Schlagwort-Archiv: Günter Perl

Überschaubare Schiedsrichterleistung

Datum: 04.10.2014

7. Bundesligaspieltag: Bayer 04 Leverkusen – SC Paderborn

In einer sehr guten Erstauflage des Bundesligaspiels zwischen der Werkself aus Leverkusen und dem SC Paderborn trennten sich beide Mannschaften nach 90 Minuten unentschieden. Dabei gelang es Bayer 04 die Blamage gerade noch in letzter Sekunde abzuwenden.

Hohes Tempo

Die Anfangsphase dieser Begegnung brauchte keine Abtastphase. Beide Teams gingen sofort engagiert zur Sache. Sowohl Leverkusen als auch die Paderborner agierten von der ersten Minute an mit einem aggressiven Pressing. Dementsprechend taten sich beide Offensivreihen schwer zur Entfaltung zu kommen.

Zwar gelang es der Werkself das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen, doch die Gäste aus Paderborn schafften nach Ballverlust immer wieder rasche Überzahl in Ballnähe.

Paderborn setzte mehr und mehr auf lange gefährlich Bälle auf die schnellen Außen. Solch ein Ball ermöglichte dann auch die Führung der Gäste. Beim Versuch Bernd Lenos einen solchen langen Ball weit vor seinem Tor mit dem Fuß zu klären, scheiterte der junge Keeper der Leverkusener und Koc hatte freie Bahn und schob den Ball ins leere Tor (20.).

Im weiteren Verlauf der ersten 45 Minuten verschoben die Gäste sicher und schafften so immer wieder eine enge Kompaktheit, welche es den Gastgebern schwer machte den direkten Weg zum Tor zu finden.

Erst gegen Ende der ersten Halbzeit wurde die Werkself zwingender. Einen ersten Warnschuss feuerte Stefan Kießling nach einem herausragenden Pass von Calhanoglu ab, welchen der Schlussmann der Paderborner, Kruse, jedoch parieren konnte (39.).

Doch wenige Minuten später unterlief auch dem Rückhalt des Aufsteigers ein folgenschwerer Patzer. In der 42. Spielminute lies Kruse den Ball nach einem Distanzschuss Bellarabis nur nach vorn klatschen. Bender reagierte am schnellsten und schob zum Ausgleich ein.

Auch in der zweiten Halbzeit zeigte sich ein ähnliches Bild. Die Gastgeber bestimmten das Spiel, indem man gekonnte und ansehnlich kombinierte und so das Geschehen komplett in die gegnerische Hälfte verlagerte. Doch die Werkself lies zu oft die Genauigkeit beim finalen Pass vermissen.

Nach dem Platzverweis von Bakalorz drängten die Leverkusener mehr und mehr auf den Siegtreffer. Die Werkself brannte ein wahres Feuerwerk an Einbahnstraßenfußball ab. Doch zum Erstaunen der Zuschauer war es der Gast aus Paderborn, welcher über einen gefährlichen Konter zur 2:1 Auswärtsführung kam. Stoppelkamp brach über die Außenbahn durch, überlief Leno und schob zur Führung ein.

Die Sensation schien perfekt. Doch Karim Bellarabi rettete den Hausherren zumindest einen Punkt, in dem er eine Flanke vom eingewechselten Kruse ins linke Eck donnerte (90.)

Überschaubare Schiedsrichterleistung

Der unparteiische Günter Perl aus Pullach erwies sich in dieser sehr guten Partie fehl am Platze. In vielen Situationen agierte er unsicher und schaffte es nicht das Niveau der Begegnung zu erreichen. Viele Aktionen ahndete er falsch oder übersah kleine Dinge.

In der 70. Spielminute verweigerte der Referee aus Pullach der Werkself ein reguläres Tor. Wodurch der vertretbare, jedoch harte Platzverweis gegen Bakalorz den Geruch einer Konzessionsentscheidung nicht abwenden konnte.

So zeigte sich, dass Schiedsrichter Perl an diesem Tag nur wenig richtig machte und bei vielen Entscheidungen stets falsch lag. Einzig positiv anzurechnen war dem Referee, dass er bei Brückners Handspiel in der 78. Minute weiterspielen ließ.

Autor: Tom Wolny

Günter Perl – Gravierender Fehler trotz Souveränität

Datum: 28.03.2014

28. Bundesligaspieltag: FC Schalke 04 – Hertha BSC Berlin

Der FC Schalke 04 bestätigt die anhaltend gute Form in der Bundesliga und baut die erfolgreiche Bilanz der Rückrunde auch gegen die „Alte Dame“ aus Berlin aus. Diese hingegen wartet seit nun mehr fünf Spielen auf einen Sieg.

Der Hunter trifft erneut

Von Beginn an dieser Partie zeigte sich, wer Herr im Hause war. Die Schalker spielten enorm hoch und pressten früh in der Hälfte der Berliner Hertha. Ein geordneter Spielaufbau der Gäste wurde somit unterbrochen und der Weg zum Torabschluss möglichst gering gehalten.

Bereits in den ersten 10 Minuten dieser Begegnung konnten die Königsblauen schon gute Möglichkeiten verzeichnen. Ein Distanzschuss von Draxler (1.) und ein Freistoß von Ayhan (9.) ließen die Anhänger der Schalker jedoch noch nicht jubeln.

Besser machte es dann Chinedu Obasi, welcher einen Diagonalpass von Matip empfing und sich gegen Schulz und Torhüter Jarstein durchsetzte und zur frühen Führung für die Gastgeber einschob (16.).

Im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs nahm das Tempo der Partie ab, da sich der S04 mit der 1:0 Führung zunächst begnügte und die Gäste sich besser auf das Offensivpressing der Schalker einstellten.

So blieben weitere Torchancen Mangelware und die Zuschauer erlebten bis zum Pausenpfiff keine nennenswerten Aktionen der 22 Akteure mehr.

Der zweite Durchgang hingegen begann unnachahmlich fulminant. Bereits nach 29 Sekunden war es Klaas – Jan Huntelaar, welcher eiskalt und trocken die Vorlage von Obasi zum 2:0 nutzte (46.).

Der weitere Verlauf dieser Partie zeigte, ähnlich wie in Durchgang eins, eine deutlich überlegene gastgebende Mannschaft aus Gelsenkirchen. Der Druck der Schalker war zwar nicht so hoch wie noch in den ersten 45 Minuten, reichte jedoch aus, um die Berliner Hertha abzumelden.

Die zweite Halbzeit plätscherte so vor sich hin. Beide Teams boten magere Kost für die Zuschauer auf den Rängen – S04 musste nicht mehr und Berlin konnte hingegen nicht.

Auch die angebrochene Schlussphase zeigte ein eher müdes und chancenarmes Gesicht. Vereinzelte Vorstöße der Schalker brachten genau so wenig ein, wie harmlose Angriffe der Gäste aus Berlin.

Einziger Aufreger in den Schlussminuten dieser Partie war das nicht gegebene Tor von Berlins Langkamp, welcher nach einer Ecke den Ball ins Tor beförderte (81.).

Letztendlich blieb es so bei einem nie gefährdeten 2:0 Sieg der Schalker und dem Ausbau deren Positivserie in der Rückrunde.

Gravierender Fehler trotz Souveränität

Schiedsrichter Günter Perl aus Pullach zeigte in den 90 Minuten dieser Partie eine äußerst souveräne und unaufgeregte Leistung. Er beurteilte stets Zweikampfaktionen und strittige Situationen richtig und nahm dem Spiel so zu jederzeit die Brisanz.

Doch diese so besonnene und tolle Schiedsrichterleistung zerstörte sich der Referee in der 81. Spielminute selbst, als er das Anschlusstor der Berliner zu Unrecht aberkannte.

Nach einer Ecke der Hertha war es  Langkamp, welcher im Strafraum relativ frei zum Kopfball kam und diesen im Tor der „Knappen“ versenkte.

Der Unparteiische wertete den Zweikampf zwischen Peter Niemeyer und Roman Neustädter als Foulspiel des Berliners und erkannte so das Tor als regelwidrig an. Doch mit dieser Entscheidung lag der Schiedsrichter aus Pullach völlig daneben und beeinflusste mit dieser Fehlinterpretation der Aktion das Spiel womöglich entscheidend.

Was passiert wäre, wenn das Tor der Hertha gezählt hätte bleibt reine Spekulation, doch fest steht, dass diese Entscheidung von Günter Perl falsch war und seine Leistung an diesem Tag entscheidend schmälert.

Autor: Tom Wolny

Schiedsrichter Günter Perl entscheidet ungewollt die Partie

Datum: 01.03.2014
23. Bundesligaspieltag: Eintracht Braunschweig – Borussia Mönchengladbach

Das Bundesligaspiel zwischen der Braunschweiger Eintracht und den Gästen aus Gladbach endet nach zwei kuriosen Toren am Ende mit einem 1:1 Unentschieden, welches beiden Teams deutlich zu wenig ist.

Auf der einen Seite können so die Gastgeber ihren Abstand auf das rettende Ufer nicht verkürzen und auf der anderen Seite schafft es die Borussia nicht ihre Sieglos – Serie zu beenden.

Torhüter „erzielen“ die Tore

Der Beginn dieser Begegnung des 23. Spieltags zeigte sich engagiert und entschlossen. Braunschweig begann stark und machte die Räume eng. Dadurch gelang es der Favre – Elf nicht sich zu entfalten.

Doch im direkten Vergleich war es auch der Offensive der Hausherren vergönnt nennenswerte Aktionen zu kreieren.

Obwohl es auch in der Folgezeit der Partie an Höhepunkten fehlte, gingen die Gäste nach einem Eckball glücklich und mit tatkräftiger Unterstützung der Braunschweiger in Führung. Raffael trat eine scharf angeschnittene Flanke in Richtung des ersten Pfostens der Eintracht. Dort irritierte Boland seinen Torhüter Davari, von dessen Knie der Ball ins Tor zum ersten Treffer der Partie sprang (25.).

Im Anschluss dieses unglücklichen Tores zu Lasten der Gastgeber entwickelte sich ein besseres Spiel gespickt mit einigen Tormöglichkeiten auf beiden Seiten. Doch weder Kessel (27.), Pfitzner (34.) oder Hochscheidt (38.) auf der einen Seite sowie Hrgota (43.) auf der anderen Seite, konnten die sich bietenden Chancen nutzen.

Im zweiten Durchgang hingegen verfiel das Spiel zurück in alte Muster der Anfangsphase. Die ideenlosen Gastgeber mühten sich in der Offensive, wobei sich die Borussia aus Mönchengladbach nur auf ihre gut gestaffelte Defensive verließ und den Vorsprung verwaltete.

Doch in der 52. Spielminute kippte das Momentum der Partie grundlegend. Nach einem harmlosen Rückpass von Kapitän Philip Daems auf seinen Keeper Ter Stegen, zeigte dieser unbekannte Schwächen in der Behandlung des Balles am Fuß und beförderte diesen ungewollt ins eigene Netz zum 1:1 Ausgleich.

Ab dieser Sekunde war die Eintracht besser im Spiel und erarbeitete sich immer wieder gute Chancen in dem sie den Druck deutlich erhöhte.

Durch mehr Tempo im Spiel entstanden mehr und mehr Räume auf beiden Seiten, die zu Ungunsten des Betrachters leider nicht in Tore umgewandelt werden konnte. Weder die Braunschweiger in Person von Kessel (78.) und Theuerkauf (90. + 1) konnten einen Treffer erzielen, noch die Gladbacher in Personalunion Jantschke/Kruse (84./87.).

So blieb es bei einem fast schon nutzlosen Punkt für beide Seiten.

Ergebnisbeeinflussender Fehler

In einem alles in allem unkompliziert zu leitenden Bundesligaspiel entschied Schiedsrichter Günter Perl ungewollt die Partie, in dem er den Gladbachern ein reguläres Tor aberkannte. Nach einem Pass aus dem Mittelfeld zwischen die Abwehrreihe der Braunschweiger erlief der eingewechselte Peniel Mlapa den Ball und versenkte diesen sicher im Tor (89.).

Doch der Unparteiische entschied fehlerhaft zu Gunsten der Braunschweiger auf eine Abseitsstellung des Angreifers und nahm somit den Gästen aus Gladbach, wenn auch nur indirekt, drei Punkte, mit welcher diese ihre Negativbilanz hätten beenden können.

Unter dem Strich bleibt festzuhalten, dass es die Leistung des Schiedsrichters an diesem Tag als mit nicht ausreichend zu bewerten gilt. Zur entscheidenden Fehlentscheidung beim Tor von Mlapa, kamen zu dem noch viele kleine Unsicherheiten und Fehler in der Zweikampfbewertung, die die Leistung des Referees erheblich schmälern.

Autor: Tom Wolny