Archiv für den Monat: Mai 2014

Knut Kircher mit vielen Fehlern

Datum: 18.05.2014  

Bundesliga – Relegation: SpVgg Greuther Fürth – Hamburger SV

Das Rückspiel um die Spielgenehmigung in der höchsten deutschen Fußballklasse bot den 18000 Zuschauern am Ronhof ein spannendes und durchaus interessantes Spiel über die kompletten 90 Minuten. Am Ende setzte sich ein völlig verausgabter und glücklicher HSV durch und hält die Vereinsinterne Bundeligauhr weiterhin am laufen.

Zittern zum Klassenerhalt

Nach einer schlechten Vorstellung im Hinspiel vor heimischem Publikum zeigte sich der Gast aus Hamburg von Beginn an dieser Partie als sehr selbstbewusst und ballsicher.

Die SpVgg Greuther Fürth zog sich zunächst weit zurück und lies die Gäste aus Hamburg kommen, um dann über Konter zum Torerfolg zu gelangen.

Im Gegenteil zum Hinspiel agierten die Hamburger zu dem auch aggressiver und stabiler – so gelang es dem HSV ihre Feldvorteile prompt in die Führung umzuwandeln.

Nach einer Van der Vaart – Ecke war es Pierre – Michel Lasogga, der mit einem herausragenden und wuchtigen Kopfball das Spielgerät unhaltbar im linken oberen Eck versenkte (14.).

Im direkten Gegenzug nach Wiederanpfiff verfehlte die Antwort der Fürther in Form eines Distanzschusses von Zoltan Stieber das Tor nur denkbar knapp (16.).

Im weiteren Spielverlauf merkte man den Gastgeber die Nervosität deutlich an, ihr Offensivspiel bestand hauptsächlich nur aus Stückwerk.

Die Hanseaten hingegen zeigten eine souveräne und konzentrierte Leistung, ließen somit den Ball und Gegner laufen.

Doch die Phase kurz vor dem Halbzeitpfiff gehörte wieder den „Kleeblättern“. Zum Leid der Fürther Fans verfehlten die Möglichkeiten von Azemi (40.) und Weilandt (45.) das Tor nur denkbar knapp.

Zurück aus den Kabinen blieb ein erwarteter Sturmlauf der Gastgeber zunächst aus. Viel mehr waren die Gäste aus Hamburg dem 2:0 näher als die Fürther dem Ausgleich. Den Kopfball von Lasogga parierte Wolfgang Hesl stark und hielt sein Team damit am Leben.

Wie aus dem Nichts gelang den Franken der Ausgleich. In der 59. Spielminute steckte Stieber einen klasse Ball durch die Abwehr der Hamburger, welchen Fürstner vor dem herauseilenden Drobny im Netz unterbrachte.

Dieser Ausgleichstreffer änderte die Kräfteverhältnisse des gesamten Spiels. Die Hanseaten begannen zu wackeln und die Fürther erfuhren einen deutlichen Aufwind.

Die „Kleeblätter“ drängten den Gast aus dem Norden komplett zurück in die eigene Hälfte, aus der man sich kaum noch befreien konnte.

Die Schlussphase brach an und der Zweitligist spielte nun nach dem Motto „Alles oder Nichts“. Die Fürther warfen alles nach vorn, was Team hergab. Doch die fehlende Durchschlagskraft und Genauigkeit im Abschluss verbauten den Gastgebern ein weiteres Tor und ließen das Spiel mit einem 1:1 Unentschieden enden.

Schwache Schiedsrichterleistung

In einem nicht wirklich hochklassigen, aber zu jeder Zeit spannenden Relegations – Rückspiel passte sich der Schiedsrichter mit seiner Leistung, jener der Spieler an.

Knut Kircher wirkte zu keiner Zeit wirklich souverän und so, als habe er die Partie stets unter Kontrolle.

Mit dieser kleinen Unsicherheit ahndete er viele Situation falsch und ihm unterliefen so zahlreiche, über den gesamten Spielverlauf verteilt, kleine Fehler.

Zwar passierte dem erfahrenen Bundesligaschiedsrichter kein grober und entscheidender Fehler, jedoch bringt ihm die Häufung der vielen kleinen Fehler dadurch nur eine schlechte Bewertung seiner Leistung an diesem Tag ein.

Autor: Tom Wolny

Felix Zwayer tadellos

Datum: 15.05.2014 

Bundesliga – Relegation: Hamburger SV – SpVgg Greuther Fürth

Die SpVgg Greuther Fürth hat dem Hamburger SV im Hinspiel der Relegation um das deutsche Oberhaus des Fußballs deutlich den Rang abgelaufen und agierte über weite Strecken des Spiels besser, schneller und frischer. Die Franken haben sich mit dieser Leistung eine sehr gute Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Sonntag geschaffen.

Überzeugenderer Zweitligist

Die Anfangsphase zeigte deutlich wie viel Respekt und Nervosität in diesem Spiel lag. Beide Mannschaften agierten verhalten und wollten bloß keine Fehler machen.

Zunächst präsentierte sich der Bundeliga – Dino mit mehr Ballbesitz, wusste jedoch nichts damit anzufangen. Im weiteren Verlauf kamen die Fürther immer besser ins Spiel und bauten eine wahre Druckphase auf.

Mit zahlreichen Standartsituationen näherten sie sich dem Tor der Hamburger an. Der HSV hingegen verlor komplett die Linie und war nur noch in der Defensive gefangen. Erst nach ca. einer viertel Stunde gelang es den Hanseaten das Spiel mehr ins Mittelfeld zu verlagern und so die Gefahr etwas vom eigenen Tor zu lenken.

Der Zweitligist agierte deutlich schneller und frischer. In der Defensive stand man sicher und schaltete immer wieder blitzartig auf das Offensivspiel um. Mehr gewonnene Zweikämpfe, mehr gelaufene Kilometer und das aggressivere Spiel führten zu einem Übergewicht der Gäste aus Fürth.

Doch zum Leid der Anhänger der Franken konnte diese sichtliche Überlegenheit nicht in wirkliche Torchancen umgewandelt werden. Aufgrund dieser Tatsache und der völligen Inaktivität der Gastgeber ging es mit einem 0:0 Unentschieden in die Halbzeit.

Auch im zweiten Durchgang änderte sich nichts am Bild dieser Partie. Der Zweitligist aus Fürth bespielte mehr und mehr den HSV und kam in der 51. Spielminute zur besten Chance. Gießelmann köpfte dabei eine Ecke von Brosinski nur knapp neben das Tor.

Erst nach einer knappen Stunde schafften es die Hamburger ein eigenes Offensivspiel zu initiieren und den Gast aus Fürth über Standartsituationen unter Druck zu setzen. In dieser Phase erarbeiteten sich die Gastgeber eigene Chancen, die jedoch auch nicht in Tore umgewandelt werden konnten.

Nach dieser Druckphase des HSV befreiten sich die Franken wieder und bespielten nun einen völlig verausgabten Gastgeber nach Belieben. Doch leider bleibt unter dem Strich nur ein, anhand des Spielverlaufs für Greuther Fürth, enttäuschendes 0:0, weil es die Mannschaft von Frank Kramer nicht schaffte wirklich gefährlich vor das Tor der Hamburger zu kommen.

Zwayer tadellos

In einem spannenden, jedoch nicht wirklich hochklassigen Relegationsspiel zwischen dem Hamburger SV und der SpVgg aus Fürth, überzeugte vor allem der Schiedsrichter aus Berlin mit seiner tadellosen Leistung.

Felix Zwayer verfolgte eine stets konsequente und klare Linie, von der er sich in keiner Phase des Spiels abbringen lies. In vielen kleinen problematischen Situationen handelte er immer streng, aber völlig richtig und hatte somit die Partie zu jeder Zeit im Griff.

Hinzukommend ist noch zu erwähnen, dass der Unparteiische das Tor von Pierre – Michel Lasogga zu Recht aberkannte. Der Stürmer der Hamburger befand sich klar und deutlich im Moment der Ballabgabe näher zum Tor der Gäste als der letzte Spieler der Fürther.

Zusammenfassend gilt es die Leistung von Zwayer als sehr gut einzustufen und ihm ein großes Lob für die Leitung dieser intensiven und dramatischen Begegnung auszusprechen.

Autor: Tom Wolny

Wolfgang Stark enthält Elfmeter vor

Datum: 10.05.2014         

34. Bundesligaspieltag: VFL Wolfsburg – Borussia Mönchengladbach

Am letzten Spieltag trafen bei dieser Partie zwei Teams aufeinander, die bereits für die kommende Saison international qualifiziert waren. Jedoch durfte sich der Sieger der Begegnung noch einmal Hoffnung auf mehr machen, sollte die Werkself aus Leverkusen wichtige Punkte gegen Werder Bremen liegen lassen.

Souveräne Wölfe

Mit der ersten Minute dieser Begegnung unterstrichen beide Teams ihren Willen ihre Möglichkeiten im Offensivspiel zu suchen.

Während sich die Gäste aus Gladbach ziemlich schwer im Herausspielen einzelner Chancen taten, zeigte sich auf Seiten der Wölfe vor allem Ivan Perisic in herausragender Verfassung. In den Anfangsminuten prüfte der Kroate Ter Stegen gleich zweimal (1./2.).

Die Wolfsburger agierten vor heimischem Publikum mit einem sehr hohen Pressing, welches die Gäste deutlich überforderte. Daher gelang es jenen nicht, ihr gewohnt tolles Offensivspiel durchzudrücken.

In der 30. Minute belohnten sich die aggressiven Gastgeber dann selbst. Knoche steckte den Ball durch die Abwehrreihe der Gladbacher und so konnte Kevin de Bruyne über den linken Flügel mit viel Tempo in Richtung Tor ziehen. Mit einem sehenswerten Schlenzer schloss der Belgier diese Aktion zur 1:0 Führung ab.

In den Schlussminuten der ersten Halbzeit ergaben sich auf beiden Seiten gute Chancen, die jedoch ungenutzt blieben und es somit mit einer 1:0 Führung der Wolfsburger in die Kabinen ging.

Der VFL kam ähnlich engagiert aus der Kabine wie im ersten Durchgang und presste erneut sehr hoch. Doch im Vergleich zu den ersten 45 Minuten waren es die Fohlen, welche mit Wille und Einsatz zu guten Chancen kamen (47./50./52.).

In der 64. Spielminute waren es dann die Gäste, welche mit einem schönen Spielzug über Hermann und Arrango in den Strafraum gelangten, wo Kramer den Ball nur noch einzuschieben brauchte.

Doch der VFL Wolfsburg schlug postwendend zurück und erzielte in Person von Perisic nach einem Naldo – Freistoß die erneute Führung (68.).

Der weitere Spielverlauf zeigte, dass die Spielweise beider Teams Kraft gekostet hatte. Die Partie verflachte zunehmend.

Einziger Höhepunkt im weiteren Verlauf, war das Kopfballtor von Knoche, welcher nach einer Flanke von Rodriquez völlig frei hochsteigen konnte und den Schlusspunkt markierte (81.).

Ausbleibender Elfmeter

Alles in allem zeigten beide Teams ein hochklassiges Spiel mit vielen guten Aktionen. Doch leider übertrug sich diese Klasse der 22 Akteure nicht auf den Unparteiischen aus Ergolding.

Wolfgang Stark hatte viele Probleme und machte zahlreiche kleine und einen großen Fehler. Diesen entscheidenden großen Fehler beging der erfahrene Referee schon nach wenigen Minuten.

In der 5. Spielminute ahndete er das regelwidrige Einsteigen von Tony Jantschke als in Ordnung und lies das Spiel weiterlaufen.

Doch schaut man sich diese Szene noch einmal an, wird deutlich, dass es in dieser Situation einen Elfmeter für Wolfsburg hätte geben müssen.

Leider entschied sich der Unparteiische für die falsche Fortsetzung des Spiels und schmälert dadurch seine eher schwache Leistung  noch mehr.

Autor: Tom Wolny

Florian Meyer erkennt Ausgleichstor ab

Datum: 03.05.2014         

33. Bundesligaspieltag: SC Freiburg – FC Schalke 04

Der FC Schalke 04 wird seinen Ambitionen in der nächsten Saison gerecht und sichert sich mit dem 2:0 Auswärtserfolg gegen den Sportclub aus Freiburg Platz 4 der Tabelle und somit die Champions – League – Qualifikation.

Ungefährdeter Auswärtserfolg

Die Partie begann mit zwei unterschiedlichen Devisen. Auf der einen Seite bemühten sich die Gäste aus Gelsenkirchen um sofortigen Ballbesitz und klare Überlegenheit. Auf der anderen Seite versuchten die Gastgeber aus dem Breisgau zunächst ihre Defensive zu stabilisieren und ließen den S04 kommen.

Diese Taktik sollte sich jedoch schon nach wenigen Minuten rächen. Erst scheiterte Boateng an Freiburgs Schlussmann, Oliver Baumann. Kurze Zeit später machte es Schalkes Jungprofi, Ayhan, besser und schlenzte den Ball aus kurzer Distanz ins Tor zur frühen Gästeführung (13.).

Das zeitige Gegentor weckte den Sportclub scheinbar auf. Dieser versuchte nun selbst die Initiative zu übernehmen und wurde zunehmend gefährlicher.

Innerhalb von vier Minuten vergaben Guedé (30.) und Mehmedi (34.) die besten Chancen der Freiburger zum Ausgleichstor.

Die Gäste aus dem Ruhrpott suchten ihre Chance mehr und mehr über Fernschüsse, die jedoch auch keinen Erfolg brachten.

In den letzten Minuten vor dem Halbzeitpfiff ging die Partie munter hin und her ohne, dass sich eines der beiden Teams mit einem Torerfolg belohnte.

Der FC Schalke 04 kam entschlossen aus der Kabine und versuchte sofort schnell das zweite Tor zu erzielen. Der Sportclub aus Freiburg kam mit dieser Einstellung der Gäste nicht klar und musste zu sehen, wie sich der S04 Chance um Chance erarbeitete – doch Goretzka (57.), Huntelaar (59.) und auch Julian Draxler (61.) vergaben ihre Möglichkeiten die Partie vielleicht schon zu entscheiden.

In der 65. Spielminute wurden die Bemühungen der Gäste belohnt. Nach einem tollen Solo von Huntelaar durch das gesamte Freiburger Mittelfeld, schloss der Stürmer letztendlich ab und erzielte, durch das Abfälschen des Balles durch Freiburgs Ginter, die verdiente 2:0 Führung.

Die Partie nahm noch einmal fahrt auf als Felipe Santana auf Seiten der Schalker die verdiente Ampelkarte sah (73.).

Doch Freiburgs Offensive fand kein wirkliches Mittel, die eng gestaffelte Defensive der Schalke zu durchbrechen. Mehr als ein Distanzschuss kamen dabei nicht heraus.

Schalke hingegen verlagerte das eigene Spiel in Unterzahl auf das Kontern, kam aber durch das Auslassen bester Chancen durch Goretzka (85.) und Obasi (90. + 1) zu keinem Torerfolg mehr. So blieb es bei einem verdienten 2:0 Auswärtserfolg der Königsblauen.

Klare Fehlentscheidung

Schiedsrichter Florian Meyer zeigte über den kompletten Spielverlauf eine starke Leistung und erwies sich als sicherer Leiter dieser Begegnung. Zu dem lag er bei allen persönlichen Strafen auf beiden Seiten immer richtig.

Leider leistete sich der Unparteiische aus Burgdorf einen gravierenden Fehler, welcher womöglich den Spielverlauf und auch das Ergebnis der Partie entscheidend beeinflusste.

In der 75. Spielminute kamen die Breisgauer durch das Tor von Felix Klaus zum Ausgleich. Der Referee pfiff dieses Tor zurück und ahndete eine Abseitsstellung der Freiburger beim möglichen Ausgleichstreffer.

Wie die genauere Betrachtung dieser Szene zeigt, standen Krmas und auch Ginter in dieser Situation zwar am nächsten zum Tor, griffen jedoch nie aktiv in die Aktion ein und standen somit nur im passiven Abseits.

Festzuhalten bleibt, Schiedsrichter Meyer entschied in dieser Szene zu Unrecht auf Abseitsstellung und erkannte den Freiburgern ein reguläres Tor ab.

Daher schmälert der Unparteiische selbst seine Leistung und zerstört sich sonst einen fehlerfreien Auftritt an diesem Spieltag.

Autor: Tom Wolny

Pedro Proenca mit großen Problemen

Datum: 29.04.2014        

Champions League Halbfinale: FC Bayern München – Real Madrid

In dieser Partie lagen Trauer und Hoffnung, wie so oft, eng bei einander. Die Königlichen aus Madrid nahmen dem FC Bayern München die Möglichkeit der historischen Titelverteidigung in der UEFA Champions League. Mit einer herben Niederlage verabschieden sich die Münchner damit aus dem internationalen Geschäft der aktuellen Saison.

Frühes Ende des Finaltraums

Von Beginn an merkte der Zuschauer, dass die „Kurzpass – Maschinerie“ des FC Bayern München an diesem Abend ins Stocken geraten könnte. Im Gegensatz zum Hinspiel, in dem Real Madrid sehr defensiv und tief agierte, zeigten diese ein komplett verändertes Gesicht.

Die Spanier agierten deutlich höher und setzten somit den Rekordmeister früh unter Druck, um dessen gewohntes Kurzpassspiel zu unterbinden.

Bereits nach 16 Minuten war es Sergio Ramos, der die Königlichen nach einem Eckball von Luca Modric in Front brachte.

Die Münchner zeigten sich an diesem Abend äußerst anfällig bei ruhenden Bällen. Keine vier Minuten später schlug der Ball erneut im Tor von Manuel Neuer ein. Sergio Ramos köpfte Kugel, welche Pepe nach einem Di Maria – Freistoß verlängerte, unhaltbar zum 2:0 ein (20.).

Mit dem 2:0 veränderten die Madrilenen ihr Spiel etwas, in dem sie sich wieder weiter zurückzogen. Dadurch konnte der Deutsche Meister zwar Feldvorteile verbuchen, aber biss sich an der starken Defensive der Gäste die Zähne aus.

Nun über Konter agierend machte Real alles richtig. Nach einem zu kurz geratenen Abspiel von Ribery schalteten die Spanier blitzschnell um und spielten den einschussbereiten Cristiano Ronaldo völlig frei. Der Weltfußballer lies sich diese Chance natürlich nicht nehmen und vollendete in er 34. Spielminute zum 3:0.

Mit dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern in der Münchner Allianz – Arena ein kaum verändertes Bild. Die Defensive der Gäste stand herausragend sicher und dem FC Bayern fehlten die Mittel, um diese sattelfeste Verteidigung zu durchbrechen.

So lief das Spiel allmählich vor sich hin, ohne, dass sich große Höhepunkte zeigten. In der Schlussphase dieser Halbfinalbegegnung schien die Luft raus zu sein.

Den Schlusspunkt in dieser beeindruckenden Vorstellung der Madrilenen setzte einmal mehr Cristiano Ronaldo, welcher in der 90. Spielminute einen Freistoß, knapp 18 Meter vor dem Gehäuse Manuel Neuers, unter der Mauer durch zum 4:0 Endstand versenkte.

Große Probleme

In dieser hochklassigen Champions League Partie zwischen dem FC Bayern München und Real Madrid zeigte sich der Unparteiische Pedro Proenca aus Portugal leider nicht auf dem Niveau, welches für solch ein Spiel notwendig gewesen wäre.

Proenca leistete sich mehrere grobe Fehler, die seine Schiedsrichterleistung an diesem Abend deutlich schmälern.

Gleich drei Mal an diesem Abend entschied der Referee aus Portugal falsch und ahndete klare Regelverstöße falsch.

Zum einen hätte der Schiedsrichter bereits in der 17. Spielminute das Foul von Bayerns Dante an Ronaldo mit einer roten Karte ahnden müssen.

Zum anderen übersah er die klare Tätlichkeit von Franck Ribery in der 43. Minute, als dieser Reals Carvajal eine Ohrfeige verpasste.

Den Schlusspunkt unter eine enttäuschende Leistung setzte er mit der völlig überzogenen und zu harten Entscheidung Xabi Alonso nach seinem Foul, rund 20 Meter vor dem eigenen Tor, die Gelbe Karte zu zeigen und ihn damit vom Finale auszuschließen (2. Gelbe Karte in diesem Turnier).

In dieser Situation muss man von einem Schiedsrichter, der ein Champions – League – Halbfinale leitet, deutlich mehr Fingerspitzengefühl erwarten.

Autor: Tom Wolny

Deniz Aytekin mit zwei Fehlern

Datum: 26.04.2014         

32. Bundesligaspieltag: VFL Wolfsburg – SC Freiburg

Der VFL Wolfsburg mischt im Rennen um die Champions League Qualifikation weiter kräftig mit. Doch am 32. Spieltag musste der Verein aus der Autostadt einen kleinen Dämpfer gegen tapfer kämpfende Breisgauer hinnehmen. Ein Spiel, welches in der zweiten Halbzeit mit vielen Höhepunkten glänzte, endete 2:2 Unentschieden.

Berauschender zweiter Durchgang

Die Partie in der Autostadt begann mit einem Paukeschlage. Nach einem klaren Foul der Freiburger gab es früh im Spiel die Gelbe Karte für Krmas. Den fälligen Freistoß trat Rodriquez gefährlich vor das Tor der Breisgauer. Im Strafraum konnte dort Ivan Perisic den Ball per Kopf zur 1:0 Führung vollenden (3.).

Der VFL spielte im weiteren Spielverlauf klasse auf. Mit einem hohen Pressing und spielerische Klasse zwang man den Gast aus Freiburg in die Defensive.

Doch die Mannschaft von Dieter Hecking versäumte es aus den sich bietenden Räumen und Tormöglichkeiten Tore zu erzielen.

Mit Anbruch der zweiten Hälfte der ersten 45 Minuten kamen die Gäste besser ins Spiel, verschoben die Defensive mehr in Richtung Wölfetor und agierten nun auf Augenhöhe, verpassten es jedoch Tore zu erzielen.

Im zweiten Durchgang erwischten die Breisgauer wieder den besseren Start. Die Wölfe zeigten sich zu passiv und ließen die Gäste kommen. Freiburg begeisterte nun mit hohem Ballbesitz und spielerischer Klasse.

Unter Mithilfe von Max Grün, dem Torhüter des VFL, gelang dem SC der verdiente Ausgleich. Der Flachschuss von Mehmedi rutschte dem Keeper unter der Hand ins lange Eck ins Tor (61.).

Zum Unmut der Breisgauer hielt dieser Ausgleich nur knappe 10 Minuten. In der 70. Spielminute sorgte erneut Ivan Perisic für die Führung, in dem er den Ball im Strafraum nach einer Hereingabe über die Linie drückte.

In der Schlussphase wurde es noch einmal turbulent. Chance um Chance ereignete sich auf beiden Seiten. Es dauert jedoch bis zur 83. Spielminute bis der Ball den Weg in Tor fand.

Es war der eingewechselte Terrazzino, welcher Träsch im Laufduell abschüttelte und zum 2:2 Endstand einschob.

Versäumnis zweier Regelwidrigkeiten

Die knapp 29000 Zuschauer in der Volkswagen – Arena von Wolfsburg sahen ein hochklassiges Spiel mit einem freien Schlagabtausch.

Doch leider könnte der Unparteiische Deniz Aytekin nicht der hohen Qualität des Spiels 90 Minuten lang folgen.

Er agierte zwar größtenteils sicher, souverän und hatte die Partie stets im Griff. Nur leider unterliefen ihm zwei klare Fehler, welche ihm eine schlechtere Bewertung einbringen.

Im ersten Durchgang versäumte es der Referee aus Oberasbach, Kerk für sein absichtliches Handspiel mit Gelb zu verwarnen (35.). Wie auch im zweiten Durchgang als er das taktisches Foul von Darida an Maximilian Arnold gänzlich ungeahndet ließ (59.).

In beiden Fällen ahndete Aytekin klare Vergehen nicht und muss damit mit einer Kritik seiner Leistung umgehen können.

Autor: Tom Wolny

Jonas Eriksson als souveräner Mittler

Datum: 22.04.2014         

Champions League Halbfinale: Atletico Madrid – FC Chelsea London

In einem höhepunktarmen Halbfinale der Champions League Saison 2013/14 erspielen sich die Blues aus London ein vielversprechendes 0:0 in Madrid. Die Gastgeber hatten zwar, wie erwartet, mehr Spielanteile, wussten diese jedoch aufgrund eigener Ideenlosigkeit gegen Chelseas starke Defensive nicht in Tore umzuwandeln.

Defensive als Erfolgsgarant?

Mit dem Anpfiff stellte der FC Chelsea London die Weichen auf Verteidigung. In einem sehr defensiven 4 – 5 – 1 System verfolgte man auswärts nur das Ziel der Stabilität in der Defensive gespickt mit einigen vorsichtigen Kontern.

Somit entwickelte sich in den ersten 20 Minuten dieser Begegnung ein Spiel, welches jegliche Höhepunkte vermissen lies. Einziger Aufreger in der Anfangsphase war die schwere Verletzung von Petr Cech, welcher nach einem Abwehrversuch ausgewechselt werden musste.

Der erste Durchgang zeigte im weiteren Verlauf keine Veränderungen auf dem Rasen. Die Blues verbauten erfolgreich ihr Tor mit zwei massiven Abwehrriegeln, gegen die Madrid, welches eine starke Überhand an Ballbesitz aufwies, kein Mittel zur Durchdringung fand.

Leider änderte sich das Bild auch in Durchgang zwei nicht. Fast schon verblüffend war der erste Torschuss der Engländer durch Frank Lampard, welcher den Ball jedoch zu unplatziert auf Courtois, im Tor der Gastgeber, zirkelte (47.).

Desweiteren blieb der zweite dem ersten Durchgang viel zu ähnlich. Atletico Madrid fand nicht wirklich ein Mittel, um die starke Arbeit der Londoner gegen den Ball zu durchbrechen.

Immer wieder versuchten es die Madrilenen mit Schüssen aus der Distanz oder schlugen Flanken aus dem Halbfeld, welche jedoch keinen Abnehmer fanden.

Die Schlussphase der Partie zog sich etwas in die Länge. Dafür zuständig waren zum Leid der Zuschauer nur keine Höhepunkte vor den Toren beider Teams.

Ganz im Gegenteil, immer wieder gab es aufgrund überharten Einsteigens auf beiden Seiten, Rudelbildung und dem zu Folge länger dauernde Gespräche zwischen den Spielern und dem ersten Offiziellen.

Unter dem Strich bleibt festzuhalten, dass Madrid vor heimischem Publikum keine Mittel fand, um die engmaschige Defensive Chelseas zu durchbrechen, um so  ein wichtiges Heimtor zu erzielen. Damit geht das Defensivtaktieren in London in die zweite Runde.

Partie sicher im Griff

In einem Spiel, welches kaum Höhepunkte für den Zuschauer bereithielt, stach besonders ein Mann hervor.

Schiedsrichter Jonas Eriksson leitete ein Spiel, welches wenig Dramatik und Unterhaltung bot, sehr souverän und übergenau.

Oft schon zu kleinlich und pedantisch agierte der Referee aus Schweden in dieser, vor allem in der Schlussphase, schwierigen Partie.

Doch diese Handlungsweise sei in diesem Spiel nicht als negativ aufzufassen, sondern unterstrich in der Handhabung einiger schwieriger und provokativer Situationen, die hohe Qualität des Unparteiischen an diesem Tag.

Alles in allem bot der Schiedsrichter aus Schweden an diesem Tag die beste und lobenswerteste Leistung in diesem Champions League Halbfinale.

Autor: Tom Wolny

Dr. Felix Brych mit fehlender Linie

Datum: 17.04.2014         

31. Bundesligaspieltag: Eintracht Frankfurt – Hannover 96

Zum Auftakt des 31. Spieltages in der Bundesliga gelang den Niedersachsen aus Hannover ein wichtiger Auswärtserfolg bei der Frankfurter Eintracht. Am Ende setzte sich die zielstrebigere Mannschaft durch, obwohl sich der Gastgeber zweimal toll wieder herankämpfte.

Dem Klassenerhalt nah

Die Partie begann mit einem Paukenschlag. Die Gäste aus Hannover kamen besser ins Spiel und erwischten die Frankfurter eiskalt. Nur 120 Sekunden dauerte es bis zum ersten Jubelschrei in diesem Spiel.

Hannovers Pander konnte unbedrängt aus dem linken Halbfeld flanken und fand seinen Abnehmer in Leon Andreasen im Strafraum der Gastgeber. Dieser nickte den Ball aus ca. 11 Metern unhaltbar ins rechte untere Eck zur frühen 1:0 Führung für Hannover (2.).

Die weitere Anfangsphase der Hessen zeigte, dass diese sichtlich geschockt vom frühen Gegentor waren. Das Spiel der Hausherren war gespickt mit vielen Fehlern in der Ballannahme und  -Verarbeitung unter dessen der Spielaufbau deutlich litt.

Doch nach einigen Minuten kamen auch die Frankfurter besser ins Spiel und egalisierten die Führung der Gäste rasch.  Nach einem Freistoß war es Martin Lanig, welcher als Letzter in der Kette völlig unbedrängt vor dem Tor der Hannoveraner einschieben konnte (13.).

Nur wenige Minuten später schafften es die Gäste auf der anderen Seite erneut in Führung zu gehen. Lars Stindl setzte sich nach einer scharf geschlagenen Pander – Flanke gegen den noch eben umjubelten Martin Lanig im Kopfballduell durch und schoss seine Mannschaft wieder in Front (20.).

Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit zeigte sich die Spielanlage der Niedersachsen als durchaus reifer und besser. Zwar hielt die Eintracht mit Kampfgeist und Wille stark mit, lies jedoch Esprit und Spielwitz vermissen.

Die Folge war das 3:1 Hannovers. In der 29. Spielminute vollendete Didier Ya Konan einen toll vorgetragenen Spielzug über Stindl und Andreasen klug in die rechte untere Ecke.

In der Schlussphase des ersten Durchgangs dominierten nun die Gastgeber das Geschehen und übernahmen die Spielkontrolle, ohne daraus wirklich Ertrag zu generieren.

Die Anfangsphase des zweiten Durchgangs zeigte wieder ein völlig anderes Bild als die Schlussminuten der ersten 45 Minuten: Frankfurt wankte hier einem weiteren Gegentreffer entgegen.

Doch der weitere Verlauf der zweiten Hälfte zeigte, dass die Eintracht noch einmal versuchte das Spiel zu drehen. Erfolgreich flankte Aigner den Ball in den Strafraum, wo der eingewechselte Alex Meier per Kopf den Anschluss für die Hessen herstellte (68.).

In den verbleibenden 20 Minuten drückten die Hausherren auf den Ausgleich, ließen jedoch die letzte Konsequenz im Abschluss vermissen und mussten sich somit als rechter Verlierer geschlagen geben.

Fehlende Linie

In einer überschaubaren Partie zwischen zwei Kellerkindern passte sich auch der Unparteiische dem Niveau der Begegnung an.

Dr. Felix Brych aus München leistete sich im gesamten Spielverlauf zwar keine eklatanten Fehler, schaffte es jedoch auch nicht eine klare Linie zu finden.

Mit seinen diskutablen Beurteilungen einzelner Szenen brachte er keine Ruhe ins Spiel, als dieses an Fahrt und Hektik aufnahm.

Zu dem leistete sich der Referee viele grobe Schnitzer in der Beurteilung der Zweikämpfe zwischen den 22 Akteuren auf dem Rasen.

Deshalb ist diese Leistung des Unparteiischen an diesem Tag nur mit ausreichend einzustufen und sollte den Referee aus München in den nächsten Spielen zu besseren Leistungen anhalten.

Autor: Tom Wolny

Christian Dingerts souveräne Schiedsrichterleistung

Datum: 11.04.2014         

30. Bundesligaspieltag: FC Schalke 04 – Eintracht Frankfurt

Der FC Schalke 04 sichert seinen Champions League Platz in der Tabelle mit einem wichtigen Heimerfolg gegen formstarke Frankfurter. Ein Spiel, welches im ersten Durchgang recht schwer und zäh wirkte, nahm in den zweiten 45 Minuten an Fahrt auf und bescherte den Schalkern drei Punkte.

Toller Auftakt des 30. Spieltages

Die Partie startet mit vielen Zweikämpfen und einer hohen Präsenz beider Mannschaften im Mittelfeld. Die Gastgeber fanden mehr über den Ballbesitz in ihr Spiel und der Gast aus Frankfurt zeigte sich vor allem über blitzschnelles Umschaltspiel nach Balleroberung immer wieder gefährlich.

Ohne jedoch Tormöglichkeiten zu kreieren spielte sich das Geschehen hauptsächlich in der neutralen Zone ab, weil auch die Gastgeber nicht wirklich eine zündende Idee hatten, gefährlich vor das Tor von Kevin Trapp zu kommen.

Über ein Wechselspiel der Offensivpositionen der Schalker kam etwas Leben und Bewegung in das bis dahin zähe Spiel. Prompt wurde es gefährlich. Nach einer Flanke von Max Meyer brachte der Topstürmer der „Knappen“, Klaas – Jan Huntelaar, einen Kopfball auf Trapp, welcher diesen mit einem Glanzreflex an die Latten lenken konnte.

Die Schalker traten in der Schlussphase deutlich präsenter und spielbestimmender als noch in den Anfangsminuten auf, wussten dies jedoch nicht in Torraumszenen umzuwandeln. So endete der erste Durchgang torlos Unentschieden.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit änderten die Gastgeber ihr Auftreten komplett. Mit deutlich besserer Spielanlage verlagerten sie ihr Spiel in die Hälfte der Gäste, von denen kaum noch Offensivakzente zu sehen waren.

Gute Chancen durch Neustädter (50.) und Draxler (51./54.) blieben zunächst ungenutzt, ehe der sich der Druck in der 59. Spielminute für das Team von Jens Keller bezahlt machte.

Nach einem strammen Distanzschuss von Kolasinac an den Pfosten scheiterte Huntelaar erst noch an Trapp, der den Ball mit der Faust abwehren konnte, aber die Folgeaktion, welche sich für Max Meyer mit einem Nachschuss aus sechs Metern offenbarte, nutzte der Youngstar zur 1:0 Führung.

Dieser Treffer wirkte förmlich wie ein Dosenöffner dieser Partie. In der Folgezeit erspielten sich die Hausherren Chance um Chance, sogar ein zurückgenommenes Tor und eine verschossener Elfmeter machten dieses Spiel in den zweiten 45 Minuten zu einem unterhaltsamen und gelungenen Auftakt des 30. Spieltages.

Danach beruhigt sich das Geschehen auf dem Rase etwas, bis es in die letzten 10 Minuten ging. Die Eintracht startete nun ihre Schlussoffensive ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden und die Königsblauen machten den Deckel auf dieses Spiel. Jefferson Farfan zirkelte einen Freistoß auf 20 Metern unhaltbar zum 2:0 Endstand in die Maschen (90.+ 1).

Lob für den Unparteiischen

Entgegen vieler falscher und problembereitender Entscheidungen durch die Schiedsrichter in den letzten Wochen, zeigte Christian Dingert eine sehr souveräne und ansprechende Leistung.

In einem Spiel, dass kaum Zündstoff bot, löste er die kleinen wenigen Auffälligkeiten stets richtig und gekonnt.

Zum einen war es richtig auf Strafstoß für Schalke zu entscheiden, da den „Knappen“ in dieser Situation in der zweiten Hälfte klar eine Tormöglichkeit durch regelwidriges Verhalten genommen wurde.

Zum anderen war die Entscheidung des Unparteiischen auch richtig, als er das Tor von Julian Draxler in der 61. Spielminute wegen einer Abseitsstellung zurücknahm.

Auch wenn Schiedsrichter Dingert in dieser Situation womöglich passiv den ersten Videobeweis der Bundesligageschichte zu Rate zog, worüber sich nur spekulieren lässt, ist diese Leistung des Referees aus Lebecksmühle als wirklich herausragend und gut zu bewerten, da er sich stets auf der Höhe des Geschehens präsentierte.

Autor: Tom Wolny

Übersehen von spielentscheidenden Szenen?

Datum: 08.04.2014       

Champions League Viertelfinale: Borussia Dortmund – Real Madrid

In einem hochklassigen und mitreisenden Champions League Spiel verpasst es die Borussia aus Dortmund sich für diese herausragende Leistung entscheidend zu belohnen und scheidet nur denkbar knapp aus der aktuellen Spielrunde aus.

Weidenfeller sorgt für die Initialzündung

Von Beginn an ließ der BVB erahnen, was an diesem Abend ihrerseits passieren sollte. Die Hausherren versuchten früh zu attackieren und so den Spielaufbau der Gäste schnellst möglich zu stören.

Real hingegen agierte die ersten Minuten eben so konzentriert und abgeklärt und passte sich dem frühen Pressing der Dortmunder an, in dem man sehr defensiv stand.

In der 16. Spielminute verstummte das komplette Stadion als die Defensiv – Taktik der Madrilenen aufzugehen erschien. Nach einer Flanke von Coentrao spielte Lukasz Piszczek den Ball im Strafraum mit der Hand – Elfmeter. Doch Roman Weidenfeller parierte diesen Strafstoß von Di Maria und der BVB fand zu einem Spiel, welches seines Gleichen sucht.

Die Dortmunder begannen nun noch früher zu attackieren und setzten die spanischen Gäste mit einem solch enormen Pressing unter Druck, dass diese damit nicht zu recht kamen.

Bereits in der 19. Spielminute vergab Henrikh Mkhitaryan nach toller Vorarbeit von Lewandowski und Reus eine fast schon hundertprozentige Chance zur frühen Führung.

Doch nur wenige Minuten später wurde das Spiel der Borussia belohnt als Reals Verteidiger Pepe nach einem langen Ball der Dortmunder patzte und Reus Casillas ausspielte und zur 1:0 Führung einschob (24.).

Die Gastgeber spielten sich weiter in einen Rausch, der gegen passive und zweikampfschwache Madrilenen unerklärlich schien. In der 32. Minute parierte Casillas einen Kopfball von Mats Hummels, ehe er in der 37. Spielminute das zweite Mal hinter sich greifen musste.

Nach einem Fehler im Aufbauspiel Reals schaltete Marco Reus schnell um und spielte Robert Lewandowski frei, welcher den Ball gekonnt ins lange Eck zur 2:0 Pausenführung schlenzte.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste aus der spanischen Hauptstadt besser ins Spiel und agierten nun selbst in der Offensive. Zweimal Gareth Bale (49./59.), gegen den Weidenfeller toll reagierte und Benzema (64.), der im letzten Moment noch von Hummels gestoppt werden konnte, vergaben gute Chancen auf den Anschlusstreffer.

Dieses Aufbäumen der Spanier hielt nicht lange an und der BVB kam stark zurück ins Spiel und erspielte sich Chance um Chance, die zum Leid der Dortmunder zum Teil kläglich vergeben wurden. Mit einem Dreierpack an sehr guten Möglichkeiten vergaben die Borussen einen weiteren Treffer, um das Hinspielergebnis zu egalisieren.

Zweimal Henrikh Mkhitaryan (65./68.) und einmal Kevin Großkreutz (70.) verpassten es die größte Druckphase der eigenen Mannschaft im zweiten Durchgang zu belohnen.

Im Anschluss an diese Chancen zeigten sich die Folgen des hohen Aufwandes der Dortmunder. In der Schlussphase mussten die Hausherren, geschuldet dieser enormen Energieleistung ihr Tempo etwas zurückschrauben, was Real natürlich entgegen kam.

Immer wieder blieben die Madrilenen in dieser letzten Phase des Spiels gefährlich über Konter, ohne das der BVB auf der anderen Seite noch einmal wirklich gefährlich werden konnte.

So scheidet ein herausragend spielender BVB im Rückspiel gegen Real Madrid aus der Champions – League – Saison 2013/14 nur denkbar knapp aus.

Übersehen von spielentscheidenden Szenen?

Schiedsrichter Damir Skomina aus Slowenien zeigte alles in allem eine solide Leistung. Nur leider lag er in eventuellen spielentscheidenden Szenen nur einmal richtig, jedoch hingegen zweimal falsch.

In der Anfangsphase war es hart, aber richtig als der Unparteiische auf Strafstoß gegen Borussia Dortmund entschied. Auch wenn sich Lukasz Piszczek bei der Flanke von Fabio Coentrao wegdreht und seinen rechten Arm hinter dem Rücken angelegt hat, vergrößert er mit seinem linken Arm seine Körperfläche und blockt somit den Ball im Strafraum.

Bei dieser Aktion lag der Referee richtig, doch beim deutlichen Ellenbogencheck von Sergio Ramos gegen Robert Lewandowski in der 27. Spielminute, als er perfekt auf der Höhe des Geschehens stand, ahndete er diese Situation nicht dem Regelwerk entsprechend. Hierbei er auf eine Tätlichkeit und die rote Karte für Reals Verteidiger entscheiden müssen.

Zu dem ahndete er das Foul vom schon gelb – vorbelasteten Xabi Alonso im zweiten Durchgang nicht, als dieser aus taktischen Mkhitaryan auf Höhe der Mittellinie foulte.

Mit zwei groben Patzern in der Leitung des Spiels, wahrte der Unparteiische nicht die hohe Qualität die dieses Spiel verdient gehabt hätte.

Autor: Tom Wolny