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Christian Dingerts souveräne Schiedsrichterleistung

Datum: 11.04.2014         

30. Bundesligaspieltag: FC Schalke 04 – Eintracht Frankfurt

Der FC Schalke 04 sichert seinen Champions League Platz in der Tabelle mit einem wichtigen Heimerfolg gegen formstarke Frankfurter. Ein Spiel, welches im ersten Durchgang recht schwer und zäh wirkte, nahm in den zweiten 45 Minuten an Fahrt auf und bescherte den Schalkern drei Punkte.

Toller Auftakt des 30. Spieltages

Die Partie startet mit vielen Zweikämpfen und einer hohen Präsenz beider Mannschaften im Mittelfeld. Die Gastgeber fanden mehr über den Ballbesitz in ihr Spiel und der Gast aus Frankfurt zeigte sich vor allem über blitzschnelles Umschaltspiel nach Balleroberung immer wieder gefährlich.

Ohne jedoch Tormöglichkeiten zu kreieren spielte sich das Geschehen hauptsächlich in der neutralen Zone ab, weil auch die Gastgeber nicht wirklich eine zündende Idee hatten, gefährlich vor das Tor von Kevin Trapp zu kommen.

Über ein Wechselspiel der Offensivpositionen der Schalker kam etwas Leben und Bewegung in das bis dahin zähe Spiel. Prompt wurde es gefährlich. Nach einer Flanke von Max Meyer brachte der Topstürmer der „Knappen“, Klaas – Jan Huntelaar, einen Kopfball auf Trapp, welcher diesen mit einem Glanzreflex an die Latten lenken konnte.

Die Schalker traten in der Schlussphase deutlich präsenter und spielbestimmender als noch in den Anfangsminuten auf, wussten dies jedoch nicht in Torraumszenen umzuwandeln. So endete der erste Durchgang torlos Unentschieden.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit änderten die Gastgeber ihr Auftreten komplett. Mit deutlich besserer Spielanlage verlagerten sie ihr Spiel in die Hälfte der Gäste, von denen kaum noch Offensivakzente zu sehen waren.

Gute Chancen durch Neustädter (50.) und Draxler (51./54.) blieben zunächst ungenutzt, ehe der sich der Druck in der 59. Spielminute für das Team von Jens Keller bezahlt machte.

Nach einem strammen Distanzschuss von Kolasinac an den Pfosten scheiterte Huntelaar erst noch an Trapp, der den Ball mit der Faust abwehren konnte, aber die Folgeaktion, welche sich für Max Meyer mit einem Nachschuss aus sechs Metern offenbarte, nutzte der Youngstar zur 1:0 Führung.

Dieser Treffer wirkte förmlich wie ein Dosenöffner dieser Partie. In der Folgezeit erspielten sich die Hausherren Chance um Chance, sogar ein zurückgenommenes Tor und eine verschossener Elfmeter machten dieses Spiel in den zweiten 45 Minuten zu einem unterhaltsamen und gelungenen Auftakt des 30. Spieltages.

Danach beruhigt sich das Geschehen auf dem Rase etwas, bis es in die letzten 10 Minuten ging. Die Eintracht startete nun ihre Schlussoffensive ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden und die Königsblauen machten den Deckel auf dieses Spiel. Jefferson Farfan zirkelte einen Freistoß auf 20 Metern unhaltbar zum 2:0 Endstand in die Maschen (90.+ 1).

Lob für den Unparteiischen

Entgegen vieler falscher und problembereitender Entscheidungen durch die Schiedsrichter in den letzten Wochen, zeigte Christian Dingert eine sehr souveräne und ansprechende Leistung.

In einem Spiel, dass kaum Zündstoff bot, löste er die kleinen wenigen Auffälligkeiten stets richtig und gekonnt.

Zum einen war es richtig auf Strafstoß für Schalke zu entscheiden, da den „Knappen“ in dieser Situation in der zweiten Hälfte klar eine Tormöglichkeit durch regelwidriges Verhalten genommen wurde.

Zum anderen war die Entscheidung des Unparteiischen auch richtig, als er das Tor von Julian Draxler in der 61. Spielminute wegen einer Abseitsstellung zurücknahm.

Auch wenn Schiedsrichter Dingert in dieser Situation womöglich passiv den ersten Videobeweis der Bundesligageschichte zu Rate zog, worüber sich nur spekulieren lässt, ist diese Leistung des Referees aus Lebecksmühle als wirklich herausragend und gut zu bewerten, da er sich stets auf der Höhe des Geschehens präsentierte.

Autor: Tom Wolny

Borussia Mönchengladbach – FC Schalke 04, Richtige Elfmeterentscheidung mit falscher Folgehandlung

Datum: 07.12.2013
15. Bundesligaspieltag: Borussia Mönchengladbach – FC Schalke 04

Die Probleme auf Schalke dauern weiterhin an. Auch das Spiel beim direkten Konkurrenten aus Gladbach konnte nicht mit drei Punkten, und daher mit einem so wichtigen Auswärtserfolg vor dem Champions League „Endspiel“ beendet werden.

Spannung bis zum Schluss

Ein anschauliches und intensives Bundesligaspiel entscheiden am Ende 11 Gladbacher gegen 10 Schalker mit 2:1 für sich. Von Anpfiff an zeigten beide Teams eine engagierte Leistung, die trotz alle dem sehr vorsichtig geführt begann. Beide Abwehrreihen versuchten die Angriffe des Gegners zu unterbinden und verloren somit auch an eigenen Offensivbemühungen. Geschuldet der Konzentration auf die Defensive beider Mannschaften ergaben sich wenige Höhepunkte für den Zuschauer. Der erste Aufschrei der Zuschauer ertönte beim Elfmeterpfiff durch Referee Felix Zwayer, an dessen Elfmeterentscheidung es keine Zweifel gab. Jefferson Farfan verwandelte den fälligen Strafstoß sicher zur 1:0 Auswärtsführung der Königsblauen (17. Spielminute).

An der weiteren Gestaltung des Spiels änderte sich dadurch jedoch nichts – Mönchengladbach wie auch der S04 versuchten weiterhin die Defensive zu stabilisieren. Es dauerte bis zur 24. Minute als Raffael ein tolles Solo mit dem 1:1 Ausgleich krönt. Sein Schuss wurde durch Felipe Santana unhaltbar für Ralf Fährmann abgefälscht. In der Folgezeit spielte sich das Geschehen zum Großteil im Mittelfeld ab.

Kurz vor der Pause zeigte Felix Zwayer regelgerecht das zweite Mal in dieser Partie auf den Punkt. Max Kruses Schuss wehrte Benedikt Höwedes klar mit einem Tackling und einer Armbewegung, welche aus Körpervergrößerung ausgelegt wird, ab. Den fälligen Strafstoß ließ sich der Nationalstürmer nicht nehmen (45. + 1).
Zu Beginn der zweiten Halbzeit zeichnete sich eine Überlegenheit der Gladbacher, die als Folge der Überzahl eintrat, ab. Gladbach vergab jedoch gute Chancen auf den Ausbau der Führung.

Doch im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit fand die Mannschaft von Jens Keller wieder zurück ins Spiel und erarbeitete sich mehrere Chancen zum Ausgleich. Geschuldet der numerischen Unterlegenheit musste Schalke die Räume öffnen und gab so den Gladbachern beste Konterchancen, die Ralf Fährmann mit tollen Reflexen parierte.

Bis zur Schlussphase hielt eine starke Schalker Mannschaft die Spannung in einem tollen Bundesligaspiel sehr hoch. Zum Leid der Schalker wurde diese aufopferungsvolle Mannschaftsleistung im zweiten Durchgang nicht mit einem Punkt belohnt.

Richtige Elfmeterentscheidung mit falscher Folgehandlung

Schiedsrichter Felix Zwayer entschied in wichtigen und brenzligen Situationen zwei Mal richtig. Bei beiden Elfmeterentscheidungen lag der Unparteiische mit seinem Schiedsrichtergespann im Soll. Doch adäquat der Folgeentscheidung des zweiten Strafstoßes hätte Zwayer in der 17. Spielminute schon einmal einen Feldverweis vollziehen müssen.

Nach der Flanke von Jefferson Farfan wurde der vor dem Gladbacher Tor freistehende Kevin Prince Boateng von Außenverteidiger Julian Korb zu Boden gerissen. Der Referee entschied, vollkommen zu Recht, auf Elfmeter.

Doch das aktuelle Regelwerk des Fußballs besagt, dass diese Situation zeitgleich eine Rote Karte nach sich zieht. In Regel 12 der Fifa – Statuten steht, dass jene Aktion als eine Vereitelung einer klaren Torchance angesehen werden muss und somit einen Feldverweis nach sich zieht. Es spielt hierbei keine Rolle, wie hart das Foul war. Fest steht, dass Julian Korb seinem Gegenspieler, Kevin Prince Boateng, welcher frei vor dem Tor agierte, eine klare Torchance nahm, und daher die Rote Karte hätte sehen müssen.

Doch das Fazit zu Schiedsrichter Felix Zwayer bleibt bestehen, ein solider und souveräner Auftritt, der durch diese falsche Beurteilung der Situation nur etwas getrübt wird.

Autor: Tom Wolny