Kategorie-Archiv: Bundesliga

Markus Schmidt und die 85. Spielminute

Datum: 03.02.2015

19. Bundesligaspieltag: Borussia Mönchengladbach – SC Freiburg

Die Gäste aus Freiburg zeigten von Beginn an eine aktive Einstellung. Trainer Christian Streich ließ seine Elf in den Anfangsminuten extrem hoch verteidigen. Das Ergebnis dieser Taktik war ein Spiel für das Auge des Zuschauers. Dieses Risiko brachte zahlreiche Torchancen auf beiden Seiten hervor.

Bereits in den ersten 20 Minuten ergaben sich beiden Strafräumen Möglichkeiten ein Tor zu erzielen. Nach einer schönen Passstafette im Mittelfeld erzielten die Fohlen folglich das Tor des Tages.

Im Anschluss an diese Kombination im Mittelfeld war es Hrgota, welcher den Ball in den Strafraum vor das Tor der Freibuger flankte. Nach einem Fehler von Günter, der neben den Ball trat, stand Partick Hermann am langen Pfosten blank und lies sich diese Chance nicht nehmen (23.).

In der Folgezeit lauerten die Gastgeber nur auf Fehler der Breisgauer und kamen so immer wieder zu Chancen. Doch die letzte Möglichkeit vor dem Seitenwechsel blieb den Gästen – aber Petersen scheiterte allein vor dem Tor am starken Rückhalt der Gladbacher.

Der zweite Durchgang ähnelte den vorangegangen 45 Minuten dieser Partie. Gladbach ruhte sich auf der Führung aus und Freiburg dominerte das Geschehen.

Bis weit hinein in die Schlussphase fehlte es den Gästen jedoch an Durchschlagskraft. In der 83. Spielminute hatte Schmid die größte Chance zum Ausgleich, doch schloss völlig überhastet und zu unplatziert ab.

Der Aufreger einer sonst sicher und gut geleiteten Partie durch den Unparteiischen, Markus Schmidt aus Stuttgart, war das Foul vom Gladbacher Xhaka gegen den zuvor eingewechselten Philipp (85.).

In dieser Situation hätte der bereits mit Gelb verwarnte Gladbacher die Ampelkarte sehen müssen. Doch hier lies der Referee die Karte unberechtigter Weise stecken – Fehlentscheidung.

Hätte Gladbachs Xhaka in dieser Situation den verdienten Karton gesehen, wären die Breisgauer mindestens fünf Minuten in Überzahl agierend gewesen. Somit hätte für die zuvor schon aktiveren Gäste eine große Möglichkeit bestanden, den Ausgleich in den letzten Spielminuten zu erzielen.

Doch so blieb es, durch die Fehlentscheidung Schmidts, bei einem ausgeglichenen 11 gegen 11, bei dem es die Breisgauer nicht schafften den Ausgleich herzustellen und somit zu mindestens noch einen Punkt aus Gladbach zu entführen.

Darüber hinaus bietet diese Fehlentscheidung genug Gesprächs – und vor allem Spekulationsbedarf über einen möglichen anderen Ausgang der Partie.

Autor: Tom Wolny

Gute Schiedsrichterleistung von Bastian Dankert

Datum: 03.02.2015

19. Bundesligaspieltag: FC Bayern München – FC Schalke 04

Wie schon im Hinspiel gelingt es gut aufspielenden Schalkern, dem amtierenden Meister Punkte zu nehmen und sich Auswärts in der Allianz – Arena einen Punkt zu sichern.

Höhepunktarme Begegnung

Die Begegnung benötigte einige Minuten, um wirklich Fahrt aufzunehmen. Doch anschließend an diese kurze Abtastphase war es das erhoffte Spitzenspiel. Die Münchner erspielten sich in der Folgezeit Eckball um Eckball, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden.

Nach einer ersten Chance von Schalkes Meyer, war es Sidney Sam, der einen tiefen Ball hinter der hochstehenden Bayerndefensive erlief und frei vor Manuel Neuer auftaucht. Den Klärversuch in letzter Sekunde von Jerome Boateng bestrafte Schiedsrichter Bastian Dankert mit der roten Karte für den Weltmeister. Den fälligen Strafstoß vergab Schalkes Choupo – Moting kläglich (18.).

Im weiteren Verlauf ebbte die Begegnung deutlich ab. Dem Rekordmeister war eine leichte Verunsicherung an zu merken. Die Münchner mussten sich erst einmal neu sortieren. Der Gast aus Westfalen hingegen, lauerte auch in Überzahl auf die Fehler der Gastgeber und agierte tief stehend.

Nach einem Höhepunktarmen erstem Durchgang kamen die Mannschaften motiviert aus den Kabinen. Doch am tristen Spielverlauf aus der ersten Halbzeit änderte sich nichts. Die Münchner hatten einen hohen Ballbesitz und ließen den Ball wie gewohnt gut in den eigenen Reihen laufen.

Der erste Aufreger der Partie führte gleich zum ersten Tor. Nach dem ein abgefälschter Ball von Lewandowski im Tor der Knappen landete, entschied sich der Unparteiische gegen das Tor und gab Eckball für den Hausherren.

Die anschließende Ecke verwandelte Arjen Robben mit dem Kopf, völlig freistehend zum 1:0 in der 67. Minute.

Allerding hielt der Jubel des Rekordmeisters nicht lang an. In Überzahl agierend schöpften die Schalker nun mehr Mut und veredelten, in Person von Benedikt Höwedes, ebenfalls einen Eckball zum Ausgleich (72.).

Leider blieben diese Minuten die unterhaltsamsten des gesamten Spiels. Nach den beiden Toren binnen weniger Sekunden, konnten beide Teams keine gefährlichen Aktionen mehr generieren. Sodass es bei einem 1:1 Unentschieden blieb.

Gute Schiedsrichterleistung

Schiedsrichter Bastian Dankert hatte an diesem Spieltag keine großen Aktionen zu beurteilen. Da sich das Spiel auf einem überschaubaren Niveau und geringem Tempo abspielte, kam der Unparteiische aus Rostock nie wirklich in Verlegenheit falsche Entscheidungen zu treffen.

Die einzige knifflige Situation löste Dankert richtig und souverän. Als Boateng gegen Sam die Notbremse zog, entschied der Referee richtig und zeigte dem Deutschen die rote Karte und entschied auf Elfmeter.

Doch leider entschied der Schiedsrichter aus Rostock in der 66. Spielminute falsch und erkannte das regelkonforme Tor der Münchner nicht an. Der Ball war nicht in vollem Umfang über der Grundlinie. Somit hätte das Tor zählen müssen, davon abgesehen, dass die anschließende Ecke dennoch den Torerfolg für die Bayern brachte.

Autor: Tom Wolny

Köln hadert mit dem Unparteiischen

Datum: 29.11.2014

13. Bundesligaspieltag: Bayer 04 Leverkusen – 1. FC Köln

Lange Zeit schien der Defensivplan von Köln Trainer Peter Stöger aufzugehen. Hakan Calhanoglu erlöste seine Mannschaft vor heimischer Kulisse mit seinem traumhaften Freistoßtor und wirkte somit als Initiator für eine herbe 1:5 Niederlage aus Sicher der Gäste.

Traumtor als Knotenlöser

Bereits nach fünf Minuten hatte die Begegnung ihren ersten Aufreger. Lehmann tauchte frei vor Bernd Leno auf, umkurvte ihn wurde dabei jedoch vom Schlussmann der Werkself gefoult: Elfmeter. Der gefoulte selbst trat an und verwandelte sicher zur 1:0 Führung der Gäste (4.).

In der Folgezeit stand der Aufsteiger aus Köln defensiv sicher und lauerte auf schnelle und präzise Entlastungsangriffe. Hingegen fand die Bayer – Elf kein Mittel um den sicheren Abwehrverbund der Gäste zu durchbrechen.

Trotz 70 Prozent Ballbesitz gelang es den Hausherren nicht gefährliche Torraumszenen zu kreieren. In der 26. Spielminute war es ein Freistoß von Hakan Calhanoglu, welcher Köln Schlussmann zu einem Fehler zwang. Dieser lies den Ball abprallen und Bellarabi staubte zum 1:1 ab.

Nach der Pause riss die Werkself das Geschehen direkt wieder an sich, ohne sich jedoch entscheidend durchsetzen zu können.

So dauerte es bis zur 61. Spielminute ehe die Spezialität von Leverkusens Calhanoglu wieder einmal den Sieg für die Leverkusener einleiten sollte. Sein Traumfreistoß, welchen er über die Mauer unhaltbar in den Winkel des Tores zirkelte, sorgte für die 2:1 Führung der Gastgeber.

Nun musste der FC seine defensive Haltung ablegen und selbst aktiv werden. Dies wurde gnadenlos bestraft. In der Schlussminute war es Drmic, welcher in der 79. und 88. Spielminute seinen Doppelpack schnürte und das Ergebnis auf 4:1 korrigierte.

Kurz vor Ende der Partie war es Bellarabi, welcher ebenfalls seinen zweiten Treffer markieren durfte. Nach einem Pass von Drmic, lupfte der Nationalspieler den Ball zum 5:1 Endstand unhaltbar in die Maschen (90.+ 1).

Köln hadert mit dem Unparteiischen

Der 1.FC Köln fühlt sich vom Schiedsrichtergespann um Punkte gebracht. Zwar hatte Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer bereits nach vier Minuten nach dem Eingreifen von Leno gegen Lehmann folgerichtig auf den Punkt gezeigt, doch hätte er es wenige Minuten später erneut tun müssen.

Nach einem zu kurzen Rückpass der Leverkusener erlief Ujah den Ball vor Leno, welcher den Kölner Angreifer zu Fall brachte.

Doch der Pfiff des Referees aus Herne blieb in dieser Situation aus unerklärlichen Gründen aus. Vielleicht zeigte der Schiedsrichter gewissen Respekt oder hatte einfach nur Angst einen zweiten Elfmeter gegen Leverkusen vor heimischem Publikum zu ahnden.

Wie auch immer. Diese Entscheidung war falsch und hätte für den FC den zweiten Elfmeter bringen und den Platzverweis für Bern Leno nach sich ziehen müssen.

Somit gilt diese Leistung des sonst sehr souveränen Leiter des Spiels, Thorsten Kinhöfer, als mangelhaft einzustufen, da dieser gleich doppelt direkt auf den Spielverlauf einwirkte.

Autor: Tom Wolny

Enttäuschende Schiedsrichterleistung

Datum: 23.11.2014

12. Bundesligaspieltag: VFB Stuttgart – FC Augsburg

Benachteiligte Stuttgarter

Der VFB aus Stuttgart unterliegt im Heimspiel gegen die Jungs vom FC aus Augsburg knapp mit 0:1. Die Canstatter mussten dabei jedoch nach einem frühen Platzerweis gegen Schwaab lange Zeit in Unterzahl agieren.

In der Anfangsphase war die Devise beider Mannschaften schnell zu erkennen: Bloß keine Fehler! Beide Teams begannen verhalten und versuchten jegliche Situationen, welche Gefahr bürgen könnte, zu vermeiden.

So gestaltete sich auch der weitere Verlauf der ersten 45 Minuten. Die Teams begegneten sich mit einer großen Portion Respekt und spielten mit angezogener Handbremse.

Die triste Vorstellung der Mannschaften unterbrach Schiedsrichter Kinhöfer, welcher Stuttgarts Schwaab binnen weniger Minuten wiederholt die Gelbe Karte zeigte und ihn somit vorzeitig zum Duschen schickte.

Doch die zahlenmäßige Überlegenheit konnten die Augsburger lange Zeit nicht in eine optische Überlegenheit umwandeln. Die Veh – Schützlinge standen Defensiv sicher und entwickelten in Unterzahl sogar mehr Gefahr als die Gäste.

Auch im zweiten Durchgang war dem FCA die Überzahl weiterhin nicht anzumerken. Erst mit einiger Spieldauer im zweiten Durchgang erhöhten die Gäste den Druck etwas und suchten ihr Erfolgsmittel in der Offensive.

Es dauerte bis zur 72. Spielminute bis es den Gästen gelang, unter starker Mithilfe des Unparteiischen, in Führung zu gehen. Nach einem vermeintlichen Handelfmeter verwandelte Augsburgs Verhaegh unbeeindruckt zur Augsburger Führung.

In der Folgezeit versuchten die Stuttgarter eine Menge, doch es gelang dem in Unterzahl spielendem Team von Armin Veh nicht, gefährliche Torchancen zu kreieren. Aufgrund dieser Gegebenheit und der Tatsache, dass der Referee mehr in den Mittelpunkt rückte als ihm lieb sein konnte, blieb es beim 1:0 für die Gäste aus Augsburg.

Enttäuschende Schiedsrichterleistung

Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer zeigte eine sehr schwache Leistung an diesem Tage. Im gesamten Spielverlauf gelang es dem Unparteiischen aus Herne nicht eine wirkliche Linie zu finden. Er schwankte teilweise zwischen einer kleinlichen und sehr großzügigen Auslegung der Situationen.

Des Weiteren wirkte er nie souverän oder beruhigte das Spiel mit seiner Art der Leitung. Hinzukommend unterliefen dem Referee zwei Fehlentscheidungen, die die Begegnung so beeinflussten, dass keine Neutralität des Schiedsrichters vorlag.

Zum einen war der Platzverweis gegen Schwaab nach wenigen Minuten viel zu übertrieben und der Handelfmeter gegen die Stuttgarter hinzukommend überzogen. In dieser Situation versuchte Hlousek seinen Arm sogar noch wegzuziehen, konnte jedoch gegen die Berührung des Balles nichts machen.

Alles in allem bleibt unter dem Strich eine mangelhafte Leistung des Unparteiischen bestehen, welche sogar den Ausgang des Spiels beeinflusste.

Autor: Tom Wolny

Schwacher Schiedsrichterauftritt

Datum: 08.11.2014

11. Bundesligaspieltag: SC Freiburg – FC Schalke 04

Nach einem guten Start, jedoch dem ersten Gegentreffer Mitte der ersten Hälfte, verlor der S04 immer mehr den Faden und bescherte so dem Sportclub aus Freiburg den ersten Heimerfolg dieser Saison.

Freiburg zielstrebiger

In der Anfangsphase versuchte der Gast aus Gelsenkirchen ihre Absichten deutlich zu machen. Der S04 übernahm das Kommando. Der Gastgeber hingegen verlagerte sein Spiel auf das Kontern.

In der 22. Spielminute war es jedoch der Sportclub, welcher mitten in die Drangphase der Schalker die eigene Führung erzielte. Günter eroberte den Ball und spielte auf Freis. Dieser brachte eine Flanke nach innen, welche von Höwedes leicht abgefälscht erneut bei Günter landete, der trocken mit links zur Heimführung der Breisgauer einschoss.

Mit diesem Gegentor war die aktive Phase der ambitionierten Schalke zunächst gebrochen. Mit andauerten Spielzeit fingen sich die Königsblauen wieder, konnten jedoch ein Ausgleichstor vor dem Seitenwechsel nicht verbuchen.

Nach dem Seitenwechsel verlagerte sich das Spielgeschehen mehr und mehr in die Hälfte des FC Schalke 04. Die Breisgauer agierten nun aktiver und hatten deutlich mehr Spielanteile zu verbuchen.

In der Folgezeit erspielten sich die Gastgeber deutliche Chancen, welche jedoch nicht ausreichten um Fährmann im Tor der „Knappen“ zu überwinden.

Es dauerte bis zur 68. Minute bis sich das Team von Christian Streich belohnte und auf 2:0 erhöhte. Nach einer Flanke von Darida war es Aogo, welcher mit eine unzureichenden Abwehraktion den Ball für Schmid auflegte. Dieser vollendete sicher zum 2:0.

Danach blieb die erwartete Schlussoffensive der Gäste aus. Stattdessen war es der SC Freiburg, welcher das Ergebnis noch hätte erhöhen können.

Schwacher Schiedsrichterauftritt

Felix Zwayer aus Berlin zeigte an diesem Tag keine gute Schiedsrichterleistung. Der Unparteiische zeigte gravierende Schwächen in der Vorteilsauslegung und hätte zu dem Boateng für dessen Bodycheck in der 71. Spielminute die Gelb – Rote Karten zeigen müssen.

Alles in allem bleibt unter dem Strich ein schwacher Auftritt des Referees aus Berlin stehen, welcher zu keiner Zeit als souveräner Leiter dieser Begegnung agierte.

Autor: Tom Wolny

Entscheidende Fehler

Datum: 01.11.2014

10. Bundesligaspieltag: Hannover 96 – Eintracht Frankfurt

Hannover 96 erspielte sich über den gesamten Spielverlauf ein klares Chancenplus, dennoch sah es lange Zeit nach einem torlosen Unentschieden aus. Erst wenige Minute vor dem Schlusspfiff sorgte ein Eigentor für den knappen Sieg der Gastgeber.

Hannover spielbestimmend

Die Hausherren übernahmen mit Beginn dieser Partie sofort die Kontrolle über den Gegner und das gesamte Spiel. Die Niedersachsen machten das Spielfeld breit und ließen den Ball mit vielen Pässen sehenswert durch die eigenen Reihen laufen. Immer wieder setzten sie zusätzlich Nadelstiche nach vorn.

Die Eintracht aus Frankfurt hingegen wurde stets durch das frühe Stören der Gastgeber überrascht und kam somit zu keinem wirklich Spielaufbau und ließ jeglichen Zugriff auf den Gegner vermissen.

In der 19. Spielminute war es dann soweit. Dachten die Zuschauer. Nach einer Flanke der 96er war es Briand, welcher diese in Tor köpfte. Doch Schiedsrichter Stegemann hatte hier ein Offensivfoul des Angreifers der Niedersachsen gesehen und erkannte diesen Treffer nicht an.

Mit zunehmender Spieldauer konnten die Gäste aus Frankfurt mehr und mehr für Entlastung sorgen. Bevorzugt suchten sie die schnellen Außen Aigner und Kittel. Doch insgesamt entwickelte der Gast zu wenig eigen Initiative und lies eine notwendige Durchschlagskraft vermissen.

Da auch die Hausherren eine letzte Chance vor dem Seitenwechsel liegen ließen, ging es mit einem torlosen Unentschieden in die Kabinen.

Der zweite Durchgang startete mit den gleichen Vorzeichen wie die ersten 45 Minuten. Hannover blieb spielbestimmend und drängte auf den Führungstreffer. Hingegen die Eintracht zog sich weit zurück und erwartete den Gegner tief in der eigenen Hälfte und konnte so nur durch Passivität auffällig werden.

Jedoch gelang es Hannover vor heimischem Publikum nicht die klare optische Überlegenheit in Tore umzumünzen. Immer wieder zeichnete sich Felix Wiedwald im Tor der Gäste mit tollen Paraden gegen die Angriffe der Hannoveraner aus.

Die Niedersachsen wurden langsam ungeduldig und vernachlässigten ihre Konzentration in der Defensive. Doch Zieler war zwei Mal zu Stelle und vereitelte die Chancen der Gäste, welche wie aus dem Nichts entstanden.

Die Schlussphase zeigte sich weiterhin offen, da die Hessen nun mehr und mehr in der Offensive aktiv wurden und so ein ausgeglichenes Spiel herstellten. Da auf beiden Seiten die gewissen Zielstrebigkeit und Durchschlagskraft fehlte, schien diese Partie torlos zu enden.

Doch wie aus dem Nichts markierte ausgerechnet ein Frankfurter den Siegtreffer für die Gastgeber. Nach einem Kiyotake Freistoß verlängerte Hannovers Marcelo den Ball auf den zweiten Pfosten. Alexander Madlung wollte diesen Ball klären, beförderte ihn aber mit seinem Oberschenkel unglücklich in das eigene Tor und führte so die Gastgeber aus Hannover zum Sieg (88.).

Entscheidende Fehler

Schiedsrichter Sascha Stegemann aus Niederkassel zeigte ein sicheres und gutes Auftreten in seiner gesamten Leitung es Spiels. Er erwies sich stets sicher im Strafmaß, leistete sich jedoch zwei gravierende Fehler, welche seine Leistung deutlich schmälern.

Zum einen verhinderte der falsche Abseitspfiff in der Frühphase der Begegnung den Frankfurtern eine klare Chance zur Führung (13.). Zum anderen hätte der Kopfballtreffer von Briand nur wenige Minuten nach dieser Fehlentscheidung trotz des Körpereinsatzes gegen Kinsombi zählen müssen (19.).

Alles in allem zeigte der Unparteiische an diesem Tag eine sehr durchwachsene Leistung.

Autor: Tom Wolny

Schwache Schiedsrichterleistung

Datum: 25.10.2014

9. Bundesligaspieltag: TSG Hoffenheim 1899 – SC Paderborn

In einer intensiven und temporeichen Begegnung siegte die TSG 1899 Hoffenheim gegen das starke Paderborn, welches sich als Aufsteiger in der höchsten deutschen Spielklasse dennoch sehr gut etabliert zeigt.

Volland macht den Unterschied

Ähnlich der letzten Spiele des SC Paderborn brauchte man auch in dieser Partie keinerlei Anlaufzeit. Doch auch der Gastgeber in Sinsheim zeigte keinerlei Ladehemmung und spielte munter drauf los.

Nach eine furiosen Beginn und einem verschossenen Elfmeter ging es schwungvoll weiter. Es zeichnete sich ein Spiel ab, welches ständig hin und her ging und dem Betrachter keinerlei Verschnaufpause erlaubte. Die Ostwestfalen agierten Defensiv gut organisiert und schalteten nach Ballgewinn blitzartig um.

Doch unter diesem Tempo litten allerdings oftmals Struktur und Präzision, vor allem im letzten Drittel ließen die Spieler beider Mannschaften die letzte Genauigkeit vermissen. So gelang es keiner Mannschaft ein Tor vor dem Seitenwechsel zu erzielen.

Zurück aus den Kabinen zeigte sich ein ähnliches Bild. Die Gäste spielten weiterhin mutig auf und der Gastgeber, die TSG aus Hoffenheim, biss sich immer wieder die Zähne an der gnadenlosen Deckung der Paderborner aus.

Im weiteren Verlauf bot sich den Zuschauer ein anhaltendes hin und her zwischen den Strafräumen, welches immer wieder auch vereinzelt Chancen auf beiden Seiten zu lies – jedoch ohne Torerfolg.

In der 73. Spielminute brachte der Kapitän der U21 Nationalmannschaft, Kevin Volland, die Kraichgauer nun doch noch in Führung. Hoffenheim setzte sich am Paderborner Strafraum fest, Hünemeier brachte den Ball nicht weg. Das Leder sprang nach halblinks zu Beck, dessen Querpass Volland mit dem Rücken zum Tor annahm und das Rund aus der Drehung aus acht Metern ins linke Eck knallte.

Dieser Treffer reichte dem Gastgeber bis zum Schlusspfiff für den Sieg über ein toll und sicher aufspielendes Paderborn.

Schwache Schiedsrichterleistung

In einem Spiel, welches den Zuschauern ein hohes Tempo und guten Fußball bot, enttäuschte der Unparteiische Robert Hartmann aus Wangen auf ganzer Linie.

Der Referee zeigte einige Unzulänglichkeiten und entschied in einigen Situationen falsch. Des Weiteren lies der Schiedsrichter eine klare Linie vermissen und zeigte sich als kein guter neutraler Mittelsmann der Partie.

Zwar entschied er beim Foul von Brückner an Volland (5.) zur Recht auf Elfmeter, jedoch hätte er dies auch bei Vestergaards Foul gegen Kachunga in der 85. Spielminute tun müssen.

So griff der Unparteiische in vielen Situationen weniger entscheidend in das Spiel ein, verwehrte jedoch mit seiner Entscheidung, nicht auf Strafstoß in der 85. Minute zu entscheiden, den Paderbornern einen möglichen Treffer und beeinflusste das Spiel dadurch maßgeblich.

Autor: Tom Wolny

Fehlende Linie

Datum: 18.10.2014

8. Bundesligaspieltag: VFB Stuttgart – Bayer 04 Leverkusen

In einem völlig verrückten und spannenden Spiel trennen sich der Gastgeber VFB Stuttgart und die Gäste der Werkself aus Leverkusen 3:3 Unentschieden.

Leverkusen lässt Punkte liegen

Bereits mit dem ersten Angriff der Werkself klingelte es das erste Mal im Tor der Stuttgarter. Brandt passte auf Kießling, welcher nach einem Rempler von Niedermeier zu Boden ging. Dies ließ Schiedsrichter Zwayer jedoch weiterlaufen. Der Ball landete bei Son, welcher Verteidiger Rüdiger und Kirschbaum im Tor geschickt aussteigen ließ und schob so zur frühen 1:0 Führung der Gäste ein.

Es sollte jedoch noch schlimmer für die Gastgeber und ihren Torhüter kommen. Nach einem verunglückten Klärversuch dessen, landete der Ball knapp 25 Meter vor dem Tor bei Son, welcher den Ball mit der Brust annahm und in einem hohen Bogen abschloss. Der Ball senkte sich in der 9. Spielminute zum 2:0 im Tor der Gastgeber.

Nach einer knappen Viertelstunde nahm der Druck der Gäste etwas ab. Doch man merkte den unsicheren Stuttgartern die beiden Treffer aus der Anfangsphase der Partie deutlich an. Immer wieder offenbarte die Defensive große Lücken und Abstimmungsprobleme.

Kurz vor dem Pausenpfiff läutete die Zeit des Neu – Nationalspielers Karim Bellarabi ein. Zunächst scheiterte dieser in der 38. Spielminute nach einem verunglückten Schussversuch noch an sich selbst, ehe er nur wenig später nach einem Doppelpass mit Son und dem anschließenden Antritt gleich vier Gegenspieler narrte und folgend zur 3:0 Halbzeitführung seiner Mannschaft vollendete.

Nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern ein völlig verändertes Bild. Die Gastgeber übernahmen sofort die Initiative und suchten ihr Heil in der Offensive. In der 57. Spielminute war es Martin Harnik, welcher mit seinem Kopfball den Anschluss für seine Mannschaft herstellte. Dies gab dem VFB den notwendigen Auftrieb.

Nach einer Standartsituation, einer Flanke des VFB schaffte es die Gastgeber sogar auf 2:3 zu verkürzen. Den abgewehrten Flankenball klärte Leno zentral. Dort stand Klein, welcher aus 24 Metern wuchtig und genau neben den rechten Pfosten abschloss (67.).

Damit war eine atemberaubende Schlussphase eingeläutet. Der kurz zuvor eingewechselte Kostic zirkelte einen Freistoß fast von der Torauslinie mit Schnitt und Wucht an den langen Pfosten, wo Harnik aus kürzester Distanz das schwäbische Comeback perfekt machte (76.). Auch wenn der VFB in der Schlussphase einem weiteren Tor näher war als die Gäste aus Leverkusen, blieb es bei einem gerechten Unentschieden aufgrund zwei völlig unterschiedlicher Halbzeiten.

Fehlende Linie

Der Schiedsrichter Felix Zwayer aus Berlin passte sich dem durchaus schlechten Niveau der Stuttgarter aus Durchgang eins förmlich an. Der Referee fand stets keine klare Linie bei persönlichen Strafen.

So hätte beispielweise Toprak bereits nach zwei Minuten die Gelbe Karte sehen müssen und folgerichtig in der 86. Spielminute nach einem Halten an Kostic, Gelb – Rot.

Des Weiteren zeigte der Unparteiische aus Berlin eine schlechte Zweikampfbewertung und erwies sich so schlechter Leiter einer unterhaltsamen Bundesligapartie.

Autor: Tom Wolny

Überschaubare Schiedsrichterleistung

Datum: 04.10.2014

7. Bundesligaspieltag: Bayer 04 Leverkusen – SC Paderborn

In einer sehr guten Erstauflage des Bundesligaspiels zwischen der Werkself aus Leverkusen und dem SC Paderborn trennten sich beide Mannschaften nach 90 Minuten unentschieden. Dabei gelang es Bayer 04 die Blamage gerade noch in letzter Sekunde abzuwenden.

Hohes Tempo

Die Anfangsphase dieser Begegnung brauchte keine Abtastphase. Beide Teams gingen sofort engagiert zur Sache. Sowohl Leverkusen als auch die Paderborner agierten von der ersten Minute an mit einem aggressiven Pressing. Dementsprechend taten sich beide Offensivreihen schwer zur Entfaltung zu kommen.

Zwar gelang es der Werkself das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen, doch die Gäste aus Paderborn schafften nach Ballverlust immer wieder rasche Überzahl in Ballnähe.

Paderborn setzte mehr und mehr auf lange gefährlich Bälle auf die schnellen Außen. Solch ein Ball ermöglichte dann auch die Führung der Gäste. Beim Versuch Bernd Lenos einen solchen langen Ball weit vor seinem Tor mit dem Fuß zu klären, scheiterte der junge Keeper der Leverkusener und Koc hatte freie Bahn und schob den Ball ins leere Tor (20.).

Im weiteren Verlauf der ersten 45 Minuten verschoben die Gäste sicher und schafften so immer wieder eine enge Kompaktheit, welche es den Gastgebern schwer machte den direkten Weg zum Tor zu finden.

Erst gegen Ende der ersten Halbzeit wurde die Werkself zwingender. Einen ersten Warnschuss feuerte Stefan Kießling nach einem herausragenden Pass von Calhanoglu ab, welchen der Schlussmann der Paderborner, Kruse, jedoch parieren konnte (39.).

Doch wenige Minuten später unterlief auch dem Rückhalt des Aufsteigers ein folgenschwerer Patzer. In der 42. Spielminute lies Kruse den Ball nach einem Distanzschuss Bellarabis nur nach vorn klatschen. Bender reagierte am schnellsten und schob zum Ausgleich ein.

Auch in der zweiten Halbzeit zeigte sich ein ähnliches Bild. Die Gastgeber bestimmten das Spiel, indem man gekonnte und ansehnlich kombinierte und so das Geschehen komplett in die gegnerische Hälfte verlagerte. Doch die Werkself lies zu oft die Genauigkeit beim finalen Pass vermissen.

Nach dem Platzverweis von Bakalorz drängten die Leverkusener mehr und mehr auf den Siegtreffer. Die Werkself brannte ein wahres Feuerwerk an Einbahnstraßenfußball ab. Doch zum Erstaunen der Zuschauer war es der Gast aus Paderborn, welcher über einen gefährlichen Konter zur 2:1 Auswärtsführung kam. Stoppelkamp brach über die Außenbahn durch, überlief Leno und schob zur Führung ein.

Die Sensation schien perfekt. Doch Karim Bellarabi rettete den Hausherren zumindest einen Punkt, in dem er eine Flanke vom eingewechselten Kruse ins linke Eck donnerte (90.)

Überschaubare Schiedsrichterleistung

Der unparteiische Günter Perl aus Pullach erwies sich in dieser sehr guten Partie fehl am Platze. In vielen Situationen agierte er unsicher und schaffte es nicht das Niveau der Begegnung zu erreichen. Viele Aktionen ahndete er falsch oder übersah kleine Dinge.

In der 70. Spielminute verweigerte der Referee aus Pullach der Werkself ein reguläres Tor. Wodurch der vertretbare, jedoch harte Platzverweis gegen Bakalorz den Geruch einer Konzessionsentscheidung nicht abwenden konnte.

So zeigte sich, dass Schiedsrichter Perl an diesem Tag nur wenig richtig machte und bei vielen Entscheidungen stets falsch lag. Einzig positiv anzurechnen war dem Referee, dass er bei Brückners Handspiel in der 78. Minute weiterspielen ließ.

Autor: Tom Wolny

Unsicherer Schiedsrichterauftritt

Datum: 27.09.2014

6. Bundesligaspieltag: SC Paderborn – Borussia Mönchengladbach

Die über weite Strecken überlegene Borussia aus Mönchengladbach setzt sich am Ende verdient gegen den Aufsteiger aus Paderborn durch und fügt den Gastgebern die erste Heimniederlage der noch jungen Saison zu.

Gladbach abgeklärt

Der SC Paderborn schien die erste Niederlage der Saison gut verdaut zu haben. Die Gastgeber präsentierten sich von der ersten Minute dieser Begegnung offensiv bemüht und versteckten sich zu keiner Zeit.

Mit einer hohen Laufbereitschaft, toller Zweikampfführung und langen Bällen in die Spitze beeindruckten die Westfalen den Gast aus Gladbach.

Doch nach acht Minuten, wie aus dem Nichts, schlug die Borussia eiskalt im Stile einer Spitzenmannschaft zu. Einen Konter über Traore und Hrgota, welcher im Strafraum nur noch einmal quer legte, vollendete Patrick Herrmann zur 1:0 Führung.

Nur wenige Minuten später zahlte der Sportclub erneut Lehrgeld und kassierte das nächste Gegentor. Nach einer Flanke von Herrmann war es Raffael, welcher zunächst mit seinem Kopfball an Kruse im Tor der Paderborner scheiterte. Beim anschließenden Nachschuss war der Schlussmann jedoch machtlos (14.).

Im weiteren Verlauf der ersten 45 Minuten spürte man die nun aufkommende Sicherheit der Fohlen. Die Gäste, mit dem Zwei – Tore – Vorsprung im Rücken, ließen Ball und Gegner laufen. Gladbach kontrollierte das Geschehen.

Bis zum Seitenwechsel änderte sich nichts an diesem Bild, doch die Nullsiebener blieben stets gefährlich. Auf beiden Seiten ergaben sich gute Möglichkeiten das Ergebnis bis zum Pausenpfiff nochmals zu korrigieren.

Zurück aus den Kabinen knüpften die Gäste sofort an ihr Spiel aus dem ersten Durchgang an. Mit viel Ballbesitz, einer grundsoliden Defensivleistung und einer gekonnten Spielverlagerung in die gegnerische Hälfte kontrollierten die Fohlen die Partie.

In der 64. Spielminute verpassten es die überlegenen Gäste den sprichwörtlichen Deckel auf diese Begegnung zu machen. Nur wenige Minuten später gelang es den Gastgebern so, die Führung noch einmal zu verkürzen.

Nach einer Einzelleistung am rechten Flügel von Moritz Stoppelkamp, war es Wemmer, welcher im Zentrum die Flanke seines Mitspielers direkt verwandelte (70.).

Damit zeigte sich eine wieder völlig offene Schlussphase. Die Gastgeber drängten noch einmal energisch nach vorn und spielten auf den Ausgleich. Jedoch blieb es bei dieser Drangphase, welche nicht mit einem Tor belohnt wurde und der Sieg somit unter dem Strich verdient an die Gladbacher Borussia ging.

Unsicherer Schiedsrichterauftritt

Der Schiedsrichter Marco Fritz zeigte eine sehr durchwachsene Leistung an diesem Tag. Im gesamten Spiel wirkte der Unparteiische aus Korb unsicher und hatte die Partie oft nicht wirklich unter Kontrolle.

Bereits nach 30 Minuten unterlief ihm der erste Fehler. Nach dem Foul von Hünemeier an Herrmann hätte er den Sünder mit Gelb verwarnen müssen, um dem Spiel die notwendige Ruhe zu verleihen.

Bei einer weiteren Aktion in der ersten Halbzeit entschied er wieder falsch, hatte jedoch aufgrund der Aufrichtigkeit von Paderborns Kutschke Glück, dass der Stürmer die Fehlentscheidung korrigierte.

Auf der anderen Seite bewies Fritz wahre Größe und Mut als er dieser Geste des Paderborners zustimmte und seine Entscheidung revidierte.

Autor: Tom Wolny