Schlagwort-Archiv: Arjen Robben

Gute Schiedsrichterleistung von Bastian Dankert

Datum: 03.02.2015

19. Bundesligaspieltag: FC Bayern München – FC Schalke 04

Wie schon im Hinspiel gelingt es gut aufspielenden Schalkern, dem amtierenden Meister Punkte zu nehmen und sich Auswärts in der Allianz – Arena einen Punkt zu sichern.

Höhepunktarme Begegnung

Die Begegnung benötigte einige Minuten, um wirklich Fahrt aufzunehmen. Doch anschließend an diese kurze Abtastphase war es das erhoffte Spitzenspiel. Die Münchner erspielten sich in der Folgezeit Eckball um Eckball, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden.

Nach einer ersten Chance von Schalkes Meyer, war es Sidney Sam, der einen tiefen Ball hinter der hochstehenden Bayerndefensive erlief und frei vor Manuel Neuer auftaucht. Den Klärversuch in letzter Sekunde von Jerome Boateng bestrafte Schiedsrichter Bastian Dankert mit der roten Karte für den Weltmeister. Den fälligen Strafstoß vergab Schalkes Choupo – Moting kläglich (18.).

Im weiteren Verlauf ebbte die Begegnung deutlich ab. Dem Rekordmeister war eine leichte Verunsicherung an zu merken. Die Münchner mussten sich erst einmal neu sortieren. Der Gast aus Westfalen hingegen, lauerte auch in Überzahl auf die Fehler der Gastgeber und agierte tief stehend.

Nach einem Höhepunktarmen erstem Durchgang kamen die Mannschaften motiviert aus den Kabinen. Doch am tristen Spielverlauf aus der ersten Halbzeit änderte sich nichts. Die Münchner hatten einen hohen Ballbesitz und ließen den Ball wie gewohnt gut in den eigenen Reihen laufen.

Der erste Aufreger der Partie führte gleich zum ersten Tor. Nach dem ein abgefälschter Ball von Lewandowski im Tor der Knappen landete, entschied sich der Unparteiische gegen das Tor und gab Eckball für den Hausherren.

Die anschließende Ecke verwandelte Arjen Robben mit dem Kopf, völlig freistehend zum 1:0 in der 67. Minute.

Allerding hielt der Jubel des Rekordmeisters nicht lang an. In Überzahl agierend schöpften die Schalker nun mehr Mut und veredelten, in Person von Benedikt Höwedes, ebenfalls einen Eckball zum Ausgleich (72.).

Leider blieben diese Minuten die unterhaltsamsten des gesamten Spiels. Nach den beiden Toren binnen weniger Sekunden, konnten beide Teams keine gefährlichen Aktionen mehr generieren. Sodass es bei einem 1:1 Unentschieden blieb.

Gute Schiedsrichterleistung

Schiedsrichter Bastian Dankert hatte an diesem Spieltag keine großen Aktionen zu beurteilen. Da sich das Spiel auf einem überschaubaren Niveau und geringem Tempo abspielte, kam der Unparteiische aus Rostock nie wirklich in Verlegenheit falsche Entscheidungen zu treffen.

Die einzige knifflige Situation löste Dankert richtig und souverän. Als Boateng gegen Sam die Notbremse zog, entschied der Referee richtig und zeigte dem Deutschen die rote Karte und entschied auf Elfmeter.

Doch leider entschied der Schiedsrichter aus Rostock in der 66. Spielminute falsch und erkannte das regelkonforme Tor der Münchner nicht an. Der Ball war nicht in vollem Umfang über der Grundlinie. Somit hätte das Tor zählen müssen, davon abgesehen, dass die anschließende Ecke dennoch den Torerfolg für die Bayern brachte.

Autor: Tom Wolny

Fehlentscheidung verhindert Torerfolg

Datum: 22.08.2014

Bundesligaspieltag: FC Bayern München – VFL Wolfsburg

Der amtierende Deutsche Meister, der FC Bayern München, setzt sich zur Eröffnung der neuen Bundesligasaison vor heimischen Publikum in der Allianz Arena knapp, aber verdient gegen toll aufspielende Gäste aus Wolfsburg durch.

Dominante Hausherren

Die Münchner begannen mit einer komplett veränderten Anfangsformation. Bedingt durch die vielen Umstellungen mussten die Spieler erst einmal zu sich und ihrem Spiel finden. Die „Wölfe“ kamen dadurch anfangs besser ins Spiel und ließen den Ball gut in den eigenen Reihen laufen.

In der Anfangsphase standen die Wolfsburger sicher, konnten jedoch nur wenig nach vorn initiieren. Das Spiel schleppte sich in dieser Phase so vor sich hin. Das Geschehen war gezeichnet durch ein mäßiges Tempo.

Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit kamen die Bayern besser ins Spiel und fanden ihren Rhythmus. Durch mehr Gefahr im und um den Strafraum begann sich die typische Münchner Überlegenheit zu entwickeln.

Die Gastgeber verschärften das Tempo und brachten den VFL immer wieder in Schwierigkeiten. Noch scheiterten die Münchner am starken Rückhalt der Wölfe, Max Grün, welcher den angeschlagenen Stammkeeper, Diego Benaglio, vertrat.

Angriff um Angriff rollte nun auf das Tor der Wolfsburger zu. Folgerichtig traf Thomas Müller in der 37. Spielminute nach einer Flanke von Arjen Robben zur 1:0 Pausenführen für den Meister.

Die Bayern kamen aggressiv und voller Tatendrang aus der Pause zurück. Es dauerte nur wenige Minuten, ehe Arjen Robben nach einem Ballgewinn im Mittelfeld und einer Kombination über Müller und Lewandowski, die frühe 2:0 Führung erzielte (47.).

Was die Anfangsphase des ersten Durchgangs vermissen lies, zeigten die zweiten 45 Minuten. Nach dem frühen Tor der Bayern war es der Ex – Münchner, Ivica Olic, welcher nach einem Einwurf in der 52. Spielminute sehenswert ins lange Eck zum Anschluss traf.

Im weiteren Verlauf schraubten die Hausherren ihre Offensivbemühungen zurück. Die Gäste aus Wolfsburg kamen besser ins Spiel und erspielten sich Feldvorteile. Die wohl größte Möglichkeit hatte der junge Belgier, Malanda, welcher den Ball nach einem Lattentreffer aus kürzester Entfernung und leerem Tor, nicht über die Linie bringen konnte (79.).

Die Schlussphase gehörte jedoch erneut den Gastgeber, sodass es den Wolfsburgern nicht gelang noch einmal gefährlich vor Manuel Neuer aufzutauchen und einen möglichen Treffer zum Ausgleich zu erzielen. So blieb es bei einem knappen, aber unter dem Strich verdienten und dominanten Auftakterfolg für den Titelverteidiger.

Fehlentscheidung verhindert deutlicheres Ergebnis

Der Schiedsrichter, Felix Zwayer, aus Berlin zeigte über die komplette Spieldauer eine souveräne und solide Leistung. In einem Spiel, welches er zu keiner Zeit aus den Händen gleiten lies, bewies er wieder einmal mehr seine Klasse.

Jedoch unterlief seinem Gespann und ihm in der 84. Spielminute ein Fehler, welcher zwar den Ausgang des Spiels nicht beeinflusste, jedoch die Höhe des Ergebnisses.

Anzusprechen ist hierbei das reguläre Tor des eingewechselten Neu – Bayerns, Sebastian Rode, welcher mit einem tollen Schuss aus ca. 16 Metern ins lange Eck des Wolfsburger Tores traf.

Der Unparteiische erkannte diesen Treffer jedoch ab, weil Thomas Müller Max Grün entscheidend verwirrte und laut des Schiedsrichtergespanns sich im Abseits befand.

Betrachtet man diese Szene genauer, wird deutlich das Müller im Moment der Ballabgabe, also des Schusses von Rode, nicht im Abseits stand und den Münchnern somit ein reguläres Tor fälschlicher Weise aberkannt wurde. Zwayer leistete sich bei dieser Aktion seinen einzigen Fehler der Partie.

Autor: Tom Wolny

Schwache Schiedsrichterleistung

Datum: 12.07.2014

Spiel um Platz 3 der Weltmeisterschaft: Brasilien – Niederlande

Die Andeutungen, die sich bereits im Halbfinale gegen Deutschland ergeben hatten, wurden im Spiel um Platz drei noch einmal deutlich. Die Nationalmannschaft der Niederlande offenbarte die klaren Schwächen Brasiliens, welche bereits im Halbfinale deutlich wurden. Fest steht, nach den beiden klaren Niederlagen zum Abschluss der Weltmeisterschaft liegt der brasilianische Fußball in Trümmern.

Brasiliens Fußball in Trümmern

Die Partie hielt sich lange mit Abtasten und taktischen Spielchen auf. Bereits nach wenigen Minuten klingelte es das erste Mal im Netz der Brasilianer. Nach einer Kopfballverlängerung von Van Persie lief Arjen Robben allein auf das Tor Julio Caesar zu und wurde regelwidrig von Silva gestoppt. Den fälligen Elfmeter verwandelte der Kapitän der Niederländer, Robin van Persie, sicher zur 1:0 Führung (3.).

Auch in diesem Spiel zeigten sich oft Parallelen im Spiel der Brasilianer zur Begegnung im Halbfinale gegen Deutschland. Oftmals rannte man wild und planlos an, biss sich so immer wieder die Zähne an der sicheren Defensive der Niederländer aus.

Folgerichtig erhöhten die Niederländer in der 16. Spielminute die Führung auf 2:0. Nach einer tollen Flanke aus dem rechten Außenraum, klärte David Luiz nur kläglich genau vor die Füße von Blind, welcher den Ball in aller Ruhe kontrollieren konnte, um ihn anschließend im Tor zu versenken.

Im weiteren Spielverlauf bot das Spiel nur wenige Chancen und zeigte ein enttäuschendes Brasilien. Erst in den letzten Minuten vor dem Pausenpfiff erspielten sich die Brasilianer mehr Spielanteile, jedoch nur aufgrund der Tatsache, weil die Niederlande, mit ihrer sicheren Führung im Rücken, mehrere Gänge zurückschaltete.

Im zweiten Durchgang ereignete sich ein chancenarmes und nahezu langweiliges Spiel, weil die Niederlande nichts mehr machen musste und Brasilien sichtlich die Mittel fehlten. Die Selecao agierte hauptsächlich über lange Bälle, die keinen Ertrag brachten.

Es dauerte daher bis zur Nachspielzeit in dieser Begegnung ehe die Akteure auf dem Feld noch einmal anschauliches für die Zuschauer boten. Nach einem übersichtlichen Zuspiel von Arjen Robben auf Janmaat, der toll zurücklegte, war es Wijnaldum, der den Schlusspunkt in dieser Partie setzte und das Endstand von 3:0 für die Niederlande herstellte (90. + 1).

Haimoudi enttäuscht auf ganzer Linie

In dieser ereignislosen und an Höhepunkten armen Partie passte sich der Schiedsrichter in mitten dieser Partie leider dem Niveau an. Bereits nach wenigen Minuten vor dem ersten Tor der Niederländer traf Djamel Haimoudi zwei folgeschwere Fehlentscheidungen, die das Spiel in eine Richtung lenkten.

Zum einen war das Foul von Brasiliens Kapitän, Thiago Silva, deutlich außerhalb des Strafraums und dadurch kein Elfmeter – Fehlentscheidung Nummer eins. Zum anderen hätte der Brasilianer aufgrund seines Fouls und der Tatsache, dass er der letzte Spieler seiner Mannschaft war und somit seinem Gegenspieler eine klare Chance auf einen Torerfolg nahm, die Rote Karte wegen Notbremse sehen müssen – Fehlentscheidung Nummer zwei.

Dem nicht genug hätte der Schiedsrichter in der 16. Spielminute das Tor wegen einer Abseitsstellung aberkennen müssen. Beim Abspiel von Arjen Robben befand sich Janmaat zwar nur knapp, dennoch im Abseits. Somit hätte dieses Tor nicht zählen dürfen – Fehlentscheidung Nummer drei.

Alles in allem bleibt festzuhalten, dass der Unparteiische aus Algerien eine enttäuschende und einem Spiel um Platz drei bei einer Weltmeisterschaft nicht angemessene Leistung bot. 

Autor: Tom Wolny

Schwache Schiedsrichterleistung

Datum: 24.06.2014         

Achtelfinale Weltmeisterschaft: Niederlande – Mexiko

Bei den letzten vier Weltmeisterschaften schafften die Mexikaner jeweils den Sprung in die Runde der letzten 16, aber nie darüber hinaus. So geschah es auch in diesem Jahr. Lange zeigten sich die Mexikaner als die Sieger dieses Spiels, ehe die Mannschaft der Oranje die Partie in den letzten drei Minuten drehte.

Entscheidende Schlussminuten

Beide Mannschaften verstanden es in den Anfangsminuten ihr Spiel auf die Defensive zu konzentrieren. Niederlande, sowie Mexiko waren zunächst darauf bedacht, den Ball in den eigenen Reihen zu halten.

Durch die dicht gestaffelten Abwehrreihen und das kompakte Verschieben dieser, kam wenig Kombinationsfußball zu Stande.

Doch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte zeigten die Holländer ungewohnte Schwächen in ihrer Defensive und luden so den Gegner zu Torchancen ein.

Die Chancen von Herrera (17.), Salcido(24.) und Dos Santos (29.) konnten in letzter Sekunde noch entschärft werden oder die Südamerikaner verstanden es nicht, die sich bietenden Chancen zu nutzen.

Nach der einberufenen Trinkpause im Feuerofen von Brasilien steigerte sich die Defensive er Niederländer wieder und stand nun sicher.

Im restlichen Verlauf bis zum Pausenpfiff neutralisierten sich beide Mannschaften und taten sich schwer bei eigenem Ballbesitz das Spiel zu gestalten.

Die Partie begann in den zweiten 45 Minuten mit einem Paukenschlag. Giovanni dos Santos feuerte einen Schuss aus der Drehung aus 20 Metern in das Tor der Niederlande zur 1:0 Führung (48.).

Nach diesem Schock und das Ausscheiden vor Augen, fing die Niederlande nun an Offensiv wirklich aktiv zu werden und ein wahres Feuerwerk abzubrennen. Doch immer wieder stand ein Mexikaner oder der herausragende Torhüter der „El tri“ im Weg und vereitelte beste Chancen auf den Ausgleich.

In der Schlussphase verlagerte die Elftal ihr Spiel auf lange, weite Bälle in die Spitze. Nur ohne Erfolg. Hingegen lauerten die Mexikaner immer wieder auf gefährlich Konter.

Wie aus dem Nichts gelang der Oranje in der 88. Spielminute der erlösende Ausgleich. Nach einer Ecke und der Ablage von Huntelaar, war es Sneijder, der den Ball unhaltbar aus 15 Metern ins linke untere Eck hämmerte.

Als in der Nachspielzeit alles auf Verlängerung deutete war es das Foul von Marquez an Robben im Strafraum, welches die Entscheidung und den Sieg für die Niederlande brachte. Den fälligen Strafstoß verwertete Huntelaar sicher zum 2:1 Endstand (90. + 2).

Schwache Schiedsrichterleistung

Der Unparteiische Pedro Proenca aus Portugal zeigte eine mäßige Schiedsrichterleistung und beeinflusste mit dieser entscheidend den Ausgang dieser Partie.

Über die komplette Spielzeit gelang es dem Portugiesen nicht die Partie in den Griff zu bekommen und eine ruhige und souveräne Ausstrahlung walten zu lassen.

Seinen größten Fehler in dieser Begegnung machte Proenca als er der Niederlande einen klaren Elfmeter in der ersten Hälfte verweigerte.

In dieser angesprochenen Situation legt sich Arjen Robben den Ball gekonnt an den grätschenden Verteidigern der Mexikaner vorbei und wird dadurch vollkommen regelwidrig zu Fall gebracht. Beide  grätschenden Verteidiger, Moreno und Marquez, treffen zu keiner Zeit den Ball sondern nur die Beine Robbens. Eine klare Fehlentscheidung hier auf Weiterspielen zu entscheiden.

Kurz vor Ende der regulären 90 Minuten zeigte der Unparteiische dann doch noch einmal auf den Punkt in diesem Spiel. Wiederum war es Arjen Robben, welcher im Strafraum einen Haken schlug und anschließend von Marquez gefoult wurde.

Doch war dieser Elfmeter nicht so eindeutig, wie die Situation in der ersten Halbzeit. Man hätte diesen Strafstoß nicht geben müssen. Ob der Schiedsrichter so seinen Fehler aus dem ersten Durchgang wieder gutmachen und den Niederländern nicht zwei Elfmeter aberkennen wollte, bleibt reine Spekulation.

Fest jedoch steht, dass die Holländer dadurch in das Viertelfinale dieser Weltmeisterschaft einziehen.

Autor: Tom Wolny

Schiedsrichter Svein Oddvar Moen hatte im gesamten Spielverlauf große Probleme

Datum: 12.03.2014
Champions League Achtelfinale: FC Bayern München – FC Arsenal London

Der FC Bayern München steht verdient im Viertelfinale der diesjährigen Champions League. Dabei musste der deutsche Rekordmeister gegen die Gunners aus London nicht unbedingt auf dem höchsten Level agieren. Die Gäste erschienen zu schwach und harmlos in der Allianz Arena, um den Münchnern wirklich gefährlich zu werden.

Der Vorsprung aus dem Hinspiel reicht den Gastgebern

Die Gäste aus London hatten sich sicherlich viel vorgenommen um den 0:2 Rückstand aus dem Hinspiel noch umbiegen zu können. Doch die Anfangsphase gehörte zunächst den Gastgebern, die das Spiel klar bestimmten.

Ohne besonders auffällig vor dem Tor zu werden, ließ man Ball und vor allem den Gegner nach Belieben laufen.

Doch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit nahm der Bayern – Express mehr und mehr an Fahrt auf und rollte gefährlicher Richtung Tor der Gunners. Nach einem Freistoß der Münchner war es Javi Martinez der den Ball freistehend vor Fabianski über die Linie drückte. Die Fans der Gastgeber jubelten vergeblich – der Torschütze befand sich im Moment der Ballabgabe im Abseits (27.).

Auf der anderen Seite durfte auch Manuel Neuer einmal seine Klasse unter Beweis stellen, in dem er den Kopfball von Olivier Giroud parierte (32.).

Weil aber auf Seiten des deutschen Rekordmeisters weder Mario Mandzukic (39.) noch Mario Götze (45.) ihre Chancen nutzten, ging es mit einem, angesichts des Ballbesitzes und der Dominanz der Münchner, schmeichelhaften 0:0 für dich Londoner in die Kabinen.

Im Gegenteil zum ersten Durchgang gelang es den Gästen nun mehr Druck auf die Bayern auszuüben und die gegnerischen Ballstafetten zu unterbinden.

Jedoch schlugen die Münchner Bayern eiskalt zu und spielten die Londoner am eigenen Strafraum schwindelig. Ribery setzte sich gekonnt gegen die Verteidiger der Gäste auf der linken Seite durch und bediente Bastian Schweinsteiger, welcher ca. sechs Meter vor dem Tor die Kugel sicher ins Netz beförderte (54.).

Fast im Gegenzug und wie aus dem Nichts setzte sich Lukas Podolski am Strafraum gegen Philipp Lahm durch und hämmerte den Ball zum direkten Ausgleich ins Dach des Tores von Manuel Neuer, welchem jegliche Abwehrchance verwehrt blieb (57.).

Dieser Ausgleich zeigte noch unbekannte Schwächen der Münchner. Die Dominanz war vollkommen verloren und es reihte sich Ballverlust an Ballverlust – Bayern wankte. Jedoch gelang es den Guardiola – Schützlingen sich nach 10 Minuten wieder zu fangen und deren offensive Schönheit zu zeigen.

Die Schlussphase war geprägt von vielen Wechseln und verlor dadurch klar den Spielfluss. Die Zeit spielte mehr und mehr für den Triple – Sieger.

Erst kurz vor Schluss wurde es noch einmal brenzlig als Koscielny Robben zu Fall brachte und der Elfmeterpfiff ertönte – Müller trat an und vergab kläglich, so dass es bei einem 1:1 Unentschieden an diesem Champions League Abend blieb.

Fehler in der Zweikampfbewertung und Verlust der Linie

Der Schiedsrichter Svein Oddvar Moen aus Norwegen hatte im gesamten Spielverlauf große Probleme in der Bewertung einzelner Situation, vor allem in der richtigen Auslegung von Luftzweikämpfen und Kopfballduellen.

Immer wieder ahndete er ähnliche Situationen unterschiedlich, was ihm den Vorwurf einer fehlenden Linie einbringt.

Eine Schlüsselszene in Moens Leistung lag in der Aktion zwischen Lukas Podolski und Philipp Lahm vor dem 1:1 Ausgleich durch Podolski. Schaut man sich diese Situation an, wird deutlich, dass Podolski klar mit dem Arm voraus gegen den mit dem Rücken zu ihm stehenden Lahm arbeitet und diesen zu Fall bringt – daraufhin den Ball erkämpft und das Tor erzielt.

In dieser Aktion liegt der größte Fehler des Schiedsrichters an diesem Abend. Im Anschluss lies er sich von den Fans und Spielern beeindrucken und verlor komplett den Faden.

In der Folge gelang dem Unparteiischen nur wenig Richtiges bis auf die Elfmeterentscheidung kurz vor Ende des Spiels (90. + 1).

Autor: Tom Wolny

Schlagworte: FC Bayern München, Manuel Neuer, Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Arjen Robben, Mario Götze, Franck Ribery, Mario Mandzukic, FC Arsenal London, Lukasz Fabianski, Laurent Koscielny, Lukas Podolski, Olivier Giroud, Svein Oddvar Moen

Borussia Dortmund – FC Bayern München

Datum: 23.11.2013
13. Bundesligaspieltag: Borussia Dortmund – FC Bayern München

In mehr als 207 Ländern wurde das Spitzenspiel der Fußball Bundesliga live übertragen. Borussia Dortmund gegen den FC Bayern München – endlich kam es zum langerwarteten Kräftemessen der beiden Schwergewichte in Deutschland. Knapp 180 Tage nach dem deutsch – deutschen Champions League Finale in Wembley erhoffte sich der BVB eine Revanche für die Niederlage in London.

Chancenplus des BVB in der ersten Halbzeit

Über weite Strecken des Spiels wurde deutlich, dass es sich hier um das Spitzenspiel in Deutschland handelt. Erkennbar waren die taktischen Handschriften der Trainer auf beiden Seiten. Zum einen gab Jürgen Klopp die taktische Anweisung, entgegen aller Erwartungen, nicht so hoch wie gewohnt zu verteidigen, den FC Bayern somit etwas Spielraum zu gewähren und die eigene neuformierte Defensive zu stabilisieren. Zum anderen wollte Pep Guardiola vor allem in Halbzeit eins mehr lange und hohe Bälle in die Spitze sehen, weshalb er auch Mario Mandzukic statt Mario Götze von Beginn an spielen ließ.

Bereits in der dritten Spielminute hatte Robert Lewandowski die große Chance zum 1:0 für die Borussia. Er kam jedoch in Rückenlage und verzog somit seinen Schuss über das Gehäuse des Tores von Manuel Neuer. Wenig später wurde Marco Reus mit dem tollen Dortmunder Kurzpassspiel elegant freigespielt und lief aus halb – linker Position allein auf Neuer zu – das Ergebnis war ein schwacher Abschluss mit dessen linken Fuß, der unseren Nationaltorhüter auf keine große Probe stellte. Auf der anderen Seite kamen die Münchner zu weniger erwähnenswerten Chancen in Durchgang eins. Nur Mario Mandzukic (37. Minute) und Thomas Müller (42. Minute) näherten sich dem Dortmunder Gehäuse an.

Zielstrebigkeit entscheidet das Spiel

Erst in Halbzeit zwei ergaben sich mehr Räume für beide Mannschaften, die der amtierende Deutsche Meister besser zu nutzen wusste. Der unter lärmenden Pfiffen eingewechselte Mario Götze brachte die Bayern in Führung. Nun entwickelte sich ein intensives Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Doch der BVB verspielte gute Chancen leichtfertig in dem man vor dem gegnerischen Tor die Zielstrebigkeit vermissen ließ. Ganz im Gegenteil der FCB. Eiskalt nutzen Arjen Robben (85. Spielminute) und Thomas Müller (87. Spielminute) ihren Chancen und stellten den Endstand von 0:3 her.

Unparteiische Meisterleistung

Unter dem Strich gewinnt der FC Bayern ein intensives Topspiel mit 3:0. Doch dieses Spiel verdankt sein hohes Niveau zu einem Großteil der Spitzenleistung von Manuel Gräfe. Diesmal geht es nicht um die Analyse einer Fehlentscheidung des Mannes in Schwarz, sondern um die Offenbarung der Stärke des Referees an diesem Tag.

Gräfe agierte dauerhaft als Autorität auf dem Platz, stellte sich nicht heraus und fungierte als souveräner und ruhiger unparteiischer Dirigent des Spiels. Er behielt ständig die Kontrolle über ein Spiel mit hohem Tempo und hitzigen Gemütern, ließ zu dem viele Aktionen laufen und unterbrach nur wenn es wirklich notwendig war. Er war somit der Garant für den hohen Spielfluss.

Zu dem bewies er auch in kniffligen Situationen bestes Fingerspitzengefühl. So auch in der ersten Halbzeit bei einer Rangelei zwischen Kevin Großkreuz und Mario Mandzukic, für die beide Spieler die Rote Karte hätten bekommen können, Gräfe die Situation jedoch mit Gelb ahndete und den Spielern die Ernsthaftigkeit der Situation schilderte.

Allein anhand dieser Entscheidung bewies Gräfe höchste Qualität und verdient sich in diesem Spiel die Bewertung seiner Leistung mit Weltklasse. Eine wahre Werbung in größtem Stile für das Schiedsrichterwesen des Deutschen Fußball Bundes.

Autor: Tom Wolny