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Wie kann ich Schiedsrichter werden?

Für die Ausbildung zum Schiedsrichter ist grundsätzlich der DFB-Landesverband zuständig, am Beispiel des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) als größtem der 21 Landesverbände des Deutschen Fußball-Bund (DFB) soll dies kurz dargestellt werden.

Voraussetzungen um Schiedsrichter zu werden

Der BFV fasst auch in einem Handzettel die wichtigsten Kriterien zusammen, welche als Voraussetzung für die Schiedsrichter-Laufbahn gelten. Denn „Schiri“ kann prinzipiell jeder werden, der:

• Mitglied in einem Fußballverein sein ist
• Interesse am Fußballsport besitzt
• die Einsatzbereitschaft, jährlich 20 Spiele zu begleiten und an Weiterbildungen an acht bis zwölf Tagen pro Jahr teilzunehmen, besitzt
• mindestens zwölf Jahre alt ist; die Schiedsrichter-Ordnung des DFB empfiehlt dieses Mindestalter, in einzelnen Landesverbänden wie in Bayern oder in Niedersachsen (mind. 14 Jahre) wird hiervon abgewichen. Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen/Pflichtsitzungen

Gleichfalls ist die körperliche Fitness, vor allem im läuferischen und konditionellen Bereich, auszuweisen, die über regelmäßige Tests erhoben wird.
Diese Grundvoraussetzungen sollten als Art Leitlinien für alle interessierten Schiedsrichter-Bewerber mitgebracht werden, um mit Spaß und einer gewissen Kompetenz in das Hobby starten zu können.

1.Ansprechpartner: Der Verein

Sofern diese elementaren Grundvorstellungen erfüllt sind oder in Kürze erfüllt werden können, kann als erster Ansprechpartner der Verein dienen. Hier sollten Trainer, Vorstände, bereits tätige Schiedsrichter bzw. deren Schiedsrichter-Obmann Bescheid wissen und alle nötigen Informationen weitergeben können. Die örtlichen Schiedsrichter-Gruppe, die zuständigen Gremien der Kreise und Bezirke und der zuständigen DFB-Landesverband (z.B. der BFV) können dann detailliertere Auskünfte erteilen.

Insbesondere die Bitte, sich mit bekannten Schiedsrichter kurz zu schließen, um einen kurzen Einblick mit Austausch über Aufgabengebiete, Herausforderungen und (positive wie negative) Seiten des Schiedsrichterwesens zu bekommen, erscheint elementar, um auf die kommenden Situationen optimal vorbereitet zu sein.
Auch wenn es nicht zu den eigens erläuterten Voraussetzungen zählt, so ist jedoch eine gewisse charakterliche Persönlichkeitsstruktur ebenfalls grundlegend, um eine neutrale Spielaustragung garantieren zu können und auch durch Anfeindungen der Spielerinnen und Spieler sowie der Zuschauer nicht beeinflussen zu lassen.

Ausbildung zum Schiedsrichter

Die Ausbildung zum Schiedsrichter wird von jeder Schiedsrichter Gruppe einmal pro Jahr angeboten. Diese findet je nach Landesverband in 20 bis 50 Unterrichtsstunden im Zeitraum von drei bis zwölf Ausbildungstagen innerhalb von einer Woche bis sechs Wochen statt, dabei wird eine grundlegende Einführung in die Grundzüge der Fußballregeln vermittelt.

Anschließend warten eine schriftliche und eine praktische Prüfung auf die Schiedsrichter-Bewerber, wobei die schriftliche Prüfung aus Regelfragen besteht, wie sie auch in diversen vergleichbaren Regelquiz-Situationen im Internet zu absolvieren sind.

Nach bestandener Prüfung werden die Jungs-Schiedsrichter je nach Alter zuerst in Juniorenspielen und teilweise auch in Seniorenspielen eingesetzt, beginnend im Basisbereich der unteren Ligen. Hierbei erfolgt möglichst Betreuung durch erfahrene Kollegen, die als Paten fungieren, um den Einstieg in das Hobby zu erleichtern und Tipps und Erfahrungen an den Nachwuchs weitergeben sollen.

Von Dominik Langenegger