Schlagwort-Archiv: Diego Benaglio

Fehlentscheidung verhindert Torerfolg

Datum: 22.08.2014

Bundesligaspieltag: FC Bayern München – VFL Wolfsburg

Der amtierende Deutsche Meister, der FC Bayern München, setzt sich zur Eröffnung der neuen Bundesligasaison vor heimischen Publikum in der Allianz Arena knapp, aber verdient gegen toll aufspielende Gäste aus Wolfsburg durch.

Dominante Hausherren

Die Münchner begannen mit einer komplett veränderten Anfangsformation. Bedingt durch die vielen Umstellungen mussten die Spieler erst einmal zu sich und ihrem Spiel finden. Die „Wölfe“ kamen dadurch anfangs besser ins Spiel und ließen den Ball gut in den eigenen Reihen laufen.

In der Anfangsphase standen die Wolfsburger sicher, konnten jedoch nur wenig nach vorn initiieren. Das Spiel schleppte sich in dieser Phase so vor sich hin. Das Geschehen war gezeichnet durch ein mäßiges Tempo.

Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit kamen die Bayern besser ins Spiel und fanden ihren Rhythmus. Durch mehr Gefahr im und um den Strafraum begann sich die typische Münchner Überlegenheit zu entwickeln.

Die Gastgeber verschärften das Tempo und brachten den VFL immer wieder in Schwierigkeiten. Noch scheiterten die Münchner am starken Rückhalt der Wölfe, Max Grün, welcher den angeschlagenen Stammkeeper, Diego Benaglio, vertrat.

Angriff um Angriff rollte nun auf das Tor der Wolfsburger zu. Folgerichtig traf Thomas Müller in der 37. Spielminute nach einer Flanke von Arjen Robben zur 1:0 Pausenführen für den Meister.

Die Bayern kamen aggressiv und voller Tatendrang aus der Pause zurück. Es dauerte nur wenige Minuten, ehe Arjen Robben nach einem Ballgewinn im Mittelfeld und einer Kombination über Müller und Lewandowski, die frühe 2:0 Führung erzielte (47.).

Was die Anfangsphase des ersten Durchgangs vermissen lies, zeigten die zweiten 45 Minuten. Nach dem frühen Tor der Bayern war es der Ex – Münchner, Ivica Olic, welcher nach einem Einwurf in der 52. Spielminute sehenswert ins lange Eck zum Anschluss traf.

Im weiteren Verlauf schraubten die Hausherren ihre Offensivbemühungen zurück. Die Gäste aus Wolfsburg kamen besser ins Spiel und erspielten sich Feldvorteile. Die wohl größte Möglichkeit hatte der junge Belgier, Malanda, welcher den Ball nach einem Lattentreffer aus kürzester Entfernung und leerem Tor, nicht über die Linie bringen konnte (79.).

Die Schlussphase gehörte jedoch erneut den Gastgeber, sodass es den Wolfsburgern nicht gelang noch einmal gefährlich vor Manuel Neuer aufzutauchen und einen möglichen Treffer zum Ausgleich zu erzielen. So blieb es bei einem knappen, aber unter dem Strich verdienten und dominanten Auftakterfolg für den Titelverteidiger.

Fehlentscheidung verhindert deutlicheres Ergebnis

Der Schiedsrichter, Felix Zwayer, aus Berlin zeigte über die komplette Spieldauer eine souveräne und solide Leistung. In einem Spiel, welches er zu keiner Zeit aus den Händen gleiten lies, bewies er wieder einmal mehr seine Klasse.

Jedoch unterlief seinem Gespann und ihm in der 84. Spielminute ein Fehler, welcher zwar den Ausgang des Spiels nicht beeinflusste, jedoch die Höhe des Ergebnisses.

Anzusprechen ist hierbei das reguläre Tor des eingewechselten Neu – Bayerns, Sebastian Rode, welcher mit einem tollen Schuss aus ca. 16 Metern ins lange Eck des Wolfsburger Tores traf.

Der Unparteiische erkannte diesen Treffer jedoch ab, weil Thomas Müller Max Grün entscheidend verwirrte und laut des Schiedsrichtergespanns sich im Abseits befand.

Betrachtet man diese Szene genauer, wird deutlich das Müller im Moment der Ballabgabe, also des Schusses von Rode, nicht im Abseits stand und den Münchnern somit ein reguläres Tor fälschlicher Weise aberkannt wurde. Zwayer leistete sich bei dieser Aktion seinen einzigen Fehler der Partie.

Autor: Tom Wolny

12. Bundesligaspieltag: VFL Wolfsburg – Borussia Dortmund

Die Borussia hat es in den letzten Tagen sicher nicht leicht. Die unglückliche Niederlage gegen den Tabellenführer der Premiere League, Arsenal London, in denen mehrere strittige Szenen gegen den BVB entschieden wurden und nun das wiederum erfolglose Bundesligaspiel vom Samstag in der „Volkswagen Arena“ beim VFL aus Wolfsburg.

Bissige Wölfe übernehmen das Geschehen

Von Beginn an war deutlich zu erkennen, dass der BVB die Niederlage unter der Woche im Champions – League – Spiel vergessen machen wollte. Dortmund bestimmte jedoch nur die ersten 20 Minuten, in denen nur das Tor zu 1:0 Führung ausblieb. Mehrere gute Chancen wurden vergeben oder zu meist fehlte der entscheidende letzte und somit tödliche Pass, um den Kapitän im Wölfe Tor, Diego Benaglio, entscheidend zu gefährden. Daraufhin bissen sich die Wölfe entscheidend ins Spiel und übernahmen klar die Initiative, kamen aber nicht zu nennenswerten Aktionen.

Einzig ein Kopfball vom Ex – Dortmunder Ivan Perisic, der letztlich ungefährlich am Tor vorbeistrich, sprang dabei heraus. Es dauerte bis zur 45. Minute als ein tolles Freistoßtor die ersehnte, doch unverdiente Führung des BVB herbeibrachte. Ein Foul kurz vorm Strafraum der Gastgeber bot dem Unparteiischen Drews keine andere Wahl als auf Freistoß für Dortmund, aus vielversprechender Position, zu entscheiden. Einer der wohl besten Schützen unserer Zeit, Marco Reus, ließ sich nicht bitten und verwandelte sehenswert zur Pausenführung.

Die zweite Halbzeit ist schnell umrissen. Der Gastgeber aus Wolfsburg kam erneut besser ins Spiel und erzielte mit etwas Glück das 1:1 in der 56. Minute. Der als Flanke gedachte Freistoß aus halbrechter Position vom VFL – Verteidiger Rodriquez fand ohne jeglichen Abnehmer den Weg ins lange Eck des Tores. Das Spiel war wieder offen.

Nur 10 Minuten später setzte sich Ivica Olic stark am rechten Flügel gegen Marcel Schmelzer durch. Olic kann ungehindert am Strafraum in Richtung Mitte des Spielfeldes ziehen und abschließen. Ein toller Schuss schlägt unhaltbar für Roman Weidenfeller an langen Pfosten des Dortmunder Gehäuses und bringt die Autostädter in Führung.

Auftakt einer hektischen Schlussphase war ein Freistoß von Marco Reus, aus ähnlicher Position, wie vor dem 1:0 – doch diesmal knallte der Ball an den linken Winkel des Tores des Schweizer Nationaltorhüters. Nun rannte Dortmund an. Eine nahezu gleiche Situation, wie gegen Arsenal, als das Ziehen von Per Mertesacker an Robert Lewandowski fehlerhafter Weise nicht geahndet wurde, blieb an diesem Tage erneut ungestraft, jedoch zu Recht.

Richtige Entscheidung – fehlerhafte Folgeentscheidung

Nur 120 Sekunden später traf Schiedsrichter Tobias Drews, zum Unglück der Borussen, eine Fehlentscheidung mit Folgen. Robert Lewandowski setzt sich stark gegen drei Gegenspieler durch, wird jedoch vor seinem Torabschluss regelwidrig von Ausgleichstorschütze Rodriguez vom Ball getrennt. Folge – Benaglio kann den Ball sicher aufnehmen, Lewandowski geht zu Boden, kein Elfmeterpfiff, das Spiel wird fortgesetzt.

Schaut man sich diese Szene genauer an, ist eine deutliche und starke Berührung des VFL – Verteidigers am rechten Bein Lewandowskis zu erkennen, welche mit Foul geahndet hätte werden müssen.
Somit verliert der BVB, unterstützt von Fehlentscheidungen, nicht nur das zweite Spiel innerhalb von drei Tagen, sondern auch die Tuchfühlung zu den Bayern aus München und muss nun schnell wieder in die Spur finden, um schon am nächsten Spieltag punkten zu können.

Autor: Tom Wolny