Manuel Gräfe erwischte einen eher gebrauchten Tag

Datum: 22.02.2014
22. Bundesligaspieltag: SC Freiburg – FC Augsburg

Der Sportclub aus Freiburg schafft es auch gegen den FC Augsburg nicht, wieder zurück in die Erfolgsspur zu finden. In einer rassigen, intensiven und sehr unterhaltsamen Partie gewinnt der eiskalt zu schlagende Gast aus Augsburg im Breisgau.

Freiburg bleibt tief im Keller stecken

Die Anfangsminuten begannen mit dem klassischen Abtasten auf beiden Seiten. Keines der Teams näherte sich gefährlich dem Tor.

Doch aus diesem vorsichtigen Beginn entwickelte sich der erste Höhepunkt der Begegnung. Wie aus dem Nichts leitete Altintop den Ball über den Kopf von Andre Hahn zu Tobias Werner, der im Rücken der Viererkette der Freiburger davon geeilt war und Torhüter Oliver Baumann final keine Chance zur Abwehr lies (7.).

Die Gastgeber zeigten sich keineswegs erschrocken und spielten sofort auf den Ausgleich. Nach einem Foul ca. 30 Meter vor dem Augsburger Tor, zirkelte Jonathan Schmid den Ball erfolgreich zum Ausgleich ins Tor der Gäste (17.).

Mit diesem Ausgleich im Rücken agierten die Breisgauer wie aufgedreht und spielten fortan auf die Führung. Vor allem der Torschütze zum Ausgleich stach aus der Masse heraus und leitete Angriff um Angriff seiner Mannschaft ein.

Im weiteren Verlauf entwickelte sich eine intensive und aggressive Bundesligapartie, die zunächst keinen Sieger erahnen lies.

Im zweiten Durchgang zeigte sich ein ähnliches Bild. Ein Spiel auf einem durchaus hohen Niveau ereignete sich vordergründig zwischen den Strafräumen.

Angelehnt an das erste Tor im ersten Durchgang, fiel auch das erste Tor der zweiten 45 Minuten, nämlich wie aus dem Nichts. Oliver Sorg brachte eine scharfe Flanke von der linken Seite, die jedoch von Klavan per Kopf abgewehrt wurde. Im Nachsetzen nahm Admir Mehmedi den Ball direkt und schloss sehenswert auf nassem Geläuf zur 2:1 Führung ab (73.).

Postwendend gab es schon das nächste Tor zu bejubeln. Nur wenige Minuten später brachte der eingewechselte Alexander Esswein eine Flanke auf Verhaegh, der unhaltbar zum 2:2 ins linke Eck abschloss (78.).

Doch damit war es nicht genug in diesem spektakulären Spiel. Nach einer Verhaegh Flanke war es der völlig freistehende Halil Altintop, der den Ball nur noch über die Linie schieben musste und so die 3:2 Führung der Augsburger herstellte (85.). Letztendlich trug sich auch Andre Hahn noch in die Torschützenliste ein, der in der Nachspielzeit den 4:2 Endstand aus Sicht der Gäste herstellte (90. + 4).

Eine sehr mangelhafte Schiedsrichterleistung

Auf dem nassen Rasen ereignete sich ein unterhaltsames und tolles Fußballspiel, welches sich so deutlich zur Qualität der Schiedsrichterleistung unterschied.

Manuel Gräfe erwischte wohl einen eher gebrauchten Tag. Er zeigte viele Fehler in der Beurteilung der Zweikämpfe. Den wohl gravierendsten Fehler machte er, als er Fernandes zweites grobes Vergehen nicht gleichbedeutend mit dessen zweiter Gelber Karte wertete und ihm den gelb – roten Karton vorenthielt (25.).

Zu dem übersah der Unparteiische das klare Handspiel des Freiburger Verteidigers Krmas, welches ebenso einen Elfmeterpfiff zur Folge haben hätte müssen (75.).

Auch im weiteren Verlauf der Begegnung verwehrte er den Freiburgern einen klaren Elfmeter, als Günter von Hong klar im Strafraum gefoult wurde. Gräfe entschied falsch auf Schwalbe und Gelbe Karte für Günter.

Alles in allem bleibt festzuhalten, dass es diese Leistung von Manuel Gräfe al schwach und mangelhaft einzustufen gilt. Neben den vielen Fehlern in der Zweikampfbeurteilung lag er bei zwei eigentlich fälligen Elfmetern völlig daneben.

Autor: Tom Wolny

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