Kategorie-Archiv: SV Werder Bremen

Zwei Fehler bei guter Spielleitung

26. Bundesligaspieltag: SC Freiburg – Werder Bremen

Dem Sportclub aus Freiburg gelingt es, mit dem 3:1 Heimsieg gegen den SV Werder Bremen, den zweiten Sieg in Folge zu feiern und sich so weiter wichtige Punkte im Abstiegskampf zu sichern und beendet so eine Negativserie gegen die Bremer.

Behäbiger Abwehrkomplex bereitet Probleme

Mit dem SV Werder Bremen kam der Angstgegner ins Breisgau. Doch diesem Gegner stellte sich der Sportclub von der ersten Minute.

Von Beginn an wurde deutlich, welches Team hier vor heimischem Publikum auftritt. Die Freiburger agierten sofort Zweikampfstark und mit einer hohen Präsenz, die sich vor allem im Ballbesitz wiederspiegelte.

Die Gäste hingegen versuchten sicher zu stehen und das Aufbauspiel der Gastgeber früh zu stören. Doch das zeitige und hohe Pressen der Bremer beeinträchtigte den Spielaufbau der Breisgauer nicht.

An sich ereignete sich im Verlauf des ersten Durchgangs nur wenig. Zusammengefasst zeigte sich den Zuschauern ein müdes Spiel mit nur fünf Torschüssen.

In der 15. Spielminute reichte einer dieser fünf Torschüsse sogar für die 1:0 Führung der Gastgeber. Guede hatte sich im Strafraum der Bremer durchgesetzt, der Ball konnte zwar geklärt werden, jedoch nicht entscheidend genug. Das Nachsetzen von Darida und der straffe und platzierte Schuss von Kapitän Schuster bestraften das halbherzige Defensivverhalten der Mannschaft von der Weser.

Die zweite Hälfte begann deutlich engagierter als der erste Durchgang. Dem Zuschauer kam das Gefühl beide Teams wollten Wiedergutmachung für die zähen ersten 45 Minuten dieser Partie.

Schon in der beiden Anfangsminuten der zweiten Halbzeit zeigte sich die Hälfte der Torschüsse aus Durchgang eins. Doch Junuzovic (46.) und auch Darida (47.), auf der anderen Seite, scheiterten an den Reflexen der Torhüter.

Ähnlich der Spielanlage der ersten 45 Minuten agierten die Breisgauer bissig und energisch, was die Gäste aus Bremen mehr und mehr forderte.

Die Bestrafung folgte auf den Fuß: Mehmedi setzte sich nach einem tollem Pass auf die Außen sehenswert durch und zog Richtung Strafraum. Aus halblinker Position spielte er einen punktgenauen Rückpass auf Klaus, welcher den Ball nur noch vollenden musste (53.).

Die 2:0 Führung reichte den Gastgebern nicht aus. Nur wenige Minuten später fasste sich der Torschütze aus der 53. Spielminute ein Herz und schloss aus 20 Metern ab. Sein Schuss konnte zunächst von Lukimya geblockt werden, doch dem energischen Nachsetzen von Mehmedi konnte die Bremer nichts mehr entgegen bringen (59.).

Diese 3:0 Führung des Sportclubs aus Freiburg bedeutete gleichzeitig den Verlust jedes Glaubens an Punkte seitens der Bremer, die durch eine unnötige Aktion von Freiburgs Ginter noch zum Ehrentreffer kamen.

In der 70. Minute klärte Ginter einen Ball kläglich vor die Brust von Bremens Kapitän Aaron Hunt, welcher frei aufs Tor zu lief und für Nils Petersen ablegte, welcher den Anschluss und gleichzeitig das Endergebnis herstellte.

Denn in den letzten 20 Minuten dieser Begegnung passierte nichts mehr, ein letztes Aufbäumen der Gäste fehlte komplett.

Zwei Fehler bei guter Spielleitung

Schiedsrichter Michael Weiner aus Giesen zeigte eine sehr unaufgeregte und souveräne Leitung dieses Spiels zum Auftakt des 26. Spieltags. Er entschied in allen Zweikampfsituationen stets richtig und hatte die Spielleitung sicher im Griff.

Doch leider unterliefen im weiteren Spielverlauf zwei grobe Patzer, die die Beurteilung seiner Schiedsrichterleistung entscheidend schmälern.

Zum einen stand Freiburgs Mehmedi vor dem 3:0 beim Schuss von Felix Klaus im Abseits und somit hätte sein Nachsetzen und die Erhöhung des Spielstandes auf 3:0 nicht zählen dürfen.

Zum anderen war die Bewertung der Szene in der 66. Spielminute falsch. Schiedsrichter Weiner entschied beim Fall von Klaus im Strafraum auf Schwalbe und eine Gelbe Karte für den Freiburger.

Doch Philipp Bargfrede hatte Klaus deutlich festgehalten und ihm so im Strafraum ein Weiterlaufen unmöglich gemacht. In dieser Situation hätte der Unparteiische also auf Elfmeter entscheiden müssen.

Autor: Tom Wolny

Torsten Kinhöfer hatte das Geschehen sehr gut im Griff

Artikel 18.03.14 – Schiedsrichter.net
Datum: 15.03.2014
25. Bundesligaspieltag: Werder Bremen – VFB Stuttgart

Auch im ersten Spiel unter dem neuen Cheftrainer der Stuttgarter, Huub Stevens, gelingt es den Schwaben nicht den ersehnten Sieg einzufahren, um wertvolle Punkte im Abstiegskampf zu sammeln. In Bremen kommt man trotz der Führung nicht über ein Unentschieden hinaus.

Werder weiterhin ohne Niederlage

Die Serie des SV Werder Bremen mit nunmehr fünf Spielen in Folge ohne Niederlage setzt sich fort. Auch im Spiel vor heimischem Publikum gegen den VFB aus Stuttgart nehmen die Nordlichter zumindest einen wichtigen Punkt mit.

Werder definierte sich wie in den letzten Wochen über eine kompakte Defensive und überlies dem Gast aus Stuttgart mehr Ballbesitz. Doch durch die enge Geschlossenheit war es den Stuttgartern vergönnt etwas aus ihrem gegebenen Ballbesitz zu generieren.

Aufgrund der Kompaktheit der Bremer und der zeitgleichen Ideenlosigkeit der Stuttgarter dieser Enge zu begegnen, spielte sich das Geschehen in der ersten Halbzeit hauptsächlich im Mittelfeld ab, Chancen blieben Mangelware.

Die erste richtige Chance erspielten sich dennoch die inaktiveren Gastgeber. Über Links setzte sich Caldirola durch, welcher eine scharfe Flanke auf Di Santo brachte, der jedoch aus kurzer Distanz das Spielgerät über den Querbalken beförderte (32.).

In der Schlussphase des ersten Durchgangs erhöhten die Schwaben noch einmal das Tempo und setzten die Bremer mehr und mehr unter Druck. Daraus ergaben sich weitere gute Chancen, die aber ungenutzt blieben (37./45.).

In der Nachspielzeit gab es noch den Aufreger der ersten 45 Minuten, als Schiedsrichter Kinhöfer nach vermeintlichen Handspiels der Bremer auf den Punkt zeigte – doch Martin Harnik schoss den Ball nur gegen den rechten Außenpfosten (45. + 1).

Der zweite Durchgang gestaltete sich mit Wiederanpfiff durchaus viel aufregender als die erste Halbzeit. Auf beiden Seiten erhöhte sich die Schlagzahl und die Teams wurden mutiger und erspielten sich mehr und mehr Chancen.

Nach einem gut abgewehrten Kopfball des Bremer Torhüters, Raphael Wolf, war dieser beim folgenden Nachschuss von Niedermeier letztendlich doch geschlagen und Bremen musste in der 55. Spielminute den 1:0 Rückstand hinnehmen.

In der Phase direkt nach dem Tor wuchs das Selbstbewusstsein der Schwaben deutlich an. Man erdrückte die Bremer förmlich mit den eigenen Angriffsbemühungen.

In der Schlussphase unterbrach Trainer der Bremer Robin Dutt mit seinen Wechseln etwas das Offensivspiel der Gäste aus Stuttgart – mit Erfolg. Die Wechsel auf Seiten der Hausherren brachten ihre Wirkung. Auch das Bremer Publikum war nun zu 100 Prozent wach und peitschte die Mannschaft zum Erfolg.

In der 79. Spielminute wandelte Kapitän Aaron Hunt den Schub des Publikums in den Ausgleich auf dem Rasen um. Er zirkelte einen Freistoß unhaltbar über den sich duckenden Mitspieler durch die Mauer der Schwaben und glich somit zum 1:1 Endstand aus.

Problemlose Schiedsrichterleistung

Schiedsrichter Torsten Kinhöfer aus Herne hatte das Geschehen auf dem Rasen sehr gut im Griff und leitete die Partie souverän und ruhig. Ihm unterliefen weder Fehler in der Zweikampfbewertung noch zeigte er Schwächen in der Beurteilung von schwierigen Szenen.

Doch leider unterlief dem Unparteiischen noch im ersten Durchgang der Partie ein grober Fehler, der ihm eine gute Beurteilung seiner Leistung zu Nichte macht.

Bei der Aktion als sich Werder – Verteidiger Lukimya in den Ball des schießenden Sakai warf und den Ball unabsichtlich mit der Hand spielte, entschied der Referee fälschlicher Weise auf Elfmeter und ermöglichte so den Gästen einen klaren Vorteil, auch wenn dieser ungenutzt blieb.

Betrachtet man die Szene näher, wird deutlich, dass diese Entscheidung ein klarer Fehler war, da Lukimya zum einen nicht seine Körperfläche vergrößerte und zum anderen aus kürzester Distanz angeschossen wurde und somit regelgerecht die Chance der Stuttgarter vereitelte.

Autor: Tom Wolny

Hoffenheim gegen Werder Bremen, 8 Tore und 3 Elfmeter

Datum: 30.11.2013
14. Bundesligaspieltag: Hoffenheim – Werder Bremen

Ein unfassbares und spektakuläres Spiel für jeden Zuschauer bei dem Werder Bremen mit einem Blitz – Comeback zurück ins Spiel fand.

Acht Tore und drei Elfmeter

Bundesligaspiele mit Hoffenheimer Beteiligung scheinen diese Saison immer ein Highlight zu werden. Das Spiel gegen Werder Bremen in der heimischen Arena nahm sofort an Fahrt auf. Es entwickelte sich ein temporeiches und schnelles Spiel. Hoffenheim übernahm die Initiative und bestimmte klar das Geschehen.
Das Team von Trainer Markus Gisdol versuchte das Mittelfeld schnell zu überbrücken und gezielt in die Spitze zu spielen. Über gutes Kombinationsspiel und ansehnlich vorgetragene Angriffe wurden deutlich die Schwächen der Werder Defensive offenbart. Mit zunehmendem Spielverlauf erhöhte Hoffenheim den Druck, mit welchen Werder förmlich überfordert wirkte.

„Mr. Elfmeter“ Sejad Salihovic verwandelte binnen sechs Minuten zwei regelkonforme Elfmeter (12./16.) und brachte Hoffenheim somit völlig verdient in Führung. Danach änderte sich rein gar nichts am Spielverlauf: Hoffenheim war klar spielbestimmend.

Doch in der 45. Verwandelte Aaron Hunt nach einem Handspiel den dritten fälligen Elfmeter und bereitet nur wenige Sekunden später das Tor von Elia, nach einem Fehler von Casteels im Hoffenheimer Tor, vor (45. + 1).

Der zweite Durchgang begann ähnlich intensiv und treffsicher wie der erste. Nach einer Salihovic Flanke köpft Kevin Volland völlig frei stehend zum 3:2 ein (49.). Geschuldet dieses Treffers verlor Bremen völlig die Ordnung und lies jegliche Strukturen vermissen. Nur vier Minuten nach dem Tor von Kevin Volland traf Herdling mit einem Sonntagsschuss zum 4:2 (53.).

Wiederum nur sechs Minuten später findet der Pass von Clemens Fritz von der Grundlinie seinen Abnehmer in Nils Petersen, der zum erneuten Anschluss traf (59.). Danach verlor die Partie an Fahrt und ein zerfahrenes Spiel ereignete sich.
Erst in der Schlussphase nahm das Spiel wieder an Tempo auf. Bremen drängte nun auf den Ausgleich und wurde nach einer Rettungstat von Casteels mit dem Tor von Bargfrede belohnt, der völlig frei, 14 Meter vor dem Tor einschob.

Fehlentscheidung und kein vierter Elfmeter

Wolfgang Stark ahndete zwei Foulspiele und ein Handspiel folgerichtig mit jeweils einem Elfmeter. Doch zu allem Überfluss hätte es einen vierten und somit weiteren Elfmeter für Hoffenheim geben müssen.
Volland setzte sich an der linken Seite im Strafraum der Bremer stark gegen zwei Gegenspieler durch und wurde letztendlich nur durch ein Foul gestoppt. Der Bremer Verteidiger traf den Kapitän der U21 Nationalmannschaft deutlich am linken Bein und brachte diesen damit zu Fall. Ein erneuter Elfmeterpfiff hätte ertönen müssen.

War sich Wolfgang Stark unsicher und entschied, aus Sicherheit heraus eine Fehlentscheidung zu vermeiden und einen weiteren Elfmeter zu ahnden, lieber gegen den Pfiff oder hat er es wirklich als kein Foul angesehen? Fest steht, dass sowohl der Linienrichter als auch Schiedsrichter Stark sich in guter Position zum Geschehen befanden und somit uneingeschränkte Urteilsfähigkeit hatten.

Unterm Strich erhält der Unparteiische an diesem Tag eine mangelnde Bewertung seiner Leistung. Er lag zwar bei allen Elfmeterentscheidungen richtig, bewertete jedoch viele Zweikämpfe schlecht und zum Teil auch falsch. Desweiteren übersah er Aaron Hunts Abseitsstellung vor dem 2:2 Ausgleich in der Nachspielzeit der ersten Hälfte und enthielt den Hoffenheimer einen weiteren Strafstoß.

So trennten sich beide Mannschaften mit einem gerechten 4:4 Unentschieden.

Autor: Tom Wolny