Archiv für den Monat: April 2014

Günter Perl – Gravierender Fehler trotz Souveränität

Datum: 28.03.2014

28. Bundesligaspieltag: FC Schalke 04 – Hertha BSC Berlin

Der FC Schalke 04 bestätigt die anhaltend gute Form in der Bundesliga und baut die erfolgreiche Bilanz der Rückrunde auch gegen die „Alte Dame“ aus Berlin aus. Diese hingegen wartet seit nun mehr fünf Spielen auf einen Sieg.

Der Hunter trifft erneut

Von Beginn an dieser Partie zeigte sich, wer Herr im Hause war. Die Schalker spielten enorm hoch und pressten früh in der Hälfte der Berliner Hertha. Ein geordneter Spielaufbau der Gäste wurde somit unterbrochen und der Weg zum Torabschluss möglichst gering gehalten.

Bereits in den ersten 10 Minuten dieser Begegnung konnten die Königsblauen schon gute Möglichkeiten verzeichnen. Ein Distanzschuss von Draxler (1.) und ein Freistoß von Ayhan (9.) ließen die Anhänger der Schalker jedoch noch nicht jubeln.

Besser machte es dann Chinedu Obasi, welcher einen Diagonalpass von Matip empfing und sich gegen Schulz und Torhüter Jarstein durchsetzte und zur frühen Führung für die Gastgeber einschob (16.).

Im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs nahm das Tempo der Partie ab, da sich der S04 mit der 1:0 Führung zunächst begnügte und die Gäste sich besser auf das Offensivpressing der Schalker einstellten.

So blieben weitere Torchancen Mangelware und die Zuschauer erlebten bis zum Pausenpfiff keine nennenswerten Aktionen der 22 Akteure mehr.

Der zweite Durchgang hingegen begann unnachahmlich fulminant. Bereits nach 29 Sekunden war es Klaas – Jan Huntelaar, welcher eiskalt und trocken die Vorlage von Obasi zum 2:0 nutzte (46.).

Der weitere Verlauf dieser Partie zeigte, ähnlich wie in Durchgang eins, eine deutlich überlegene gastgebende Mannschaft aus Gelsenkirchen. Der Druck der Schalker war zwar nicht so hoch wie noch in den ersten 45 Minuten, reichte jedoch aus, um die Berliner Hertha abzumelden.

Die zweite Halbzeit plätscherte so vor sich hin. Beide Teams boten magere Kost für die Zuschauer auf den Rängen – S04 musste nicht mehr und Berlin konnte hingegen nicht.

Auch die angebrochene Schlussphase zeigte ein eher müdes und chancenarmes Gesicht. Vereinzelte Vorstöße der Schalker brachten genau so wenig ein, wie harmlose Angriffe der Gäste aus Berlin.

Einziger Aufreger in den Schlussminuten dieser Partie war das nicht gegebene Tor von Berlins Langkamp, welcher nach einer Ecke den Ball ins Tor beförderte (81.).

Letztendlich blieb es so bei einem nie gefährdeten 2:0 Sieg der Schalker und dem Ausbau deren Positivserie in der Rückrunde.

Gravierender Fehler trotz Souveränität

Schiedsrichter Günter Perl aus Pullach zeigte in den 90 Minuten dieser Partie eine äußerst souveräne und unaufgeregte Leistung. Er beurteilte stets Zweikampfaktionen und strittige Situationen richtig und nahm dem Spiel so zu jederzeit die Brisanz.

Doch diese so besonnene und tolle Schiedsrichterleistung zerstörte sich der Referee in der 81. Spielminute selbst, als er das Anschlusstor der Berliner zu Unrecht aberkannte.

Nach einer Ecke der Hertha war es  Langkamp, welcher im Strafraum relativ frei zum Kopfball kam und diesen im Tor der „Knappen“ versenkte.

Der Unparteiische wertete den Zweikampf zwischen Peter Niemeyer und Roman Neustädter als Foulspiel des Berliners und erkannte so das Tor als regelwidrig an. Doch mit dieser Entscheidung lag der Schiedsrichter aus Pullach völlig daneben und beeinflusste mit dieser Fehlinterpretation der Aktion das Spiel womöglich entscheidend.

Was passiert wäre, wenn das Tor der Hertha gezählt hätte bleibt reine Spekulation, doch fest steht, dass diese Entscheidung von Günter Perl falsch war und seine Leistung an diesem Tag entscheidend schmälert.

Autor: Tom Wolny

Inkonsequente Linie

27. Bundesligaspieltag: Eintracht Braunschweig – 1. FSV Mainz 05

Eine kämpferisch überzeugende Leistung bringt der Eintracht aus Braunschweig drei weitere wichtige Punkte gegen den Abstieg. Mit zwei Toren für sein Team avancierte Domi Kumbela zum Matchwinner für die abstiegsbedrohten Aufsteiger der Vorsaison.

In Braunschweig kehrt die Hoffnung zurück

Im heimischen Stadion setzte die Braunschweiger Eintracht auf frühes Attackieren und eine bedingungslos hohe Laufarbeit. Doch der hohe Aufwand zahlte sich in den Anfangsminuten noch nicht aus.

Auf der anderen Seite versteckten sich die Gäste aus Mainz keineswegs. Immer wieder starteten diese gefährliche und schnelle Angriffe über die agilen Müller und Mali.

Doch in der 18. Spielminute waren es die Hausherren, die ihren hohen Aufwand belohnten. Eine Fehlerkette der Mainzer, an der am Ende Kopfballduellsieger Kumbela das Tor erzielte, leitete die 1:0 Führung der Eintracht ein.

Die Mainzer wirkten von diesem Rückstand zur keiner Zeit geschockt. Ganz im Gegenteil: nur 120 Sekunden später war es Nicolai Müller, welcher nach einer Flanke von Pospech in Position gelaufen war, und die Kugel sicher zum 1:1 Ausgleich im Tor verwertete (20.).

Dieser Ausgleich drehte den Verlauf der Partie völlig auf den Kopf. Die Angriffsbemühungen und der hohe Aufwand der Gastgeber wurde zunehmend weniger und brachte die Mainzer besser ins Spiel.

Immer wieder drangen die Gäste über die rechte Offensivseite durch und wurden durch Flanken von Pospech immer wieder gefährlich. Jedoch bewahrte Braunschweigs Davari seine Mannschaft immer wieder vor dem Rückstand.

Auf der anderen Seite regierte eine kollektive Unsicherheit in den Defensivreihen der Gäste. Ein Freistoß von Boland in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit konnte von Noveski nur schlecht als Recht geklärt werden und landete vor den Füßen von Nielsen, welcher den Ball zur erneuten Führung im Tor des FSV unterbrachte (45. + 3).

Im zweiten Durchgang versuchten die Braunschweiger an ihr agiles Pressing aus den Anfangsminuten des ersten Durchgangs anzuknüpfen, was ihnen auch gelang. So konnte die Mainzer ihr eigenes Spiel nicht richtig durchsetzen.

Auch im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit gelang des den Niedersachsen die Tuchel – Elf in der eigenen Hälfte festzunageln. Große Torchancen erspielten sich die Lieberknecht – Schützlinge dabei jedoch nicht.

Die Mainzer versuchten zwar immer wieder über die weiterhin gute rechte Seite zu Tormöglichkeiten zu kommen, wurden aber immer wieder entscheidend am Abschluss gehindert.

Die Hausherren hingegen stellten in Person von Kumbela die Weichen endgültig auf fünften Saisonsieg. In der 77. Spielminute beförderte der Stürmer der Braunschweiger den Ball nach einer Flanke von Elabdellaoui per Fallrückzieher sehenswert zur 3:1 Führung ins Tor der Gäste.

In der Schlussphase versuchten die Mainzer noch einmal alles um die Gastgeber zu überwinden, aber durch hohen Laufaufwand und eine tolle kämpferische Einstellung gelang es dem Schlusslicht so, die Räume eng zu halten und keine weiteren Möglichkeiten zuzulassen.

Inkonsequente Linie

Schiedsrichter Robert Hartmann aus Wangen hatte Zusehens große Probleme mit der Leitung dieses Spiels, was sich in der Bewertung von Zweikämpfen und der Auslegung von einzelnen Situationen wiederspiegelte.

Alles in allem legte der Unparteiische in dieser Partie eine großzügige Linie an den Tag, welche er jedoch nicht konsequent und geradlinig durchbrachte und sich so seine Fehler häuften.

Den größten Fehler machte der Referee aus Wangen beim Ellenbogenschlag von Kumbela gegen Zimling in der 48. Spielminute, welchen er klar mit einer Gelben Karte hätte ahnden müssen, was wiederum im weiteren Spielverlauf zur Gelb – Roten – Karte und dem gleichbedeutenden Platzverweis geführt hätte.

Ob die Eintracht so in Unterzahl und ohne den Doppeltorschützen Kumbela auf dem Platz das Spiel hätten für sich entscheiden können oder ob der FSV Mainz 05 so die Oberhand in dieser Partie erlangt hätte bleibt ungewiss.

Fest steht nur, dass der Schiedsrichter an diesem Tag eine eher überschaubare Leistung bot.

Autor: Tom Wolny

Zwei Fehler bei guter Spielleitung

26. Bundesligaspieltag: SC Freiburg – Werder Bremen

Dem Sportclub aus Freiburg gelingt es, mit dem 3:1 Heimsieg gegen den SV Werder Bremen, den zweiten Sieg in Folge zu feiern und sich so weiter wichtige Punkte im Abstiegskampf zu sichern und beendet so eine Negativserie gegen die Bremer.

Behäbiger Abwehrkomplex bereitet Probleme

Mit dem SV Werder Bremen kam der Angstgegner ins Breisgau. Doch diesem Gegner stellte sich der Sportclub von der ersten Minute.

Von Beginn an wurde deutlich, welches Team hier vor heimischem Publikum auftritt. Die Freiburger agierten sofort Zweikampfstark und mit einer hohen Präsenz, die sich vor allem im Ballbesitz wiederspiegelte.

Die Gäste hingegen versuchten sicher zu stehen und das Aufbauspiel der Gastgeber früh zu stören. Doch das zeitige und hohe Pressen der Bremer beeinträchtigte den Spielaufbau der Breisgauer nicht.

An sich ereignete sich im Verlauf des ersten Durchgangs nur wenig. Zusammengefasst zeigte sich den Zuschauern ein müdes Spiel mit nur fünf Torschüssen.

In der 15. Spielminute reichte einer dieser fünf Torschüsse sogar für die 1:0 Führung der Gastgeber. Guede hatte sich im Strafraum der Bremer durchgesetzt, der Ball konnte zwar geklärt werden, jedoch nicht entscheidend genug. Das Nachsetzen von Darida und der straffe und platzierte Schuss von Kapitän Schuster bestraften das halbherzige Defensivverhalten der Mannschaft von der Weser.

Die zweite Hälfte begann deutlich engagierter als der erste Durchgang. Dem Zuschauer kam das Gefühl beide Teams wollten Wiedergutmachung für die zähen ersten 45 Minuten dieser Partie.

Schon in der beiden Anfangsminuten der zweiten Halbzeit zeigte sich die Hälfte der Torschüsse aus Durchgang eins. Doch Junuzovic (46.) und auch Darida (47.), auf der anderen Seite, scheiterten an den Reflexen der Torhüter.

Ähnlich der Spielanlage der ersten 45 Minuten agierten die Breisgauer bissig und energisch, was die Gäste aus Bremen mehr und mehr forderte.

Die Bestrafung folgte auf den Fuß: Mehmedi setzte sich nach einem tollem Pass auf die Außen sehenswert durch und zog Richtung Strafraum. Aus halblinker Position spielte er einen punktgenauen Rückpass auf Klaus, welcher den Ball nur noch vollenden musste (53.).

Die 2:0 Führung reichte den Gastgebern nicht aus. Nur wenige Minuten später fasste sich der Torschütze aus der 53. Spielminute ein Herz und schloss aus 20 Metern ab. Sein Schuss konnte zunächst von Lukimya geblockt werden, doch dem energischen Nachsetzen von Mehmedi konnte die Bremer nichts mehr entgegen bringen (59.).

Diese 3:0 Führung des Sportclubs aus Freiburg bedeutete gleichzeitig den Verlust jedes Glaubens an Punkte seitens der Bremer, die durch eine unnötige Aktion von Freiburgs Ginter noch zum Ehrentreffer kamen.

In der 70. Minute klärte Ginter einen Ball kläglich vor die Brust von Bremens Kapitän Aaron Hunt, welcher frei aufs Tor zu lief und für Nils Petersen ablegte, welcher den Anschluss und gleichzeitig das Endergebnis herstellte.

Denn in den letzten 20 Minuten dieser Begegnung passierte nichts mehr, ein letztes Aufbäumen der Gäste fehlte komplett.

Zwei Fehler bei guter Spielleitung

Schiedsrichter Michael Weiner aus Giesen zeigte eine sehr unaufgeregte und souveräne Leitung dieses Spiels zum Auftakt des 26. Spieltags. Er entschied in allen Zweikampfsituationen stets richtig und hatte die Spielleitung sicher im Griff.

Doch leider unterliefen im weiteren Spielverlauf zwei grobe Patzer, die die Beurteilung seiner Schiedsrichterleistung entscheidend schmälern.

Zum einen stand Freiburgs Mehmedi vor dem 3:0 beim Schuss von Felix Klaus im Abseits und somit hätte sein Nachsetzen und die Erhöhung des Spielstandes auf 3:0 nicht zählen dürfen.

Zum anderen war die Bewertung der Szene in der 66. Spielminute falsch. Schiedsrichter Weiner entschied beim Fall von Klaus im Strafraum auf Schwalbe und eine Gelbe Karte für den Freiburger.

Doch Philipp Bargfrede hatte Klaus deutlich festgehalten und ihm so im Strafraum ein Weiterlaufen unmöglich gemacht. In dieser Situation hätte der Unparteiische also auf Elfmeter entscheiden müssen.

Autor: Tom Wolny

Sergey Kasarev enthält Real Madrid Elfmeter vor

Datum: 18.03.2014
Champions League Achtelfinale: Real Madrid – FC Schalke 04

Auch im Rückspiel gegen das Millionen – Starensemble bekam der FC Schalke 04 deutlich seine Grenzen aufgezeigt. Die Keller – Elf ging mit einer sehr jungen Mannschaft auch gegen eine komplett neuformierte Madrilenen – Elf im Spanischen Santiago Bernabeau mit 1:3 unter.

Pausenremis kann nicht gesichert werden

Der Hausherr begann sofort den Ball gekonnt laufen zulassen und war so bemüht Lücken in die dich gestaffelte Defensive der Königsblauen zu reißen. Doch mit großer Leidenschaft und hohem läuferischem Aufwand gelang des den Gästen die Räume immer wieder zu schließen.

Auch wenn es den Schalkern in der Anfangsphase gelang in der Offensive vereinzelt Akzente zu setzen, nahm der Druck auf Seiten der Gastgeber sichtlich zu.

Der Hochgeschwindigkeitsfußball der Madrid – Offensive konnte nach knapp 15 Minuten die erste tolle Aktion verbuchen und gleich die 1:0 Führung feiern. Morata bediente Bale welcher im Strafraum quer auf Ronaldo spielte, welcher den Ball sicher und platziert aus fünf Metern in die Maschen drückte (21.).

In der Folgezeit verpasste es Real mehrmals die Führung auszubauen und musste hingegen in der 31. Spielminute den Ausgleich hinnehmen. Tim Hoogland überbrückte mit seinem Dribbling das Mittelfeld und schloss aufgrund fehlender Alternativen ab. Sergio Ramos fälschte den Schuss unhaltbar ins linke untere Toreck ab.

Dies gab dem S04 Rückenwind. In der Schlussphase der ersten Halbzeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem die Gäste aus Gelsenkirchen gut mithielten.

Aufgrund mangelnder Chancenverwertung auf beiden Seiten ging es mit einem 1:1 Unentschieden in die Pause.

Mit Wiederanpfiff ereignete sich weiterhin eine unterhaltsame Partie, allerdings mit deutlichen Vorteilen für die Gastgeber.

Selbst mit dosierter Angriffsbemühung gelang es den Madrilenen den Gast aus Deutschland immer wieder in Bedrängnis zu bringen. Einzig und allein Ralf Fährmann hielt mit seinen Glanzparaden (51./55.) seine Mannschaft am Leben.

Gerade in einer Phase als es den Knappen gelang sich aus der festen Umklammerung der Gastgeber zu entfesseln, schlug Real doppelt zu. Cristiano Ronaldo dribbelte mit beeindruckendem Tempo durchs Mittelfeld an die Strafraumgrenze und schloss energisch zur 2:1 Führung ins kurze Eck ab (74.).

Nur eine Minute später rettet zunächst Fährmann blitzschnell gegen Morata. Den Nachschuss knallte Ronaldo gegen die Latte und letztendlich konnte Gareth Bale den zurückspringenden Ball im Tor vollenden (75.).

In der Schlussviertelstunde der Begegnung konnte sich der S04 glücklich schätzen, dass Ronaldo das Ergebnis in der 83. Spielminute noch in die Höhe trieb.

Eine Fehlentscheidung

Der Schiedsrichter der Partie Sergey Karasev wurde im gesamten Spiel nur wenig geprüft und handelte sonst sehr souverän und sicher.

Über den gesamten Spielverlauf agierte der Unparteiische aus Russland abgeklärt und unaufgeregt. Er bewerte nahe zu alle persönlichen Strafen und Fouls richtig.

Nur eine Aktion schlägt sich in der Bewertung seiner Leistung nieder. In der 53. Spielminute ahndete der Referee das Einsteigen von Kapitän der Schalker, Benedikt Höwedes, gegen Reals Morata im Strafraum nicht. Deutlich zu sehen jedoch, das der Schalker Verteidiger den Angreifer klar am regelwidrig am Weiterspielen hindert und somit ein Foul begeht.

Abschließend bleibt festzuhalten, dass die Leistung des Unparteiischen durch diese Fehlentscheidung stark in der Bewertung fällt und somit nur eine ausreichende Note vergeben werden kann.

Autor: Tom Wolny

Torsten Kinhöfer hatte das Geschehen sehr gut im Griff

Artikel 18.03.14 – Schiedsrichter.net
Datum: 15.03.2014
25. Bundesligaspieltag: Werder Bremen – VFB Stuttgart

Auch im ersten Spiel unter dem neuen Cheftrainer der Stuttgarter, Huub Stevens, gelingt es den Schwaben nicht den ersehnten Sieg einzufahren, um wertvolle Punkte im Abstiegskampf zu sammeln. In Bremen kommt man trotz der Führung nicht über ein Unentschieden hinaus.

Werder weiterhin ohne Niederlage

Die Serie des SV Werder Bremen mit nunmehr fünf Spielen in Folge ohne Niederlage setzt sich fort. Auch im Spiel vor heimischem Publikum gegen den VFB aus Stuttgart nehmen die Nordlichter zumindest einen wichtigen Punkt mit.

Werder definierte sich wie in den letzten Wochen über eine kompakte Defensive und überlies dem Gast aus Stuttgart mehr Ballbesitz. Doch durch die enge Geschlossenheit war es den Stuttgartern vergönnt etwas aus ihrem gegebenen Ballbesitz zu generieren.

Aufgrund der Kompaktheit der Bremer und der zeitgleichen Ideenlosigkeit der Stuttgarter dieser Enge zu begegnen, spielte sich das Geschehen in der ersten Halbzeit hauptsächlich im Mittelfeld ab, Chancen blieben Mangelware.

Die erste richtige Chance erspielten sich dennoch die inaktiveren Gastgeber. Über Links setzte sich Caldirola durch, welcher eine scharfe Flanke auf Di Santo brachte, der jedoch aus kurzer Distanz das Spielgerät über den Querbalken beförderte (32.).

In der Schlussphase des ersten Durchgangs erhöhten die Schwaben noch einmal das Tempo und setzten die Bremer mehr und mehr unter Druck. Daraus ergaben sich weitere gute Chancen, die aber ungenutzt blieben (37./45.).

In der Nachspielzeit gab es noch den Aufreger der ersten 45 Minuten, als Schiedsrichter Kinhöfer nach vermeintlichen Handspiels der Bremer auf den Punkt zeigte – doch Martin Harnik schoss den Ball nur gegen den rechten Außenpfosten (45. + 1).

Der zweite Durchgang gestaltete sich mit Wiederanpfiff durchaus viel aufregender als die erste Halbzeit. Auf beiden Seiten erhöhte sich die Schlagzahl und die Teams wurden mutiger und erspielten sich mehr und mehr Chancen.

Nach einem gut abgewehrten Kopfball des Bremer Torhüters, Raphael Wolf, war dieser beim folgenden Nachschuss von Niedermeier letztendlich doch geschlagen und Bremen musste in der 55. Spielminute den 1:0 Rückstand hinnehmen.

In der Phase direkt nach dem Tor wuchs das Selbstbewusstsein der Schwaben deutlich an. Man erdrückte die Bremer förmlich mit den eigenen Angriffsbemühungen.

In der Schlussphase unterbrach Trainer der Bremer Robin Dutt mit seinen Wechseln etwas das Offensivspiel der Gäste aus Stuttgart – mit Erfolg. Die Wechsel auf Seiten der Hausherren brachten ihre Wirkung. Auch das Bremer Publikum war nun zu 100 Prozent wach und peitschte die Mannschaft zum Erfolg.

In der 79. Spielminute wandelte Kapitän Aaron Hunt den Schub des Publikums in den Ausgleich auf dem Rasen um. Er zirkelte einen Freistoß unhaltbar über den sich duckenden Mitspieler durch die Mauer der Schwaben und glich somit zum 1:1 Endstand aus.

Problemlose Schiedsrichterleistung

Schiedsrichter Torsten Kinhöfer aus Herne hatte das Geschehen auf dem Rasen sehr gut im Griff und leitete die Partie souverän und ruhig. Ihm unterliefen weder Fehler in der Zweikampfbewertung noch zeigte er Schwächen in der Beurteilung von schwierigen Szenen.

Doch leider unterlief dem Unparteiischen noch im ersten Durchgang der Partie ein grober Fehler, der ihm eine gute Beurteilung seiner Leistung zu Nichte macht.

Bei der Aktion als sich Werder – Verteidiger Lukimya in den Ball des schießenden Sakai warf und den Ball unabsichtlich mit der Hand spielte, entschied der Referee fälschlicher Weise auf Elfmeter und ermöglichte so den Gästen einen klaren Vorteil, auch wenn dieser ungenutzt blieb.

Betrachtet man die Szene näher, wird deutlich, dass diese Entscheidung ein klarer Fehler war, da Lukimya zum einen nicht seine Körperfläche vergrößerte und zum anderen aus kürzester Distanz angeschossen wurde und somit regelgerecht die Chance der Stuttgarter vereitelte.

Autor: Tom Wolny

Schiedsrichter Svein Oddvar Moen hatte im gesamten Spielverlauf große Probleme

Datum: 12.03.2014
Champions League Achtelfinale: FC Bayern München – FC Arsenal London

Der FC Bayern München steht verdient im Viertelfinale der diesjährigen Champions League. Dabei musste der deutsche Rekordmeister gegen die Gunners aus London nicht unbedingt auf dem höchsten Level agieren. Die Gäste erschienen zu schwach und harmlos in der Allianz Arena, um den Münchnern wirklich gefährlich zu werden.

Der Vorsprung aus dem Hinspiel reicht den Gastgebern

Die Gäste aus London hatten sich sicherlich viel vorgenommen um den 0:2 Rückstand aus dem Hinspiel noch umbiegen zu können. Doch die Anfangsphase gehörte zunächst den Gastgebern, die das Spiel klar bestimmten.

Ohne besonders auffällig vor dem Tor zu werden, ließ man Ball und vor allem den Gegner nach Belieben laufen.

Doch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit nahm der Bayern – Express mehr und mehr an Fahrt auf und rollte gefährlicher Richtung Tor der Gunners. Nach einem Freistoß der Münchner war es Javi Martinez der den Ball freistehend vor Fabianski über die Linie drückte. Die Fans der Gastgeber jubelten vergeblich – der Torschütze befand sich im Moment der Ballabgabe im Abseits (27.).

Auf der anderen Seite durfte auch Manuel Neuer einmal seine Klasse unter Beweis stellen, in dem er den Kopfball von Olivier Giroud parierte (32.).

Weil aber auf Seiten des deutschen Rekordmeisters weder Mario Mandzukic (39.) noch Mario Götze (45.) ihre Chancen nutzten, ging es mit einem, angesichts des Ballbesitzes und der Dominanz der Münchner, schmeichelhaften 0:0 für dich Londoner in die Kabinen.

Im Gegenteil zum ersten Durchgang gelang es den Gästen nun mehr Druck auf die Bayern auszuüben und die gegnerischen Ballstafetten zu unterbinden.

Jedoch schlugen die Münchner Bayern eiskalt zu und spielten die Londoner am eigenen Strafraum schwindelig. Ribery setzte sich gekonnt gegen die Verteidiger der Gäste auf der linken Seite durch und bediente Bastian Schweinsteiger, welcher ca. sechs Meter vor dem Tor die Kugel sicher ins Netz beförderte (54.).

Fast im Gegenzug und wie aus dem Nichts setzte sich Lukas Podolski am Strafraum gegen Philipp Lahm durch und hämmerte den Ball zum direkten Ausgleich ins Dach des Tores von Manuel Neuer, welchem jegliche Abwehrchance verwehrt blieb (57.).

Dieser Ausgleich zeigte noch unbekannte Schwächen der Münchner. Die Dominanz war vollkommen verloren und es reihte sich Ballverlust an Ballverlust – Bayern wankte. Jedoch gelang es den Guardiola – Schützlingen sich nach 10 Minuten wieder zu fangen und deren offensive Schönheit zu zeigen.

Die Schlussphase war geprägt von vielen Wechseln und verlor dadurch klar den Spielfluss. Die Zeit spielte mehr und mehr für den Triple – Sieger.

Erst kurz vor Schluss wurde es noch einmal brenzlig als Koscielny Robben zu Fall brachte und der Elfmeterpfiff ertönte – Müller trat an und vergab kläglich, so dass es bei einem 1:1 Unentschieden an diesem Champions League Abend blieb.

Fehler in der Zweikampfbewertung und Verlust der Linie

Der Schiedsrichter Svein Oddvar Moen aus Norwegen hatte im gesamten Spielverlauf große Probleme in der Bewertung einzelner Situation, vor allem in der richtigen Auslegung von Luftzweikämpfen und Kopfballduellen.

Immer wieder ahndete er ähnliche Situationen unterschiedlich, was ihm den Vorwurf einer fehlenden Linie einbringt.

Eine Schlüsselszene in Moens Leistung lag in der Aktion zwischen Lukas Podolski und Philipp Lahm vor dem 1:1 Ausgleich durch Podolski. Schaut man sich diese Situation an, wird deutlich, dass Podolski klar mit dem Arm voraus gegen den mit dem Rücken zu ihm stehenden Lahm arbeitet und diesen zu Fall bringt – daraufhin den Ball erkämpft und das Tor erzielt.

In dieser Aktion liegt der größte Fehler des Schiedsrichters an diesem Abend. Im Anschluss lies er sich von den Fans und Spielern beeindrucken und verlor komplett den Faden.

In der Folge gelang dem Unparteiischen nur wenig Richtiges bis auf die Elfmeterentscheidung kurz vor Ende des Spiels (90. + 1).

Autor: Tom Wolny

Schlagworte: FC Bayern München, Manuel Neuer, Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Arjen Robben, Mario Götze, Franck Ribery, Mario Mandzukic, FC Arsenal London, Lukasz Fabianski, Laurent Koscielny, Lukas Podolski, Olivier Giroud, Svein Oddvar Moen