Kategorie-Archiv: Eintracht Braunschweig

Inkonsequente Linie

27. Bundesligaspieltag: Eintracht Braunschweig – 1. FSV Mainz 05

Eine kämpferisch überzeugende Leistung bringt der Eintracht aus Braunschweig drei weitere wichtige Punkte gegen den Abstieg. Mit zwei Toren für sein Team avancierte Domi Kumbela zum Matchwinner für die abstiegsbedrohten Aufsteiger der Vorsaison.

In Braunschweig kehrt die Hoffnung zurück

Im heimischen Stadion setzte die Braunschweiger Eintracht auf frühes Attackieren und eine bedingungslos hohe Laufarbeit. Doch der hohe Aufwand zahlte sich in den Anfangsminuten noch nicht aus.

Auf der anderen Seite versteckten sich die Gäste aus Mainz keineswegs. Immer wieder starteten diese gefährliche und schnelle Angriffe über die agilen Müller und Mali.

Doch in der 18. Spielminute waren es die Hausherren, die ihren hohen Aufwand belohnten. Eine Fehlerkette der Mainzer, an der am Ende Kopfballduellsieger Kumbela das Tor erzielte, leitete die 1:0 Führung der Eintracht ein.

Die Mainzer wirkten von diesem Rückstand zur keiner Zeit geschockt. Ganz im Gegenteil: nur 120 Sekunden später war es Nicolai Müller, welcher nach einer Flanke von Pospech in Position gelaufen war, und die Kugel sicher zum 1:1 Ausgleich im Tor verwertete (20.).

Dieser Ausgleich drehte den Verlauf der Partie völlig auf den Kopf. Die Angriffsbemühungen und der hohe Aufwand der Gastgeber wurde zunehmend weniger und brachte die Mainzer besser ins Spiel.

Immer wieder drangen die Gäste über die rechte Offensivseite durch und wurden durch Flanken von Pospech immer wieder gefährlich. Jedoch bewahrte Braunschweigs Davari seine Mannschaft immer wieder vor dem Rückstand.

Auf der anderen Seite regierte eine kollektive Unsicherheit in den Defensivreihen der Gäste. Ein Freistoß von Boland in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit konnte von Noveski nur schlecht als Recht geklärt werden und landete vor den Füßen von Nielsen, welcher den Ball zur erneuten Führung im Tor des FSV unterbrachte (45. + 3).

Im zweiten Durchgang versuchten die Braunschweiger an ihr agiles Pressing aus den Anfangsminuten des ersten Durchgangs anzuknüpfen, was ihnen auch gelang. So konnte die Mainzer ihr eigenes Spiel nicht richtig durchsetzen.

Auch im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit gelang des den Niedersachsen die Tuchel – Elf in der eigenen Hälfte festzunageln. Große Torchancen erspielten sich die Lieberknecht – Schützlinge dabei jedoch nicht.

Die Mainzer versuchten zwar immer wieder über die weiterhin gute rechte Seite zu Tormöglichkeiten zu kommen, wurden aber immer wieder entscheidend am Abschluss gehindert.

Die Hausherren hingegen stellten in Person von Kumbela die Weichen endgültig auf fünften Saisonsieg. In der 77. Spielminute beförderte der Stürmer der Braunschweiger den Ball nach einer Flanke von Elabdellaoui per Fallrückzieher sehenswert zur 3:1 Führung ins Tor der Gäste.

In der Schlussphase versuchten die Mainzer noch einmal alles um die Gastgeber zu überwinden, aber durch hohen Laufaufwand und eine tolle kämpferische Einstellung gelang es dem Schlusslicht so, die Räume eng zu halten und keine weiteren Möglichkeiten zuzulassen.

Inkonsequente Linie

Schiedsrichter Robert Hartmann aus Wangen hatte Zusehens große Probleme mit der Leitung dieses Spiels, was sich in der Bewertung von Zweikämpfen und der Auslegung von einzelnen Situationen wiederspiegelte.

Alles in allem legte der Unparteiische in dieser Partie eine großzügige Linie an den Tag, welche er jedoch nicht konsequent und geradlinig durchbrachte und sich so seine Fehler häuften.

Den größten Fehler machte der Referee aus Wangen beim Ellenbogenschlag von Kumbela gegen Zimling in der 48. Spielminute, welchen er klar mit einer Gelben Karte hätte ahnden müssen, was wiederum im weiteren Spielverlauf zur Gelb – Roten – Karte und dem gleichbedeutenden Platzverweis geführt hätte.

Ob die Eintracht so in Unterzahl und ohne den Doppeltorschützen Kumbela auf dem Platz das Spiel hätten für sich entscheiden können oder ob der FSV Mainz 05 so die Oberhand in dieser Partie erlangt hätte bleibt ungewiss.

Fest steht nur, dass der Schiedsrichter an diesem Tag eine eher überschaubare Leistung bot.

Autor: Tom Wolny

Schiedsrichter Günter Perl entscheidet ungewollt die Partie

Datum: 01.03.2014
23. Bundesligaspieltag: Eintracht Braunschweig – Borussia Mönchengladbach

Das Bundesligaspiel zwischen der Braunschweiger Eintracht und den Gästen aus Gladbach endet nach zwei kuriosen Toren am Ende mit einem 1:1 Unentschieden, welches beiden Teams deutlich zu wenig ist.

Auf der einen Seite können so die Gastgeber ihren Abstand auf das rettende Ufer nicht verkürzen und auf der anderen Seite schafft es die Borussia nicht ihre Sieglos – Serie zu beenden.

Torhüter „erzielen“ die Tore

Der Beginn dieser Begegnung des 23. Spieltags zeigte sich engagiert und entschlossen. Braunschweig begann stark und machte die Räume eng. Dadurch gelang es der Favre – Elf nicht sich zu entfalten.

Doch im direkten Vergleich war es auch der Offensive der Hausherren vergönnt nennenswerte Aktionen zu kreieren.

Obwohl es auch in der Folgezeit der Partie an Höhepunkten fehlte, gingen die Gäste nach einem Eckball glücklich und mit tatkräftiger Unterstützung der Braunschweiger in Führung. Raffael trat eine scharf angeschnittene Flanke in Richtung des ersten Pfostens der Eintracht. Dort irritierte Boland seinen Torhüter Davari, von dessen Knie der Ball ins Tor zum ersten Treffer der Partie sprang (25.).

Im Anschluss dieses unglücklichen Tores zu Lasten der Gastgeber entwickelte sich ein besseres Spiel gespickt mit einigen Tormöglichkeiten auf beiden Seiten. Doch weder Kessel (27.), Pfitzner (34.) oder Hochscheidt (38.) auf der einen Seite sowie Hrgota (43.) auf der anderen Seite, konnten die sich bietenden Chancen nutzen.

Im zweiten Durchgang hingegen verfiel das Spiel zurück in alte Muster der Anfangsphase. Die ideenlosen Gastgeber mühten sich in der Offensive, wobei sich die Borussia aus Mönchengladbach nur auf ihre gut gestaffelte Defensive verließ und den Vorsprung verwaltete.

Doch in der 52. Spielminute kippte das Momentum der Partie grundlegend. Nach einem harmlosen Rückpass von Kapitän Philip Daems auf seinen Keeper Ter Stegen, zeigte dieser unbekannte Schwächen in der Behandlung des Balles am Fuß und beförderte diesen ungewollt ins eigene Netz zum 1:1 Ausgleich.

Ab dieser Sekunde war die Eintracht besser im Spiel und erarbeitete sich immer wieder gute Chancen in dem sie den Druck deutlich erhöhte.

Durch mehr Tempo im Spiel entstanden mehr und mehr Räume auf beiden Seiten, die zu Ungunsten des Betrachters leider nicht in Tore umgewandelt werden konnte. Weder die Braunschweiger in Person von Kessel (78.) und Theuerkauf (90. + 1) konnten einen Treffer erzielen, noch die Gladbacher in Personalunion Jantschke/Kruse (84./87.).

So blieb es bei einem fast schon nutzlosen Punkt für beide Seiten.

Ergebnisbeeinflussender Fehler

In einem alles in allem unkompliziert zu leitenden Bundesligaspiel entschied Schiedsrichter Günter Perl ungewollt die Partie, in dem er den Gladbachern ein reguläres Tor aberkannte. Nach einem Pass aus dem Mittelfeld zwischen die Abwehrreihe der Braunschweiger erlief der eingewechselte Peniel Mlapa den Ball und versenkte diesen sicher im Tor (89.).

Doch der Unparteiische entschied fehlerhaft zu Gunsten der Braunschweiger auf eine Abseitsstellung des Angreifers und nahm somit den Gästen aus Gladbach, wenn auch nur indirekt, drei Punkte, mit welcher diese ihre Negativbilanz hätten beenden können.

Unter dem Strich bleibt festzuhalten, dass es die Leistung des Schiedsrichters an diesem Tag als mit nicht ausreichend zu bewerten gilt. Zur entscheidenden Fehlentscheidung beim Tor von Mlapa, kamen zu dem noch viele kleine Unsicherheiten und Fehler in der Zweikampfbewertung, die die Leistung des Referees erheblich schmälern.

Autor: Tom Wolny