Archiv für den Monat: März 2014

Schiedsrichter Günter Perl entscheidet ungewollt die Partie

Datum: 01.03.2014
23. Bundesligaspieltag: Eintracht Braunschweig – Borussia Mönchengladbach

Das Bundesligaspiel zwischen der Braunschweiger Eintracht und den Gästen aus Gladbach endet nach zwei kuriosen Toren am Ende mit einem 1:1 Unentschieden, welches beiden Teams deutlich zu wenig ist.

Auf der einen Seite können so die Gastgeber ihren Abstand auf das rettende Ufer nicht verkürzen und auf der anderen Seite schafft es die Borussia nicht ihre Sieglos – Serie zu beenden.

Torhüter „erzielen“ die Tore

Der Beginn dieser Begegnung des 23. Spieltags zeigte sich engagiert und entschlossen. Braunschweig begann stark und machte die Räume eng. Dadurch gelang es der Favre – Elf nicht sich zu entfalten.

Doch im direkten Vergleich war es auch der Offensive der Hausherren vergönnt nennenswerte Aktionen zu kreieren.

Obwohl es auch in der Folgezeit der Partie an Höhepunkten fehlte, gingen die Gäste nach einem Eckball glücklich und mit tatkräftiger Unterstützung der Braunschweiger in Führung. Raffael trat eine scharf angeschnittene Flanke in Richtung des ersten Pfostens der Eintracht. Dort irritierte Boland seinen Torhüter Davari, von dessen Knie der Ball ins Tor zum ersten Treffer der Partie sprang (25.).

Im Anschluss dieses unglücklichen Tores zu Lasten der Gastgeber entwickelte sich ein besseres Spiel gespickt mit einigen Tormöglichkeiten auf beiden Seiten. Doch weder Kessel (27.), Pfitzner (34.) oder Hochscheidt (38.) auf der einen Seite sowie Hrgota (43.) auf der anderen Seite, konnten die sich bietenden Chancen nutzen.

Im zweiten Durchgang hingegen verfiel das Spiel zurück in alte Muster der Anfangsphase. Die ideenlosen Gastgeber mühten sich in der Offensive, wobei sich die Borussia aus Mönchengladbach nur auf ihre gut gestaffelte Defensive verließ und den Vorsprung verwaltete.

Doch in der 52. Spielminute kippte das Momentum der Partie grundlegend. Nach einem harmlosen Rückpass von Kapitän Philip Daems auf seinen Keeper Ter Stegen, zeigte dieser unbekannte Schwächen in der Behandlung des Balles am Fuß und beförderte diesen ungewollt ins eigene Netz zum 1:1 Ausgleich.

Ab dieser Sekunde war die Eintracht besser im Spiel und erarbeitete sich immer wieder gute Chancen in dem sie den Druck deutlich erhöhte.

Durch mehr Tempo im Spiel entstanden mehr und mehr Räume auf beiden Seiten, die zu Ungunsten des Betrachters leider nicht in Tore umgewandelt werden konnte. Weder die Braunschweiger in Person von Kessel (78.) und Theuerkauf (90. + 1) konnten einen Treffer erzielen, noch die Gladbacher in Personalunion Jantschke/Kruse (84./87.).

So blieb es bei einem fast schon nutzlosen Punkt für beide Seiten.

Ergebnisbeeinflussender Fehler

In einem alles in allem unkompliziert zu leitenden Bundesligaspiel entschied Schiedsrichter Günter Perl ungewollt die Partie, in dem er den Gladbachern ein reguläres Tor aberkannte. Nach einem Pass aus dem Mittelfeld zwischen die Abwehrreihe der Braunschweiger erlief der eingewechselte Peniel Mlapa den Ball und versenkte diesen sicher im Tor (89.).

Doch der Unparteiische entschied fehlerhaft zu Gunsten der Braunschweiger auf eine Abseitsstellung des Angreifers und nahm somit den Gästen aus Gladbach, wenn auch nur indirekt, drei Punkte, mit welcher diese ihre Negativbilanz hätten beenden können.

Unter dem Strich bleibt festzuhalten, dass es die Leistung des Schiedsrichters an diesem Tag als mit nicht ausreichend zu bewerten gilt. Zur entscheidenden Fehlentscheidung beim Tor von Mlapa, kamen zu dem noch viele kleine Unsicherheiten und Fehler in der Zweikampfbewertung, die die Leistung des Referees erheblich schmälern.

Autor: Tom Wolny

Manuel Gräfe erwischte einen eher gebrauchten Tag

Datum: 22.02.2014
22. Bundesligaspieltag: SC Freiburg – FC Augsburg

Der Sportclub aus Freiburg schafft es auch gegen den FC Augsburg nicht, wieder zurück in die Erfolgsspur zu finden. In einer rassigen, intensiven und sehr unterhaltsamen Partie gewinnt der eiskalt zu schlagende Gast aus Augsburg im Breisgau.

Freiburg bleibt tief im Keller stecken

Die Anfangsminuten begannen mit dem klassischen Abtasten auf beiden Seiten. Keines der Teams näherte sich gefährlich dem Tor.

Doch aus diesem vorsichtigen Beginn entwickelte sich der erste Höhepunkt der Begegnung. Wie aus dem Nichts leitete Altintop den Ball über den Kopf von Andre Hahn zu Tobias Werner, der im Rücken der Viererkette der Freiburger davon geeilt war und Torhüter Oliver Baumann final keine Chance zur Abwehr lies (7.).

Die Gastgeber zeigten sich keineswegs erschrocken und spielten sofort auf den Ausgleich. Nach einem Foul ca. 30 Meter vor dem Augsburger Tor, zirkelte Jonathan Schmid den Ball erfolgreich zum Ausgleich ins Tor der Gäste (17.).

Mit diesem Ausgleich im Rücken agierten die Breisgauer wie aufgedreht und spielten fortan auf die Führung. Vor allem der Torschütze zum Ausgleich stach aus der Masse heraus und leitete Angriff um Angriff seiner Mannschaft ein.

Im weiteren Verlauf entwickelte sich eine intensive und aggressive Bundesligapartie, die zunächst keinen Sieger erahnen lies.

Im zweiten Durchgang zeigte sich ein ähnliches Bild. Ein Spiel auf einem durchaus hohen Niveau ereignete sich vordergründig zwischen den Strafräumen.

Angelehnt an das erste Tor im ersten Durchgang, fiel auch das erste Tor der zweiten 45 Minuten, nämlich wie aus dem Nichts. Oliver Sorg brachte eine scharfe Flanke von der linken Seite, die jedoch von Klavan per Kopf abgewehrt wurde. Im Nachsetzen nahm Admir Mehmedi den Ball direkt und schloss sehenswert auf nassem Geläuf zur 2:1 Führung ab (73.).

Postwendend gab es schon das nächste Tor zu bejubeln. Nur wenige Minuten später brachte der eingewechselte Alexander Esswein eine Flanke auf Verhaegh, der unhaltbar zum 2:2 ins linke Eck abschloss (78.).

Doch damit war es nicht genug in diesem spektakulären Spiel. Nach einer Verhaegh Flanke war es der völlig freistehende Halil Altintop, der den Ball nur noch über die Linie schieben musste und so die 3:2 Führung der Augsburger herstellte (85.). Letztendlich trug sich auch Andre Hahn noch in die Torschützenliste ein, der in der Nachspielzeit den 4:2 Endstand aus Sicht der Gäste herstellte (90. + 4).

Eine sehr mangelhafte Schiedsrichterleistung

Auf dem nassen Rasen ereignete sich ein unterhaltsames und tolles Fußballspiel, welches sich so deutlich zur Qualität der Schiedsrichterleistung unterschied.

Manuel Gräfe erwischte wohl einen eher gebrauchten Tag. Er zeigte viele Fehler in der Beurteilung der Zweikämpfe. Den wohl gravierendsten Fehler machte er, als er Fernandes zweites grobes Vergehen nicht gleichbedeutend mit dessen zweiter Gelber Karte wertete und ihm den gelb – roten Karton vorenthielt (25.).

Zu dem übersah der Unparteiische das klare Handspiel des Freiburger Verteidigers Krmas, welches ebenso einen Elfmeterpfiff zur Folge haben hätte müssen (75.).

Auch im weiteren Verlauf der Begegnung verwehrte er den Freiburgern einen klaren Elfmeter, als Günter von Hong klar im Strafraum gefoult wurde. Gräfe entschied falsch auf Schwalbe und Gelbe Karte für Günter.

Alles in allem bleibt festzuhalten, dass es diese Leistung von Manuel Gräfe al schwach und mangelhaft einzustufen gilt. Neben den vielen Fehlern in der Zweikampfbeurteilung lag er bei zwei eigentlich fälligen Elfmetern völlig daneben.

Autor: Tom Wolny

Unparteiische Viktor Kassai mit durchwachsener Schiedsrichterleistung

Datum: 18.02.2014
Champions League Achtelfinale: Bayer 04 Leverkusen – Paris St. Germain

Nach der knappen und enttäuschenden Niederlage am vergangenen Wochenende im Bundesligaheimspiel gegen den FC Schalke 04, galt es für die Werkself neue Motivation und Sicherheit für die schwere Aufgabe in der Champions League zu sammeln.

Chancenloses Leverkusen

Der Titelanwärter auf den Sieg der diesjährigen Champions League Saison begann schon mit dem Anpfiff mit gnadenlosen Forechecking und setzte die Hausherren tief in deren eigener Hälfte massiv unter Druck.

Bereits nach 129 Sekunden war Bernd Leno im Leverkusener Tor das erste Mal geschlagen. Nach einem katastrophalen Ballverlust von Kapitän Simon Rolfes, schaltete Paris blitzschnell um und erzielte in Person von Blaise Matuidi die frühe 1:0 Führung (3.).

Mit diesem zeitigen Rückstand vor der Brust konnte die Werkself sichtlich schwer umgehen und verlor mehr und mehr den Faden. Die Gäste aus Paris brachten ihren Gegner immer wieder in Verlegenheit. Es schien nur noch eine Frage der Zeit, wann die Franzosen ihre Führung ausbauen sollten.

Doch ab der 20. Spielminute fing sich der Tabellenzweite der Bundesliga etwas und versuchte dem spielstarken Starensemble über Kampf den Rang abzulaufen. Paris lies die Gastgeber kommen und wartete auf eigene Konter.

Gerade als Leverkusen zurück ins Spiel gefunden hatte, schlug Paris eiskalt zu. Nachdem Spahic Lavezzi im Strafraum regelwidrig stoppte, pfiff der Unparteiische aus der Ukraine Elfmeter. Zlatan Ibrahimovic verwandelt kühl und trocken ins linke untere Eck (39.)

Nur wenige Sekunden später nahm der Schwede zum zweiten Mal Maß und feuerte, nach der Vorlage von Matuidi, eine unhaltbare Rakete ins rechte obere Eck – Traumtor (42.).

Im zweiten Durchgang waren die Verhältnisse aufgrund des ersten Durchgangs klar definiert. Doch Leverkusen entwickelte nun mehr Drang nach vorn. Doch Paris begegnete diesem Aufkommen der Gastgeber mit energischer Zweikampfführung und Einsatzbereitschaft. Dies nahm zum einen den Leverkusenern sichtlich die Durchschlagskraft und zum anderen dem Spiel die Höhepunkte.

Im weiteren Verlauf versuchte die Mannschaft von Trainer Sami Hyypiä die sicher stehende und stabile Defensive der Gäste zu durchdringen – ohne Erfolg. Doch in der 59. Spielminute dezimierte sich Leverkusen selbst und war nun den Parisern eklatant unterlegen.

Mit wenig Aufwand erspielten sich die Franzosen mehr und mehr Torchancen. So war es dann der Lauf der Dinge, dass der eingewechselte Cabaye zwei Minuten vor dem Ende des Spiels, das Ergebnis des Spiels mit einem weiteren Traumtor in die Höhe trieb (88.).

Kartenentscheidungen retten durchwachsene Leistung

Der Unparteiische Viktor Kassai zeigte eine eher durchwachsene Schiedsrichterleistung an diesem Champions League Abend. In einem Spiel, dass eigentlich wenig von ihm abverlangte, zeigte er sich als selbstdarstellerisch und provozierend. In vielen Situationen fand er keine wirkliche Linie, der er treu blieb. Immer wieder bewertete er ähnliche Zweikämpfe völlig unterschiedlich.

Positiv bleibt ihm anzurechnen, dass er bei der Verteilung personenbezogener Folgeentscheidungen der Karten richtig lag. So erkannte er das deutliche Halten Spahics am Trikot von Stürmer Lavezzi, welches diesem klar regelwidrig eine Torchance verwehrte, und entschied folgerichtig auf Elfmeter und eine Gelbe Karte für den Sünder (39.).

Im Verlauf des zweiten Durchgangs entschied er richtig, wenn auch hart, das Einsteigen des Bosniers mit dessen zweiter Verwarnung zu ahnden und ihn somit des Feldes zu verweisen (59.).

Alles in allem bleibt unter dem Strich festzuhalten, dass dies sicherlich keine Musterleistung eines Champions League Schiedsrichters an diesem Tag war.

Autor: Tom Wolny

FC Bayern München – SC Freiburg, 2 grobe Schnitzer in einer durchschnittlichen Schiedsrichterleistung

Datum: 15.02.2014
21. Bundesligaspieltag: FC Bayern München – SC Freiburg

Die Münchner Bayern scheinen zurzeit schier unaufhaltsam. Auch gegen den Sportclub aus Freiburg, welcher in der Anfangsphase toll mitspielte und selbst Offensivaktionen kreierte, aber im weiteren Spielverlauf vom Münchner Ballbesitz erdrückt wurde, konnten vor heimischer Kulisse weitere drei Punkte eingefahren werden.

Souveräne Bayern besiegen mutige Freiburger

In der Anfangsphase der Partie wurde die taktische Einstellung der Breisgauer deutlich – mit Erfolg. Der Sportclub stand defensiv kompakt und spulte ein hohes Laufpensum und ein aggressives Pressing, welches das gefürchtete Kurzpassspiel der Bayern verhinderte, ab.

Doch nach einer Standartsituation wurden die engagierten und unbekümmert, wie mutig aufspielenden Freiburger doch bestraft. Die Gäste konnten den Ball nicht entscheidend klären, sodass Diego Contento frei zum Flanken kam und seinen Abnehmer in Dante fand (19.).

Mit zu nehmenden Spielerlauf flachte die Qualität der Partie ab. Der FC Bayern verschaffte sich mehr und mehr Ballbesitz und hielt somit Ball und Gegner am Laufen.

In der 34. Minute war es Xherdan Shaqiri, der nach einem tollen Pass von Toni Kroos und einer gekonnten Hacken – Weiterleitung von Pizarro frei zum 2:0 vollenden durfte. Bereits wenige Minuten später drang wiederum Toni Kroos aus dem Halbfeld in den Strafraum des SC Freiburg ein und bereitete so das zweite Tor des Schweizers Shaqiri, der aus 10 Metern einschob, vor.

Schon mit dem Pausenpfiff schien die Partie entschieden. Mit diesem Gefühl traten auch die Münchner in Durchgang zwei auf. Sie ließen den Ball nach Belieben laufen und spielten so Katz und Maus mit den Freiburgern, die Offensiv völlig ihren Faden verloren hatten. Der FC Bayern erspielte sich weitere gute Chancen, die jedoch ungenutzt blieben (54./55./61.).

Im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit wechselten sich Chancen auf beiden Seiten ab, die aber den Zuschauern beider Lager jeweils den Torjubel verwehrten.

Die Schlussphase der Partie plätscherte allmehlig vor sich hin und beinhaltete außer dem abschließenden 4:0 durch Claudio Pizarro, der aus 15 Metern präzise abschloss, keine Highlights oder Aufreger mehr.

Zwei grobe Schnitzer in einer durchschnittlichen Schiedsrichterleistung

Die Dominanz der Münchner Bayern machte es Schiedsrichter Guido Winkmann aus Kerken eigentlich recht leicht, die Partie souverän zu leiten. Doch zwei gravierende Fehler in der Beurteilung der Situationen verschaffen dem Unparteiischen eine schlechte Beurteilung seiner Leistung.

Entscheidend war wohl der Freistoßpfiff vor dem 1:0 der Bayern und der anschließenden Verwarnung gegen Günter bereits in der 18. Spielminute. Mit dieser Fehlentscheidung griff Schiedsrichter Winkmann entscheidend in den Spielverlauf ein.

Der Sportclub aus Freiburg spielte bis zu diesem Zeitpunkt toll mit und war energisch am Offensivspiel interessiert.
Doch dieser zu Unrecht beurteilte Freistoß nahm dem SC jegliche Sicherheit und das Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit und gab dem FC Bayern die Möglichkeit nun endlich ihr gewohntes Kurzpassspiel aufzuziehen.

Zu dem verweigerte der Referee noch ein reguläres Tor der Breisgauer, welches kurz vor dem Halbzeitpfiff, den Anschluss herstellte. Der Schütze Admir Mehmedi stand nicht im Abseits – somit hätte sein Treffer zählen müssen.

Diese entscheidenden und womöglich auch spiellenkenden Fehler dürfen einem Bundesligaschiedsrichter nicht unterlaufen und müssen mit einer schwachen Leistung beurteilt werden.

Autor: Tom Wolny

Schlagworte: FC Bayern München, Toni Kroos, Claudio Pizarro, Xherdan Shaqiri, Dante, Diego Contento, SC Freiburg, Admir Mehmedi, Christian Günter, Guido Winkmann