der Unparteiische aus Spanien zwar mit einer guten Ausstrahlung die Partie leitete, jedoch erhebliche Mängel im Strafmaß aufwies und so eine gute Bewertung seiner Leistung zerstörte.

Autor: Tom Wolny

Borussia Dortmund – FC Bayern München

Datum: 23.11.2013
13. Bundesligaspieltag: Borussia Dortmund – FC Bayern München

In mehr als 207 Ländern wurde das Spitzenspiel der Fußball Bundesliga live übertragen. Borussia Dortmund gegen den FC Bayern München – endlich kam es zum langerwarteten Kräftemessen der beiden Schwergewichte in Deutschland. Knapp 180 Tage nach dem deutsch – deutschen Champions League Finale in Wembley erhoffte sich der BVB eine Revanche für die Niederlage in London.

Chancenplus des BVB in der ersten Halbzeit

Über weite Strecken des Spiels wurde deutlich, dass es sich hier um das Spitzenspiel in Deutschland handelt. Erkennbar waren die taktischen Handschriften der Trainer auf beiden Seiten. Zum einen gab Jürgen Klopp die taktische Anweisung, entgegen aller Erwartungen, nicht so hoch wie gewohnt zu verteidigen, den FC Bayern somit etwas Spielraum zu gewähren und die eigene neuformierte Defensive zu stabilisieren. Zum anderen wollte Pep Guardiola vor allem in Halbzeit eins mehr lange und hohe Bälle in die Spitze sehen, weshalb er auch Mario Mandzukic statt Mario Götze von Beginn an spielen ließ.

Bereits in der dritten Spielminute hatte Robert Lewandowski die große Chance zum 1:0 für die Borussia. Er kam jedoch in Rückenlage und verzog somit seinen Schuss über das Gehäuse des Tores von Manuel Neuer. Wenig später wurde Marco Reus mit dem tollen Dortmunder Kurzpassspiel elegant freigespielt und lief aus halb – linker Position allein auf Neuer zu – das Ergebnis war ein schwacher Abschluss mit dessen linken Fuß, der unseren Nationaltorhüter auf keine große Probe stellte. Auf der anderen Seite kamen die Münchner zu weniger erwähnenswerten Chancen in Durchgang eins. Nur Mario Mandzukic (37. Minute) und Thomas Müller (42. Minute) näherten sich dem Dortmunder Gehäuse an.

Zielstrebigkeit entscheidet das Spiel

Erst in Halbzeit zwei ergaben sich mehr Räume für beide Mannschaften, die der amtierende Deutsche Meister besser zu nutzen wusste. Der unter lärmenden Pfiffen eingewechselte Mario Götze brachte die Bayern in Führung. Nun entwickelte sich ein intensives Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Doch der BVB verspielte gute Chancen leichtfertig in dem man vor dem gegnerischen Tor die Zielstrebigkeit vermissen ließ. Ganz im Gegenteil der FCB. Eiskalt nutzen Arjen Robben (85. Spielminute) und Thomas Müller (87. Spielminute) ihren Chancen und stellten den Endstand von 0:3 her.

Unparteiische Meisterleistung

Unter dem Strich gewinnt der FC Bayern ein intensives Topspiel mit 3:0. Doch dieses Spiel verdankt sein hohes Niveau zu einem Großteil der Spitzenleistung von Manuel Gräfe. Diesmal geht es nicht um die Analyse einer Fehlentscheidung des Mannes in Schwarz, sondern um die Offenbarung der Stärke des Referees an diesem Tag.

Gräfe agierte dauerhaft als Autorität auf dem Platz, stellte sich nicht heraus und fungierte als souveräner und ruhiger unparteiischer Dirigent des Spiels. Er behielt ständig die Kontrolle über ein Spiel mit hohem Tempo und hitzigen Gemütern, ließ zu dem viele Aktionen laufen und unterbrach nur wenn es wirklich notwendig war. Er war somit der Garant für den hohen Spielfluss.

Zu dem bewies er auch in kniffligen Situationen bestes Fingerspitzengefühl. So auch in der ersten Halbzeit bei einer Rangelei zwischen Kevin Großkreuz und Mario Mandzukic, für die beide Spieler die Rote Karte hätten bekommen können, Gräfe die Situation jedoch mit Gelb ahndete und den Spielern die Ernsthaftigkeit der Situation schilderte.

Allein anhand dieser Entscheidung bewies Gräfe höchste Qualität und verdient sich in diesem Spiel die Bewertung seiner Leistung mit Weltklasse. Eine wahre Werbung in größtem Stile für das Schiedsrichterwesen des Deutschen Fußball Bundes.

Autor: Tom Wolny