Archiv für den Monat: Februar 2015

Markus Schmidt und die 85. Spielminute

Datum: 03.02.2015

19. Bundesligaspieltag: Borussia Mönchengladbach – SC Freiburg

Die Gäste aus Freiburg zeigten von Beginn an eine aktive Einstellung. Trainer Christian Streich ließ seine Elf in den Anfangsminuten extrem hoch verteidigen. Das Ergebnis dieser Taktik war ein Spiel für das Auge des Zuschauers. Dieses Risiko brachte zahlreiche Torchancen auf beiden Seiten hervor.

Bereits in den ersten 20 Minuten ergaben sich beiden Strafräumen Möglichkeiten ein Tor zu erzielen. Nach einer schönen Passstafette im Mittelfeld erzielten die Fohlen folglich das Tor des Tages.

Im Anschluss an diese Kombination im Mittelfeld war es Hrgota, welcher den Ball in den Strafraum vor das Tor der Freibuger flankte. Nach einem Fehler von Günter, der neben den Ball trat, stand Partick Hermann am langen Pfosten blank und lies sich diese Chance nicht nehmen (23.).

In der Folgezeit lauerten die Gastgeber nur auf Fehler der Breisgauer und kamen so immer wieder zu Chancen. Doch die letzte Möglichkeit vor dem Seitenwechsel blieb den Gästen – aber Petersen scheiterte allein vor dem Tor am starken Rückhalt der Gladbacher.

Der zweite Durchgang ähnelte den vorangegangen 45 Minuten dieser Partie. Gladbach ruhte sich auf der Führung aus und Freiburg dominerte das Geschehen.

Bis weit hinein in die Schlussphase fehlte es den Gästen jedoch an Durchschlagskraft. In der 83. Spielminute hatte Schmid die größte Chance zum Ausgleich, doch schloss völlig überhastet und zu unplatziert ab.

Der Aufreger einer sonst sicher und gut geleiteten Partie durch den Unparteiischen, Markus Schmidt aus Stuttgart, war das Foul vom Gladbacher Xhaka gegen den zuvor eingewechselten Philipp (85.).

In dieser Situation hätte der bereits mit Gelb verwarnte Gladbacher die Ampelkarte sehen müssen. Doch hier lies der Referee die Karte unberechtigter Weise stecken – Fehlentscheidung.

Hätte Gladbachs Xhaka in dieser Situation den verdienten Karton gesehen, wären die Breisgauer mindestens fünf Minuten in Überzahl agierend gewesen. Somit hätte für die zuvor schon aktiveren Gäste eine große Möglichkeit bestanden, den Ausgleich in den letzten Spielminuten zu erzielen.

Doch so blieb es, durch die Fehlentscheidung Schmidts, bei einem ausgeglichenen 11 gegen 11, bei dem es die Breisgauer nicht schafften den Ausgleich herzustellen und somit zu mindestens noch einen Punkt aus Gladbach zu entführen.

Darüber hinaus bietet diese Fehlentscheidung genug Gesprächs – und vor allem Spekulationsbedarf über einen möglichen anderen Ausgang der Partie.

Autor: Tom Wolny

Gute Schiedsrichterleistung von Bastian Dankert

Datum: 03.02.2015

19. Bundesligaspieltag: FC Bayern München – FC Schalke 04

Wie schon im Hinspiel gelingt es gut aufspielenden Schalkern, dem amtierenden Meister Punkte zu nehmen und sich Auswärts in der Allianz – Arena einen Punkt zu sichern.

Höhepunktarme Begegnung

Die Begegnung benötigte einige Minuten, um wirklich Fahrt aufzunehmen. Doch anschließend an diese kurze Abtastphase war es das erhoffte Spitzenspiel. Die Münchner erspielten sich in der Folgezeit Eckball um Eckball, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden.

Nach einer ersten Chance von Schalkes Meyer, war es Sidney Sam, der einen tiefen Ball hinter der hochstehenden Bayerndefensive erlief und frei vor Manuel Neuer auftaucht. Den Klärversuch in letzter Sekunde von Jerome Boateng bestrafte Schiedsrichter Bastian Dankert mit der roten Karte für den Weltmeister. Den fälligen Strafstoß vergab Schalkes Choupo – Moting kläglich (18.).

Im weiteren Verlauf ebbte die Begegnung deutlich ab. Dem Rekordmeister war eine leichte Verunsicherung an zu merken. Die Münchner mussten sich erst einmal neu sortieren. Der Gast aus Westfalen hingegen, lauerte auch in Überzahl auf die Fehler der Gastgeber und agierte tief stehend.

Nach einem Höhepunktarmen erstem Durchgang kamen die Mannschaften motiviert aus den Kabinen. Doch am tristen Spielverlauf aus der ersten Halbzeit änderte sich nichts. Die Münchner hatten einen hohen Ballbesitz und ließen den Ball wie gewohnt gut in den eigenen Reihen laufen.

Der erste Aufreger der Partie führte gleich zum ersten Tor. Nach dem ein abgefälschter Ball von Lewandowski im Tor der Knappen landete, entschied sich der Unparteiische gegen das Tor und gab Eckball für den Hausherren.

Die anschließende Ecke verwandelte Arjen Robben mit dem Kopf, völlig freistehend zum 1:0 in der 67. Minute.

Allerding hielt der Jubel des Rekordmeisters nicht lang an. In Überzahl agierend schöpften die Schalker nun mehr Mut und veredelten, in Person von Benedikt Höwedes, ebenfalls einen Eckball zum Ausgleich (72.).

Leider blieben diese Minuten die unterhaltsamsten des gesamten Spiels. Nach den beiden Toren binnen weniger Sekunden, konnten beide Teams keine gefährlichen Aktionen mehr generieren. Sodass es bei einem 1:1 Unentschieden blieb.

Gute Schiedsrichterleistung

Schiedsrichter Bastian Dankert hatte an diesem Spieltag keine großen Aktionen zu beurteilen. Da sich das Spiel auf einem überschaubaren Niveau und geringem Tempo abspielte, kam der Unparteiische aus Rostock nie wirklich in Verlegenheit falsche Entscheidungen zu treffen.

Die einzige knifflige Situation löste Dankert richtig und souverän. Als Boateng gegen Sam die Notbremse zog, entschied der Referee richtig und zeigte dem Deutschen die rote Karte und entschied auf Elfmeter.

Doch leider entschied der Schiedsrichter aus Rostock in der 66. Spielminute falsch und erkannte das regelkonforme Tor der Münchner nicht an. Der Ball war nicht in vollem Umfang über der Grundlinie. Somit hätte das Tor zählen müssen, davon abgesehen, dass die anschließende Ecke dennoch den Torerfolg für die Bayern brachte.

Autor: Tom Wolny