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Italien scheitert am Schiedsrichter

Datum: 24.06.2014         

Weltmeisterschaftsgruppenspiel: Italien – Uruguay

Die Nationalmannschaft Uruguays kämpft sich in einem von vielen Nickligkeiten getragenen Spiel in das Achtelfinale der Weltmeisterschaft in Brasilien. Dabei profitierte die Celeste von einer sehr umstrittenen und am Ende überzogenen roten Karte gegen den Italiener Claudio Marchisio.

Fouls und Unterbrechungen regieren

Von Anfang an merkte man, was in dieser Begegnung auf dem Spiel stand. Fast im Minutentakt jagte eine Unterbrechung die nächste. In der Folgezeit bot sich den Zuschauern ein kaum verändertes Bild. Die Ruppigkeit und die damit verbundenen Fouls nahmen zu. So war in der Anfangsphase nur selten echter Fußball zu erkennen.

Die unter Druck stehende Celeste tat dem Spiel angepasst sehr wenig für ihr Weiterkommen. Das Spiel in die Offensive zeigte sich oftmals nur als Stückwerk und brachte so die Uruguayer nicht gefährlich vor das Tor der Italiener.

Erst nach 30 Minuten gab es die erste wirkliche Torannäherung zu verzeichnen. Jedoch geriet Immobile bei seiner Direktabnahme zu sehr in Rücklage, sodass der Ball weit über das Ziel flog. Nur wenige Minuten später wurden die „Urus“ gefährlich. Nach einem Doppelpass zwischen Suarez und Lodeiro vereitelte jedoch Buffon diese gleich doppelt (33.).

Viel mehr ereignete sich in der ersten Halbzeit nicht. So beendete Schiedsrichter Rodriquez eine umkämpfte erste Hälfte nach 45 Minuten mit einem Stand von 0:0.

In der zweiten Halbzeit änderte sich nichts am Bild des Spiels. Weiterhin dominierten Unterbrechungen und Fouls die Partie.

Nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff zeigte der Unparteiische Marchisio nach dessen Foul im Mittelfeld die rote Karte und unterstützte so unbeabsichtigt die Bemühungen der Celeste.

In der Folgezeit kam Uruguay besser ins Spiel und nutzte so die zahlenmäßige Überlegenheit. Nach den Chancen von Cavani (66.) und Suarez (81.) nutze Godin die fällige Ecke zur 1:0 Führung der „Urus“.

Nun waren die Italiener gefordert in den verbleibenden Minuten ihr drohendes Ausscheiden noch zu verhindern. So warf die Azzurri alles nach vorn, verzweifelte jedoch an der erbarmungslos verteidigenden uruguayischen Nationalmannschaft und schied so bereits in der Vorrunde aus.

Überzogene rote Karte

Schiedsrichter Marco Antonio Rodriquez machte in diesem Spiel keine gute Figur und beeinflusste mit seiner Leistung entscheidend den Ausgang dieser Partie.

In der 59. Spielminute entschied der Unparteiische auf eine rote Karte für Marchisio. Doch bei genauerer Betrachtung der Situation wird deutlich, dass der Schiedsrichter aus Mexiko in bei diesem Foul in seiner Bewertung der Aktion deutlich überzog.

Marchisio traf zwar einen Gegenspieler und spielte Foul, jedoch war dieses niemals rotwürdig. Claudio Marchisio hielt im Mittelfeld die Sohle drüber und traf seinen Gegenspieler unterhalb des Knies. Aber mit der roten Karte überzog der Schiedsrichter aus Mexiko deutlich und beeinflusste so mit seiner Fehlentscheidung das Spiel maßgeblich.

Unter dem Strich gilt es diese Leistung daher mit enttäuschend zu bewerten und Verständnis für den Ärger der Italiener nach deren Ausscheiden zu zeigen.

Autor: Tom Wolny