Kategorie-Archiv: Weltmeisterschaft Brasilien 2014

Durchschnittliche Schiedsrichterleistung

Datum: 13.07.2014         

Finale Weltmeisterschaft: Deutschland – Argentinien

Deutschland erringt den wohl größten Triumph, welchen sich ein Fußballer vorstellen kann. Nach schweren und hart umkämpften 120 Minuten im Finale der Weltmeisterschaft in Brasilien, krönt sich das Team von Joachim Löw zum verdienten Weltmeister 2014.

Entscheidung in der Verlängerung

In der Anfangsphase war die deutsche Nationalelf auf Sicherheit bedacht und versuchte diese über Ballbesitz und eigene Passstafetten zu erlangen. Bereits nach wenigen Minuten gab es Chancen auf beiden Seiten. Zum einen scheiterte Toni Kroos mit einem Freistoß an der Argentinischen Mauer und zum anderen verzog Gonzalo Higuain im direkten Gegenzug aus spitzem Winkel.

Von Beginn an entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit leichten Vorteilen für Deutschland. Argentinien war auf schnelles Umschaltspiel und Konter bedacht.

Eine Schrecksekunde für Deutschland zeigte sich in der 17. Spielminute als Toni Kroos einen missratenen Kopfball auf Manuel Neuer spielte. Diesen erlief Higuain, doch zum Glück für Deutschland schloss dieser völlig über hastet ab und verzog deutlich.

Im weiteren Spielverlauf war Deutschland bemüht, konnte jedoch keine gefährlichen Aktionen generieren. Zielstrebiger blieben in dieser Phase die Südamerikaner, welche dann auch zur Führung durch Higuain nach einer Flanke kamen. Dieses Tor wurde aber korrekter Weise aufgrund einer Abseitsstellung aberkannt.

Bis zum Pausenpfiff ging es munter hin und her und es zeigten sich nun Chancen auf beiden Seiten. Die größte Chance bot sich der Deutschen Mannschaft nach einem Eckball, als Höwedes den Ball aus kurzer Distanz an den Pfosten des Tores köpfte (45. + 2).

Nach Wideranpfiff in dieser Begegnung bestimmte die Albiceleste das Geschehen und drängte auf die Führung in diesem Finale. Nach dieser kurzen Druckphase Argentiniens verflachte die Partie in der Folgezeit.

Mit zunehmender Zeit merkte man den Team an, das keine einen Fehler machen wollte, dadurch litt das Tempo unter dieser Tatsache. Doch die Zweikämpfe und deren Führung wurde härter und ruppiger.

In der Schlussphase der regulären Spielzeit zog die deutsche Mannschaft das Tempo noch einmal an, wusste es jedoch nicht, ihre nun gegebene Überlegenheit in Tore umzuwandeln.

In der Nachspielzeit war beiden Teams der hohe Kräfteverschleiß aus den ersten 90 Minuten und der gesamten Weltmeisterschaft anzumerken. Es dauerte bis in die 113. Spielminute bis dieses Spiel entschieden wurde.

Nach einem beherzten Antritt von Andre Schürrle auf der linken Seite und dessen Flanke ins Zentrum, war es Mario Götze, der den Ball technisch hochklassig annahm und mit dem linken Fuß sehenswert ins lange Eck zimmerte.

Deutschland führte knappe sieben Minuten vor Schluss mit 1:0 und brachte diese Führung mit Glück, Geschick und Manuel Neuer, welcher überragend hielt, über die Zeit und krönte sich zum Weltmeister 2014.

Durchschnittliche Schiedsrichterleistung

In dieser Partie zeigte der Unparteiische Nicola Rizzoli aus Italien zunächst eine sichere und souveräne Leitung dieser Begegnung. Der Italiener lag in mehreren schwierigen Situationen richtig und leistete sich keine Fehler.

Doch mit zunehmender Spielzeit und Härte der Begegnung verlor der zunächst so sichere Schiedsrichter seine souveräne Linie.

Er lies viele Situationen laufen und unterband die zu raue Gangart zu selten. Damit zerstörte sich der zu beginn so gute Schiedsrichter seine Leistung und muss nun mit einer eher befriedigenden Bewertung seiner Leistung wissen umzugehen.

Autor: Tom Wolny

 

Schwache Schiedsrichterleistung

Datum: 12.07.2014

Spiel um Platz 3 der Weltmeisterschaft: Brasilien – Niederlande

Die Andeutungen, die sich bereits im Halbfinale gegen Deutschland ergeben hatten, wurden im Spiel um Platz drei noch einmal deutlich. Die Nationalmannschaft der Niederlande offenbarte die klaren Schwächen Brasiliens, welche bereits im Halbfinale deutlich wurden. Fest steht, nach den beiden klaren Niederlagen zum Abschluss der Weltmeisterschaft liegt der brasilianische Fußball in Trümmern.

Brasiliens Fußball in Trümmern

Die Partie hielt sich lange mit Abtasten und taktischen Spielchen auf. Bereits nach wenigen Minuten klingelte es das erste Mal im Netz der Brasilianer. Nach einer Kopfballverlängerung von Van Persie lief Arjen Robben allein auf das Tor Julio Caesar zu und wurde regelwidrig von Silva gestoppt. Den fälligen Elfmeter verwandelte der Kapitän der Niederländer, Robin van Persie, sicher zur 1:0 Führung (3.).

Auch in diesem Spiel zeigten sich oft Parallelen im Spiel der Brasilianer zur Begegnung im Halbfinale gegen Deutschland. Oftmals rannte man wild und planlos an, biss sich so immer wieder die Zähne an der sicheren Defensive der Niederländer aus.

Folgerichtig erhöhten die Niederländer in der 16. Spielminute die Führung auf 2:0. Nach einer tollen Flanke aus dem rechten Außenraum, klärte David Luiz nur kläglich genau vor die Füße von Blind, welcher den Ball in aller Ruhe kontrollieren konnte, um ihn anschließend im Tor zu versenken.

Im weiteren Spielverlauf bot das Spiel nur wenige Chancen und zeigte ein enttäuschendes Brasilien. Erst in den letzten Minuten vor dem Pausenpfiff erspielten sich die Brasilianer mehr Spielanteile, jedoch nur aufgrund der Tatsache, weil die Niederlande, mit ihrer sicheren Führung im Rücken, mehrere Gänge zurückschaltete.

Im zweiten Durchgang ereignete sich ein chancenarmes und nahezu langweiliges Spiel, weil die Niederlande nichts mehr machen musste und Brasilien sichtlich die Mittel fehlten. Die Selecao agierte hauptsächlich über lange Bälle, die keinen Ertrag brachten.

Es dauerte daher bis zur Nachspielzeit in dieser Begegnung ehe die Akteure auf dem Feld noch einmal anschauliches für die Zuschauer boten. Nach einem übersichtlichen Zuspiel von Arjen Robben auf Janmaat, der toll zurücklegte, war es Wijnaldum, der den Schlusspunkt in dieser Partie setzte und das Endstand von 3:0 für die Niederlande herstellte (90. + 1).

Haimoudi enttäuscht auf ganzer Linie

In dieser ereignislosen und an Höhepunkten armen Partie passte sich der Schiedsrichter in mitten dieser Partie leider dem Niveau an. Bereits nach wenigen Minuten vor dem ersten Tor der Niederländer traf Djamel Haimoudi zwei folgeschwere Fehlentscheidungen, die das Spiel in eine Richtung lenkten.

Zum einen war das Foul von Brasiliens Kapitän, Thiago Silva, deutlich außerhalb des Strafraums und dadurch kein Elfmeter – Fehlentscheidung Nummer eins. Zum anderen hätte der Brasilianer aufgrund seines Fouls und der Tatsache, dass er der letzte Spieler seiner Mannschaft war und somit seinem Gegenspieler eine klare Chance auf einen Torerfolg nahm, die Rote Karte wegen Notbremse sehen müssen – Fehlentscheidung Nummer zwei.

Dem nicht genug hätte der Schiedsrichter in der 16. Spielminute das Tor wegen einer Abseitsstellung aberkennen müssen. Beim Abspiel von Arjen Robben befand sich Janmaat zwar nur knapp, dennoch im Abseits. Somit hätte dieses Tor nicht zählen dürfen – Fehlentscheidung Nummer drei.

Alles in allem bleibt festzuhalten, dass der Unparteiische aus Algerien eine enttäuschende und einem Spiel um Platz drei bei einer Weltmeisterschaft nicht angemessene Leistung bot. 

Autor: Tom Wolny

Carballo – Enttäuschung pur

Datum: 04.07.2014         

Viertelfinale Weltmeisterschaft: Brasilien – Kolumbien

Gastgeber Brasilien beeindruckte Kolumbien vor allem im ersten Durchgang mit hohem Tempo und viel Druck. Folgerichtig sorgten die Brasilianer früh für das erste Tor und kamen durch einen Freistoß von David Luiz in der Mitte der zweiten Halbzeit zur beruhigenden 2:0 Führung, welche das Weiterkommen sicherte.

Abwehrspieler sorgen für Entscheidung

Das Spiel sorgte von der ersten Minute an für einen hohen Unterhaltungswert. Bereits nach wenigen Minuten hatte Neymar die erste Chance (5.), welche jedoch nur knapp am Tor vorbeistrich.

Besser machte es Thiago Silva, welcher eine Ecke von Neymar am zweiten Pfosten mit dem Knie über die Linie drückte (7.).

Kolumbien zeigte sich nur wenig beindruckt, weder vom frühen Rückstand noch von den tobenden Massen auf den Zuschauerrängen. Nur fünf Minuten später zog Cuadrado einen Schuss von der Strafraumgrenze ab, verzog jedoch knapp.

In der Folgezeit legten die Brasilianer ein irrsinniges Tempo an den Tag und fesselten die Kolumbianer am eigenen Strafraum. Doch Hulk (20./28.) und Marcelo (27.) vergaben ihre Möglichkeiten zur Erhöhung der Führung.

Auch in der Schlussviertelstunde lies die Seleção ihren Gegner nicht zur Entfaltung kommen und setzte Kolumbien weiter unter Druck. Die Kolumbianer hingegen wirkten aufgrund des Tempos und des Drucks der Brasilianer eingeschüchtert und waren völlig harmlos.

Zurück aus den Kabinen zeigte sich schnell die veränderte Taktik der Scolari – Elf. Die Brasilianer standen fortan tiefer und ließen den Gegner, mit der Führung im Rücken, kommen und richten nun ihr Spiel auf Konter aus.

In der 69. Spielminute sorgte eine Standartsituation der Brasilianer für die vermeintliche Vorentscheidung. David Luiz hämmerte einen Freistoß aus knappen 30 Metern vor dem Tor unhaltbar in die Maschen des Tores der Kolumbianer.

Aufgeben wollten sich die Kolumbianer nicht und bewiesen in der Schlussviertelstunde eine tolle Moral. Nach einem großartigen Zuspiel von James auf Bacca, riss Julio Cesar, der Torhüter der Brasilianer, den heranstürmenden Kolumbianer um – Strafstoß. Diesen verwandelte James sicher in das linke untere Eck (80.).

Die letzten Minuten wurden noch einmal dramatisch. Kolumbien warf alles nach vorn und Brasilien verteidigte mit Mann und Maus. Erfolgreich, Kolumbien konnte, die sich bietenden Chancen nicht in Tore umwandeln und scheidet somit im Viertelfinale aus dem Turnier aus.

Enttäuschung des Tages

Für die Enttäuschung des Tages sorgte neben dem Ausscheiden Kolumbiens der Unparteiische aus Spanien.

Carlos Velasco Carballo zeigte ein indiskutable Schiedsrichterleistung in dem er die Partie zu keiner Zeit unter Kontrolle hatte.

Er machte viele kleine Fehler und Fehler in der Bewertung von Zweikämpfen. Teilweise verlor er völlig den Überblick. In der ersten Halbzeit hätte er Fernandinhos (gegen James) und Zuniga (gegen Hulk) jeweils mit der gelben Karte verwarnen müssen.

Im zweiten Durchgang erkannte der Unparteiische aus Spanien das reguläre Ausgleichstor der Kolumbianer fälschlicher Weise wegen eine Abseitsstellung ab. Doch dieses Tor hätte zählen müssen, da sich der Schütze, Yepes, aufgrund des Entstehens einer neuen Spielsituation nicht im Abseits befand.

Die wohl größte und für Brasilien drastischste Fehlentscheidung leistete sich der Referee in der 86. Spielminute, als er das rotwürdige Foul von Zuniga gegen Neymar nicht einmal mit einer gelben Karte ahndete.

In dieser Situation sprang der Kolumbianer, der ohne jegliche Chance auf Ballkontakt war, dem Spielmacher der Brasilianer so in den Rücken, dass für diesen die WM aufgrund eines Wirbelbruches gelaufen ist.

Festzuhalten bleibt, dass Carballo nach vielen Problemen der Schiedsrichter in der Vorrunde nun auch in den K.O. – Spielen reichlich Zündstoff in dieser Angelegenheit liefert.

Autor: Tom Wolny

Schwache Schiedsrichterleistung

Datum: 24.06.2014         

Achtelfinale Weltmeisterschaft: Niederlande – Mexiko

Bei den letzten vier Weltmeisterschaften schafften die Mexikaner jeweils den Sprung in die Runde der letzten 16, aber nie darüber hinaus. So geschah es auch in diesem Jahr. Lange zeigten sich die Mexikaner als die Sieger dieses Spiels, ehe die Mannschaft der Oranje die Partie in den letzten drei Minuten drehte.

Entscheidende Schlussminuten

Beide Mannschaften verstanden es in den Anfangsminuten ihr Spiel auf die Defensive zu konzentrieren. Niederlande, sowie Mexiko waren zunächst darauf bedacht, den Ball in den eigenen Reihen zu halten.

Durch die dicht gestaffelten Abwehrreihen und das kompakte Verschieben dieser, kam wenig Kombinationsfußball zu Stande.

Doch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte zeigten die Holländer ungewohnte Schwächen in ihrer Defensive und luden so den Gegner zu Torchancen ein.

Die Chancen von Herrera (17.), Salcido(24.) und Dos Santos (29.) konnten in letzter Sekunde noch entschärft werden oder die Südamerikaner verstanden es nicht, die sich bietenden Chancen zu nutzen.

Nach der einberufenen Trinkpause im Feuerofen von Brasilien steigerte sich die Defensive er Niederländer wieder und stand nun sicher.

Im restlichen Verlauf bis zum Pausenpfiff neutralisierten sich beide Mannschaften und taten sich schwer bei eigenem Ballbesitz das Spiel zu gestalten.

Die Partie begann in den zweiten 45 Minuten mit einem Paukenschlag. Giovanni dos Santos feuerte einen Schuss aus der Drehung aus 20 Metern in das Tor der Niederlande zur 1:0 Führung (48.).

Nach diesem Schock und das Ausscheiden vor Augen, fing die Niederlande nun an Offensiv wirklich aktiv zu werden und ein wahres Feuerwerk abzubrennen. Doch immer wieder stand ein Mexikaner oder der herausragende Torhüter der „El tri“ im Weg und vereitelte beste Chancen auf den Ausgleich.

In der Schlussphase verlagerte die Elftal ihr Spiel auf lange, weite Bälle in die Spitze. Nur ohne Erfolg. Hingegen lauerten die Mexikaner immer wieder auf gefährlich Konter.

Wie aus dem Nichts gelang der Oranje in der 88. Spielminute der erlösende Ausgleich. Nach einer Ecke und der Ablage von Huntelaar, war es Sneijder, der den Ball unhaltbar aus 15 Metern ins linke untere Eck hämmerte.

Als in der Nachspielzeit alles auf Verlängerung deutete war es das Foul von Marquez an Robben im Strafraum, welches die Entscheidung und den Sieg für die Niederlande brachte. Den fälligen Strafstoß verwertete Huntelaar sicher zum 2:1 Endstand (90. + 2).

Schwache Schiedsrichterleistung

Der Unparteiische Pedro Proenca aus Portugal zeigte eine mäßige Schiedsrichterleistung und beeinflusste mit dieser entscheidend den Ausgang dieser Partie.

Über die komplette Spielzeit gelang es dem Portugiesen nicht die Partie in den Griff zu bekommen und eine ruhige und souveräne Ausstrahlung walten zu lassen.

Seinen größten Fehler in dieser Begegnung machte Proenca als er der Niederlande einen klaren Elfmeter in der ersten Hälfte verweigerte.

In dieser angesprochenen Situation legt sich Arjen Robben den Ball gekonnt an den grätschenden Verteidigern der Mexikaner vorbei und wird dadurch vollkommen regelwidrig zu Fall gebracht. Beide  grätschenden Verteidiger, Moreno und Marquez, treffen zu keiner Zeit den Ball sondern nur die Beine Robbens. Eine klare Fehlentscheidung hier auf Weiterspielen zu entscheiden.

Kurz vor Ende der regulären 90 Minuten zeigte der Unparteiische dann doch noch einmal auf den Punkt in diesem Spiel. Wiederum war es Arjen Robben, welcher im Strafraum einen Haken schlug und anschließend von Marquez gefoult wurde.

Doch war dieser Elfmeter nicht so eindeutig, wie die Situation in der ersten Halbzeit. Man hätte diesen Strafstoß nicht geben müssen. Ob der Schiedsrichter so seinen Fehler aus dem ersten Durchgang wieder gutmachen und den Niederländern nicht zwei Elfmeter aberkennen wollte, bleibt reine Spekulation.

Fest jedoch steht, dass die Holländer dadurch in das Viertelfinale dieser Weltmeisterschaft einziehen.

Autor: Tom Wolny

Italien scheitert am Schiedsrichter

Datum: 24.06.2014         

Weltmeisterschaftsgruppenspiel: Italien – Uruguay

Die Nationalmannschaft Uruguays kämpft sich in einem von vielen Nickligkeiten getragenen Spiel in das Achtelfinale der Weltmeisterschaft in Brasilien. Dabei profitierte die Celeste von einer sehr umstrittenen und am Ende überzogenen roten Karte gegen den Italiener Claudio Marchisio.

Fouls und Unterbrechungen regieren

Von Anfang an merkte man, was in dieser Begegnung auf dem Spiel stand. Fast im Minutentakt jagte eine Unterbrechung die nächste. In der Folgezeit bot sich den Zuschauern ein kaum verändertes Bild. Die Ruppigkeit und die damit verbundenen Fouls nahmen zu. So war in der Anfangsphase nur selten echter Fußball zu erkennen.

Die unter Druck stehende Celeste tat dem Spiel angepasst sehr wenig für ihr Weiterkommen. Das Spiel in die Offensive zeigte sich oftmals nur als Stückwerk und brachte so die Uruguayer nicht gefährlich vor das Tor der Italiener.

Erst nach 30 Minuten gab es die erste wirkliche Torannäherung zu verzeichnen. Jedoch geriet Immobile bei seiner Direktabnahme zu sehr in Rücklage, sodass der Ball weit über das Ziel flog. Nur wenige Minuten später wurden die „Urus“ gefährlich. Nach einem Doppelpass zwischen Suarez und Lodeiro vereitelte jedoch Buffon diese gleich doppelt (33.).

Viel mehr ereignete sich in der ersten Halbzeit nicht. So beendete Schiedsrichter Rodriquez eine umkämpfte erste Hälfte nach 45 Minuten mit einem Stand von 0:0.

In der zweiten Halbzeit änderte sich nichts am Bild des Spiels. Weiterhin dominierten Unterbrechungen und Fouls die Partie.

Nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff zeigte der Unparteiische Marchisio nach dessen Foul im Mittelfeld die rote Karte und unterstützte so unbeabsichtigt die Bemühungen der Celeste.

In der Folgezeit kam Uruguay besser ins Spiel und nutzte so die zahlenmäßige Überlegenheit. Nach den Chancen von Cavani (66.) und Suarez (81.) nutze Godin die fällige Ecke zur 1:0 Führung der „Urus“.

Nun waren die Italiener gefordert in den verbleibenden Minuten ihr drohendes Ausscheiden noch zu verhindern. So warf die Azzurri alles nach vorn, verzweifelte jedoch an der erbarmungslos verteidigenden uruguayischen Nationalmannschaft und schied so bereits in der Vorrunde aus.

Überzogene rote Karte

Schiedsrichter Marco Antonio Rodriquez machte in diesem Spiel keine gute Figur und beeinflusste mit seiner Leistung entscheidend den Ausgang dieser Partie.

In der 59. Spielminute entschied der Unparteiische auf eine rote Karte für Marchisio. Doch bei genauerer Betrachtung der Situation wird deutlich, dass der Schiedsrichter aus Mexiko in bei diesem Foul in seiner Bewertung der Aktion deutlich überzog.

Marchisio traf zwar einen Gegenspieler und spielte Foul, jedoch war dieses niemals rotwürdig. Claudio Marchisio hielt im Mittelfeld die Sohle drüber und traf seinen Gegenspieler unterhalb des Knies. Aber mit der roten Karte überzog der Schiedsrichter aus Mexiko deutlich und beeinflusste so mit seiner Fehlentscheidung das Spiel maßgeblich.

Unter dem Strich gilt es diese Leistung daher mit enttäuschend zu bewerten und Verständnis für den Ärger der Italiener nach deren Ausscheiden zu zeigen.

Autor: Tom Wolny

Schwache Leistung des Unparteiischen

Datum: 23.06.2014         

Weltmeisterschaftsgruppenspiel: Kroatien – Mexiko

Aufgrund einer defensiv sehr disziplinierten Leistung und im Offensivspiel eiskalten Vorstellung setzen sich die Mexikaner verdient gegen Kroatien durch und ziehen damit zum sechsten Mal in Folge in das Achtelfinale einer Weltmeisterschaft ein.

Kroatien enttäuscht

Die Zuschauer sahen von Begin an ein hart umkämpftes Spiel, in dem beide Mannschaften zeitig deutlich machten, um was es in dieser Begegnung ging.

Leichte optische Vorteile erspielten sich zunächst die Kroaten, welche, gleich ihrem Gegner, zunächst die Offensive scheuten und den Ball über viele Stafetten in der eigenen Hälfte in den eigenen Reihen halten wollten.

Mit zunehmendem Spielverlauf kamen die Mexikaner besser ins Spiel und kamen zu guten Möglichkeiten, welche jedoch ungenutzt blieben.

In der Schlussphase der ersten Halbzeit nahm die Qualität der Partie deutlich. Aufgrund dessen, das wenig in den Offensivreihen beider Teams gelang, ging eine eher mäßige Partie torlos in die Pause.

In der zweiten Halbzeit zeigte sich ein ähnliches Bild wie in den ersten 45 Minuten. Die Kroaten versuchten über Ballbesitz die dicht gestaffelte Defensive der Mexikaner zu durchbrechen. Jedoch aufgrund von mangelnden Ideen und Kreativität gelang den Kovac – Schützlingen nicht viel.

Es dauerte bis zur 72. Spielminute bis das erste Tor dieser Partie fallen sollte. Nach einer Ecke war es der Kapitän der Mexikaner, Rafael Marquez, welcher das Leder zur 1:0 Führung per Kopf ins Tor der Kroaten beförderte.

Kroatien war nun gefordert und kam dem nach. Das Öffnen der Verteidigung Kroatiens wurde von den agilen Mexikanern eiskalt bestraft. Nach einem tollen Tempogegenstoß Mexikos war es Guardado, welcher den Ball im Strafraum aus kürzester Distanz unter die Latte hämmerte (75.).

Nur wenige Minuten später verlängerte Marquez einen Eckball auf Hernandez, welcher am langen Pfosten lauerte und den Ball über die Linie drückte (82.).

Das Spiel war gelaufen und Kroatien mit einer enttäuschenden Leistung somit aus dem Turnier. Dabei war der Anschlusstreffer von Ivan Perisic in der 87. Minute nur noch Ergebniskosmetik.

Schiedsrichter auf kroatischem Niveau

Ähnlich wie die Kroaten, welche in dieser Partie unter ihren Fähigkeiten spielten, agierte auch der Unparteiische Ravshan Irmatov aus Usbekistan.

Er fand über die kompletten 90 Minuten zu keiner klaren Linie und enttäuschte so maßlos. Zum einen hätte der Schiedsrichter aus Usbekistan Rebic nach seiner unfairen Attacke in der 84. Spielminute gegen Hernandez mit einer gelben Karte verwarnen müssen.

Zum anderen entschied er sich in der 65. Spielminute gegen einen  Elfmeter für Mexiko. Dies war in dieser Situation jedoch die völlig falsche Entscheidung. Denn der Kapitän der Kroaten ging in dieser Situation deutlich aktiv mit der Hand zum Ball und verhinderte so eine mögliche Chance für den Gegner.

Unter dem Strich bleibt festzuhalten, dass der Referee Irmatov an diesem Tag eine schwache Leistung zeigte und mit seiner Linie und dem nicht gegebenen Elfmeter aktiv in das Spielgeschehen eingriff und so den Spielverlauf beeinflusste.

Autor: Tom Wolny

Enttäuschender Schiedsrichterauftritt

Datum: 21.06.2014         

Weltmeisterschaftsgruppenspiel: Argentinien – Iran

Die mit Weltklasse Spielern gespickte argentinische Auswahl zittert sich per Last – Minute – Treffer von Superstar Lionel Messi zum Sieg über den Iran.

Glückliches Argentinien

Von Beginn an zeigte sich wer in dieses Spiel als Favorit ging. Argentinien bestimmte mit dem Anpfiff die Partie und bespielte die Iraner nach Belieben. Der Iran hingegen stand tief und erwartete die Angriffe Argentiniens mit elf Spielern in der eigenen Hälfte.

Die erste Torchance hatten jedoch die Iraner zu verbuchen (4.). Ab diesem Zeitpunkt spielte nur noch der zweimalige Weltmeister. Superstar Lionel Messi lies sich immer wieder zwischen die Reihen fallen um so das Spiel seines Teams zu lenken.

Im weiteren Verlauf suchten Messi, Aguero und Di Maria immer wieder da Dribbling, um so die engmaschige Abwehr der Iraner zu durchbrechen. Ohne Erfolg.

Die Albiceleste hatte deutlich mehr vom Spiel und erarbeitete sich bis zum Pausenpfiff mehrere Großchancen. Doch immer wieder scheiterten die Spieler Argentiniens am herausragenden Schlussmann der Iraner, Alireza Haghighi. So ging es mit einem glücklichen Unentschieden für die Iraner und knappen 80 Prozent Ballbesitz für Argentinien in die Kabinen.

In der zweiten Halbzeit zeichnete sich das gleich Bild wie in Durchgang eins. Die technisch überlegenen Argentinier suchten nach Mittel und Wegen, um der tief gestaffelten iranischen Mannschaft gefährlich zu werden.

Nach und nach schöpften die Asiaten mehr Selbstvertrauen aus ihrer eigenen Leistung und boten den Argentiniern einen offen Schlagabtausch, so dass sich ein völlig offenes und ausgeglichenes Spiel entwickelte.

Immer wieder tauchte der frühere Bundesliga – Profi Dejagah gefährlich vor dem Tor der Albiceleste auf. Er entwickelte sich zum herausragenden Spieler auf Seiten des Iran, konnte jedoch seine tolle Leistung nicht durch ein Tor krönen.

Aufgrund der mangelnden Chancenverwertung und dem offenen Schlafabtausch blieb das Spiel bis in die letzte Spielminute spannend. Mit dem besseren und glücklicheren Ende für den zweimaligen Weltmeister.

In der 91. Spielminute war es wieder einmal Lionel Messi, der sein Team vor einer Blamage bewahrte und den Ball aus halbrechter Position sehenswert und unhaltbar zum erlösenden 1:0 im Tor unterbrachte.

Schiedsrichter auf argentinischem Niveau

In einer Partie, die vor allem im zweiten Durchgang durch tolle Offensivaktionen geprägt war, enttäuschte wieder einmal der Unparteiische in Mitten der 22 Akteure.

Der Schiedsrichter, Milorad Mazic, aus Serbien fand zu keiner Zeit der Begegnung zu einer klaren Linie und bewies in vielen Situationen ein schlechtes Maß an Fingerspitzengefühl.

In der 55. Spielminute erreichte der Referee aus Serbien den Tiefpunkt seiner Leistung und griff spielentscheidend in den Verlauf dieser Begegnung ein. Er verweigerte in dieser Situation dem Iran einen klaren Elfmeter.

Pablo Zabaleta foulte Gegenspieler Dejagah klar und deutlich. Der Angreifer des Iran hatte sich den Ball im Strafraum am argentinischen Verteidiger vorbeigespitzelt und zog mit Tempo zum Tor. Zabaleta setzte ein Tackling an und unterband die Situation, jedoch völlig regelwidrig, in dem er nur den Spieler des Iran traf.

Aufgrund dieser Fehlentscheidung und der Tatsache, dass der Schiedsrichter ständig den Weg des Balles blockierte – somit ständig im Weg stand, sowie einer fehlenden klaren Linie über komplette 90 Minuten, gilt es diese Leistung des Unparteiischen als sehr schlecht zu bewerten.

Autor: Tom Wolny

 

Souveräner Schiedsrichterauftritt

Datum: 16.06.2014         

Weltmeisterschaftsgruppenspiel: Deutschland – Portugal

Die deutsche Nationalmannschaft startet mit einem furiosen Auftaktsieg in die WM und überrollt in Unterzahl agierende Portugiesen.  

Sehenswerter Auftakt

Von Beginn an zeigte sich, dass die Portugiesen sich hauptsächlich auf das Kontern eingestellt hatten. Tief gestaffelt und gut organisiert traten sie gegen das leicht favorisierte Deutschland an.

In den Anfangsminuten dieser Partie ging es dann trotzdem hin und her. Die Defensivtaktik der Portugiesen schien zu greifen. Immer wieder suchten sie Superstar Ronaldo, welcher mit Flankenläufen versuchte Torgefahr zu generieren.

In der 12. Spielminute spielte sich die deutsche Mannschaft gekonnt durch das Mittelfeld der Portugiesen bis in den Strafraum. Dort drehte sich Mario Götze um Joao Pereira, welcher sich nicht anders zu helfen wusste, als den flinken Götze zu halten – Strafstoß. Diesen verwandelte Thomas Müller sicher zur 1:0 Führung.

In der Folgezeit gelang es den Deutschen den Ball sicher in den eigenen Reihen laufen zu lassen und so den Gegner in der Sonne Brasilien zu zermürben.

Nach einer guten halben Stunde Spielzeit stellte die deutsche Mannschaft eindrucksvoll unter Beweis, dass sie nicht nur toll Tore herausspielen kann. Nach einem Eckball von Toni Kroos schraubte sich Mats Hummels höher als alle portugiesischen Verteidiger und köpfte den Ball wuchtig ins Tor zum 2:0 (32.).

Nur wenige Minuten später war es erneut Thomas Müller, welcher das Ergebnis in die Höhe trieb. Nach einer Flanke aus dem linken Halbfeld von Toni Kroos störte der Münchner Bruno Alves bei dessen Klärungsversuch und zog unhaltbar aus kurzer Distanz zum 3:0 ab (45. + 1).

In den zweiten 45 Minuten zeigte sich, dass die deutlich in Rückstand liegenden Portugiesen bedacht waren, das Ergebnis zu verwalten und nicht noch ein größeres Debakel herbeizuführen.

Jedoch gelang es dem Team um Superstar Ronaldo nicht, die Angriffe der Deutschen zu unterdrücken. Immer wieder spielte sich Deutschland vor das Tor Portugals, ohne jedoch diverse Möglichkeiten zu nutzen.

Bis in die Schlussminuten dieser Begegnung behielt diese das gleiche Bild. Es dauerte aber bis zur 78. Spielminute ehe erneut Thomas Müller seinen glanzvollen Auftritt krönen konnte. Nach einem Schuss von Andre Schüler aus spitzem Winkel setzte der Münchner schnell nach und drückte den Ball aus kürzester Distanz zum 4:0 Endstand über die Linie.

Souveräner Schiedsrichterauftritt

Der Schiedsrichter, Milorad Mazic, passte sich dem Spiel der deutschen Mannschaft an und zeigte eine tolle Leistung.

Er zeigte über die gesamten 90 Minuten einen souveränen und sicheren Auftritt. Zu dem bewies er in allen heiklen Spielsituationen gutes Augenmaß und entschied stets richtig.

Zum einen lag er bei der Elfmeterentscheidung gegen Joao Pereira richtig. Dieser klammerte deutlich gegen Götze und hinderte ihn so am Torabschluss.

Zum anderen erwies er gutes Fingerspitzengefühl beim größten Aufreger der Begegnung, als Pepe stark mit dem Arm gegen Müller arbeitete und diesen so zu Fall brachte.

In der anschließenden Aktion bei der Pepe den am Boden sitzenden Müller mit einer Kopfnuss abstrafte, behielt der Unparteiische einen kühlen Kopf und reagierte richtig. Er zeigte Pepe zu Recht die rote Karte und verwies ihn des Feldes.

Autor: Tom Wolny

Dr. Brych tadellos

Datum: 14.06.2014         

Weltmeisterschaftsgruppenspiel: Uruguay – Costa Rica

Das Team von Top – Torjäger Luiz Suarez und Geheimfavorit auf den WM – Titel, Uruguay, musste im ersten Gruppenspiel gegen Außenseiter Costa Rica eine herbe Niederlage einstecken.

Der Favorit hat das Nachsehen

Die Partie startet mit dem Anpfiff sehr intensiv und rassig. Der Underdog aus Costa Rica zollte dem Favoriten keinen Respekt und begann forsch.

Die erste Chance jedoch erarbeiteten sich die Favoriten aus Uruguay. Prompt landete der Ball in der 12. Spielminute im Netz, wurde aufgrund einer Abseitsstellung aberkannt.

Im weiteren Spielverlauf der ersten Halbzeit offenbarte der Underdog erste Defizite in der eigenen Hintermannschaft, so dass die mit Stars gespickte Offensive der Uruguayer immer wieder zu Chancen kam.

In der 24. Spielminute war der Druck des Favoriten für Costa Rica zu stark. Nach einem Freistoß klammerte der Verteidiger Junior Diaz seinen Gegenspieler und riss ihn so zu Boden – Elfmeter. Diese Chance lies sich der Star, Edison Cavani, nicht nehmen und vollendete zur 1:0 Führung.

Costa Rica zeigte sich nur wenig beeindruckt und hielt nun wieder besser dagegen. Sie erspielten sich jetzt gute Tormöglichkeiten, die jedoch ungenutzt blieben.

In den letzten 10 Minuten vor dem Pausenpfiff flachte das Niveau der Partie etwas ab und beide Teams agierten viel mit langen Bällen und neutralisierten sich in harten Zweikämpfen im Mittelfeld.

Beide Teams kamen unverändert aus den Kabinen und knüpften nahtlos an ihr gutes Spiel aus Durchgang eins an. Die erste Chance zum Ausgleich direkt nach Wiederanpfiff ließen die Costa Ricaner noch ungenutzt.

In der 54. Spielminute war es dann Campbell, der nach einem Flankenball das Spielgerät, völlig freistehend gegen die Laufrichtung Musleras zum Ausgleich im Tor unterbrachte.

Wiederum nur drei Minuten später war es Duarte der für die Überraschung sorgte. Nach einer Flanke von Bolanos drückte er den Ball per Flugkopfball in das Tor der Uruguayer (57.).

Nach diesem Tor drückten die Außenseiter auf die Entscheidung, konnten sich jedoch nicht belohnen. Dadurch kam Uruguay zurück ins Spiel, Costa Rica verlagerte das eigene Spiel auf Konter.

In der 84. Spielminute war es Urena, welcher nach einem tollen tiefen Pass von Campbell für die Entscheidung sorgte.

Herausragender Dr. Brych

In einer Partie, die vor allem in der ersten Halbzeit von Zweikämpfen und einer hohen Intensität geprägt war, zeigte sich der deutsche Schiedsrichter stets auf der Höhe des Geschehens und leistete sich keinen Fehler.

Zum einen sah er alle strittigen Entscheidungen richtig. Er erkannte das Tor von Cavani im ersten Durchgang zu Recht ab, als dieser sich im Abseits befand. Zu dem entschied er nur wenige Minuten später in der 24. Spielminute völlig richtig auf Elfmeter, als Junior Diaz Uruguays Lugano nach einem Freistoß klar zu Fall brachte.

Zum anderen bewies Dr. Felix Brych ein herausragendes Augenmaß bei der Verteilung von Karten und ahndete so auch die berechtigte rote Karte nach Abpfiff der Partie richtig. Dadurch hatte er eine schwierig zu leitende Begegnung stets im Griff und erntet für diese tadellose Leistung zu Recht großes Lob.

 Autor: Tom Wolny

Versagen über 90 Minuten

Datum: 13.06.2014         

Weltmeisterschaftsgruppenspiel: Mexiko – Kamerun

Auch die mexikanische Nationalmannschaft hat ihr erstes Gruppenspiel gegen Kamerun erfolgreich gestaltet. Nach mehreren Fehlentscheidungen des Unparteiischen gelang es den Mexikanern am Ende doch noch den verdienten Sieg einzufahren.

Mexiko trotzt Fehlentscheidungen  

Von Beginn an zeigte Mexiko, wer in dieser Partie der Favorit ist. Die Mexikaner machten von der ersten Minute an viel Druck und kombinierten sich sehenswert bis an den gegnerischen Strafraum. Doch bis in den Strafraum reichte die Angriffslust der Mexikaner nicht. Dort standen die Kameruner dicht gestaffelt und verteidigten gut.

Nach einem nicht gegebenen Tor Mexikos, verlor das Team etwas den Faden und lies Kamerun besser ins Spiel kommen. Doch Chancen durch Samuel Eto’o und Mbia konnten nicht genutzt werden (18./21.).

Im weiteren Spielverlauf nahm die schwungvolle Partie an Fahrt auf. Es entwickelte sich ein Spiel, welches ständig hin und her ging, und so kaum Pausen zur Erholung in der brennenden Hitze Brasiliens bot.

Doch ohne entscheidende Torraumszenen und die dadurch fehlenden Tore ging es mit einem torlosen Remis in die Kabinen.

Die Mexikaner kamen deutlich besser aus der Halbzeit und agierten sofort wieder aggressiv und bissig.

Es dauerte jedoch bis zur 61. Spielminute bis die Mexikaner ihr Übergewicht in Tor wandeln konnten. Nach einem tollen Doppelpass im Mittelfeld, zog Dos Santos ab. Dessen Schuss konnte Torhüter Itandje noch parieren, war jedoch gegen den Nachschuss von Peralta machtlos.

In der Schlussphase plätscherte die Partie etwas vor sich hin. Kamerun fiel gegen nun souverän und clever agierende Mexikaner nichts ein. Mexiko hingegen verwaltet so den Vorsprung gekonnt und brachte die knappe Führung über die Zeit.

Schiedsrichter enttäuscht auf ganzer Linie

Der Unparteiische Wilmar Alexander Roldan zeigte über die kompletten 90 Minuten eine extrem schwache Leistung.

Über den gesamten Spielverlauf wirkte der Schiedsrichter aus Kolumbien nicht souverän und war inkonsequent in der Vergabe von Karten.

Den Höhepunkt seiner miserablen Leistung zeigte Roldan in der 11. und 30. Spielminute als er den Mexikaner zwei reguläre Tore aberkannte.

In der 11. Minute war es Giovanni dos Santos, welcher den Ball regulär im Tor der Kameruner unterbrachte. Doch Schiedsrichter Roldan entschied fälschlicher Weise auf Abseitsstellung – falsche Entscheidung.

Auch in der 30. Spielminute war es wiederum Dos Santos, welcher den Ball regelkonform per Kopf im Tor unterbrachte. In dieser Situation entschied der Unparteiische aus Kolumbien auf ein Foulspiel des Mexikanischen Angreifers und pfiff so das Tor nach der Ecke der Amerikaner zurück.

Unter dem Strich bleibt eine sehr enttäuschende Schiedsrichterleistung stehen und die gesamte Fußballwelt kann nur auf Besserung der Schiedsrichter bei diesem Turnier hoffen.

Autor: Tom Wolny