Kategorie-Archiv: Eintracht Frankfurt

Entscheidende Fehler

Datum: 01.11.2014

10. Bundesligaspieltag: Hannover 96 – Eintracht Frankfurt

Hannover 96 erspielte sich über den gesamten Spielverlauf ein klares Chancenplus, dennoch sah es lange Zeit nach einem torlosen Unentschieden aus. Erst wenige Minute vor dem Schlusspfiff sorgte ein Eigentor für den knappen Sieg der Gastgeber.

Hannover spielbestimmend

Die Hausherren übernahmen mit Beginn dieser Partie sofort die Kontrolle über den Gegner und das gesamte Spiel. Die Niedersachsen machten das Spielfeld breit und ließen den Ball mit vielen Pässen sehenswert durch die eigenen Reihen laufen. Immer wieder setzten sie zusätzlich Nadelstiche nach vorn.

Die Eintracht aus Frankfurt hingegen wurde stets durch das frühe Stören der Gastgeber überrascht und kam somit zu keinem wirklich Spielaufbau und ließ jeglichen Zugriff auf den Gegner vermissen.

In der 19. Spielminute war es dann soweit. Dachten die Zuschauer. Nach einer Flanke der 96er war es Briand, welcher diese in Tor köpfte. Doch Schiedsrichter Stegemann hatte hier ein Offensivfoul des Angreifers der Niedersachsen gesehen und erkannte diesen Treffer nicht an.

Mit zunehmender Spieldauer konnten die Gäste aus Frankfurt mehr und mehr für Entlastung sorgen. Bevorzugt suchten sie die schnellen Außen Aigner und Kittel. Doch insgesamt entwickelte der Gast zu wenig eigen Initiative und lies eine notwendige Durchschlagskraft vermissen.

Da auch die Hausherren eine letzte Chance vor dem Seitenwechsel liegen ließen, ging es mit einem torlosen Unentschieden in die Kabinen.

Der zweite Durchgang startete mit den gleichen Vorzeichen wie die ersten 45 Minuten. Hannover blieb spielbestimmend und drängte auf den Führungstreffer. Hingegen die Eintracht zog sich weit zurück und erwartete den Gegner tief in der eigenen Hälfte und konnte so nur durch Passivität auffällig werden.

Jedoch gelang es Hannover vor heimischem Publikum nicht die klare optische Überlegenheit in Tore umzumünzen. Immer wieder zeichnete sich Felix Wiedwald im Tor der Gäste mit tollen Paraden gegen die Angriffe der Hannoveraner aus.

Die Niedersachsen wurden langsam ungeduldig und vernachlässigten ihre Konzentration in der Defensive. Doch Zieler war zwei Mal zu Stelle und vereitelte die Chancen der Gäste, welche wie aus dem Nichts entstanden.

Die Schlussphase zeigte sich weiterhin offen, da die Hessen nun mehr und mehr in der Offensive aktiv wurden und so ein ausgeglichenes Spiel herstellten. Da auf beiden Seiten die gewissen Zielstrebigkeit und Durchschlagskraft fehlte, schien diese Partie torlos zu enden.

Doch wie aus dem Nichts markierte ausgerechnet ein Frankfurter den Siegtreffer für die Gastgeber. Nach einem Kiyotake Freistoß verlängerte Hannovers Marcelo den Ball auf den zweiten Pfosten. Alexander Madlung wollte diesen Ball klären, beförderte ihn aber mit seinem Oberschenkel unglücklich in das eigene Tor und führte so die Gastgeber aus Hannover zum Sieg (88.).

Entscheidende Fehler

Schiedsrichter Sascha Stegemann aus Niederkassel zeigte ein sicheres und gutes Auftreten in seiner gesamten Leitung es Spiels. Er erwies sich stets sicher im Strafmaß, leistete sich jedoch zwei gravierende Fehler, welche seine Leistung deutlich schmälern.

Zum einen verhinderte der falsche Abseitspfiff in der Frühphase der Begegnung den Frankfurtern eine klare Chance zur Führung (13.). Zum anderen hätte der Kopfballtreffer von Briand nur wenige Minuten nach dieser Fehlentscheidung trotz des Körpereinsatzes gegen Kinsombi zählen müssen (19.).

Alles in allem zeigte der Unparteiische an diesem Tag eine sehr durchwachsene Leistung.

Autor: Tom Wolny

Enttäuschende Schiedsrichterleistung

Datum: 20.09.2014

4. Bundesligaspieltag: FC Schalke 04 – Eintracht Frankfurt

In einer ereignisreichen und aufregenden Bundesligabegegnung kämpft sich der Gastgeber nach einem tollen Start der Frankfurter Eintracht mit zwei Toren um den Pausenpfiff zurück in das Spiel.

Turbulente Partie

Die Gäste aus Hessen begannen forsch und strebten ein zielstrebiges Spiel nach vorn an. Prompt brachte die erste gute Möglichkeit der Frankfurter schon den ersehnten Erfolg.

Nach einem übersehenen Handspiel von Schalkes Ayhan und des in dieser Auslegung der Situation folgerichtigen Eckballs, war es Alexander Meier, welcher den Ball  nach einer Flanke von Djakpa und einem verunglückten Klärversuch von Boateng zum 1:0 für Frankfurt über die Linie drückte (14.).

Im weiteren Spielverlauf gelang es den „Knappen“ nicht spielerische Mittel zu finden, um den Gästen wirkliche Parole zu bieten. Ganz im Gegenteil: die Hessen zeigten sich weiterhin überlegen und erzielten so auch Treffer zwei.

In der 24. Spielminute war es Russ, welcher sich gleich gegen zwei Schalker durchsetzte und maßgenau mit einem technisch anspruchsvollen Außenristschuss zur 2:0 Führung einnetzte.

Erst mit diesem Zwei – Tore – Rückstand entwickelten die Gelsenkirchener einen Plan um der Defensive der Frankfurter gefährlicher zu werden. Doch die Möglichkeiten von Aogo und Meyer brachte nicht den gewünschten Torerfolg.

Jedoch gelang den Gastgebern mit großzügiger Unterstützung des Unparteiischen vor der Pause der Anschlusstreffer. Nach einer überzogenen Handelfmeterentscheidung war es Choupo – Moting, welcher den fälligen Strafstoß per Lupfer verwandelte (40.).

Zurück aus den Kabinen war es der S04, der sofort zielstrebiger und agiler wirkte. Mit diesem Schwung schafften es die Schalker  mit dem Tor kurz vor der Halbzeit und einem  Weiteren nur wenige Minuten nach der Halbzeit die Führung der Gäste aus Frankfurt zu egalisierten.

Nach einer Flanke des Torschützen der Schalker aus Durchgang eins, war es Julian Draxler, welcher den Ausgleich per Kopf markierte (50.).

Gerade als die Gastgeber dominanter wurden und auf die Führung drängten, schwächte sie sich selbst. Erst sah Boateng wegen eines taktischen Fouls seine zweite Gelbe Karte (61.), bevor sich Torschütze Draxler zu einer Tätlichkeit hinreisen lies (71.) und so die zweite Rote Karte binnen weniger Minuten sah.

In der Schlussphase versuchte sich die nun in Überzahl agierende Eintracht nochmals mit Offensivaktionen. Doch scheiterte an eigener Ideenlosigkeit und fehlendem Tempo.

Das Ende der Begegnung besiegelte nicht ein weiterer Treffer, sondern ein weiterer Platzverweis. Auch die Eintracht dezimierte sich in den Schlussminuten (85.).

Enttäuschende Schiedsrichterleistung

Der Unparteiische Markus Schmidt aus Stuttgart erwischte einen eher gebrauchten Tag. Der Schiedsrichter enttäuschte auf ganzer Linie.

Trotz der drei korrekten Platzverweise unterliefen dem Referee aus Stuttgart mehrere spielentscheidende Fehler und schmälern seine Leistung so erheblich.

Seine Auslegung der Handspiele erwies sich stets als falsch. Zunächst hätte das Eingreifen Ayhans in der 14. Spielminute mit Elfmeter und nicht mit Eckball geahndet werden müssen. Denn der junge Innenverteidiger der Schalke agierte aktiv mit seinem Arm und verhinderte so einen möglichen Treffer.

Der Strafstoß durch Medojevics vermeintliches Handspiel wurde zu Unrecht gepfiffen. So griff Schiedsrichter Markus Schmidt gleich zweimal entscheidend in den Spielverlauf ein.

Des Weiteren drohte dem Unparteiischen die Partie in den turbulenten Schlussminuten vollends aus den Händen zu gleiten. Er verlor mehr und mehr die Kontrolle über das Spiel.

Autor: Tom Wolny

Mangelhafte Schiedsrichterleistung

Datum: 14.09.2014

3. Bundesligaspieltag: Eintracht Frankfurt – FC Augsburg

 Der FC aus Augsburg sichert sich in einem hart umkämpften und phasenweise zähen Spiel den ersten Sieg der neuen Saison. Gegen den Gastgeber aus Frankfurt reichte ein Tor und eine sichere Defensive, die keinen Gegentreffer zu lies.

Erster Dreier

Die Gäste aus Augsburg begannen forsch und waren um eine aktive Gestaltung der eigenen Offensive bemüht. Getragen von einer passiven und verhaltenen Auftaktphase der Gastgeber tauchte der FC Augsburg schon früh zu Beginn dieser Partie immer wieder gefährlich vor dem Torhüter der Eintracht, Kevin Trapp, auf.

Dieser entschärfte mehrere Situationen der Gäste und bewahrte so sein Team vor einem frühen Rückstand.

Im weiteren Verlauf dieser ersten 45 Minuten kam die Eintracht besser ins Spiel, erhöhte den Druck und versuchte nun eigene Akzente zu setzen. In den Folgeminuten dieser Halbzeit kamen beide Mannschaften immer wieder zu guten Situationen, die jedoch keinen Torerfolg verbuchen konnten.

Nun hatte die Begegnung endgültig an Fahrt aufgenommen. Auf beiden Seiten pflegte man eine harte Zweikampfführung und war um jeden Raum bemüht.

Kurz vor dem Pausenpfiff zeigte erneut Kevin Trapp seine Fähigkeiten und verhinderte einen Rückstand seiner Mannschaft noch vor dem Seitenwechsel.

Die Augsburger kamen ähnlich bemüht und engagiert zurück auf das Spielfeld. In Anlehnung der ersten Halbzeit waren die Gäste darum bedacht über eigene offensive Akzente zum Torerfolg zu kommen.

Binnen weniger Sekunden nach Wideranpfiff scheiterte Werner gleich zweimal am starken Rückhalt der Hessen.

Doch in der 49. Spielminute war auch dieser machtlos, als sich Altintop gegen Anderson durchsetzte, welcher unfreiwillig Bobadilla bediente. Dieser ließ sich diese Gelegenheit nicht nehmen und verwandelte mit einem sehenswerten Schuss zur 1:0 Führung für die Gäste.

In der Folgezeit kamen die Hausherren wieder besser ins Spiel und rannten unermüdlich an. Doch da viele Aktionen zu hastig und ungestüm vollendete wurden fehlte jegliche Durchschlagskraft.

Dennoch entwickelte sich die Schlussphase der Partie zu einer einseitigen Angelegenheit, da sich die Gäste aus Augsburg nur noch auf das Verwalten der Führung konzentrierten.

Mit Erfolg: die Frankfurter Eintracht schaffte es nicht die nötige Zielstrebigkeit und Qualität aufzubringen, um dem Augsburger Tor noch einmal wirklich gefährlich zu werden. So sicherte sich der FC Augsburg den ersten „Dreier“ der Saison und verlässt damit die Abstiegsplätze.

Mangelhafte Schiedsrichterleistung

In einem hart und eng umkämpften Spiel zeigte der Schiedsrichter Manuel Gräfe eine schwache Schiedsrichterleistung. Insgesamt unterliefen dem Referee aus Berlin zu viele Fehler in der Leitung des Spiels.

Weiterhin im Detail offenbarte der Unparteiische Schwächen, die seine Leistung abermals schmälern. Zum einen hätte er in der 15. Spielminute beim Trikotziehen von Kohr gegen Kadlec zwingend auf Elfmeter entscheiden müssen. Zum anderen hätte der den Augsburger Spieler Baba in der 35. Spielminute für eine rüdes Einsteigen mit einer Gelben Karte verwarnen müssen.

Unter dem Strich addieren sich diese kleinen Fehler in der Zweikampfbewertung und Fehler größeren Ausmaßes zu einer mangelhaften Gesamtleistung, die so in einem Bundesligaspiel indiskutabel erscheint.

Autor: Tom Wolny

Dr. Felix Brych mit fehlender Linie

Datum: 17.04.2014         

31. Bundesligaspieltag: Eintracht Frankfurt – Hannover 96

Zum Auftakt des 31. Spieltages in der Bundesliga gelang den Niedersachsen aus Hannover ein wichtiger Auswärtserfolg bei der Frankfurter Eintracht. Am Ende setzte sich die zielstrebigere Mannschaft durch, obwohl sich der Gastgeber zweimal toll wieder herankämpfte.

Dem Klassenerhalt nah

Die Partie begann mit einem Paukenschlag. Die Gäste aus Hannover kamen besser ins Spiel und erwischten die Frankfurter eiskalt. Nur 120 Sekunden dauerte es bis zum ersten Jubelschrei in diesem Spiel.

Hannovers Pander konnte unbedrängt aus dem linken Halbfeld flanken und fand seinen Abnehmer in Leon Andreasen im Strafraum der Gastgeber. Dieser nickte den Ball aus ca. 11 Metern unhaltbar ins rechte untere Eck zur frühen 1:0 Führung für Hannover (2.).

Die weitere Anfangsphase der Hessen zeigte, dass diese sichtlich geschockt vom frühen Gegentor waren. Das Spiel der Hausherren war gespickt mit vielen Fehlern in der Ballannahme und  -Verarbeitung unter dessen der Spielaufbau deutlich litt.

Doch nach einigen Minuten kamen auch die Frankfurter besser ins Spiel und egalisierten die Führung der Gäste rasch.  Nach einem Freistoß war es Martin Lanig, welcher als Letzter in der Kette völlig unbedrängt vor dem Tor der Hannoveraner einschieben konnte (13.).

Nur wenige Minuten später schafften es die Gäste auf der anderen Seite erneut in Führung zu gehen. Lars Stindl setzte sich nach einer scharf geschlagenen Pander – Flanke gegen den noch eben umjubelten Martin Lanig im Kopfballduell durch und schoss seine Mannschaft wieder in Front (20.).

Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit zeigte sich die Spielanlage der Niedersachsen als durchaus reifer und besser. Zwar hielt die Eintracht mit Kampfgeist und Wille stark mit, lies jedoch Esprit und Spielwitz vermissen.

Die Folge war das 3:1 Hannovers. In der 29. Spielminute vollendete Didier Ya Konan einen toll vorgetragenen Spielzug über Stindl und Andreasen klug in die rechte untere Ecke.

In der Schlussphase des ersten Durchgangs dominierten nun die Gastgeber das Geschehen und übernahmen die Spielkontrolle, ohne daraus wirklich Ertrag zu generieren.

Die Anfangsphase des zweiten Durchgangs zeigte wieder ein völlig anderes Bild als die Schlussminuten der ersten 45 Minuten: Frankfurt wankte hier einem weiteren Gegentreffer entgegen.

Doch der weitere Verlauf der zweiten Hälfte zeigte, dass die Eintracht noch einmal versuchte das Spiel zu drehen. Erfolgreich flankte Aigner den Ball in den Strafraum, wo der eingewechselte Alex Meier per Kopf den Anschluss für die Hessen herstellte (68.).

In den verbleibenden 20 Minuten drückten die Hausherren auf den Ausgleich, ließen jedoch die letzte Konsequenz im Abschluss vermissen und mussten sich somit als rechter Verlierer geschlagen geben.

Fehlende Linie

In einer überschaubaren Partie zwischen zwei Kellerkindern passte sich auch der Unparteiische dem Niveau der Begegnung an.

Dr. Felix Brych aus München leistete sich im gesamten Spielverlauf zwar keine eklatanten Fehler, schaffte es jedoch auch nicht eine klare Linie zu finden.

Mit seinen diskutablen Beurteilungen einzelner Szenen brachte er keine Ruhe ins Spiel, als dieses an Fahrt und Hektik aufnahm.

Zu dem leistete sich der Referee viele grobe Schnitzer in der Beurteilung der Zweikämpfe zwischen den 22 Akteuren auf dem Rasen.

Deshalb ist diese Leistung des Unparteiischen an diesem Tag nur mit ausreichend einzustufen und sollte den Referee aus München in den nächsten Spielen zu besseren Leistungen anhalten.

Autor: Tom Wolny

Christian Dingerts souveräne Schiedsrichterleistung

Datum: 11.04.2014         

30. Bundesligaspieltag: FC Schalke 04 – Eintracht Frankfurt

Der FC Schalke 04 sichert seinen Champions League Platz in der Tabelle mit einem wichtigen Heimerfolg gegen formstarke Frankfurter. Ein Spiel, welches im ersten Durchgang recht schwer und zäh wirkte, nahm in den zweiten 45 Minuten an Fahrt auf und bescherte den Schalkern drei Punkte.

Toller Auftakt des 30. Spieltages

Die Partie startet mit vielen Zweikämpfen und einer hohen Präsenz beider Mannschaften im Mittelfeld. Die Gastgeber fanden mehr über den Ballbesitz in ihr Spiel und der Gast aus Frankfurt zeigte sich vor allem über blitzschnelles Umschaltspiel nach Balleroberung immer wieder gefährlich.

Ohne jedoch Tormöglichkeiten zu kreieren spielte sich das Geschehen hauptsächlich in der neutralen Zone ab, weil auch die Gastgeber nicht wirklich eine zündende Idee hatten, gefährlich vor das Tor von Kevin Trapp zu kommen.

Über ein Wechselspiel der Offensivpositionen der Schalker kam etwas Leben und Bewegung in das bis dahin zähe Spiel. Prompt wurde es gefährlich. Nach einer Flanke von Max Meyer brachte der Topstürmer der „Knappen“, Klaas – Jan Huntelaar, einen Kopfball auf Trapp, welcher diesen mit einem Glanzreflex an die Latten lenken konnte.

Die Schalker traten in der Schlussphase deutlich präsenter und spielbestimmender als noch in den Anfangsminuten auf, wussten dies jedoch nicht in Torraumszenen umzuwandeln. So endete der erste Durchgang torlos Unentschieden.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit änderten die Gastgeber ihr Auftreten komplett. Mit deutlich besserer Spielanlage verlagerten sie ihr Spiel in die Hälfte der Gäste, von denen kaum noch Offensivakzente zu sehen waren.

Gute Chancen durch Neustädter (50.) und Draxler (51./54.) blieben zunächst ungenutzt, ehe der sich der Druck in der 59. Spielminute für das Team von Jens Keller bezahlt machte.

Nach einem strammen Distanzschuss von Kolasinac an den Pfosten scheiterte Huntelaar erst noch an Trapp, der den Ball mit der Faust abwehren konnte, aber die Folgeaktion, welche sich für Max Meyer mit einem Nachschuss aus sechs Metern offenbarte, nutzte der Youngstar zur 1:0 Führung.

Dieser Treffer wirkte förmlich wie ein Dosenöffner dieser Partie. In der Folgezeit erspielten sich die Hausherren Chance um Chance, sogar ein zurückgenommenes Tor und eine verschossener Elfmeter machten dieses Spiel in den zweiten 45 Minuten zu einem unterhaltsamen und gelungenen Auftakt des 30. Spieltages.

Danach beruhigt sich das Geschehen auf dem Rase etwas, bis es in die letzten 10 Minuten ging. Die Eintracht startete nun ihre Schlussoffensive ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden und die Königsblauen machten den Deckel auf dieses Spiel. Jefferson Farfan zirkelte einen Freistoß auf 20 Metern unhaltbar zum 2:0 Endstand in die Maschen (90.+ 1).

Lob für den Unparteiischen

Entgegen vieler falscher und problembereitender Entscheidungen durch die Schiedsrichter in den letzten Wochen, zeigte Christian Dingert eine sehr souveräne und ansprechende Leistung.

In einem Spiel, dass kaum Zündstoff bot, löste er die kleinen wenigen Auffälligkeiten stets richtig und gekonnt.

Zum einen war es richtig auf Strafstoß für Schalke zu entscheiden, da den „Knappen“ in dieser Situation in der zweiten Hälfte klar eine Tormöglichkeit durch regelwidriges Verhalten genommen wurde.

Zum anderen war die Entscheidung des Unparteiischen auch richtig, als er das Tor von Julian Draxler in der 61. Spielminute wegen einer Abseitsstellung zurücknahm.

Auch wenn Schiedsrichter Dingert in dieser Situation womöglich passiv den ersten Videobeweis der Bundesligageschichte zu Rate zog, worüber sich nur spekulieren lässt, ist diese Leistung des Referees aus Lebecksmühle als wirklich herausragend und gut zu bewerten, da er sich stets auf der Höhe des Geschehens präsentierte.

Autor: Tom Wolny

Eintracht Frankfurt – Hertha BSC Berlin, Fehlentscheidung von Schiedsrichter Dr. Drees

Datum: 25.01.2014
18. Bundesligaspieltag: Eintracht Frankfurt – Hertha BSC Berlin

Das „Top – Spiel“ des 18. Spieltages um 18.30 Uhr in der Commerzbank – Arena ließ all seine Höhepunkte im Verborgenen und erstreckte sich über weite Strecken sehr niveauarm.

Wieder einmal Alexander Meier erlöst die Frankfurter Eintracht

Die Anfangsminuten ließen schon viel über den weiteren Spielverlauf dieses Bundesligaspiels zwischen dem Tabellenviertzehnten und dem Tabellensiebten erahnen. Beide Mannschaften begannen so die Partie vorsichtig, mit gegenseitigem Abtasten und versuchten über einen guten Spielaufbau Sicherheit zu gewinnen.

Die Folge – ein langes Mittelfeldgeplänkel ohne wirkliche Höhepunkte. Vor allem die Eintracht wirkte vor heimischem Publikum unsicher und nervös. Immer wieder leiteten eigene leichtsinnige Fehlpässe Berliner Angriffe ein, die jedoch auch in guten Situationen, ungenutzt blieben (Allagui 13./15.).

Im weiteren Verlauf zeigten so die Frankfurter ihre Antwort auf das beginnende Übergewicht der Gäste. Die bis dahin komplett in der Luft hängende Doppelspitze Meier/Rosenthal zog sich ihrerseits mehr und mehr in die eigene Hälfte zurück und arbeitete so als wirklich erste Verteidigung gegen den Ball.
Die nun gut verschiebende Eintracht und die hart arbeitende Berliner Hertha verstärkten mit dieser Spielanlage weiterhin den Spielablauf zwischen den Strafräumen.

Wie in ähnlichen Spielen oft der Fall, führen hier grobe Aussetzer meist zu Tormöglichkeiten oder gar Toren. Auch an diesem Samstagabend in Frankfurt. Aus dem Nichts lief der Frankfurter Torjäger Alexander Meier, nach einem Befreiungsschlaf von Mitspieler Russ, allein auf das Tor der Berliner zu und verwertete sicher ins linke Eck zur 1:0 Pausenführung für die SGE.
Die zweiten 45 Minuten starteten sehr zerfahren und angespannt. Ein ständiger Wechsel von Fehlpass und Foul ereignete sich in dieser niveauarmen Partie, die zunehmend an Spielfluss verlor.

Der einzige „Höhepunkt“ des Spiels lag in einer Fehlentscheidung des Schiedsrichters Dr. Drees aus Münster, welcher nach einem Armeinsatz des Frankfurter Verteidigers Zambrano fälschlicher Weise, statt dem Elfmeterpfiff für die Hertha, einen Freistoßpfiff für die Gastgeber, ertönen ließ.
In der Schlussphase fand die Eintracht zu ihrem Spiel aus der ersten Hälfte zurück und stand tief und arbeitete gut gegen den Ball. Die Folge war, dass die Berliner Hertha keine gefährlichen Akzente mehr setzen konnte und somit in einem schwachen Spiel, trotz deutlich besserer Spielanlage in den ersten 45 Minuten, unglücklich als Verlierer von fremdem Platz gehen musste.

Angepasste Schiedsrichter Leistung

An das an sich höhepunktarme und schwache Spiel beider Teams passte sich auch der Unparteiische Dr. Jochen Drees aus Münster-Sarmsheim an.
Der Referee fand im gesamten Spiel zu keiner klaren Linie und bewerte oftmals ähnliche Zweikampfsituationen unterschiedlich und legte deren Entscheidung differenziert aus.
Hinzu kam eine klare Fehlentscheidung durch den Schiedsrichter, welche den Gästen aus Berlin womöglich den Ausgleich verwehrte (71.).

Adrian Ramos zog mit viel Tempo von der linken Seite in den Strafraum der Frankfurter. Innenverteidiger Carlos Zambrano, sichtlich mit Problem in der Aufnahme des hohen Tempos, schob klar seinen Arm und Ellenbogen ins Gesicht des Berliner Angreifers, um jenem das Tempo zu nehmen und dem Angriff die Gefährlichkeit zu entziehen.

Doch laut Regelwerk der Fifa ist jeglicher absichtlicher Ellenbogen- und Armeinsatz im Zweikampf mit einem Gegenspieler als Tätlichkeit und somit mit einer Roten Karte zu ahnden. In diesem Fall hätte auch einen Elfmeter für die Gäste aus Berlin geben müssen.
Alles in allem eine sehr übersichtliche Schiedsrichterleistung an diesem Tag, die jedoch von einer noch schlechteren Spielleistung beider Mannschaften überschattet wird.

Autor: Tom Wolny